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USA 1997
Originaltitel:Hardball
Alternativtitel:Bounty Hunters II
aka. Hardball - Die Kopfgeldjäger II
aka. Bounty Hunters II: Hardball
Länge:92:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:George Erschbamer
Buch:John Dunning, Jim Cirile, Jeffrey Barmash, George Erschbamer
Kamera:Brian Pearson
Musik:Leon Aronson
SFX:Rory Cutler, Scott Macrae, Attila Vaski
Darsteller:Michael Dudikoff, Lisa Howard, Tony Curtis, Steve Bacic, L. Harvey Gold, Pablo Coffey, Reese McBeth, April Telek, Claire Riley, Gary Chalk, Dale Wilson, Alex Green, Wayne Knechcel, Jim Johnston, Harvey Dumansky, Robert Moloney, Jim Dunn, Stephen Dimopoulos
Vertrieb:Screen Power / United Video
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • Slideshow (17 Bilder)
  • Filmografie Michael Dudikoff (1 Seite)
  • Trailer:
    • Bloodsport 4 (2:02 Min.)
    • Green Hornet (2:27 Min.)
    • The Call Of The Wild (1:57 Min.)
    • Sidekicks (2:11 Min.)
    • Bounty Hunters 2 (1:50 Min.)
Nachdem Jersey Bellini (Michael Dudikoff) seine schöne Partnerin B.B. (Lisa Howard) allein gelassen hat um gefährliche Juwelendiebe zur Strecke zu bringen, entscheidet sie sich, dass sie nie wieder mit Jersey zusammenarbeiten will. Doch als Diebe einen tödlichen Racheplan schmieden, stellen die beiden Kopfgeldjäger fest, dass sie es diesmal nicht allein, sondern nur zu zweit schaffen können ...
Obwohl Interner Link"Bounty Hunters" alles andere als ein Überflieger war, durfte Routinier George Erschbamer ("Snake Eater", "Ice Angel") für Moonstone Entertainment ein Sequel nachlegen, das tatsächlich etwas besser als der Vorgänger ausfällt. Von einem sehenswerten B-Movie ist man hier trotzdem noch meilenweit entfernt.



Die Konstellation des Originals wurde übernommen. Michael Dudikoff ("American Ninja", "Avenging Force") und Lisa Howard geben ein Kopfgeldjäger-Pärchen, das sich in bester Screwball-Manier ständig uneins zofft. Deshalb will die entnervte B.B. (Howard) auch erst einmal wieder eigene Wege gehen. Dass der verständnislose Jersey Bellini (Der Name erinnert mich irgendwie immer an einen Zirkusmagier ...) immer nur die Belohnung im Kopf hat und sich nicht um die Sicherheit seiner Kollegin, Recht und Verbrechen kümmert, ist ihr zuwider. Natürlich spioniert er ihr hinterher und kann sich nicht in Ruhe lassen, hat aber selbst genug Probleme am Haken, weil er versehentlich einen Raubüberfall vereitelt hat und nun ganz oben auf der Abschussliste eines Gangsterbosses steht. Der braucht nämlich seinen Kopf als Beweis seiner Geschäftsfähigkeit, um in ein Syndikat einzusteigen. Dies wird übrigens durch Tony Curtis (Interner Link"Die Zwei", "Casanova & Co.") vertreten, der damit nur ein weiteres Mal unter Beweis stellt, dass er als ausrangierter Alt-Star zur Rentenaufbesserung zwischendurch jede Nebenrolle annimmt.



"Hardball" hat vor allem an seiner trivialen Story zu knabbern, die nie so recht in Gang kommt. B.B. und Jersey prügeln sich zwar alle ellenlang mit zwielichtigen Figuren, aber das Ringsherum ist dabei nur wenig von Belang. Meist durchkreuzen die auf Jersey angesetzten Henchmen irgendwie die Arbeit der beiden Kopfgeldjäger, um von den beiden geradewegs zusammengeschlagen, verprügelt oder erschossen zu werden. Die Handlung wird eher dem Zufall überlassen.
Leider ist George Erschbamer bekanntermaßen kein sonderlich kontinuierlicher Filmemacher, der die Actionszenen auch durchgängig entsprechend würdigt. Sobald es gilt irgendetwas in die Luft zu sprengen, sind er und seine Crew auf dem Posten, aber die Shootouts und Prügeleien inszeniert er dafür umso akzentfreier. Deswegen sind das explosive Finale und Dudikoffs spontaner Einsatz einer Bazooka auch die Highlights des Films, der sich vor allem mit der letztgenannten, völlig überzogenen Aktion noch genügend Charme bewahrt.
Ansonsten sehen die Actionszenen gern "over the top" aus (u.a. Harpunen-Abschuss) und unterstreichen den Parodie-Charakter des Films, könnten allerdings durchaus gern spektakulärerer Natur sein.

So ganz ohne ist "Hardball" aber dann doch nicht. So uninteressant sich die Prämisse auch gestaltet, das Geschehen nimmt sich selten ernst. B.B. darf deswegen auch mal in einem S.M.-Kostüm zu einer Straßenschlägerei eilen und erhält prompt die Quittung durch einen dummen Spruch Bellinis, der ein König daran zu sein scheint, in jedes erdenkliche Fettnäpfchen zu treten. Dudikoff und Howard sind als streitsüchtiges Pärchen ohnehin ein Gewinn für den Film, denn angesichts der meist akzentfreien Inszenierung und der einfallslosen Story muss man sich schon an den beiden Zankäpfeln hochziehen. Zur Ehrenrettung lassen sich unter den Gegnern aber noch ein paar dumme Hallodris finden, die ein paar halbwegs komische Aktionen reißen ("Du musst zuerst alle Kugeln rausnehmen, bis auf eine").



Einige typische B-Movie-Aktionen (z.B. Paketschlepper, die sich umgehend in eine handfeste Prügelei hineinziehen lassen) und das feurige Finale, in dessen Verlauf sich Dudikoff oder auch sein Double einige Schrammen zugezogen haben dürfte, weil er sich aus einer abgeriegelten Lagerhalle retten muss, die langsam in Flammen aufgeht, sorgen immerhin für einen genügsamen Abschluss, der den Genrefan nicht vergrault, ihn aber auch nicht in Jubelarien versinken lässt.

Unter den Screen Power-DVDs ist "Bounty Hunters 2" nicht die Schlechteste, zeigt aber wieder mal, dass ein Label, das selten Wert auf Qualität legte, auch bei einem relativ frischen Film wie diesen nicht mehr als ein nur mittelprächtiges Ergebnis abliefern kann. Das Vollbild macht erstmal zwar keinen schlechten Eindruck, es schleichen sich aber schnell Schwächen ein, die vermeidbar gewesen wären. Dazu zählt die Farbverfälschung von Gesichtstönen, die einfach etwas zu bräunlich bzw. gelblich aussehen. Auch die Mischung aus Blockrauschen und Materialrauschen zieht die Wertung etwas nach unten. Ma0geblich für "nur" 3,5 Punkte sind aber der lasche Kontrast und die Schärfe, die im Detail nur wenig zu bieten hat. Das müsste doch selbst bei einem Dudikoff-Film besser gehen, oder?

Das UltraStereo-Material wurde mal wieder völlig unnötig auf Dolby Digital 5.1 aufgeblasen - inklusive der störenden Auswüchse wie die Umverteilung der Dialoge auf die hinteren Boxen. Wäre das nicht, würde das breite Klangbild auf der Front sogar ziemlich ordentlich sein. So wird aber unnötig der Surround-Klang mit Signalen aufgemotzt, die dort gar nicht hingehören, denn echte Effekte gibt es nicht. Die Dialoge neigen etwas dazu zum spitzen Klang, sind aber sehr gut verständlich. Das passt zum wenig spektakulären, andererseits nicht enttäuschenden Klangbild dieses Action-Films, dem etwas Kraft fehlt. Die fehlenden Untertitel führen ebenso zur Abwertung wie die kurzen Aussetzer und Störungen in der 60. Minute.



Beim Bonusmaterial bekommt man mal eine ordentliche Trailershow mit ein paar Klopper-Titeln angeboten. Die Aufnahmen der Slideshow sehen zwar nicht schlecht aus, sind aber anscheinend wieder nur Screenshots des Filmes. Dafür benötigt man natürlich keine Slideshow. Die Filmgrafie beschränkt sich auf eine unvollständige Titelauflistung.

Für Dudikoff ging es danach bekanntermaßen weiter abwärts. "Hardball" gehört immerhin noch zu seinen erträglichen Spätwerken, wobei damals schon klar wurde, wohin sich seine Karriere bewegen würde. Zwei bis drei sehenswerte Actionszenen (Oder sollte ich besser Explosionen schreiben?) und ab und an amüsante Dialoge stehen einem einfallslosen Plot und einer eher unspektakulären Inszenierung seitens Erschbamer gegenüber. Der Parodie-Aspekt wird leider nicht richtig ausgearbeitet, wobei da Potential schlummert. Es gibt sicherlich bessere B-Actioner, schlechtere aber auch.


Film+++---
Bild+++/--
Ton+++---
Bonus+-----


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