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IT, D 1969
Originaltitel:Uccello dalle piume di cristallo, L'
Alternativtitel:Bird with the Crystal Plumage, The
aka. Bird with the Glass Feathers
aka. Gallery Murders, The
aka. Phantom of Terror
Länge:89 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Dario Argento
Buch:Dario Argento
Kamera:Vittorio Storaro
Musik:Ennio Morricone
Darsteller:Enrico Maria Salerno, Tony Musante, Eva Renzi, Mario Adau
Vertrieb:Polyband
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1
Tonformat:Dolby Digital 2.0, Mono
Sprache:Deutsch
Specials:
- Original Kinotrailer
- Fotogalerie
- Bio- und Filmografie Dario Argento
- Bildergalerie
Der amerikanische Schriftsteller Sam Dalmas, der seit Jahren in Rom lebt, wird eines Abends Zeuge eines Mordversuches in einer Kunstgalerie. Ein Mann in schwarzem Mantel und schwarzen Handschuhen versucht, die Galeriebesitzerin Monica Ranieri umzubringen.
Dalmas versucht, der jungen Frau zu Hilfe zu kommen, gerät aber dabei selbst in eine Falle. Die Polizei verdächtigt Dalmas und nimmt ihm seinen Pass ab, um ihm die Rückreise nach Amerika unmöglich zu machen. Er ist gezwungen, an der Aufklärung des geheimnisvollen Falles mitzuwirken.
Es geschehen weitere mysteriöse Morde, denen immer junge, hübsche Frauen zum Opfer fallen. Dalmas und seine Freundin stellen sich freiwillig als Spürhunde zur Verfügung.
Dario Argentos Regieerstling frei nach einer Geschichte von Frederic Brown ist ein kleines Meisterwerk, da Argento die recht simple Geschichte gut umzusetzen wusste und man merkt schon viel von seiner visuellen Stärke, die seine späteren Produktionen prägen sollten.
Dass mit dem Namen Edgar Wallace geprahlt wird ist im Grunde Etikettenschwindel hoch 3 und entstand nur durch die Zusammenarbeit Argentos mit der Berliner Produktionsfirma CCC-Filmkunst Berlin. Als sich der Co-Produzent Artur Brauner die ersten Szene des Filmes anschaute, wollte er Dario Argento direkt vom Regiestuhl vertreiben, was aber durch dessen Vater vereitelt wurde, der Extra dafür die Seda Spettacoli S.P.A gegründet hatte und Argento somit unkündbar machte. Zum Glück kann man da nur sagen. Niemand außer Argento hätte aus dieser Story das gemacht, was der Film heute ist...
Durch beeindruckende Kamerafahrten und optischer Raffinesse schaffte es Argento mit "L'uccello dalle piume di cristallo" ("Der Vogel mit dem Kristallgefieder") das gebeutelte Genre des Giallos zu neuem Leben zu erwecken. Die Morde aus der Sicht des Mörders sind heute nicht mehr aus dem Genre wegzudenken und werden immer wieder angewendet. Auch sind sie für damalige Verhältnisse recht hart ausgefallen und sorgten nicht nur für positive Kritiken. Aus heutiger Sicht jedoch sieht das schon wieder anders aus, denn Argento hält sich hier deutlich zurück.

Das Wort Giallo bedeutet übrigens nichts anderes als Gelb, was zu Grunde hat, dass in den 50er Jahren die ganzen Mystery-Thriller mit einem gelben Umschlag erschienen sind. Im Gegensatz dazu gab es die schwarze Variante für Frankreichs Detektive-Geschichten, die dem FILM NOIR ihren Namen einbrachten. Der Giallo beschriebt das Genre des Thrillers, welches im Allgemeinen noch Polizei, Mafia und Spionagefilme umfasste und dem Slasherfilm zukünftig stark beeinflussen sollte ...

In einer Kurzrolle als durchgeknallter Maler ist Mario Adorf zu sehen und stellt hier gleich einen der Höhepunkte im Film da. Des Weiteren tauchen hier viele skurrile Typen auf, die den Film neben Argentos visuelle Meisterleistung noch sehenswerter machen und für den einen oder anderen Schmunzler gut sind. Da wären z.B. der stotternde Zuhälter "Servus" und der schwule Antiquitätenhändler.

Trotz der simplen Story und einiger inhaltlicher Fehler und Mängel sorgt der Plot noch für die eine oder andere Überraschung in Hinsicht auf den Täter. Geschulte Kriminologen werde aber bestimmt sofort drauf kommen ...

Als erste Veröffentlichung ihrer KRIMI CLASSICS brachte uns Polyband Dario Argentos Erstling auf DVD. Leider kann man hier in punkto Bild und Ton von einer kleinen Katastrophe sprechen.
Zwar wurde das Bild gänzlich von Kratzern und Schmutz befreit (wer den Trailer auf der DVD gesehen hat weiß was ich meine), aber in Sachen Schärfe ist dies seit Langem die schlechteste DVD, die uns in die Redaktion geflattert ist.
Um das Rauschen zu verhindern wurde wieder einmal zu Rauschfiltern gegriffen, was im Grunde ja nicht mal so schlimm ist, aber hier muss man wohl den Regler auf "OVERDRIVE" geschaltet haben, denn jedes Detail geht hier verloren. Schon bei den kleinsten Bewegungen merkt man deutliches Nachziehen und bei schnellen Schwenks bleibt nicht mehr als ein unansehnliches Gewusel übrig.
Auch wirken die Farben viel zu blass und der Kontrast kann genauso wenig überzeugen. Noch dazu kommt, dass Polyband nicht das Original-Kinoformat von 2,35:1 verwendet, sondern das Bild auf 1,78:1 verkleinert hat. Dies fällt durch die abgeschnittenen Schriften beim Vorspann den Leuten am meisten auf, die den Film noch nicht im Originalformat gesehen haben. auf. So etwas darf im Zeitalter der DVD natürlich nicht passieren.

Der upmixed Stereoton ist zwar recht verständlich, dennoch nicht so klar wie der normale Monoton. Dass man beide Tonspuren aber im Grunde vergessen kann zeigt das recht starke Rauschen bei ruhigen Stellen. Als Bonus gibt es einen Trailer, eine kurze Biographie und Wissenswertes zu Dario Argento, sowie eine Filmographie und eine Bildergalerie.
Zu guter Letzt bleibt noch zu sagen, dass es sich hierbei um die deutsche Kinofassung handelt, die im Gegensatz zur Originalversion um knapp 5 Minuten gekürzt ist.

Unter Strich bleibt also leider Gottes eine schlechte DVD-Umsetzung eines Klassikers, die man mit etwas mehr Liebe hätte umsetzen können. Schade, daher nur Argento-Komplettisten, die nun wirklich keine Fremdsprachen können, zu empfehlen. Hoffentlich hat Polyband irgendwann einmal Nachsehen mit den Fans und bringt eine Special Edition auf den Markt.


Film+++++-
Bild+-----
Ton+-----
Bonus+-----


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Uccello Dalle Piume Di Cristallo, L'
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