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UK, USA 1975
Originaltitel:Land That Time Forgot, The
Alternativtitel:Caprona - Vergessenes Land
aka. Caprona - Das Land der Dinosaurier
Länge:90:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Kevin Connor
Buch:James Cawthorne, Michael Moorcock, Edgar Rice Burroughs
Kamera:Alan Hume
Musik:Douglas Gamley
SFX:Derek Meddings, Roger Dicken
Darsteller:Doug McClure, John McEnery, Susan Penhaligon, Keith Barron, Anthony Ainley, Godfrey James, Bobby Parr, Declan Mulholland, Colin Farrell, Ben Howard, Roy Holder, Andrew McCulloch, Andrew McCulloch, Grahame Mallard, Andrew Lodge, Brian Hall, Stanley McGeagh, Peter Sproule
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch in nicht synchronisierter Szene
Specials:
  • Filmografien:
    • Kevin Connor (2 Seiten)
    • Doug McClure (3 Seiten)
    • John McEnery (1 Seite)
    • Susan Penhaligon (1 Seite)
  • Bildergalerie (7:36 Min.)
  • Alternat. Schmalfilmfassung (32:41 Min.)
  • Original Dokumentation (12:01 Min.)
  • "Der 6. Kontinent"-Trailer (2:43 Min.)
Im Ersten Weltkrieg wird ein britisches Frachtschiff von einem deutschen U-Boot gerammt und versenkt. Einige der Besatzungsmitglieder können sich retten und bringen das auftauchende U-Boot in ihre Gewalt.
Bowen Tyler übernimmt das Kommando. Er will einen westlichen Kurs einschlagen, um einen neutralen Hafen anzusteuern, bevor ihnen der Treibstoff ausgeht. Doch der deutschen Besatzung gelingt es, Tyler und die anderen zu überwältigen und den Kurs wieder zu ändern. Nach einigem Hin und Her einigen sich Bowen Tyler und der deutsche Kapitän Von Schoenvorts auf einen Waffenstillstand.
Als die U-Boot-Besatzung Eisberge entdeckt, stellen sie fest, dass sie völlig vom Kurs abgekommen sind. Kurz darauf geraten sie in eine gewaltige Strömung und werden in einen unterirdischen Fluss gesogen. Als sie wieder auftauchen, befinden sie sich in einem vergessenen prähistorischen Land, das durch Bergketten völlig vom Rest der Welt abgeschnitten ist.
1975 drehte Kevin Connor im Auftrag der britischen Produktionsfirma Amicus den ersten Teil einer Trilogie des Tarzan-Erfinders Edgar Rice Burroughs, welche schon 1957 unter dem Titel Interner Link"The Land Unknown" eine sehr freie Verfilmung erfuhr. Ein Jahr später kam mit Interner Link"Der sechste Kontinent" ("At The Earth's Core") die Verfilmung eines weiteren Burroughs-Romans in die Kinos. Da die Produktionsfirma Amicus inzwischen Pleite war, musste für eine Fortsetzung zu "Caprona" ein neuer Produzent her, der sich schnell fand um mit Interner Link"Caprona - 2. Teil" ("The People That Time Forgot") die Fortsetzung zu drehen. 1978 fand sich das alte Team noch einmal zusammen und bescherte uns mit "Tauchfahrt des Schreckens" ("Warlords Of Atlantis") ein eher unrühmliches Ende einer Plastikmonster-Serie.


Für die Spezialeffekte von "The Land That Time Forgot", so der Originaltitel des ersten Teils, beauftragte man Roger Dicken, der damals als Assistent für den renommierten Tricktechniker Jim Danforth arbeitete, da man kein Geld für teure Stop Motion-Effekte ausgeben wollte. Roger Dicken beklagte sich später darüber, dass seine Ideen nicht richtig umgesetzt wurden. Ob dies nun wirklich so war, kann man heute nicht mehr nachvollziehen. Fakt ist nur, dass die Effekte zwar für damalige Verhältnisse ganz nett waren, aber teilweise auch recht peinlich, da man hier auf übergroße Handpuppen und Rückprojektionstechniken zurückgriff, die einen drolligen Eindruck von Gummidinos hinterlassen. Bestes Beispiel sind wohl die statischen Tyrannosauren oder der deutlich an Stricken aufgehängte Flugsaurier, der an die Lebhaftigkeit des Raumschiffs alter Interner Link"Star Trek"-Folgen erinnern dürfte und seinen Beutezug wenig elegant, durch die hysterische Reaktion des Gejagten aber gefährlich dargestellt vollführt. Man hätte den Kinozuschauern damals Interner Link"Jurassic Park" zeigen sollen - die wären wahrscheinlich vor Angst gestorben. Andererseits darf man "Caprona" schon zu den etwas trashigeren, aber auch liebevollen und altmodischen Abenteuerverfilmungen zählen, die sich bemühen, die wunderbare Vorstellung, ein Land gefunden zu haben, in dem die Zeit seit tausenden Jahren still steht, durch freudige Studiobauten und plastisch wirkende Szenarien wiederzugeben.


Zwar hat man vor allem zu Beginn, während unsere Gruppe das Uboot der Nazischergen (Handlungszeitraum inmitten des Ersten Weltkrieges) kapert, sich derer bemächtigt, gefangen genommen wird und danach wieder die Überhand gewinnt, wenig Aufregendes zu bieten als nur die klaustrophobische Enge des stählernen Unterwassergetüms, die hin und wieder von Blicken auf die offene See unterbrochen wird und verheddert sich auch mal in etwas zu günstig angelegten Glücksfällen, die der Situation eine neue Wendung bescheren soll. Sobald man aber durch den engen Warmwasserstrom eines Eisbergs in die prähistorische Welt eintritt, dort auf fremde Ureinwohner und gefährliche Monstren trifft, gewinnt die Geschichte wieder an Fahrt, denn es gilt fortan, das Schiff wieder klar zu machen und sich der Angriffe der Primitiven zu erwehren, deren instinktives Verhalten der Intelligenz der Eindringlinge beinahe schon überlegen ist. Leichte Anfälle von Kitsch passen da natürlich hervorragend mit rein, drängen sich aber nicht in den Vordergrund und lassen Platz für die Suche nach der Ursache des vermeintlichen Zeitstillstands, der wohl in einer Quelle gefunden wird.


In der Hauptrolle posiert hier heldenwürdig Doug McClure, der durch "Die Leute von der Shiloh Ranch" bekannt wurde und mit der Serie "Mein Vater ist ein Außerirdischer" bewiesen hat, dass man tiefer nicht mehr sinken kann. Dabei ist die gesamte darstellerische Leistung nicht besonders positiv hervorzuheben, weil Vergleiche mit heutigen Ansprüchen das Ensemble teil unbedarft wirken lassen, die Charaktere sind aber vom Drehbuch sehr klar umrissen, fast schon schablonenhaft ausgeschnitten, erfüllen ihren Zweck also bestens.
Nicht nur die Querelen aus den eigenen Reihen drohen die waghalsige Unternehmung zum Scheitern zu bringen, auch ein alles vernichtender Vulkanausbruch sorgt für ein abschließendes Spektakel aus umherfliegenden Feuerteilen, aufgespaltener Erde und kochendem Wasser - ein lohnenswerter Anblick, welcher den Zuschauer mit einer tragischen, aber auch versöhnlichen Schilderung entlassen wird. Gerade diese apokalyptischen Visionen, für die man noch einmal kräftig in die Trickkiste griff, lassen den schwachen Beginn schnell vergessen, offenbaren aber auch, dass es fürs ganz große Kino doch noch nicht reichte. Das soll aber nicht bedeuten, man würde sich hierbei nicht amüsieren!


Während die Schärfe für einen Film dieses Alters ganz annehmlich ist und ein etwas detailarmes, aber gut erkennbares Bild erzeugt, sind es die Farben nicht. Sie sind schon deutlich ausgewaschen, so dass Gesichter farbarm und die Umgebung etwas blass aussieht. Die Konturen sind durch Überschärfung, die man auch an deutlichen Heiligenscheinen erkennt, recht gut gelungen, sind sogar etwas zu plastisch, so dass der Eindruck einer Rückprojektion entsteht, in der sich die Szene grad abspielt, was teils auch der Fall ist. Die Detailschärfe bleibt wie angesprochen dahinter zurück, nicht zuletzt, weil die Kompression unterernährt durch Blockbildung auftritt. Auch das leichte Ghosting spricht nicht grad für einen guten Auftritt dieser DVD, wenn auch die Fehleranzahl gering ist und der Kontrast keine überhellten Nachtszenen (im Hellen gibt es schon Überstrahlungen) darstellt. Vor allem der Beginn im Uboot fällt an vielen Stellen negativ auf, später, wenn es sich ums taghell erleuchtete Szenario in freier Wildbahn dreht, gewinnen sowohl die Farben als auch die Schärfe ein wenig an Kraft.


Diese Fassung ist erstmals in Deutschland ungeschnitten erschienen, so dass eine recht lange Szene nur im englischen Original belassen wurde, dafür aber mit deutschen Untertiteln versehen ist. Anhand der Lautstärke kann man diese Szene klar heraushören, da der englische Track weitaus verhaltener und leiser ertönt als der deutsche. Diesen Bruch hätte man zumindest in der Lautstärke angleichen sollen. Ansonsten ist der eingesetzte Monoton auf beiden Seiten recht ordentlich, beim Deutschen ist die Synchro eben nicht so fein wie beim Englischen, der wiederum leichte Dumpfheit bemerken lässt. Zwar gibt es leichtes Rauschen, die Dialoge sind nicht mehr ganz so frisch, Knackser oder verzerrende Laute hört man aber nicht deutlich heraus.


Das längste Extra ist sogleich das Kurioseste: Mit einer halben Stunde schlägt die Schmalfilmfassung des Filmes zu Buche, die natürlich auf Grund technischer Limitierungen arg auf ein Handlungsskelett zusammengekürzt wurde. So erreicht die Crew bereits nach gut 5 Minuten das vergessene Land und auch sonst scheint man hier einen Best Of-Schnitt vorzufinden, so rasant geschehen die Dinge. Sicherlich einen Blick wert, wenn man auch mit einer qualitativ schlechten Vollbildfassung vorlieb nehmen muss. Die Dokumentation ist leider nicht besonders aufschlussreich, vor allem wenn man der englischen Sprache nicht mächtig ist, denn dt. Untertitel existieren nicht, weswegen auch insgesamt nur 2 Punkte in dieser Sektion vergeben werden. Dafür hat man die Bildergalerie mit Unmengen an Material versehen, u.a. umfangreiche Werbe- und Aushangsätze. Mit Biografien und einem Trailer schließt sich der Bonusbereich.


Jules Vernes Verfilmung von der Reise zum Mittelpunkt der Erde, derer man sich übrigens in etwa mit der Quasi-Fortsetzung Interner Link"Der 6. Kontinent" annahm, ist da vielleicht noch eine ganze Spur mitreißender ausgefallen, "Caprona" macht aber einen passablen Eindruck eines unterhaltsamen, oft auch familientauglichen und liebevoll gestalteten B-Movies, den man sich in geselliger Runde anschauen sollte. Das Cover übrigens verspricht nicht etwa zu viel vom Film, auch wenn die Effekte des Urzeitgetiers manchmal Wünsche nach einem größeren Budget für dieses Werk entstehen lassen. Die deutsche DVD-Umsetzung lässt Reserven bei der Bildqualität erkennen, der Ton genügt den Ansprüchen aber so dass man insgesamt nicht schlecht bedient ist mit der digitalen Aufarbeitung dieses Filmes aus dem Hause CMV. Freunde lustiger Gummimonster sollten zugreifen.


Film++++--
Bild+++---
Ton++----
Bonus++----


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NewsCMV-Neuheiten im März / April '07
Caprona - Das vergessene Land
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