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DK 1998
Originaltitel:Nattens engel
Alternativtitel:Engel der Finsternis
aka. Nuit des Vampires, La
Länge:82:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Shaky González
Buch:Lars C. Detlefsen, Shaky González
Kamera:Jacob Kusk
Musik:Søren Hyldgaard
SFX:Jesper N. Christiansen, Poul Arne Kring, Hans Peter Ludvigsen, Glenn E. Nielsen
Darsteller:Maria Stokholm, Mette Louise Holland, Tomas Villum Jensen, Svend Johansen, Claus Flygare, Hans Henrik Voetmann, Ole Hvidman, Karin Rørbeck, Lise-Lotte Norup, Christian Grønvall, Beate Bille, Thomas Bo Larsen, Nikolaj Coster-Waldau, Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen
Vertrieb:Laser Paradise
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Surround
Sprache:Deutsch, Dänisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Trailer:
    • Angel Of The Night (1:35 Min.)
    • Angel Of The Night (1:35 Min.)
    • Angel Of The Night (0:36 Min.)
    • Dellamorte DellAmore (1:20 Min.)
Rebecca, ein junges und hübsches Mädchen, erbt von ihrem Großvater ein Haus. Mit ihren Freunden durchsucht sie den Keller und findet dort ein mysteriöses Buch. Dies beschreibt das Leben des Vampirs Rico. Im Bann der staubigen Seiten lernt Rebecca die erschreckende Wahrheit kennen, Rico war ihr Urgroßvater, der vor mehr als hundert Jahren die Straßen von Kopenhagen unsicher machte. Später entdecken Rebecca und ihre Freunde eine Gruft mit den Überresten einer großen Fledermaus. In einem Ritual verhelfen sie dem Blut saugenden Urgroßvater wieder zu neuer Energie und er hat somit die Möglichkeit sich an die Stadt zu rächen, die seinen Tod wollten.
Horror-Filme aus Dänemark erweisen sich doch des Öfteren als gute Importe, für mächtig spannende Gruselstreifen. Mit "Spiel der Angst" brachten sie uns einen der besten Slasher der heutigen Zeit und bei "Midsummer" gab es spannende Grusel-Unterhaltung bis zum Schluss. "Angel Of The Night" stellt dabei nun den dänischen Vampir-Schocker da, der auf Fantasy-Filmfesten ebenfalls große Beliebtheit erringen konnte. Doch so ein richtig guter Film, wie die beiden Erstgenannten, ist er deshalb trotzdem nicht geworden, wenn auch kein Schlechter!


"Angel Of The Night" stellt dabei eigentlich zwei Storylines da. Zum einen geht es um ein paar Teenies, die, in einem verlassenen Haus, ein mysteriöses Buch finden und dabei einen alten Vampir wieder zum Leben erwecken. Der Andere, wesentlich größere, Teil erzählt dann die Vorgeschichte dieses Vampirs, mit all seinen Schandtaten. Wirklich zusammenpassen tun diese zwei Handlungsstränge dabei allerdings nicht und auch Logiklücken und Storylöcher gibt es hier wie Sand am Meer.

Trotzdem kann der Film erstmal durchaus Unterhaltung bieten, da er so ziemlich alles zu bieten hat, was es so im Vampir-Genre zu finden gibt. Der erste Part der Vorgeschichte, wird einem im klassischen Vampirstil erzählt, wie man es schon aus "Dracula" kennt. Schön ausgeschmückt, mit tollen Kulissen und netter Ausstattung, kann dieser Teil mit einer guten Atmosphäre aufwarten und lässt einem das Herz höher schlagen.
Der nächste Part der Vorgeschichte wirkt dann wie ein recht gelungener Tarantino-Verschnitt, denn nun legt das Ganze ein mörderisches Tempo vor und die Kugeln fliegen nur so durch die Luft und die Pflöcke finden reihenweise ihren Weg, in die Brust der einzelnen Vampire. Auch diese Szenen haben durchaus ihren Reiz.


Schade nur, dass dann ungefähr das letzte Drittel des Films in einen unausgegorenen Mischmasch abrutscht, der sich nicht ganz zuordnen lässt. Vor allem auf einige heftige Längen muss sich der Zuschauer, von nun an, gefasst machen. Aus dem heftigen Tempo der vorherigen Szenen wird plötzlich ein gemächliches und recht langweiliges Vampir-Allerlei, das zudem in einem recht unbefriedigenden Finale gipfelt. Dabei wirken vor allem die Teenie-Horror-Szenen, die ja im Prinzip die Grundlage der ganzen Story bilden, mehr als unpassend und nur wenig ansprechend. Schade, hier hat man definitiv viel zu viel verschenkt.


Was die Gore- und Splatterszenen betrifft, kann man allerdings wieder voll zufrieden sein. Ordentlich inszeniert, gut gesetzt und mit einer, teilweise, recht deftigen Härte versetzt, dürften Splatter-Freaks durchaus auf ihre Kosten kommen. An einen Interner Link"From Dusk Till Dawn" reichen sie zwar noch bei weitem nicht heran, aber härter als mancher Index-Film sind sie allemal.

Was die Schauspieler angeht, sticht hier niemand sonderlich hervor. Die Teeniedersteller machen ihren Kollegen, z.B. aus den USA, alle Ehre und auch die etwas "erfahreneren" Schauspieler sind nicht gerade toll. Da hätte ruhig mehr kommen dürfen!


Hier hat man sicherlich eine der besseren DVDs des Labels abbekommen. Wenn man jedoch das noch junge Material beim Bewerten mit in Betracht zieht, schmälert sich der gute Eindruck enorm. Als Vorlage diente eine nicht sonderlich kontrastreiche Kinorolle, die viele Szenen zu sehr abdunkelt, helle Flächen überstrahlt und die Übergänge wenig differenziert wiedergibt. Daher bleibt "Angel Of The Night" auch farblich etwas blass, obwohl man sich vorstellen kann, dass hier mehr möglich wäre und auch geplant war. Beides kann nur stellenweise als Stilmittel gewertet werden, oftmals ist es einfach ein Defizit der DVD. In den Details verhält sich das Bild mittelmäßig bis gut, wobei sich dieser Eindruck durch Aufzoomen des Letterbox-Bildes auf das volle 16:9-Format schnell auflöst. Geringen Ansprüchen wird die Schärfe dennoch genügen. Die Kompression zeigt nur wenig Ausfälle, feines, geringes Rauschen bekommt man dann aber des Öfteren zu Gesicht, insbesondere in Bewegungen eist es etwas ein. 3 Punkte daher, beinahe sogar 4.


Die deutsche Synchro ist durch die billigen Sprecher verunstaltet und sicherlich kein Genuss. Ein Umschalten auf das dänische Original ist ratsam, deutsche Untertitel gibt es schließlich dazu. Beide klingen trotz der natürlichen Einschränkungen eines Dolby Surround-Modus' sehr offen und relativ klar, beim O-Ton natürlich mit Vorteil in der Dialogdarstellung, die etwas realer klingt. Die Musik kann kraftvolle Akzente setzen, die man so nicht unbedingt erwartet hätte, macht den Klang etwas dynamischer und lässt ihn somit hochwertiger erscheinen.

Das Booklet mit Kapitel- und Stabangaben ist eine Seltenheit für das Label. Nur sind diese Infos nicht wirklich tiefgreifend und könnten heutzutage direkt aus der IMDb stammen. Auch das Design ist verbesserungswürdig, weil zu schlicht. Auf der DVD erwartet uns dann leider nichts mehr, außer 4 Trailer.


Weder sonderlich guter, noch sonderlich schlechter Vampir-Reißer aus Dänemark, der zwar größtenteils durch seine Atmosphäre und seinem Genre-Mix gefallen kann, aber ungefähr im letzten Drittel, viel zu viel an Tempo und interessanten Szenen verliert und zudem in einem haarsträubenden Finale endet. Ordentlich inszeniert aber mit schwachen Darstellern besetzt, bleibt deshalb nur ein knapp überdurchschnittlicher Film übrig, dem man sich zwar durchaus anschauen kann, aber keinesfalls ein "Muss" im Vampir-Genre darstellt. Den Film sollte man sich allerdings NUR(!!!) im Original anschauen, da die deutsche Synchro, dank Laser Paradise, so was von unter aller Sau geworden ist, dass die Atmosphäre komplett verloren geht.
Diese DVD ist übrigens baugleich mit jener, die in der Christmas Collection veröffentlicht wurde als auch mit Cineplus-DVD.


Film+++---
Bild+++---
Ton++++--
Bonus+-----


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