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USA 1988
Originaltitel:Coming to America
Alternativtitel:Prince in New York
Länge:112:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:John Landis
Buch:David Sheffield, Barry W. Blaustein, Eddie Murphy
Kamera:Sol Negrin, Woody Omens
Musik:Nile Rodgers
SFX:Clive R. Kay
Darsteller:Eddie Murphy, Arsenio Hall, James Earl Jones, John Amos, Madge Sinclair, Shari Headley, Paul Bates, Eriq La Salle, Frankie Faison, Vanessa Bell Calloway, Louie Anderson, Allison Dean, Samuel L. Jackson, Nick Savage, Cuba Gooding Jr.
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,74:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Surround (nur dt.), Dolby Digital 5.1 (nur engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Türkisch, Tschechisch, Ungarisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:03.05.2007 (Kauf)
Specials:
DVD 1
  • Original Kinotrailer (2:33 Min.)
DVD 2: Bonus
  • Fotografie eines Prinzen würdig: Amerika und Zamunda (24:41 Min.)
  • Passend für Akeem: Doe Kostüme für den Prinzen von Zamunda (18:06 Min.)
  • Charaktere: Die vielen Gesichter des Rick Baker (12:56 Min.)
  • Komposition: Die musikalischen Talente von Nile Rodgers (11:09 Min.)
  • Eine Nachlese mit Eddie & Arsenio (5:39 Min.)
  • Original Kinotrailer (2:40 Min.)
  • Fotogalerie: (54 Bilder)
Im fernen Königreich Zamunda beschließt Prinz Akeem (Eddie Murphy), seine zukünftige Frau in Amerika zu suchen. Für dieses Vorhaben scheint ihm der New Yorker Stadtteil "Queens" genau richtig. Um sicher zu sein, die "Richtige" zu finden, reist er inkognito, ohne Hofstaat - und ohne Geld. Nur sein treuer Diener Semmi darf ihn begleiten. Diesen treibt das abenteuerliche und unstandesgemäße Verhalten Akeems allerdings fast zum Wahnsinn. Egal, ob der Prinz geruht, zwecks Gelderwerb in einem Schnellimbiss anzuheuern oder seine Bleibe in einem abbruchreifen Haus in den Slums bezieht - keine Idee ist ihm zu abwegig, um den "American Way of Life" kennen zu lernen. Durch Zufall verschlägt es Prinz Akeem auf eine Bürgerversammlung, wo sein Auge auf ein entzückendes Mädchen fällt. Diese oder keine, und Akeem entwickelt einen Plan zur "Eroberung". Zunächst beißt er jedoch auf Granit, denn die Auserwählte ist fest liiert mit dem reichen Langweiler Darryl. Akeem sieht jedoch darin kein Problem ...
"This summer, Prince Akeem discovers America." - Werbezeile

In den Achtzigern war Labertasche Eddie Murphy noch ein Garant für volle Kinos und legte mit Interner Link"Nur 48 Stunden" oder Interner Link"Beverly Hills Cop" einen Hit nach dem anderen auf das Parkett, ohne sich großartig um Flops sorgen machen zu müssen. Auch "Coming to America" reiht sich da nahtlos ein, wobei mir sich die Qualitäten dieses John Landis-Films (drehte mit Murphy u.a. auch Interner Link"Trading Places" und Interner Link"Beverly Hills Cop III") nicht so ganz erschließen wollten. Während Murphys Actionkomödien noch mit ansprechendem Munitionsverbrauch und Blechschaden glänzen konnten, verkommt diese Schote hier leider völlig zu einer seichten Angelegenheit, bei der wirklich Lacher sehr rar gesät wurden.


Vielleicht liegt es auch an der schwachen, deutschen Synchronisation, dass der Funke einfach nicht übersprang und Murphy als reicher, lebenslustiger Prinz aus Zamunda reichlich fad rüberkommt. Die ihm zu Füßen liegende, alles für ihn tuende, versprochene Frau ist dem vom Reichtum gelangweilten Akeem nicht genug und deshalb geht es ab ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, um dort die große, wahre Liebe zu finden. Um die zu erreichen, verschweigt er nicht nur seine Herkunft, sondern gibt auch einen armen, mittellosen Schlucker ab.


Während sich Akeem umschaut, läuft ihm auch bald ein sympathisches Weiblein über den Weg. Nun darum bemüht den richtigen Eindruck zu machen, muss er stets seinen Diener Semmi (Arsenio Hall) zügeln, weil der doch den Luxus nicht missen will. Abseits dieser vorhersehbaren Beziehung ist's eigentlich wesentlich interessanter, denn die Nebenrollen, und seien sie noch so klein, sind prominent besetzt. Der spätere "Emergency Room"-Star Eriq La Salle ("Biker Boyz") ist hier, genauso wie Samuel L. Jackon ("The Negotiator", Interner Link"S.W.A.T.") und Cuba Gooding Jr. ("Jerry Maguire", Interner Link"Men of Honor") in ihren ersten Rollen, zu sehen. Neben Darth Vaders Stimme James Earl Jones ("Patriot Games", "The Hunt for Red October") darf auch der am ehesten durch seine Rolle des stahlharten Captain Meissner in "Lock up" bekannt gewordene John Amos (Interner Link"Die Hard II") ran.


Es gibt viele bekannte Gesichter, einen netten Sidekick auf Interner Link"Die Glückritter" (man beachte die beiden Penner, denen Murphy das Geld gibt) und manchmal zu viel Murphy. Was er in den beiden "Klump"-Filmen auf den Höhepunkt treibt, nimmt hier in einem Friseursalon nämlich seinen Anfang. Natürlich kann das Herz der holden Maid nicht problemlos erobert werden, Elemente wie Rassendiskriminierung werden eingewoben und ab und zu verirrt sich dann auch mal ein guter Gag in das Geschehen. Hier funktioniert jedoch weniger der Wortwitz (Murphy ist hier nie frech genug), sondern mehr die Situationskomik. Wenn Akeem seine Angebetete in seine abrissreife Bude auf einen Burger einlädt, dann vor Ort allerdings feststellen muss, dass sein Diener den Laden längst in eine Luxussuite verwandelt hat, kommt der Humor zum Vorschein, den der Film so oft vermissen lässt.


Letztlich fehlen "Coming to America" der letzte Biss und der Mut seine sanften Satirezüge in bitterbösen Zynismus umzuwandeln. Als Friseur darf er ja ab und zu mal ein paar Seitenhiebe vom Stapel lassen, als Nebenschauplatz ist das nur leider zu wenig.

"The Four Funniest Men in America are Eddie Murphy." - Werbezeile

Seit Mai ist nun auch "Der Prinz aus Zamunda" als so genannte "Royal Edition" auf DVD erhältlich und erscheint als Doppel-KeepCase-DVD. Das Bild wurde restauriert, ist aber identisch mit der zuletzt erschienen DVD der "Eddie Murphy Edition". Somit bekommen wir einen anamorphen Transfer spendiert, der mit satten und kräftigen Farben, sowie einem recht guten Kontrast aufwarten kann. Letzteres wirkt stellenweise aber eine Spur zu dunkel, überzeugt dafür mit einem satten Schwarzwert. Die Schärfe hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck und überzeugt vor allem durch seine gute Kantenschärfe. Die Detailschärfe lässt dabei aber etwas nach und unterliegt dem teilweisen sehr starken Bildrauschen. Die Kompressionen arbeiten dabei weitgehend unauffällig und zeigen sich lediglich auf homogenen Flächen hin und wieder durch leichte Blockbildung. Defekte und Verschmutzungen treten vereinzelt auf, trüben den Sehgenuss aber zu keinem Zeitpunkt.
Der deutsche Surroundtrack wartet mit einer guten und überraschend klaren Dialogwiedergabe auf. Die Musik wird ebenfalls sehr sauber auf sämtliche Kanäle wiedergegeben und selbst die Effektkanäle werden sehr schön genutzt und meist sind es Umgebungsgeräusche, wie z.B. am Ende das Gewitter, welche für ein räumliches Klangbild sorgen. Der englische Mix liegt als 5.1-Track vor und klingt im Frontbereich etwas leiser und gedrungener, bietet aber weiterhin eine gute Sprachwiedergabe. Musik und Umgebungsgeräusche werden auch hier sauber aus allen Kanälen wiedergeben und es wird eine ähnliche Räumlichkeit wie bei der deutschen Fassung erzeugt. Ingesamt gefällt uns der deutsche Mix, trotz 2-Kanal, deutlich besser, dafür bleibt abgesehen vom Ton die englische Spur der Sprache wegen die bessere Wahl. Optional gibt es diverse Untertitel zum Hinzuschalten.


Kommen wir nun zum königlichen Bonusmaterial. Während die Hauptfilm-Disc identisch mit der alten Auflage ist und von daher nur einen Trailer beinhaltet, legte man die neuen Extras auf die Bonus-DVD. Neben einem weiteren Trailer, einer umfangreichen Bildergalerie und einem 24minütigen Featurette über die Entstehung des Filmes, gibt es noch eine 18 Minuten lange Dokumentation über die Kostüme im Film, sowie 12 Minuten lang über die vielen Rollen, in die Eddie Murphy während des Filmes schlüpft. In weiteren 11 Minuten geht es um die Musik im Film von Nile Rodgers und am Ende gibt es noch ein 1989 entstandenes 5minütiges Interview mit Eddie Murphy und Arsenio Hall, welches zu Promotionszwecken geführt wurde. Alles Extras sind mit deutschen Untertiteln versehen und auch wenn alles einen gewissen Werbecharakter nicht verbergen können, bekommen wir dennoch einen netten Einblick in die Produktion. Ein Audiokommentar wäre uns aber lieber gewesen.



So bleibt ein laues, letztlich zu harmloses und nicht recht zünden wollendes Murphy-Vehikel, das zu lange vor sich hin kleckert und mit seiner 08/15-Romanze zu wenig zu bieten hat. Mehr etwas für die harte Fan-Fraktion der Quasselstrippe. Die DVD hingegen bietet eine recht gute Bild- und Tonqualität und auch das Bonusmaterial kann überzeugen. Ob ein Neukauf aber nur deshalb wirklich lohnt, muss jeder selbst entscheiden, da die Hauptfilm-Disc identisch mit der alten Auflage ist.


Film+++---
Bild++++--
Ton+++---
Bonus++----


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Prinz aus Zamunda, Der
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