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KR 2002
Originaltitel:H
Alternativtitel:Hypnosis
aka. H: Murmur
Länge:106:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Jong-hyuk Lee
Buch:Jong-hyuk Lee
Kamera:Jong-hyuk Lee
SFX:Effekt
Darsteller:Jung-ah Yum, Jin-hee Ji, Ji-ru Sung, Seung-woo Cho, Woong-ki Min, Yong Soo Park, Hyuk Poong Kwon, Eol Lee, In-kwon Kim, Kil-soo Park, Sun-kyung Kim
Vertrieb:I-On / Warner
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Koreanisch
Untertitel:Deutsch, Koreanisch
Specials:
  • Teaser (1:13 Min.)
  • Trailer (1:55 Min.)
  • Alternativer Anfang (3:38 Min.)
  • Making Of (28:07 Min.)
  • Trailershow:
    • Sympathy For Mr. Vengeance (1:42 Min.)
    • Gozu (1:23 Min.)
    • Unborn But Forgotten (1:42 Min.)
    • Elysium (1:53 Min.)
    • Save The Green Planet (2:14 Min.)
    • Freeze Me (1:58 Min.)
    • Dead Or Alive Final (1:29 Min.)
    • Eternal Blood (1:31 Min.)
    • Love Bites (1:47 Min.)
    • The Happiness Of The Katakuris (2:06 Min.)
Vor einem Jahr versetzten die grausamen Taten des Serienmörders Shin Hyun ganz Südkorea in Angst und Schrecken. Seine Opfer waren junge, schwangere Frauen, welche er bestialisch umbrachte. Nach einer langen, erfolglosen Jagd stellt sich Hyun unerwarteterweise selbst und wartet nun in der Todeszelle auf seine Hinrichtung. Doch plötzlich beginnt die Mordserie erneut und die Polizei steht vor einem Rätsel. Scheinbar imitiert irgendjemand Hyuns Taten. Erneut wird die Polizistin Kim auf den Fall angesetzt. Gemeinsam mit ihrem neuen Partner Kang versucht sie unter Hochdruck den Copy-Cat-Killer zu stellen. Doch um ihr Ziel zu erreichen, sind die Beamten gezwungen, mit Shin Hyun zusammenzuarbeiten. Ist er wirklich nur das Vorbild eines Wahnsinnigen? Oder zieht der charismatische Serienkiller sogar selber die Fäden in diesem mysteriösen Fall?
Eine südkoreanische Mischung aus Interner Link"Das Schweigen der Lämmer" und Interner Link"Sieben", so wird an vielen Stellen Werbung für dieses kleine koreanische Serienkiller-Schauspiel gemacht. Solche Sätze erwecken beim Videotheken-Besucher natürlich Interesse, denn schließlich gehören beide Filme zu der Creme de la Creme des Thriller-Genres. Nun ja, unterm Strich ist "H" dann auch wirklich durchaus gelungen, doch die Klasse der Vorbilder wird leider nicht erreicht.


"H" kann sich vor allem auf eines kräftig stützen: Auf seine wohldurchdachte, wenn auch nicht immer unbedingt innovationsvolle Story. Ähnlich wie beim Lämmer-Schweigen geht es auch hier darum, dass ein inhaftierter Massenmörder die Polizei auf die Spur eines Täters führen soll, der aktuell unterwegs ist, um seine Opfer auf brutale Weise hinzurichten. Das Merkwürdige dabei ist allerdings die Tatsache, dass dieser Täter seine Morde exakt so durchführt, wie es der inhaftierte Shin Hyun damals gemacht hat. Schnell kommt nun die Frage auf, ob es sich um einen Nachahmungstäter handelt oder ob Shin Hyun gar selbst die Fäden vom Gefängnis aus zieht. Das Treiben bleibt dadurch eigentlich spannend bis zur letzten Minute und wer sich nicht irgendwelche Spoiler behafteten Alternativtitel zu diesem Film durchliest, der kommt auch wirklich nicht vorm Schluss auf die eigentliche Lösung. Wirklich mal ein ganz cleveres Ding, was sich die Drehbuchschreiber da aus dem Hut gezaubert haben.
Aber auch zwischendurch kann die Geschichte immer wieder mit ein paar netten Wendungen aufwarten. Vor allem die Strategie des Täters wurde fein ausgedacht. Auch wenn es vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen wirkt, so muss man doch zugeben, dass man solch eine Mordstrategie nicht aller Tage zu hören kriegt.


Schade nur, dass der Film mit einigen heftigen Längen zu kämpfen hat, die das, wie schon erwähnt, recht spannende und interessante Filmerlebnis, dann doch etwas schmälern. Manchmal gibt es z.B. einige arg ausufernde Dialogszenen, die die Geschichte kaum weiterbringen und den Zuschauer eher ermüden. Mit der Kompaktheit hatte man hier wohl nichts am Hut. Wäre der Streifen hier und da vielleicht etwas enger geschnürt worden, hätte man es sicherlich geschafft, den Zuschauer durchgehend bei Laune zu halten. Doch das ist hier leider nicht der Fall! Schade eigentlich!

Was die Inszenierung als solches angeht, kann man allerdings wieder ganz zufrieden sein. Die Kulissen sind allesamt schön düster bzw. teilweise auch in passend matten Farben gehalten worden, die dem Ganzen eine gewisse Atmosphäre verleihen können. Dazu auch ein schön eingespielter Soundtrack, der seine Wirkung ebenfalls nicht verfehlt, aber unterm Strich vielleicht doch etwas öfter zum Einsatz hätte kommen dürfen!
Bei den Darstellern gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Vor allem Cho Seung-woo gefällt! Er ist zwar kein Anthony Hopkins, aber seine Leistungen als gerissener und durch und durch cleverer Serienkiller Shin Hyun ist keinesfalls zu verachten!


In den ersten Minuten eigentlich noch ganz ordentlich, fällt das Bild vor allem in dunklen Szenen ab. Der Kontrast schafft es hier nicht, klare Grenzen zu schaffen, ist ein wenig zu schwach und lässt das Bild flächenweise zu düster erscheinen. Die Brillanz eines neueren Kinofilms fehlt da. Auch die Schärfe ist wechselhaft. Zwar kann man insgesamt nicht meckern, dass der Bildaufbau zu matschig wäre, im Detailbereich sind aber noch große Möglichkeiten offen gelassen worden. Neben dem leichten Ghosting, was Bewegungen etwas verwischt, sind Gesichter nie besonders stark strukturiert, wirken teilweise glatt, wie auch feine Bildhintergründe. Die Konturen sind, dank sichtbarer Nachzeichnung, etwas besser ausgefallen, heben das Gesamtergebnis aber nicht sonderlich an. Die Anzahl der Bildfehler ist nicht sonderlich auffällig, gerade die Farben aber wirken unausgeglichen. Man kann hier auch nicht gleich von einem schlechten Eindruck sprechen, aber oftmals sind Szenen mit einem Grünstich versehen, was sich vor allem auf Gesichtern sichtbar macht und auch dem Schwarzwert einen seltsamen Farbwert verpasst. Die Kompression äußerst sich vor allem auf einfarbigen Flächen sichtbar anhand von Rauschen.
Während der koreanische Ton es nicht schafft, sich auf den Rears zu etablieren, wird die deutsche Tonspur hier doch recht oft aktiv, wenn auch nur in ausgewählten Sequenzen. Zwischenzeitlich bekommt man dann trotz ohrfreundlichem Klang und sehr bewegungsorientierte Stereofront schon mal das Gefühl, dass einige Geräusche mehr nach "hinten" wandern sollten, um den Raum stärker zu füllen. Da dies nicht geschieht, gibt es nur 4 Punkte. Einige Geräusche verzerren übrigens leicht oder erklingen etwas flach, was besonders auf dem Center deutlich wird. Auch ein sanftes Rauschen dringt hier in einige Male durch und zum Schluss gibts zwei kräftige Tonrisse zu hören.


Ein Warner-Logo prangt auf dem Seitenteil des Covers, so dass sich die Einteilung der Rückseite ein wenig geändert hat, insgesamt behält man aber die gerenderten Menudesigns und das in silberne Balken eingefasste Cover bei. Leider auch einen Fehler auf dem Covertext. Dort ist die Rede davon, dass der Serientäter Shin Hyun gefasst wird. Tatsächlich übergibt er sich selbst der Polizei, was zum einen im Film selbst erwähnt wird und auch im Bonusmaterial unter "Alternativer Anfang" gezeigt wird. Statt der Szenen auf der Müllhalde sieht man hier, wie Shin Hyun sein Opfer im Bus trifft und wenig später mit einer Reisetasche voller Leichenteile in der Polizeistation eintrifft. Das folgende, fast halbstündige Making Of ist zwar nicht deutsch untertitelt, da man aber bis auf eine kurze Stelle ausschließlich Action-Szenen (Entstehung der Stunts, Ausbildung der Darsteller im Kampf und an der Waffe, öffentliche Promovorführung eines Terroristenkampfes) zeigt, ist das nicht weiter schlimm. Als weitere Extras enthält die DVD Trailer.


Spannender und clever Serienkiller-Thriller-Streifen aus Südkorea, der mit seiner durchdachten Geschichte, einigen netten Überraschungen und einem wirklich geschickt ausgetüftelten Ende, für Spannung bis zum Schluss sorgen kann. Dazu eine atmosphärische Inszenierung, die sich ebenfalls nicht vor großen Hollywood-Produktionen zu verstecken braucht. Schade nur, dass einzelne, wirklich heftige Längen das positive Gesamtbild trüben und zwischendurch für einige Konzentrationsaussetzer sorgen. Alles in allem aber dennoch ein Werk, das man sich, vor allem als Fan solcher Filme, nicht entgehen lassen sollte!


Film++++--
Bild+++---
Ton++++--
Bonus++----


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H
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