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USA 2001
Originaltitel:3000 Miles To Graceland
Alternativtitel:Crime Is King
Länge:125:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:r-rated
Regie:Demian Lichtenstein
Buch:Richard Recco, Demian Lichtenstein
Kamera:Kamera: David Franco
Musik:George S. Clinton, George Thorogood
SFX:Vince Yoshida
Darsteller:Kurt Russell, Kevin Costner, Courteney Cox, Christian Slater, Kevin Pollak, David Arquette, Jon Lovitz, Ice-T
Vertrieb:Warner
Norm:NTSC
Regionalcode:1
Bildformat:2:35:1 (Widescreen)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Englisch, Französischh
Specials:
- Kinotrailer
- Cast & Crew-Filmografie
Als lebende Elvis-Imitatoren verkleidet überfallen 5 Gangster während der "International Elvis Week" das Riviera Casino. Doch leider möchte ihr Anführer Thomas J. Murphy auf keinen Fall die Beute teilen und entledigt sich nach und nach all seiner Mithelfer. Nur der frisch aus dem Gefängnis entlassene Michael Zane überlebt und flieht mit dem Geld vor Murphy.
Leider hat er fortan die gerissene Cybil, eine Bettbekanntschaft, die anscheinend nur auf die 3.2 Mio. Dollar aus ist, und ihren smarten Sohn Jesse an der Backe kleben. Das Katz- und Mausspiel um das Geld kann beginnen ...
"3000 Miles To Graceland", in Deutschland eher bekannt unter dem Titel "Crime Is King", wurde in unserem lokalen Kinomagazin hoffnungslos zerrissen. Am meisten wurde die Gewalt angeprangert, was mich natürlich auf den Film aufmerksam machte. Irgendwie passte das Ganze für mich gar nicht zusammen: ein brutaler, evtl. auch blutiger Film mit so vielen bekannten Gesichtern als Hauptdarstellern, die da wären: Kurt Russell ("Die Klapperschlange", "Stargate") als ruhiger, aber vom Pech verfolgter Michael Zane, der sich nur mit dem Geld ein schönes Leben machen möchte, wäre da nicht Cybil "With C" Waingrow, gespielt von Courteney Cox ("Scream"-Trilogie), die in diesem Film wirklich sexy aussieht. Sie täuscht oft Naivität vor, ist in Wirklichkeit aber sehr clever und nur hinter dem Geld her. Die alleinstehende Mutter agiert mit ihrem frechen Sohn Jesse (David Kaye) wie ein altes, eingespieltes Gaunerpäarchen. Leider kommt ihnen immer wieder Thomas J. Murphy (Kevin Costner, u.a. "Bodyguard", "Waterworld" und "Postman") in die Quere, der seine Beute aus dem Raubüberfall wiederhaben möchte und der sehr kühl, rücksichtslos und fast schon psychopathisch zu Werke geht.
Weiterhin zu sehen sind David Arquette (ebenfalls bekannt aus der "Scream"-Trilogie), der den Spaßvogel unter den Gangstern mimt, welcher mit einigen wirklich guten Gags aufwarten kann (die Witze, die er während der Fahrt erzählt sind köstlich) und Christian Slater ("True Romance", "Hard Rain"), dem hier leider eine viel zu kleine Rolle als gieriges Bandenmitglied von Murphy's Gang zu Teil wird.
In einer kurzen Gastrolle ist Rapper Ice-T als angeheuerter Einzelkämpfer Hamilton zu sehen, der mit seinem Kopfüber-Stunt eine absolut gelungene Actionsequenz hinlegt.

Die Schauspieler spielen ihre Rollen ordentlich und überzeugend nur der Charakter des Federal Marshal Quigley, gespielt von Thomas Haden Church, passt überhaupt nicht in den sonst so lockeren Streifen. Der Typ spielt sowas von lahmarschig und ist dabei weder witzig, noch elegant oder cool. Was soll das? Eine Art von "under acting"?
Das kurze Intro mit seinen Wüstenlandschaften könnte glatt von Oliver Stone stammen, kurz darauf erscheint jedoch ein CGI-animierter Kampf zweier Skorpione, der zwar ganz amüsant ist, aber so schlecht und unrealistisch aussieht, dass er die gerade aufgebaute Stimmung wieder runterzieht.
Bemerkenswert ist auch die tolle Kameraarbeit und die zugehörigen visuellen Effekte und Verfremdungen.

Dieser Film besitzt mehr Klasse als ich ihm zugetraut hätte. Einige richtig lockere Sprüche werden im besten Tarantino-Stil rausgehauen. Beispiel gefällig ?
Murphy hat gerade eine Tankstelle überfallen und den Besitzer kaltgestellt, fährt nun mit einem Mädchen auf dem Beifahrersitz, das er dort aufgegabelt hat, davon und zündet sich eine Zigarette an: "Smoke?" Sie (ihm zuzwinkernd): "No, but I do everything else." Er: "Nasty habit!"
Negativ fallen die logischen Fehler auf, die den Zuschauer bei aller "Realitätsnähe" merken lassen, dass er "nur" in einem Film sitzt. Wie kann es z.B. sein, dass Michael sein geklautes Auto auf dem Polizeiparkplatz abholt und Cybil die ganze Zeit unbemerkt im Kofferraum desselben steckt? Diese und einige andere Tatsachen wirken ein wenig zu sehr konstruiert. Außerdem hat der Film einen leichten Hänger im 2. Drittel des Films, hier werden die Charaktere zu Lasten der Action ausgebaut und der Film erlangt ein wenig von seinem Roadmovie-Flair zurück.
Die Shootouts im Film sind richtig Klasse! Das Ganze wird meist in Zeitlupe abgefahren und durch gute Musik unterlegt, was die Coolness von Murphy und seiner Bande ungemein verstärkt. Der Blutgehalt hält sich allerdings in Grenzen. Es gibt ein paar gewalttätige, blutige Sequenzen, aber immer recht realitätsnah, d.h. ein Security-Mann verliert nicht gleich 3 Liter Blut bei einem Streifschuss.
Bemängeln kann man eigentlich nur eins: Wenn man schon so markante Bösewichte mit schnittigen Feuerwaffen bestückt, dann sollte man das ganze ein wenig länger zelebrieren. Die Casino- und die Lagerhausszene sollten mindestens doppelt so lang sein! Als gelungenen Abschluss bietet der Film einen der besten Abspänne, die ich je gesehen hab, aber schaut selbst!

Die DVD outet sich sofort im minimalistischen Hauptmenü als Warner-Produkt: an Bonusmaterial bekommen wir nur den obligatorischen Kinotrailer und Cast & Crew-Infos zu sehen, wobei sich das Letztere auf kurze Filmografien von Kevin Costner, Kurt Russell und Courteney Cox beschränkt.
Dann ist man auch noch so frech und schreibt unter "Special Features" auf der DVD-Rückseite: "Interactive Menus" und "English & French Language". Ja super ! Hat jemand von euch schon mal ein NICHT interaktives Menu gesehen? Da starten die Extras dann wahrscheinlich von selbst und nach dem Zufallsverfahren. Und dass der Film mit Sprache versehen ist, setze ich bei einem Film von 2001voraus, schließlich haben wir die Stummfilm-Zeit schon längst überwunden. Von Bonusmaterial kann man hier also nicht sprechen, daher 0 Punkte für die Ausstattung. Leider gibt es hier bis jetzt keine Alternative: Die deutsche Fassung ist vom Bonusmaterial identisch mit dieser US-Fassung, nur die schweizer DVD von Medaria soll einige kurze Interviews besitzen.

Das sehr gute Bild ohne jegliche Störungen setze ich für eine Produktion mit dieser Aktualität einfach voraus. Die Farben sind sehr kräftig und der Kontrast sehr sauber.
Die Surroundeffekte sind über den ganzen Film hin gut verteilt, kommen aber natürlich am besten in den Action- und Kampfszenen zur Geltung, wobei Dialoge immer gut verständlich bleiben und der Subwoofer auch etwas zu tun bekommt.
Der rockige Soundtrack wird mit allen möglichen Stilrichtungen von Hardrock bis HipHop zubereitet, wobei diese deutlich über dem sonstigen Actionkino-Niveau liegen. Vor allem viele Songs des "King himself" sind vertreten.

Die technisch perfekte DVD bietet leider keinerlei erwähnenswerte Extras, dafür aber einen Film, der mit coolen Akteuren im Elvis-Look, einigen ansehlichen Schusswechsel und einer recht guten Story aufwarten kann. Für Actionfans ein Muss, für alle anderen einen kurzen Blick wert!


Film+++++-
Bild++++++
Ton++++++
Bonus------


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