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JP 1998
Originaltitel:Ringu
Länge:95:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Hideo Nakata
Buch:Hiroshi Takahashi
Kamera:Junichirô Hayashi
Musik:Kenji Kawai
SFX:Hajime Matsumoto
Darsteller:Nanako Matsushima, Reiko Asakawa, Miki Nakatani, Hiroyuki Sanada, Yuko Takeuchi, Hitomi Sato, Yoichi Numata, Takashi Yamamura, Yutaka Matsushige
Vertrieb:Anolis / e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Trailer deutsch (2:02 Min.)
  • Original Trailer (2:03 Min.)
  • Exporttrailer (1:23 Min.)
  • Trailer UK (0:50 Min.)
  • Trailer "Ring 2" (0:30 Min.)
  • Bildergalerie (47 Bilder)
  • Kurzgeschichte "The Woman" (13:02 Min.)
  • Hidden Feature
Durch den Tod ihrer Nichte Tomoko stößt die Reporterin Asakawa Reiko auf das Gerücht eines Videobandes, das mit einem Fluch behaftet ist, der jeden exakt 7 Tage nach dem Ansehen umbringt. Zuerst skeptisch, muss Reiko jedoch feststellen, dass auch 3 Freunde von Tomoko zur gleichen Zeit gestorben sind.
Im Zimmer ihrer Nichte findet sie einen Fotocoupon. Auf den Bildern, die sie abholt, erkennt Reiko, dass Tomoko und ihre 3 Freunde Urlaub in einer Ferienhaus-Anlage in der Izu-Gegend gemacht haben. Vor Ort lässt Reiko sich von dem Vermieter dasselbe Haus zeigen, in welchem die Freunde den Urlaub verbracht haben. Mehr durch Zufall fällt ihr Blick auf ein Regal mit Videokassetten, das hinter der Anmeldung steht. Die einzige unbeschriftete Kassette sticht ihr ins Auge; sie leiht das Tape aus.
Im Haus selbst kann Reiko keine ungewöhnlichen Spuren entdecken. Mehr aus Langeweile als Interesse legt sie das Videoband ein und wird mit einer Ansammlung verstörender Bilder und Töne konfrontiert, an deren Ende die lange Einstellung eines Brunnens zu sehen ist. Unerwarteterweise klingelt das Telefon. Als Reiko abnimmt, bekommt sie von einer unheimlich klingenden Stimme erklärt, dass sie nur noch 7 Tage zu Leben hat. In Panik flieht sie zurück nach Hause - das Videoband mit dabei.
Die einzige Person, von der sie sich Hilfe erwartet, ist ihr Ex-Ehemann Takayama Ryuji, dem sie das Videoband ebenfalls vorführt. Ein Streit auf dem Balkon verhindert, dass die beiden das Telefon klingeln hören. Der Fluch wird dadurch aber nicht abgewendet ...

Ryuji bittet um eine Kopie des Bandes, um die Ausschnitte genauer untersuchen zu können. Tatsächlich entdeckt er Hinweise auf die Frau, welche auf dem Video zu sehen ist. Das Archiv der Zeitung, für welche Reiko arbeitet, hilft den beiden genug Fakten zusammen zu tragen, um herauszufinden, dass die geheimnisvolle Frau Yamamura Shizuko ist - ein Medium, das vor mehr als 40 Jahren Selbstmord begann. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände bekommt auch Reikos Sohn Yoichi das Video zu sehen. Die Uhr läuft nun für alle 3...
Reiko und Ryuji können auch die Insel Oshima als Shizukos Geburtsort identifizieren. Und tatsächlich treffen sie dort auf ein älteres Ehepaar, das sich an das Medium erinnern kann. Und an das dunkle Geheimnis der Familie Yamamura ...
Shizuko hatte eine uneheliche Tochter namens Sadako, die unter mysteriösen Umständen verschwand. Als beide darauf kommen, was hinter Sadakos Verschwinden steckt, glauben sie auch das wahre Ausmaß des Videofluches erkannt zu haben.

Ein tödlicher Irrtum ...
"Ring" ist einer dieser Filme, den man sich gänzlich unvorbereitet, am besten alleine und zur später Stunde anschauen sollte, denn nur so kann er seine ganze beängstigende und perverse Schönheit und subtilen Schrecken verbreiten, nur so kann er dem Zuschauer einen kalten Schauer über den Rücken jagen und 6 schlaflose Nächte bescheren. Wieso dies so ist, möchten sie wissen?!? Möchten sie dies wirklich wissen? Wenn ja dann lesen sie weiter, wenn nein dann überspringen sie die folgende Filmkritik, da wir keine Garantie geben, ihnen durch Spoiler die Spannung zu nehmen.


"Ring" basiert auf der Romantrilogie "Ringu" von dem japanischen Autor Suzuki Koji und wurde 1998 von Hideo Nakata fürs Kino verfilmt. Dass diese Verfilmung nicht 1:1 mit der Vorlage übereinstimmte ist klar und auch nicht weiter schlimm, so wurde der männliche Hauptpart im Film zu einer Frau und an Stelle dass die Menschen hier nach sieben Tagen nur vor Angst sterben, lässt Nakata hier das Grauen direkt aus dem Fernsehen steigen, was vielleicht auch als Seitenhieb auf den wachsenden Medienkonsum zu sehen ist. Trotz einiger weiteren Änderungen zu der Buchadaption, um die Story zu vereinfachen, zeigt uns Nakata hier, dass man auch ohne Blut und Gekrösel Horror vom feinsten produzieren kann, um den Zuschauer 90 Minuten in seinen Bann zu ziehen.
Er verzichtet nahezu auf jeder Art technischer Verspieltheit und versucht mit verstörend wirkenden Kameraperspektiven und subtilem Horror, der sich meist nur in den Köpfen der Zuschauer abspielt, einen Film zu machen, der den Zuschauer fesselt, was ihm ohne Wenn und Aber gelungen ist. Allein zum Anfang, als man das erste Mal vom dem Videoband hört und es für die Mädchen nur ein Spaß zu sein scheint, bis das Telefon klingelt, zeigt, in welche Richtung der Film geht.
Nakata baut allein schon in der Anfangssequenz so viel Spannung auf, dass sich der eine oder andere Hollywoodstreifen eine Scheibe davon abschneiden kann. Auch die anderen Szenen bieten regelmäßig Schockmomente, die aber nie offensichtlich kommen. Immer, wenn man denkt, jetzt müsste was passieren, passiert natürlich nichts - auf alle Fälle nicht so, wie man es erwartet.
"Ring" wird durchweg ruhig inszeniert und kommt ohne große Action aus. Denn hier steht die Geschichte im Vordergrund, die von den Darstellern meist glaubhaft rübergebracht und getragen wird. Die Zuschauer fiebern sehr schnell mit der Hauptdarstellerin mit und fühlen sich in der Story schon nach kurzer Zeit gefangen. Als man dann auch noch das Video gezeigt bekommt, wird der letzte Zuschauer sich in die Bettdecke krallen und Fingernägel kauernd auf die Weiterführung der Handlung warten. Nur 7 Tage Zeit zum Leben ... 7 Tage. Eine wahre Horrorvision und das, nur weil man eine Videokassette gesehen hat. Eine schier alptraumhafte Vorstellung, denn man weiß nicht, was man machen soll. Wie soll man sein Schicksal verhindern, wie den Tod besiegen?



Hauptdarstellerin Nanako Matsushima spielt die Rolle der Reporterin Reiko sehr glaubhaft und überzeugend in ihrer Darstellung als verzweifelte Mutter, die nicht weiter weiß und als sie nach einem Alptraum aufwacht und ihren kleine Jungen vor dem Video sitzen sieht, die Hoffnung gänzlich aufgibt. Selbst der Zuschauer weiß hier nicht mehr weiter und bekommt Angst um den Jungen, der von nun an nur noch 7 Tage zu leben hat und gar nichts von seinem Schicksal weiß.
Von nun an fiebert man noch mehr mit und weicht mit seinen Augen keinen Augenblick von dem heimischen Bildschirm bis zum Nerven zerreißenden Finale, welches die eine oder andere Überraschung bereithält, die dem geneigten Betrachter das Videoerlebnis nicht so schnell vergessen lassen wird, zumindest nicht für die nächsten 7 Tage ...

"Ring" ist kleines Japan-Kino ganz groß und wenn man sich mal wieder so richtig zu Tode gruseln will ist dieser Film genau das Richtige für einen, aber bitte solltet ihr in der Videothek stehen und plötzlich zwei Filme namens "Ring" dort sichten, achtet auf das Original, denn nur das ist wirklich sehenswert und verspricht Gänsehaut pur, das andere ist das amerikanische Remake, welches nicht schlecht ist, dennoch nichts mehr von der grausamen Schönheit des Original beinhaltet ...

Es ist wirklich großartig, dass sich das kleine, aber mittlerweile in der Independent-Szene etablierte Label immer wieder die Perlen aussucht, die der Fan des absonderen Film gerne in einer guten Qualität auf DVD haben will. Man denke da nur an Titel wie den obskuren Zeichentrickfilm Interner Link"Mutant Aliens", den Klassiker Interner Link"Die drei Gesichter der Furcht" oder den total schrägen Interner Link"El Dia De La Bestia" von Alex de la Iglesia. Hideo Nakatas "Ringu" wurde nun auch in die Anolis Serie eingereiht und ist mittlerweile die 13. DVD dieser Reihe. Anolis nutzte den derzeitigen Boom des Remakes und erwarb die Rechte an "Ring", Interner Link"Ring 2" und Interner Link"Ring 0", die in kurzen Abständen mit deutscher Synchronisation auf DVD erscheinen.



Der uns nun vorliegende erste Teil der Reihe ist natürlich völlig ungeschnitten, was auch kein Thema war, da es hier sowieso nichts zu schneiden gibt. Das Cover-Design der DVD ist wirklich sehr hübsch und stilvoll ausgefallen und das Booklet wurde mit einem toll geschriebenen Text über die Ring-Saga von dem Wicked-Vision-Redakteur Jörg Kopetz angereichert.
Die Menügestaltung der DVD ist wirklich schön und präsentiert uns ein komplett animiertes Menü mit TV-Rauschen und in der Kapitelauswahl viele Fernseher als Auswahlpunkt. Als Bonus gibt es neben verschiedenen Trailern zu "Ring" noch den Original-Trailer zu Interner Link"Ring 2", eine Bildergalerie und eine Kurzgeschichte mit dem Namen "The Woman" vom amerikanischen Autor Sean Chang, die dem Zuschauer als Hörspiel vorgetragen wird. Leider gibt es nicht mehr an Extras, was aber verständlich ist, da es zu "Ring" leider keinerlei Bonusmaterial mehr gibt, da 1998 noch niemand an eine DVD-Umsetzung gedacht hat. Deshalb will ich jetzt auch gar nicht anfangen, wie andere Kritiker hier von Making ofs und Audiokommentare zu sprechen. Wäre da was greifbar gewesen, hätte Anolis dies auch gemacht, aber dafür gibt es halt dieses Hörbuch, was eine schöne und vor allem einfallsreiche Ergänzung ist. Und wer viel Hintergrundinformationen haben will, kann sich neben dem informativen Booklet noch auf der Extra zum Film entstandenen Homepage unter http://www.ring-dasoriginal.de über Wissenswertes zum Film infomieren. Dies ist auf alle Fälle besser als eine Trailershow, die man bei einigen Firmen zu Gesicht bekommt.

Kommen wir nun zum Bild der DVD. Dass asiatische Filme es immer schwer haben in puncto Bildqualität zu überzeugen ist ein ungeschriebenes Blatt, dennoch hat Anolis hier tolle Arbeit geleistet. Man hatte zwar das Original-Master aus Japan, dies war jedoch in NTSC und so musste man beim Wandeln mit einem sichtbaren Qualitätsverlust rechnen. Anolis blieb aber nichts anderes übrig, schaffte es aber trotzdem einige andere DVD-Veröffentlichung in Europa alt aussehen zu lassen.
Man präsentiert uns eine anamophe Abtastung in 1,85:1 in einer recht guten Qualität, welches einen ordentlichen, wenn auch manchmal etwas zu starken Kontrast aufweißt und die schwache Farbsättigung, lässt zudem noch die Tiefenschwärze vermissen und wirkt manchmal leicht milchig. Die Schärfe hätte etwas besser sein können, da manche Details doch etwas untergehen, aber dafür gibt es keinerlei Nachzieheffekte. Auch fällt leichtes Rauschen auf, welches sich durch den Film schleicht, aber kaum stört. Artefaktbildung ist mir so gut wie gar nicht aufgefallen und Defekte kommen auch so gut wie gar nicht vor, und wenn, dann liegt es aber am Master und wird von uns auch nicht weiter beachtet. Im Großen und Ganzen ein gutes Bild, wenn man bedenkt, was in anderen Länder auf DVD zu sehen ist und da es einfach kein besseres Master gibt, hat Anolis hier wirklich tolle Arbeit geleistet. Sei noch anzumerken, dass einige von einem wackligen Bild gesprochen habe. Diese Aussagen kann ich nur dementieren. Sowas gibt es hier nicht.



Als Tonspur gibt es hier einmal den japanischen Originalton und die deutsche Synchronisation jeweils in Stereo abgemischt. Hierbei darf man natürlich kein Klangerlebnis erwarten, aber dafür kommt der Ton recht dynamisch rüber und sorgt gerade bei spannenden Szenen für den einen oder anderen Schockmoment. Die Dialoverständlichkeit ist bei beiden wirklich sehr gut. Über die deutsche Synchronisation lässt sich streiten. Ich bin darin nicht so sensibel und finde, diese Synchronisation ist auch wirklich professionell gemacht und fällt nur an den wenigsten Stellen etwas negativ auf, aber es ist auch unheimlich schwer und ein Problem aller asiatischen Filme, die deutsch synchronisiert werden, eine gute Synchronisation hinzubekommen. Dafür ist allen schon die ganze Gestik und Mimik der Asiaten beim Sprechen dran Schuld und nicht mit unserer Sprache und Ausdrucksweise zu vergleichen und machen es dem Synchronsprecher nicht gerade leicht. Dennoch eine sehr gute Synchronisation, die ich nur empfehlen kann. Wer dennoch lieber den Originalton hört, hat die Möglichkeit deutsche Untertitel anzuwählen.

Anolis hat sich hier sichtlich Mühe gegeben und trotz ein paar kleinen Schwächen eine würdige und zur Zeit beste DVD-Umsetzung des Filmes hingelegt, die in keiner Sammlung fehlen darf.


Film++++++
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+++---


Druckbare Version
Ring - Das Original
Ring 2
Ring Ø
Ring: Spiral
Ring Virus, The
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Ring Ø
Ring
Ring - Das Original
Ring Universum (High-Bit Edition)
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