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D 1998
Originaltitel:Solo für Klarinette
Länge:91 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Nico Hofmann
Buch:Elsa Lewin
Musik:Nikolaus Glowna
Darsteller:Götz George, Corinna Harfouch, Barbara Auer, Barbara Rudnik, Tim Bergmann, Christian Redl
Vertrieb:medicas
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1, 2.35:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Specials:
- Untertitel: Deutsch
- Audiokommentar der Produzentin Regina Ziegler
- Unveröffentlichte Soundtrack-CD gespielt vom Deutschen Filmorchester Babelsberg
- Making-of (30 Minuten)
- Interviews mit den Darstellern
- Behind-the-Scenes
- Kinotrailer
- DVDigipak-Verpackung mit DVD + CD, 8-Seiten Booklet
- Hidden Feature
Der Berliner Kriminalhauptkommissar Bernie Kominka (Götz George) ist wie immer komplett überarbeitet, als ihn ein neuer Fall erneut vor der tiefergehenden Auseinandersetzung mit seinem zerrütteten Privatleben bewahrt. In einem Appartement eines heruntergekommenen Mietshauses wird die brutal zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden. Nicht genug damit, dass dem Opfer auf grausame Art und Weise das Gesicht zertrümmert wurde. Nein, auch ein Teil seiner Genitalien hat sich dank der bissgewaltigen Kiefermuskeln des Täters für immer von ihm losgesagt.
Wie der Zufall es will, führen Kominkas Ermittlungen schon bald auf die Spur einer geheimnisvollen Frau im roten Ledermantel (Corinna Harfouch).
Doch statt sich auf seine sachlich-kriminalistische Spürnase zu verlassen, verliert sich Bernie schon bald in einem emotionalen Dschungel aus erotischen Gefühlen, quälenden Selbstzweifeln und Anflügen mentalen Wahnsinns.

Während Kominka nämlich einmal mehr damit beschäftigt ist, dem Gesetz Genüge zu tun, ist seine Frau im Begriff sich endgültig von ihm zu trennen.
Als zu Hause Ausgesperrter taucht er tiefer und tiefer ein in eine Zwischenwelt aus unterdrückter Verletztheit und der schmerzlichen Hard Hitting Reality seiner schon lange am Boden liegenden Ehe.
Mit fast schon Trance-ähnlichen Zügen manövriert George von nun an die Figur des Kominka durch den weiteren Filmverlauf, wie dies außer ihm wohl nur sehr wenige deutsche Schauspieler zustande brächten.
Bis zum Schluss mit der brennenden Ungewissheit lebend, ob nicht vielleicht sogar seine neue Liebe die Hauptverdächtige in diesem Mord sein könnte, steuert Bernies leben zielstrebig und unaufhaltsam auf die größtmögliche Katastrophe überhaupt zu.
Doch genau in diesem Verlust der alten Existenz liegt eine Kraft zum Neuanfang begraben, wie sie einzig und allein bei Erreichen des absoluten Nullpunktes freigesetzt wird. Bevor dies allerdings vom Leidtragenden erkannt wird, hat er einen seelischen Höllenritt zu absolvieren, wie er brutaler kaum sein könnte...

Man mag von Götz George halten was man will, aber den Charakter des psychisch am Abgrund stehenden Großstadtrohlings beherrscht er wie kaum ein zweiter Darsteller der deutschsprachigen Kino- und Fernsehlandschaft. Genau dieses gewisse Etwas ist es dann auch, welches "Solo für Klarinette" deutlich über dem bekannten sonntäglichen "Tatort"-Niveau ansiedelt.
Den ketzerischen Stimmen, die also bei jeder sich bietenden Gelegenheit die armselige Verfassung des deutschen Kinos anprangern, dürfen das nächste Mal ihre oftmals abenteuerlichen Theorien gerne auf diesem Thriller gründen. Da natürlich zu befürchten steht, dass man sich in einem solchen Falle der groben Lächerlichkeit preisgeben täte, sollte es uns nicht wundern, wenn es um diese Blindgeschosse in Zukunft deutlich stiller werden wird...

Präsentiert in einer anamorphen 1:2,35formatigen Abtastung macht das Bild einen recht ordentlichen Eindruck. Sicherlich werden bei der unübersehbaren Schwäche in der Detailfreudigkeit keine Spitzenwerte erreicht, aber für eine solide Durchschnittsbewertung reicht es allemal. Schließlich sucht man hier sowohl hässliche Nachzieheffekte wie auch Bildrauschen weitestgehend vergebens.
Ebenfalls gelungen ist der deutsche Dolby Digital 5.1-Audiotrack, welcher optional deutsch untertitelbar ist. In einem stimmigen mix aus Dialogen, Umgebungsgeräuschen und Musik wird hier eine überzeugende Raumklangatmosphäre verbreitet, wie man sie bereits von vielen anderen Qualitätsprodukten aus dem Hause mediacs gewohnt ist...

Bevor näher auf das Bonusmaterial eingegangen wird, sei erst einmal auf die sehr schöne Digi Pack-Präsentation verwiesen, welche neben der eigentlichen DVD auch Platz für die exklusive und vorher unveröffentlichte Soundtrack-Audio-CD bietet.
Losgelöst vom Film vermag der Soundtrack als solcher zwar nicht die gleichen Glanzpunkte zu setzen wie beispielsweise die artverwandten Kompositionen eines "Basic Instinct". Dennoch ist er als Teil des Bonuspakets natürlich genau so willkommen wie der Full Length-Audiokommentar mit Produzentin Regina Ziegler, die Interviews mit Götz George, Corinna Harfouch, Nico Hofmann & Jochen Busse, das optional mit Audiokommentar abspielbare Making Of, das Behind The Scenes Feature, der Kinotrailer und das 8seitige Booklet.

Mit anderen Worten ausgedrückt lässt sich als Resümee nur einmal mehr festhalten, dass sowohl der Film wie auch die DVD-Umsetzung aus dem Hause mediacs in allen Belangen restlos zu überzeugen wissen.
Davros


Film+++++-
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++++-


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