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USA 2008
Originaltitel:Joy Ride: Dead Ahead
Alternativtitel:Joy Ride: End of the Road
aka. Joy Ride 2: Dead Ahead
Länge:87:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Louis Morneau
Buch:James Robert Johnston, Bennett Yellin
Kamera:Robert C. New, Scott Williams
Darsteller:Nicki Aycox, Nick Zano, Kyle Schmid, Laura Jordan, Mark Gibbon, Krystal Vrba, Lyle St. Goddard, Daniel Boileau, Mackenzie Gray, Gardiner Millar
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:PAL
Regionalcode:2,4
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch
Untertitel:Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch, Dänisch, Finnisch, Italienisch, Norwegisch, Finnisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:04.12.2008 (Verleih) / 23.01.2009 (Kauf)
Specials:
  • Making Of (13:48 Min.)
  • Blut & Gedärme: Make-Up des Grauens (7:18 Min.)
  • Szene 118: Vom Storyboard zum Film (3:04 Min.)
  • Weblink
Kayla, ihre Schwester Melissa und ihre Freunde Bobby und Nick stranden wegen einer Autopanne mitten in der Wüste. Ihre Suche nach einer Telefonzelle führt die vier in ein abgelegenes, scheinbar unbewohntes Haus. Hilfe finden sie dort nicht, nur ein altes Auto, mit dem sie die Reise fortsetzen. Ein fataler Fehler, denn das Auto gehört dem sadistischen, mordlustigen Trucker "Rusty Nail", der sie verfolgt, um sich auf brutale Weise für den Diebstahl zu rächen. Eine schweißtreibende, blutige Hetzjagd beginnt, der die Freunde mit ihren primitivsten Ängsten konfrontiert und sie in den Abgrund des Wahnsinns blicken lässt.
"Joyride - Spritztour", vom Anfang des aktuellen Jahrtausend, gehört immer noch zu den atmosphärisch dichtesten und spannendsten Teenie-Horrorthrillern der letzten Zeit. Der grausame Killer "Rusty Nail", der vor allem mit seiner bedrohlichen Stimme für nasse Höschen unter den Teenies sorgte, hatte damals drei Jugendliche in den absoluten Terror auf Amerikas Straßen geführt. Lange sollte es dauern, bis er wieder zurückkehrte, doch 2008 war es nun (endlich) wieder soweit! Erneut müssen sich vier Teenies seinen sadistischen Qualen stellen und erneut heißt es wieder Aufpassen, welchem Trucker man einen Streich spielt - es könnte ein blutiges Ende nehmen. Aber das hat nun mit dem Knaller beim Vorgänger nicht mehr viel gemein, genauso wie sich der gesamte Film deutlich hinter dem Original anstellen muss. Wenngleich er dennoch ansehbar ist!


"Joyride - Dead Ahead" hat nun mit dem Vorgänger eigentlich nur noch den psychopathischen Killer-Trucker gemeinsam, und dass es sich alles in allem um ein gruseliges Road-Movie handelt, ansonsten unterscheiden sich die beiden Filme doch spürbar. Schon die Story lässt Änderungen erfahren. So spielen die (diesesmal) vier Opfer hier dem Trucker jetzt nicht wirklich einen Streich, sondern gehen noch einen Schritt weiter. Sie klauen bzw. pumpen sich bei "Rusty Nail" einen Wagen, nachdem ihr eigener den Geist aufgegeben hat. Unwissend, von wem sie sich da den Wagen geborgt haben, machen sie sich auf nach Las Vegas. Doch "Rusty Nail" klaut man nicht so einfach den Wagen und er macht sich auf, das Quartett zur Strecke zu bringen. Der Psychoterror nimmt erneut seinen Lauf ... Und das mal wieder auf den üblichen Pfaden eines Teenie-Thrillers. Sprich: Sonderliche Innovationen oder logische Handlungen sollte man nicht erwarten, alles spielt sich auf den üblichen seichten Bahnen ab. Wo der Vorgänger doch noch ein gewisses Quäntchen an neuen Ideen aufbieten konnte, ist hier beim Sequel doch eher Ebbe in dieser Hinsicht angesagt. Aber das kennt man doch zur Genüge bei solchen Filmen.


Also konzentrieren wir uns mal wieder hauptsächlich auf die Punkte Atmosphäre, Spannung und Gore. In dieser Hinsicht muss man sagen, dass auch "Joyride 2" es durchaus drauf hat, für frösteliche Unterhaltung zu sorgen. Auch wenn die beißende Atmosphäre des Vorgängers nicht ganz erreicht wird, und das Atmo-Niveau auch nicht durchgehend gehalten werden kann - wenn "Rusty Nail" mit seinen Opfern spielt, ist auch hier für so manch eisigen Schauer auf dem Rücken gesorgt. Dafür sorgt vor allem mal wieder seine markant rauchige Stimme, welche diesmal zwar von Darsteller Mark Gibbon gesprochen wird, aber mindestens genauso schauderhaft (im positiven Sinne) ist, wie bei Ted Levine, der "Rusty Nail"-Stimme aus dem Vorgänger. Hinzu kommt auch der recht moderate Spannungsgrad, welcher zwar erst einmal ein ganzes Weilchen braucht, um spürbar zu werden, dann aber ebenfalls recht oft präsent ist. Kurzum: Man kann soweit zufrieden sein, wenn man nicht die gleichen Qualitäten wie beim Vorgänger erwartet.


Wesentlich höher als beim Original ist allerdings der Gore-Pegel ausgefallen, welchen man wohl den aktuellen Sehgewohnheiten der Interner Link"Saw"-Zuschauer angleichen wollte. Auch wenn es alles in allem nicht ganz so drastisch zugeht, wie bei dem Jigsaw- oder Interner Link"Hostel"-Filmchen, so sind ein abgerissener Kiefer, welcher mit der Kette einer Kettensäge abgetrennt wird, sowie ein durchbohrter Kopf doch schon deutlich mehr Gekröse, als der Vorgänger in Komplettheit zu bieten hatte. Alles in allem sind die Szenen auch recht gelungen, wenngleich sie einem alles in allem doch eher unnötig erscheinen. Auch ohne diese drastischen Szenen hätte "Joyride 2" noch funktioniert. Aber sei's drum, unterm Strich machen sie ja doch eher einen geringen Teil des Ganzen aus.


Nur in Sachen Darstellerleistungen muss sich auch "Dead Ahead" in die Reihen der ganz miesen Leistungen einreihen. Leider haben unsere vier Hauptdarsteller hier mal wieder so gar kein Gespür dafür, ihre Opferrollen glaubwürdig auf den Zuschauer zu transportieren. Nur "Rusty Nail"-Darsteller Mark Gibbon macht seine Sache soweit ganz gut, allerdings ist er größtenteils eh nur über seine Stimme präsent. Den Rest kann man leider getrost vergessen.


Die DVD des Titels hatte ich mir etwas besser vorgestellt. Der eklatante Detailmangel lässt die kleine Produktion immer wieder abrutschen, obwohl das Bild sonst keine weiteren Fehler offenbart. Ich vermute mal, dass es eine Mischung aus Rauschbeseitigung und Farbfilterung ist, die diesen Schärfeverlust, auch wenn er nicht dramatisch ist, zu verantworten hat. Zumindest sind Bewegungen nicht ganz flüssig, wenn man genau hinschaut, und ein Restrauschen kann mal in geringem Ausmaß, mal auch etwas körniger beobachtet werden. Die Farbfilter sorgen für eine Verstärkung von roten bzw. gelben Tönen, was jedoch die anderen Farben trotzdem sehr kräftig und natürlich aussehen lässt und nur kurz zum Einsatz kommt, weil "Joy Ride 2" relativ schnell in die nächtliche Szenerie wechselt. Der Kontrast sorgt für gute Erkennbarkeit und die Schärfe unterscheidet sich im Vergleich zu taghellen Szenen nicht. Durch sie sind Hintergründe längst nicht so klar, wie sie sein sollten, und Gesichter sehen etwas flach aus. Am deutlichsten dürfte das am Ende des Filmes sein, wenn ein paar Figuren vor dem blauen Morgenhimmel am Horizont stehen und keine wirkliche Plastizität erreicht. Für die meisten wird das vielleicht egal sein, aber es hätte mehr möglich sein müssen.


Zu Beginn ist der Ton etwas flach, weil die Stimmen dominieren und richtige Effekte Mangelware sind. Immer mehr setzt sich dann aber die doch bassreiche und dynamische Musik auf den hinteren Boxen durch und lässt später auch ein paar Effekte mit rein, die für Surround sorgen. Das macht dann schon einen guten Eindruck, auch wenn der Surround-Einsatz immer noch zu abgeklärt ist, weil er zu formelhaft geschieht und in den vielen Momenten zwischen den etwas lauteren Szenen zu wenig Aufwand betrieben wurde, um den Klang mit Nebengeräuschen aufzumotzen. An Natürlichkeit mangelt es jedoch nicht, der Originalton ist auch dabei und Untertitel stehen wie bei Fox üblich zuhauf zur Verfügung.


Während ich das Making Of komplett langweilig fand, weil es ellenlanger Trailer mit ein paar schnell zusammengeschnittenen und deswegen wenig relevanten Interviews ist, macht "Blut & Gedärme", bei dem die Spezialeffekte vorgestellt werden, schon mehr Sinn. In beiden Making Ofs, wird es aber interessant, wenn der Darsteller von Rusty Nails sich genauso geheimnisvoll wie im Film präsentiert. Zuletzt werden noch die Storyboards anhand einer 3minütigen Szene mit dem fertigen Filmmaterial verglichen.


Später, aber durchaus brauchbarerer Aufguss des atmosphärischen Teeniethrillers "Joyride - Spritztour", welcher vor allem in Sachen Spannung und wohliges Grauen gefallen kann. Auch wenn die Story selbst nicht wirklich viel hergibt und der Gore-Aufschlag zwar schick anzusehen ist, aber unterm Strich eher überflüssig erscheint, so kann man sich "Dead Ahead", vor allem als Fan des Vorgängers, durchaus zu Gemüte führen. Besser als die meiste Videotheken-Ware ist das Treiben jedenfalls allemal!


Film+++/--
Bild+++/--
Ton++++--
Bonus+/----


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