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USA 2007
Originaltitel:Halloween
Alternativtitel:Hall9ween
aka. Halloween 9
aka. Halloween: Retribution
aka. Trick or Treat
aka. Untitled Rob Zombie Halloween Project
Länge:105:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine jugendfreigabe
Regie:Rob Zombie
Buch:Rob Zombie
Kamera:Phil Parmet
Musik:Tyler Bates
SFX:Wayne Toth
Darsteller:Bill Moseley, Brad Dourif, Clint Howard, Daeg Faerch, Danielle Harris, Danny Trejo, Leslie Easterbrook, Lew Temple, Malcolm McDowell, Richard Lynch, Scout Taylor-Compton, Sheri Moon, Sid Haig, Steve Boyles, Tom Towles, Udo Kier, William Forsythe
Vertrieb:Universum Film / Senator
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:Steelbook
DVD-Start:08.03.2008 (Verleih) / 07.04.2008 (Kauf)
Specials:
  • Trailer bei DVD-Start:
    • Der Nebel (1:06 Min.)
    • Das Waisenhaus (2:29 Min.)
  • Original-Kinotrailer (1:30 Min.)
  • Trailershow:
    • Der Nebel (1:06 Min.)
    • Das Waisenhaus (2:29 Min.)
    • Planet Terror (1:47 Min.)
    • Death Proof (2:11 Min.)
    • The Messengers (2:17 Min.)
    • Tödliche Versprechen (2:16 Min.)
Als der zehnjährige Michael Myers (Daeg Faerch) in der Nacht von Halloween zum ersten Mal mordet, sind die Bewohner der Kleinstadt Haddonfield in Illinois fassungslos. Nur zu gern möchte man diesen schrecklichen Vorfall schnell vergessen. Michael wird in eine geschlossene Anstalt gesteckt, wo Dr. Loomis (Malcolm McDowell) jahrelang versucht, mit dem Jungen zu kommunizieren. Während sich Haddonfields Teenager Jahre später auf ein neues Halloween vorbereiten, flieht der inzwischen 25-jährige Michael (Tyler Mane) aus der Anstalt. Und nun ist niemand mehr vor dem eiskalten Maskenmörder sicher.
"The darkest souls are not thoes which choose to exist within the hell of the abyss, but thoes which choose to move silently amoung us." - Dr. Loomis

Als John Carpenter im Jahre 1978 mit seinem Film Interner Link"Halloween" in die Kinos kam, wurde die Geburt eines neuen Genres gefeiert, dem "Slasher". Nun ja, ganz so richtig ist das natürlich nicht, hatte doch schon Alfred Hitchcock mit seinem Massenmörder Norman Bates, einen Serienkiller auf das Publikum losgelassen und Filme wie "Peeping Tom", Interner Link"Black Christmas" und vor allem Interner Link"A Bay of Blood" gelten auch als Wegbereiter des modernen Schlitzerfilms, wenn auch diese bei weitem nicht so bekannt sind. Aber die vollendete Abrundung zu dem, was einen Slasher heutzutage auszeichnet, ist und bleibt Carpenters Gruselgeschichte um die mörderische Halloween-Nacht, in der Michael Myers auf die Suche nach seiner Schwester ging und dabei das Messer wetzte. Rob Zombie, der sich selbst als einer der größten Fans des Films bezeichnet, hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, diesem Heiligtum des Horrors ein Denkmal zu setzen, in dem er nicht nur die Vorgeschichte erzählt, sondern es auch als Remake verarbeitet. Doch so wirklich gelungen ist das ganze Unterfangen nicht, wenn man auch durchaus seinen Spaß an dem Streifen haben kann.



Um genau zu sein, ist "Halloween" eigentlich ein komplett zweischneidiges Schwert, auf das ich gleich noch zu sprechen komme. Doch erst einmal zur Story, die allgemein bekannt sein müsste. Der junge Michael Myers hat keine schöne Kindheit. Von seinen Mitschülern gequält und von seinen Eltern nicht beachtet, fristet er ein einsames Dasein. In einer Halloween-Nacht geht der 10jährige plötzlich auf seine Schwester, dessen Freund, sowie seinen Stiefvater los und ermordet sie eiskalt. Von da an unter Beobachtung von Dr. Samuel Loomis, verbringt er 15 Jahre in einer Nervenheilanstalt, bis er es eines Tages schafft zu fliehen und Jagd auf seine einzige lebende Verwandte, seine kleine Schwester Laruie Strode, macht ...
Alles in allem hält sich Zombie zumindest in den Grundzügen ziemlich nah an das Original, bringt die bekannten Figuren zur Geltung und hat sich auch sonst spürbar mit dem Stoff befasst. Schlampigkeit kann man ihm daher definitiv nicht vorwerfen. Doch die künstlerischen Freiheiten, welche sich Zombie herausnimmt, sind dennoch spürbar und mehr als ärgerlich.


Doch dazu später mehr, erst einmal kommen wir zu den guten Sachen. Und diese sind vor allem da zu finden, wo Zombie nicht das Original verarbeitet, sondern sich mit der Vorgeschichte des Ganzen befasst, sprich: vor allem in den Anfangsminuten. Was sich Zombie so alles einfallen ließ, um das Böse in Michael zu erklären, ist nicht von schlechten Eltern und weiß durchaus zu überzeugen. Wenn es auch nicht sonderlich innovativ ist, wenn Michael vor allem durch seine trostlose Kindheit zum Mörder wird, so erzählt Zombie dies dennoch auf einem recht glaubwürdige Art und Weise, die zudem auch noch ziemlich packend und interessant gestaltet wurde. Wie man es von Zombie kennt, wird es ziemlich dreckig und rüde, ohne dass dabei aber eine gewisse Kontrolle verloren geht. In Sachen Prequel kann man mit "Halloween" jedenfalls zufrieden sein.


"He has come back for his baby sister." - Dr. Loomis

Wenn es allerdings dann darum geht, das Original noch einmal in moderner Remake-Form auf die Leinwand zu bringen, scheitert Zombie. Das liegt vor allem daran, weil sich Rob viel zu oft von bekannten Handlungselementen entfernt und seinen eigenen Faden spinnt, welcher aber nicht wirklich funktioniert. So ist Michaels Vater hier z.B. schon längst tot und der Junge wird von einem Säufer aufgezogen, während man im Original seinen Vater definitiv kurz zu Beginn zu Gesicht bekommt. Oder auch der Schluss, welcher wirklich völlig vom Original abweicht und derart in die Länge gezogen wurde, dass es bald gar keinen Spaß mehr macht, dem Treiben wirklich zuzusehen. Viel zu sehr schmerzen einem diese und jene Änderung und immer wieder hat man auch das Gefühl, dass der rüde Rob plötzlich einen aalglatten Slasher zum Besten gibt, der die Tiefe des Originals schmerzlich vermissen lässt.


Aber weil Rob nun einmal so ein rüder Kerl ist, macht das Ganze dennoch immer wieder Laune, sofern man es eben schafft, das Ganze nicht immer nur als Remake anzusehen, sondern als eigenständigen Film. Die wilden Kamerafahrten sind z.B. purster Zombie-Stil und auch der beträchtliche Gore-Faktor kann sich sehen lassen. Ordentlich und mit viel Mühe in Szene gesetzt, sind es vor allem diese Stellen die wirklich überzeugen und Spaß machen. Und auch in seinen Dialogen macht der Regisseur wieder einmal keinen Halt. Es darf dreckig geredet, geflucht und gepöbelt werden, was das Drehbuch herlässt. Eben alles schön so, wie man es von ihm kennt.
Desweiteren kann "Halloween" auch in Sachen Sounduntermalung sehr gut gefallen. Das Halloween-Theme spielt nicht nur einmal und auch sonst wurden all die bekannten Score-Elemente der Vorgänger übernommen, so dass zumindest in diesem Punkt die alte Atmosphäre noch einmal aufflammen kann. Zudem sind auch "Mr. Sandmann" und "Don't Fear the Reaper" mit an Bord, so dass sich alle Halloween-Kenner kurzzeitig dann doch einmal an ihr heißgeliebtes Original erinnern können.


Was die Darsteller angeht, kann allerdings leider auch nur die Hälfte überzeugen. Vor allem Malcolm McDowell, sowie Zombies altbekannter Cast, als da wären z.B. Sherry Moon Zombie oder Bill Mosley, können überzeugen. Anders dagegen Scout Taylor-Compton, Kristina Klebe oder auch Danielle Harris, die zwar auch keine Neulinge mehr auf der Leinwand sind, hier aber weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Ein Schmankerl ist da noch Danny Trejo, der als alternder Knastangestellter überzeugt, sowie der 10jährige Daeg Faerch, dem man hiernach sicher nicht noch einmal auf der Straße begegnen möchte.



Nichts Halbes und nichts Ganzes, dass ist Rob Zombies "Halloween". Ein unterhaltsamer Film, der eigentlich voll und ganz Rob Zombie ist, wenn er nur kein Remake eines Streifens wäre, den er selbst mit bestem Wissen und Gewissen nie erreichen kann. Wer es schafft, den Film als vollkommen eigenständigen Streifen zu sehen, der kann an "Halloween" durchaus seine Freude haben, wer aber auch nur etwas mehr von diesem Remake erwartet hat, der wird leider nie über die spürbaren Defizite hinwegsehen können. Dann beim nächsten Mal doch lieber wieder ein Sequel. Das dürfte zwar qualitativ auch nicht besser sein, aber die Ansprüche wären weit geringer.

"Doc, you're talking like he was some kind of Anti-Christ." - Sheriff Leigh Brackett

"Well maybe I am." - Dr. Loomis

Getestet auf einem HD DVD Player, hochskaliert auf 1080p und siehe da - der Transfer sieht traumhaft aus. Zwar ist die Schärfe nicht durchweg auf einem hohen Level, aber die Kompression arbeitet nahezu fehlerfrei und es ist weder störende Rauschen noch unschöne Bewegungsmuster auszumachen. Das Farbspektrum erstreckt sich von erdigen, warmen Farbtönen über einen kühlen blauen, sehr schmutzigen Look. Nicht ganz so dreckig, wie man es von Rob Zombie gewöhnt ist, jedoch deutlich anders als bei der Originalserie. Um noch einmal auf die Schärfe zurückzukommen: Hier scheinen eingesetzte Rauschfilter und Stilmittel Tribut zu zollen, denn selbst in Nahaufnahmen von Gesichtern wirkt der Transfer oftmals etwas weich, dann wieder sehr detailliert und selbst in Halbtotalen sind feine Strukturen selbst auf einer normalen Röhre gut zu erkennen. Die Kantenschärfe hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck, für die kommende Blu-ray-Veröffentlichung wünschen wir uns aber mehr Plastizität und Tiefe.
Der Kontrast geht soweit in Ordnung und zeigt stets alle nötigen Details, wirkt in hellen Szenen aber sehr steil und neigt dazu etwas zu überstrahlen. Dies sollte man nicht als Manko sehen, sondern als gewolltes Stilmittel, genauso wie die Farbverfremdung. Summa summarum ein guter Transfer mit Potenzial nach oben.

Rein soundtechnisch bedient man eher die ruhigen Töne. "Halloween" lässt erst beim Einsatz von Musik und den Schocksequenzen die Rears zum Einsatz kommen, wobei so wirklich direktionale Effekte werden uns eigentlich nicht spendiert. Zudem fehlt es an Druck und einer passenden Dynamik, weshalb man in den "Erschreck"-Sequenzen nicht wirklich aus dem Sessel springt. Der Score wird gut wiedergegeben, aber auch hier gilt: zu wenig Dynamik, zu wenig Basseinsatz. Dafür klingen die Dialoge sehr klar und sauber, es gibt aber genügen Möglichkeiten selbst die Dialoge direktional wiederzugeben, zudem gibt es kaum wahrnehmbare Umgebungsgeräusche.
Der deutsche DTS-Mix klingt hingegen nicht nur lauter, sondern auch viel satter und druckvoller. Zudem kommen die Rears viel besser zur Geltung und die Abmischung weist eine höhere Dynamik auf und klingt klarer. Auch der englische Dolby Digital 5.1-Track leistet eine gute Arbeit, unterscheidet sich aber kaum vom deutschen Pendant, klingt in den Stimmen natürlicher und das Zusammenspiel von Dialogen und Nebengeräusche wirkt harmonischer. Zwar klingen die Stimmen leiser als beim deutschen DTS-Ton, dieser dominiert aber die Front und lässt kaum Raum für Feinheiten. Wer es also kräftig haben will greift zum DTS, wer mehr die natürliche Note bevorzugt und ganz nebenbei O-Ton-Freund ist, wird mit diesem den meisten Spaß haben, obgleich die deutsche Synchronisation verdammt gut geworden ist. Deutsche Untertitel lassen sich hinzuschalten.


Das vorliegende Steelbook beinhaltet nicht nur kein Bonusmaterial, sondern auch "nur" die Kinofassung des Films. In Kürze erscheint aber die Deluxe-Edition mit dem Director's Cut und massig Extras, weshalb wir das Review nach Veröffentlichung dementsprechend ergänzen werden. Wem die Kinofassung reicht und auf Bonusmaterial verzichten kann, der macht beim edlen Steelbook sicherlich nichts falsch.


Film+++/--
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus------


Druckbare Version
Halloween
Halloween III - Season Of The Witch
Halloween 4 - The Return of Michael Myers
Halloween 5 - Die Rache des Michael Myers (Doppel-DVD)
Halloween 6 - Der Fluch des Michael Myers
Halloween H20 - 20 Jahre später
Halloween: Resurrection (Verleih-Fassung)
Halloween: Resurrection
Halloween - Die Nacht des Grauens (TV-Extended Version)
Halloween - Die Nacht des Grauens
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