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USA 1998
Originaltitel:Mask of Zorro, The
Alternativtitel:Mark of Zorro
aka. Masque de Zorro, Le
Länge:132:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Martin Campbell
Buch:John Eskow, Terry Rossio, Ted Elliott
Kamera:Phil Meheux
Musik:James Horner
Darsteller:Antonio Banderas, Anthony Hopkins, Catherine Zeta-Jones, Stuart Wilson, Tony Amendola, José María de Tavira, Diego Sieres, Emiliano Guerra, Yolanda Orisaga, Paco Morayta, William Marquez, Pedro Altamirano, Luisa Huertas, María Fernández Cruz, Mónica Fernández Cruz, Julieta Rosen, Raúl Martínez, Victor Rivers, L.Q. Jones, José Pérez, Tony Cabral, Tony Genaro, Iván Rafael, David Villalpando, Matt Letscher, Maury Chaykin, Paul Ganus
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Specials:
  • Regie-Kommentar (englisch, optional deutsche Untertitel)
  • Filmdokumentation: "Unmasked Zorro" (45:05 Min.)
  • Entfallene Szene: "Die Brieftasche" (1:19 Min.)
  • Original Kinotrailer (1:02 Min.)
  • Sneak Peak - Hinter den Kulissen von: "Die Legende des Zorro" (5:03 Min.)
  • Exklusive Szene aus "Die Legende des Zorro" (1:37 Min.)
  • Musikvideo: Tina Arena und Mark Anthony: "I Want To Spend My Lifetime Loving You" (4:51 Min.)
  • Künsterprofile:
    • Antonio Banderas
    • Anthony Hopkins
    • Catherine Zeta-Jones
    • Stuart Wilson
    • Martin Campbell, Regie
    • Fotogalerie (15 Bilder)
  • Trailer weiterer Filme:
    • Ghostbusters (2:11 Min.)
    • Hitch - Der Date Doktor (1:53 Min.)
    • Ritter aus Leidenschaft (2:02 Min.)
    • Die Legende des Zorro (1:17 Min.)
    • Ich glaub', mich knutscht ein Elch (1:32 Min.)
Als Zorro kämpfte Don Diego De La Vega mit scharfer Klinge für den einfachen Mann. 20 Jahre sind ins Land gezogen, seitdem sein "Z" die Mächtigen zum letzten Mal im Mark erschüttern ließ, denn Diego sitzt wie ein räudiger Hund im Verließ des grausamen Unterdrückers Don Rafael. Beseelt vom Gedanken an Rache wagt Diego die Flucht. Sein Erzfeind soll endlich dafür büßen, dass er einst Diegos Frau tötete und seine Tochter Elena entführte. In dem ungeschliffenen Haudegen Alejandro findet er einen idealen Nachfolger. Nach schweißtreibender Ausbildung soll er das "Z" des Zorro wieder aufleben lassen und Don Rafael töten. Es ist ein steiniger Weg, auf den sich Alejandro im Kampf gegen die unerbittlichen Handlanger Don Rafaels einlässt. Doch es ist eine gerechte Schlacht - für die Freiheit und um das Herz der schönen Elena, die zwischen den erbitterten Feinden steht ...
Ein Popcorn-Actioner aus der guten, alten Zeit, aber hier ist endlich mal Qualität zu bemerken. Natürlich muss man das in der Relation zu den natürlichen Gegebenheiten für Popcorn-Kino sehen. Wer heute mit dem alten Zorro noch Kasse machen will, muss ihn für das moderne Kino aufpeppen und mit zünftigen Stars versetzen - dann klappt das auch mit dem Eintrittsgeld. Immerhin müssen wir schon dankbar für das Sujet sein, weitab von Sternenkriegen, Autoverfolgungsjagden und Meteoreinschlägen. Stattdessen verrennen wir uns in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und holen den Knüller von Kalifornien wieder aus der Kiste.
Storymäßig gibt's also Standards zu sehen, so richtig üppig mit Prolog und einem 20-Jahre-Sprung, wo dann die geschundenen Guten sich endlich rächen können an den alten Feinden. Alles weitgehend konventionell, aber mit Schmiss und Goodwill gespielt. Anthony Hopkins und Antonio Banderas teilen sich die Lorbeeren und Filmanteile brav in der Mitte und sind jeder auf seine Art ein besonderer Genuss. Da Rache geplant sein will, gönnen wir uns das ganze Programm mit adoptierter, unwissender, aber sehr hübscher Tochter; einem gar bösen Plan, einem noch böseren Helfershelfer und der Ausbildung des Gehilfen zum neuen Maskenmann, samt genreüblicher Pannen und Ausfälle. Hier wird's dann gewöhnlich, wenn Hopkins Banderas Fechten und Benehmen beibringt, um dann seinem Erzfeind Saures zu geben. Retten tut dieses altbekannte Mischmasch nur eine überaus frische Inszenierung, die immer genau dann mit Humor und Action punktet, wenn man wegen "Kenn-ich-schon" geistig abschalten will. Manchmal albern, sonst angenehm ironisch, wird der Tonfall des Films öfters gebrochen, aber nie durch unpassende Modernismen unterlaufen. Banderas ist meistens dann am komischsten, wenn er es gar nicht sein will und Hopkins nimmt den süffisanten Ton geradewegs aus Interner Link"Das Schweigen der Lämmer" mit.
Bombig vor allem die Fechtsequenzen in ihrer vollen Akrobatik, die über den ganzen Film verteilt sind, um dann in einem überlangen Showdown zu enden, der uns das nötige Jawoll-Erlebnis beschert. Angenehm, dass der Metzelfaktor überschaubar bleibt, so dass der Ernst nicht in Gewalttätigkeit ersäuft wird. Schön passend auch Catherine Zeta-Jones, die mühelos die nötige mexikanische Exotik ausstrahlend, die die Rolle bedingt und auch so mit ihren männlichen Mitstreitern mithalten kann. In diesem Zusammenhang ein Highlight ist die Tango-Szene mit Banderas, die gleichermaßen erotisch, beeindruckend und witzig ist. Bei den Bösen macht Matthew Letscher in Uniform eine selten widerliche Figur und bekommt deswegen am Ende auch bärig was aufs Haupt. Stuart Wilson gibt einen runden Bösewicht ab, auch wenn sein Gesicht nicht zu den bekanntesten gehört.
Leider vergeigt sich der Film einiges mit einer pathetischen Aftershowdownszene, wo Anthony Hopkins den Löffel reichen darf, obwohl mir der Todesstoß auch bei zweimaligem Sehen einfach nicht auffallen will. Da erhöht sich der Schluchzfaktor unnötig und gibt auch unnötig Fortsetzungspotential einfach aus der Hand. Unterm Strich bleibt aber ein mehr als genießbarer Abenteuerstreifen mit reichlich Rasanz und Raffinesse, der allein durch sein ungewöhnliches Setting und die Zeitepoche, in der "Die Maske des Zorro" spielt, an Attraktivität gewinnt. Und knackebunt noch dazu. Für beiderlei Geschlechter und Jugendliche unbedingt verwertbar, kann so ziemlich alle glücklich machen.

Zorror Deluxe?

Pünktlich zum Kinostart von "Die Legende des Zorro" veröffentlicht Sony Pictures eine als Deluxe Edition betitelte Neuauflage des modernen Abenteuerfilm mit Antonio Banderas, ohne dem Zuschauer wirklich etwas Neues zu bieten. Wie den auch, denn Bild und Ton waren bereits auf einem hohen Niveau und lediglich bei den Extras hätte man noch einmal eins draufsetzen müssen. Aber der Reihe nach. Kommen wir als erstes zum anamorphen Transfer, welcher hier vor allem dank einer intensiven Farbgebung mit kräftigen und leuchtenden Farben, sowie einem hervorragende Kontrast, welcher stellenweise aber etwas zu steil erscheint, einen nahezu perfekten Eindruck macht. Lediglich die Schärfe fällt etwas ab, was vor allem in den Totalen auffällt und das Geschehen deutlich zu weich wirken lässt. Dafür überzeugt die Kantenschärfe umso mehr und lässt auf eine dezente Nachschärfung schließen, was den Vorteil hat, dass die überwiegende guten Konturen den Transfer etwas plastischer erscheinen lassen. Rauschen suchen wir hierbei vergebens und selbst Defekte oder Verschmutzungen scheinen dem Bild ein Fremdwort zu sein. Lediglich leichtes Blockrauschen zeigt sich hier im Hintergrund und auch die Kompressionen arbeiten nicht immer ganz sauber. Hin und wieder macht sich auch leichte Bewegungsunschärfe breit. Trotz einem an sich wirklich hervorragenden Transfer, können wir mangels stabilen Schärfeverhalten nicht mehr als solide fünf Punkte vergeben.
Der deutsche 5.1 Track weiß ebenfalls zu überzeugen, wobei man erwähnen sollte, dass die Abmischung rund 5 Jahre auf dem Buckel hat. Hier wird uns ein angenehmer Raumklang geboten, bei dem alle Lautsprecher gleichermaßen beansprucht werden und eine ordentliche Raumkulisse bieten, welche sich gerade zum Ende hin sehr dynamisch gibt und nicht mit direktionalen Effekten geizt. Leider kommt der Schock, wenn man auf die englische 5.1 Spur wechselt, denn hier klingt es, als würde man uns die Watte aus den Ohren hauen. Der englische Track klingt nicht nur natürlicher in den Dialogen, sondern auch viel klarer und sauberer als der deutsche Track, welcher im direkten Vergleich äußerst dumpf erklingt. Der englische Mix bietet zwar nahezu die selbe Klangkulisse, überzeugt aber mit einer besseren Dynamik und einer nahezu perfekten Surroundabmischung, selbst der Score sorgt zusammen mit dem stets gut platzierten Effekteinsätzen für ein erfreudiges Klangbild, mit einem großen Unterschied: Das gesamte Klangspektrum wirkt frischer, weiträumiger und klarer. Hier vergeben wir klare 6 Punkte für den englischen Track und lediglich 4 Punkte für den deutschen Mix.



So, da wären wir also nun beim Thema Bonusmaterial, welches ja auch nicht gerade uninteressant ausschaut und neben einen sehr informativen und sogar deutsch untertitelten Audiokommentar mit Regisseur Martin Campell, noch eine knapp 45minütge Dokumentation über "Mask of Zorro" enthält, welche neben den üblichen Lobhudelein auch sehr viel an Informationen rund um die Zorro-Verfilmungen und der modernen Verfilmung bietet. Zudem gibt es einige Einblicke hinter die Kulissen, Interview, sowie sehr viele Filmausschnitte in dieser Doku zu bewundern, was das Ganze nie langweilig werden lässt. Aber das ist nicht alles, denn weiter geht es mit einer geschnittenen Szene, dem US-Kinotrailer, einem Musikvideo von "Tina Areana und Mark Anthony", sowie eine Bildergalerie und Filmografien. Ist doch nett, oder? Zwar findet man hier keine Interviews, welche es angeblich laut Cover geben soll, aber die fehlten bereits in der Erstauflage, obgleich andere Reviewer diese Interviews gesehen haben wollen. Und weil wir gerade bei der Erstauflage sind, sollte erwähnt werden, dass die Extras bis hierher absolut identisch mit der damaligen Collector's Edition sind, ja selbst das DVD-Menü wurde nicht wirklich verändert. Doch was rechtfertig dann bitte das Wörtchen "Deluxe Edition" auf dem Cover? Das haben wir uns auch gefragt, denn wir glauben nicht, dass exklusive Szenen aus "Die Legende des Zorro", welche knapp etwas über eine Minute gehen und 5 Minuten "Hinter den Kulissen" vom zweiten Teil, eine als Deluxe Edition vermarktete Neuauflage rechtfertigen.



Aber wie dem auch sei, "Die Maske des Zorro" ist ein toller Abenetuerfilm mit Starbesetzung, die DVD-Umsetzung ist bis auf einige kleine Mängel schon damals gut gewesen und lediglich die fehlenden Interviews stören etwas. Warum man aber unbedingt eine Neuauflage machen musste und dann noch mit solch einem irreführenden Titel wie "Deluxe Edition" bleibt uns ein Rätsel und ist absolut inakzeptabel. Für diejenigen unter euch, welche die DVD noch nicht besitzen, darf man eine klare Kaufempfehlung aussprechen, aber ein Neukauf lohnt sich nicht und vielleicht sollten alle anderen lieber auf eine Doppel-DVD-Edition mit dem zweiten Teil warten. Diese wird mit Sicherheit bald nachgeschoben.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


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