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USA 1997
Originaltitel:Event Horizon
Alternativtitel:Event Horizon - Am Rande des Universum
Länge:92 Minuten (ungekürzte R-Rated-Version)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Paul Anderson
Buch:Philip Eisner
Kamera:Adrian Biddle
Musik:Michael Kamen, Orbital, Prodigy
SFX:AMX Studios, Cinesite, Mass. Illusions LLC
Darsteller:Laurence Fishburn, Sam Neill, Joely Richardson, Kathleen Quinlan, Sean Pertwee, Jason Isaacs, Peter Marinker, Jack Noseworthy
Vertrieb:Paramount Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Ung, Tsch), Dolby Digital 5.1 (Deu, Eng)
Sprache:Deutsch, Englisch, Tschechisch, Ungarisch
Specials:
  • Einleger
  • Untertitel in 11 Sprachen
  • Trailer (2:16 Min.)
Wir schreiben das Jahr 2047, vor 7 Jahren verschwand das Raumschiff Event Horizon. Nun ist ein Funkspruch empfangen worden, worauf hin sich die Besatzung der "Lewis and Clark" unter der Führung von Captain Miller (Laurence Fishburne), aufmacht das Schiff zu bergen. Mit an Board ist auch der Konstrukteur der Event Horizon, Dr. Weir (Sam Neill), der der Crew erklärt, dass das gesuchte Schiff einen Kern besitzt, der es erlaubt, den Raum zu falten und so Lichtgeschwindigkeit zu erreichen. Als das Team fündig wird und das Videologbuch der Event Horizon sichtet, stellen sie fest was mit der Besatzung des Schiffs passierte. Nach und nach verfallen auch sie dem Wahnsinn, denn das Raumschiff lebt und kennt die verborgensten Wünsche und Ängste der Anwesenden. Ein mörderischer Kampf ums Überleben beginnt.
Vielfilmer Paul Anderson hat schon oft bewiesen, wie man interessante Drehbücher in den Sand setzt. Sei es nun primitive Macho-Action wie bei "Soldier" und Interner Link"Mortal Kombat", oder Verwässern einer Vorlage wie Interner Link"Resident Evil" durch Mainstream-Allüren. "Event Horizon" überzeugt allerdings auf ganzer Linie und ist nicht nur Andersons bestes Werk, sondern auch ein kleines Filmjuwel. Die beklemmende Atmosphäre und die guten Schauspieler heben den Film sehr weit nach oben in den Sci-Fi-Horrorhimmel. Allen voran Sam Neill dreht ab der Mitte des Flicks voll ab und suggeriert dem Zuschauer Einblicke in den Geist eines Psychopathen sondergleichens. Was auch sehr wundert, sind einige derbe Gore-Szenen in der R-Rated-Fassung, die bei uns erstaunlicherweise eine FSK16 erhalten haben. Die Chancen auf eine Unrated-Fassung stehen jedoch denkbar schlecht, da Paramount sich ja noch immer bedeckt hält, was ungeschnittene Filme angeht. Selbst Andersons Engagement für eine Veröffentlichung nutzt da nichts.

Das Bild ist eine wirkliche Augenweide. "Event Horizon" setzt jede Menge computergenerierte Bilder ein, die sehr plastisch wirken. Aber auch die "echten" Kameraszenen überzeugen durch eine besonders gute Detail- und Kantenschärfe. Schon zu Beginn in Dr. Weirs Zimmer lässt sich schön das detaillreiche Muster der Tapete erkennen. An scharfen Kanten sind selten leichte Aliasing-Effekte zu erkennen und in Bewegungen leichte Nachzieher und kleinere Unruhen im Hintergrund zu sehen. Hier war wohl ein Rauschfilter am Werk, der trotzdem absolut starke Arbeit geleistet hat. Aber neben selten auftretenden Bilddefekten gibt es keinerlei weiter Abzügen beim sonst sehr guten Bild. Die Farben sind mild und passen sich dem düsteren Techniklook des Filmes an, wobei aber gerade der Kontrast ein großes Lob verdient hat, denn trotz vieler Schatten entstehen keinerlei großflächige Schwarztöne und auch ein Rauschen wird man in diesen Szenen nicht zu Gesicht bekommen.

Wow, der deutsche Dolby Digital 5.1-Ton rüttelt den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute durch. Das Science Fiction-Thema scheint wie geschaffen für eine Vielzahl bidirektionaler Effekte und "Event Horizon" nutzt davon jede Gelegenheit. Dabei ist es weniger der Score, der den Raumklang trägt, sondern viel mehr ständige maschinelle Umgebungsgeräusche. Highlights sind immer wieder die aus allen Ecken auftauchenden Geisterstimmen, die im einen Moment aus der linken Seite, dann von hinten und dann wieder von rechts ertönen. Dazu kommt ein böllernder Tiefenbass, der den Schockmomenten den nötigen Kick gibt und in der englischen Version sogar noch ein wenig stärker hervortritt. Im Dialogbereich hat die Synchronisation wegen der Verständlichkeit die Nase vorn, der O-Ton ist hier ein klein wenig dumpf. Beiliegend sind der tschechische und ungarische Dolby Surround-Mix, die durch ihre Synchronisation ziemlich steril und geräuscharm klingen.
Dieser Paramount-DVD liegen bis auf den englischen Trailer keinerlei Extras bei. Selbst das Menü ist schlicht als Standbild und tonlos gehalten. Der Einleger enthält eine Kapitelübersicht und das Covermotiv. Bonusmaterial wird es sicherlich genug geben, warum es den Weg auf diese DVD nicht geschafft hat ist mir schleierhaft.

Es erwartet euch ein intensiver SciFi-Psychohorror, der sich vor Klassikern wie Interner Link"Alien" nicht zu verstecken braucht. Ein echter Knaller mit angsteinflößenden Weltraumszenerien, der in Sachen Bild und Ton eine sehr gute Figur macht, auf Bonusmaterial aber fast gänzlich verzichtet. Trotzdem von mir eine klare Kaufempfehlung, nicht nur weil die DVD zur Zeit für unter 15 Euro zu haben ist.


Film++++++
Bild+++++-
Ton++++++
Bonus------


Druckbare Version
Event Horizon - Am Rande des Universum (Limited Special Edition)
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