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USA 1996
Originaltitel:Amityville Dollhouse
Alternativtitel:Amityville Tollhaus
aka. Amityville 8
Länge:91:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Steve White
Buch:Joshua Michael Stern
Kamera:Thomas L. Callaway (als Tom Callaway)
Musik:Ray Colcord
Darsteller:Robin Thomas, Starr Andreeff, Allen Cuttler, Rachel Duncan, Jarrett Lennon, Clayton Murray, Franc Ross, Lenore Kasdorf
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (Letterbox)
Tonformat:Deutsch, Englisch
Sprache:Dolby Digital 2.0 Stereo
Specials:
- Fest eingebrannte deutsche Untertitel
Bill und seine Familie scheinen am Ziel ihrer Träume, als sie in ihr neues Haus am Stadtrand einziehen. Nichts erinnert mehr an die unheimliche Villa, die vorher hier stand - außer der kalte Kamin, von dem noch keiner ahnt, dass er das Tor zu einer anderen, dunklen Welt darstellt. Durch ihn bricht das namenlose Grauen über die Familie herein - ein unvorstellbarer Alptraum wird zur blutigen Realität ...
"Scheiße im DVD-Schacht ..."

Teil 8 der Interner LinkAmityville-Reihe ist selbst für Komplettisten eine Zumutung. Der gewisse Charme der ersten Teile ist nicht mehr vorhanden und selbst als unfreiwillige Komik kann es nicht mehr bezeichnet werden. Somit nimmt dieses Direct-to-video zu Recht den Weg ins filmische Nirgendwo, wo sich Filmfans mit solchen Machwerken gern selbst foltern.
Die Verbindung zu der Reihe ist allein schon haarsträubend, befindet sich der Friedhof nun auf einmal mitten in der Einöde und das "Böse" hat sich in ein Puppenhaus zurückgezogen. Da das Grundstück billig zu haben war, zieht sein Vater nebst Sohn und Tochter mit seiner neuen Flamme, die dann ihren Sprössling auch mit anschleppt, in das selbstgebaute Heim, um dort bald den wahren Horror zu erleben. Von den Schauspielern mag man ja gar nicht weiter sprechen, aber die dann dargestellten Charaktere sind ein einziger schlechter Witz. Die kleine Tochter scheint wohl nicht so recht zu wissen, was sie am Set zu suchen hat, glänzt aber mit Raffzähnen, dass jeder Kieferorthopäde seine Freude hätte. Der junge Sohnemann ist ein Hässling von einem Unsympathen mit IQ 300 und von Anfang bis Ende auf Klugscheißmodus gepolt. Während Papa noch fleißig mit seinem Schraubenzieher fachmännisch am Sicherungskasten herumprokelt und die Kinnings sich schon in den Haaren liegen, kommt sein Ältester um die Ecke, der ihm erst mal erzählt, was für ein Waschlappen diese Intelligenzbestie mit Spinnenphobie doch ist, worauf er versprechen muss auch ja lieb zu seinem neuen Bruder zu sein und mit Papa zu einer alten Gartenhütte latscht, wo eben dieses Puppenhaus steht. Doch hoppla, seine Freundin, mit Grinsefresse zum Einschlagen, kommt vorbei und nimmt ihn mit ihrem heißen Feger mit auf eine Spritztour (Obacht, sie rennt in einer Szene fast gegen die Garagenwand!). Bleibt Papa also allein, um den Ursprung allen Übels zu entstauben und sich Nasenbluten, als ultimatives böses Omen, zu holen.
Schon bald werden die Träume visionär, merkwürdige Dinge häufen sich des Nachts, und im Puppenhaus wird mal flux die Nachttischlampe eingeschaltet. Am nächsten Tag kommen Verwandte vorbei, die sich in ihrer Freizeit spirituellen Dingen widmen und dem Familienoberhaupt zeigen, dass es hier Bienen gibt (??), dabei aber schon wesentlich mehr wissen, als wir alle zusammen. (Woher?) Macht aber auch nichts, denn der Film ist sowieso schon bis dahin vermurkst. Gruselige Atmosphäre oder Spannung sind hier Fremdwörter, der Film soll später sogar noch einen ganzen Haufen Vögeleien zu bieten haben, bis sich die Hausbewohner sogar untereinander in den Haaren liegen. In Ohren fliegende Insekten werden mit ordentlich Alkohol ("Ich ertränke es" ... Bruhahaha) bekämpft, Vater springt durch Kamine, weil er das halt in einem Traum gesehen hat, seine Schwester wird von einem 500-Gramm-Buch fast zu Tode erschlagen (Muaharhar) und Sohnemanns Fickschlampe geht schließlich auch in Flammen auf. Richtig lustig wird es dann erst im Finale, wenn der tote Ex-Mann auftaucht (Als er das Grab aushebt und munter winkt, konnte ich echt nicht mehr) und sein Sohn versucht zu überreden, mit ihm die werte Familie zu slashen, sowie ein Teil der Familie einen Ausflug ins Reich der Dämonen macht.



Jaja, "Amityville Dollhouse", der hier sehr intelligent mit "Tollhaus" übersetzt worden ist, ist ein Film, den man findet, wenn man ganz tief in den B-Horror-Dschungel hinabtaucht und den Grund erreicht. Suspense, ordentliche Effekte, glaubwürdige Charaktere, nachvollziehbares Handeln der Charaktere; alles Fehlanzeige. Teil 8 ist ein lächerliches Machwerk, aus Versatzstücken verschiedener Horrorfilme zusammengeklaut, ohne auch nur in einer Szene Interesse zu wecken.



"Warner mistet aus!"

Anders kann man die technische Umsetzung dieses Machwerkes gar nicht bezeichnen. Kurz die Lizenzen gecheckt und raus mit dem Müll, egal ob die Qualität mäßig ist und Extras lassen wir gleich ganz weg, die braucht bei dem Titel sowieso niemand. Dementsprechend darf man die DVD auch als vodenlose Frechheit bezeichnen, welche neben einem miserablen DVD-Menü auch jegliche Extras, sowie einen anamorphen Transfer vermissen lässt. Die Farbgebung wirkt stellenweise etwas unausgewogen, aber ist neben der angenehmen Schärfe noch das Beste am Transfer. Obgleich auch diese nicht immer perfekt ist. So kann man dieser zumindest überwiegend ein angenehmes Level zusprechen. Der Kontrast ist in seiner Darstellung gut, wirkt in Tageslichtszenen aber überwiegend zu steil und unnatürlich und lässt diese Szenen recht milchig wirken. Rauschen macht sich über den gesamten Transfer hinweg bemerkbar und nimmt teilweise extreme Ausmaße an, raubt dem Bild die nötige Schärfe und kann nur noch als reine Unverschämtheit bezeichnet werden. Die stellenweise harten Doppelkonturen lassen auf Nachschärfung schließen und die Kompressionen zeigen nur allzu deutliches Blockrauschen im Hintergrund. Defekte und Verschmutzungen halten sich auf den ersten Blick angenehm zurück, nur um dann in vollen Maßen auf den Transfer einzuschmettern. Hier scheint man wirklich nichts gemacht zu haben, außer das vorhandene Master auf DVD zu pressen.
Der deutsche Stereoton geht in Ordnung und die Stimmen sind gut zu verstehen. Räumlichkeit dürfen wir nicht erwarten, es wird uns halt ein einfacher Track geboten, ohne große Defekte, wie Verzerrungen und Rauschen. Ein Witz ist es jedoch, dass man nur über das Menü die englische Spur anwählen kann und diese dann noch eine Zwangsuntertitlung aufweist. So etwas sieht man von Warner eher selten ...

Selbst Genrekenner sollten hiervon die Pfoten lassen. Es sei denn sie haben gerade nichts Besseres zu tun und wollen sich mal anschauen, wie man eine Reihe zu Tode reiten kann. "Dollhouse" ist ein filmisches Desaster, inszenatorisch ein Offenbarungseid und ohne einen Funken Selbstständigkeit. Die DVD bietet ein verrauschtes Bild im Letterboxformat, ohne Extras und mit Zwangsuntertitel. Sondermüll und ab dafür.


Film+-----
Bild+++---
Ton+++---
Bonus------


Druckbare Version
Amityville Horror - Eine wahre Geschichte, The
Amityville Horror, The (Special Edition)
Amityville II - Der Besessene
Amityville III - The Demon
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