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USA 1993
Originaltitel:Army of Darkness
Alternativtitel:Army of Darkness: Evil Dead 3
aka. Bruce Campbell vs. Army of Darkness
aka. Captain Supermarket
aka. Evil Dead 3
aka. Medieval Dead, The
aka. Tanz der Teufel III: Armee der Finsternis
Länge:91 Minuten (Hauptfilm), 92 Minuten (Alternatives Ende), beide ungekürzt
Freigabe:ungeprüft
Regie:Sam Raimi
Buch:Ivan Raimi, Sam Raimi
Kamera:Bill Pope
Musik:Joseph LoDuca, Danny Elfman
SFX:KNB EFX Group, Introvision, Alterian Studios
Darsteller:Bruce Campbell, Embeth Davidtz, Marcus Gilbert, Ian Abercrombie, Richard Grove, Bridget Fonda
Vertrieb:Laser Paradise
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch mit dt. Untertiteln (Zusatzszenen)
Specials:
  • Film mit alternativem Ende
  • Trailershow:
    • Armee der Finsternis (1:53 Min.)
    • Braindead (2:31 Min.)
    • Stagefright (2:05 Min.)
    • Zombie (1:40 Min.)
    • Hellraiser 3 (1:59 Min.)
    • Dellamorte Dellamore (1:27 Min.)
  • Laserdisc-Show:
    • Mad Max (3:54 Min.)
    • Mad Max 2 (3:01 Min.)
    • Last Boy Scout (3:47 Min.)
    • Hard To Kill (3:16 Min.)
    • Hard Boiled (3:10 Min.)
    • Ritter der Dämonen (2:33 Min.)
Ash wird durch ein Zeitloch von der teuflischen Hütte aus direkt ins Mittelalter gesogen. Nachdem er sich seinen Respekt und seine Freiheit bei Lord Arthur erkämpft hat, muss er einen Weg zurück in seine Zeit finden. Um ihn zurückzuschicken, benötigt der Hofmagier jedoch das Necronomicon, das Buch der Toten, welches an einem gefahrenreichen Ort verwahrt wird. Ash macht sich auf, das Buch zu besorgen, dort angekommen spricht er aber die falschen magischen Worte, welche die Armee der Finsternis erwecken, einer schrecklichen Horde Untoter. Nun liegt es an Ash, die Festung zu verteidigen, seine Geliebte Sheila aus den vergammelten Krallen des teuflischen Fürsten zu retten und das Tor in seine Zeit zu öffnen.
Eigentlich sollte doch jedem klar gewesen sein, in welche Richtung der dritte Teil der "Evil Dead"-Trilogie tendieren würde, nachdem doch schon im Vorgänger mit höchst komödiantischen Passagen deutliche Anzeichen für einen Beitrag in Richtung Funsplatter gesetzt wurden. Ein Splatterstreifen ist "Die Armee der Finsternis" nicht mehr geworden, viel mehr einen tiefschwarz humorige Geschichte mit hohem Grooooovy-Faktor. Für viele Fans der Reihe ist dieser Teil der Unerträglichste, wurden doch schon nach dem 2. Teil die Buhrufe laut, Raimi würde sich mit dem bedeutend zugänglicherem "Dead By Dawn" als dem Original selbst verraten.
Ich denke, dass sich sein vorerst letzter "Tanz der Teufel"-Beitrag - Gerüchte über eine vierten Teil kommen ja immer wieder auf und verschwinden genauso fix wieder - in keinster Weise vor dem Kassenschlager und späteren Videohit von 1982 verstecken muss. Sie spielen in völlig verschiedenen Ligen und haben neben der zugegeben sehr groben Zuordnung zum fantastischen Genre eigentlich nur den überragenden Hauptdarsteller und das Buch der Toten gemeinsam. Bruce Campbell, dem die Paraderolle des Ash wohl auf Ewigkeiten nachlaufen wird, hat seine Entwicklung vom Duckmäuser zum Kämpfer bereits in den vorangehenden Teilen erfolgreich hinter sich gebracht und darf hier von Beginn an Machosprüche und Oneliner im großen Actionstil reißen. Ein Held, der ursprünglich im Supermarkt arbeitete und nun mit einer Schrotflinte und einer Kettensäge am Handstumpf die Untoten erst mundtot macht und dann deren Vernichtung angeht. Wir wissen zwar nicht, woher seine Accessoires stammen, da "Army Of Darkness" (engl. Originaltitel) ebenso flüssig einen Übergang vom Vorgänger aus findet, wie dieser schon das abrupte Ende vom Original nutzte, um an die Handlung anzuknüpfen, aber das tut dem Filmspaß keinen Abbruch. Dieser Teil stützt sich nicht mehr so sehr auf teuflische Mächte und Dämonen mit übernatürlichen Kräften, sondern überzeugt durch seinen komplett abgedrehten Comiccharakter, der uns zurück ins Mittelalter wirft. Natürlich sorgt sein Aufprall dort für Aufsehen - man denke an die amüsante Szene, in der die Ritter mit ihren Schwertern ängstlich auf Ashs Caddilac einschlagen oder diejenige, in der Ash seine limitierte Remington werbeträchtig vorstellt, als befände er sich auf einer Tupperparty - sein Weg führt ihn aber zurück zum Necronomicon, welches ihm schon vormals ziemlich in den Schlamassel gezogen hat. So gibt es auf der gefährlichen Reise dort hin neben Raimis Trademark einer rasanten Kameraverfolgung im Wald einige urkomische Slapstick-Einlagen, in denen Ash gegen mehrere kleine Abbilder seiner selbst und schließlich gegen sein zweites Antlitz vorgehen muss. So hilft ihm sein Mut auch aus dieser Misere und seine Tollpatschigkeit bewegt ihn direkt in das nächste Unglück, der Erweckung der Armee der Finsternis, als wäre diesem Charakter kein Fettnäpfchen zu klein.
Wo bleibt da der Horror? Viel ist wohl nicht übrig geblieben, es wurde Platz gemacht für eine jugendkonforme Fassung, bei der die Bedrohung eine andere als zuvor ist, ein konkretes Gesicht hat (in Form der Kompostfratze und seiner Armee von Skeletten) und diese nicht roh und blutig metzelt, sondern auch für deftige Lacher sorgt. Blut spritzt kaum (sieht man von der übertriebenen Fontäne zu Beginn ab), schließlich werden nur alte Knochen zermalmt. Und diese hat die legendäre KNB EFX-Group mal wieder ordentlich in Szene gesetzt, indem man auf StopMotion-Figuren oder eben auf Schauspieler im Kostüm zurückgriff. Natürlich werden einige Special Effects-Sequenzen den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen, ehrlich gesagt sind grad die Bewegungen der Skelette, die beim Aufmarsch deutlich an das Introsequenz von "Terminator 2" erinnern, recht rumplig, passen sich damit aber in die selbstironische Darbietung der Darsteller ein. Da schlägt der Dämon doppeltes Rad und Salto, die Kamera zielt in Nahaufnahme auf verblüffte Gesichter und Ash beendet den Kampf gegen die Hexe in feinster Bruce Lee-Manier. Neben vielen Cameos von Freunden und Verwandten des Regisseurs hat auch Bridget Fonda einen kleinen Auftritt als mittlerweile dritte Verkörperung von Ashs Freundin Linda. Schade, dass man hier nicht mehr draus gemacht hat.

Von wann war "Army Of Darkness" gleich nochmal? 1993? Schaut man sich die ungemein hohe Anzahl von Verschmutzungen in einigen Szenen an, möchte man das kaum glauben. Zur Freude des Käufers dieser DVD sind die ersten paar Minuten Film sehr schön gelungen. Kaum Rauschen, das Bild ist sehr scharf, nur der Kontrast vermittelt ein zu dunkles Bild, welches Schatten schnell in schwarze Regionen übergehen lässt. Auch die Farben sind frisch und wirklich auffällig sind bis dahin nur die vielen Moire-Muster, welche auf beinahe jedem Kettenhemd und jeder Burgmauer rot-grün schimmern. Auch die Kompression arbeitet hier auf hohem Niveau und nutzt die Kapazität der DVD voll aus. Wirklich äußerst gut, aber - und jetzt kommt's richtig dick - ab dem 3. Kapitel muss der Bildtechniker eingeschlafen und über den Reglern abgerutscht sein. Was sich nun bietet, ist ein körniges, rauschendes Bild, unterstützt durch ein Blockrauschen (wird später noch offensichtlicher), ein Verlust an Detailtreue und stehende Muster. Und dann wären da noch die eingefügten Szenen im Originalton, die der Bildqualität sprichwörtlich den Rest geben. Diese sehen äußerst verwaschen und noch ein Stückchen dunkler und farbloser aus, haben mit Nachziehern zu kämpfen und wurden mit fest eingebrannten deutschen Untertiteln versehen. Das Schlimme daran ist, dass die Untertitel auf fetten schwarzen Balken erscheinen. Da vor allem gegen Ende im Kampf gegen die Armee der Untoten ständig diese Szenen auftreten, wird der Qualitätsunterschied richtig lästig und man fragt sich, warum man sie nicht herausgenommen und als Deleted Scenes auf die DVD gepresst hat. Das angegebene Bildformat von 1.66:1 ist falsch, die DVD wird im Vollbild präsentiert, welches die Open Matte-Version des Filmes darstellt. Im Gegensatz zur Kinoversion (in 1.85:1) sind also am oberen und unteren Bildrand mehr Informationen ersichtlich, es wird aber mehr als einmal deutlich, dass vor allem am oberen Rand restliche Bildfetzen oder Objekte sind, die der Zuschauer nicht sehen sollte.
Den deutsche 2.0-Ton sollte man sofort vergessen, denn hier wirken die Stimmen recht weit entfernt und schwach. Die Dolby Digital 5.1-Variante bietet auf den Rears ein paar interessante Geräusche, welche nicht einfach nur aus einem simplen Upmix entstanden sind, sondern auf die Dolby Surround-Spur zurückzuführen sind. Der Bass ist teilweise wuchtig, beispielsweise in der Szene, in der Ash sein Schrotgewehr von der Burgmauer aus abfeuert. Ein wenig dumpf wirkt das Geschehen trotzdem noch und richtige Surround-Effekte sind nicht enthalten, weswegen ich nur 3 Punkte mit Aufwärtstendenz vergebe. Leider wurde bis auf die angesprochenen Inserts kein Originalton auf die DVD gebracht, der bei diesem Film beinahe schon Pflicht ist.
Auf dieser DVD sind beide Enden vorhanden - zum einen das Happy End, welches Ash einen gelungen coolen Abgang verschafft und in der Kinoversion enthalten war und das Bad End, welches Ash durch ein kleines Missgeschick (wie sollte es auch anders sein) an den richtigen Ort zur falschen Zeit katapultiert und als ursprünglicher Schluss geplant, von Universal aber gecancelt wurde. Beide Versionen passen 100%ig zum Film und es ist sehr interessant, sie einmal im direkten Vergleich sehen zu können. Leider wurde dafür der gesamte Film zweimal auf die DVD gebannt, was an der Datenrate für das Bild zehrt. Wäre ja auch verwunderlich gewesen, hätte Laser Paradise das aufwendige und vermutlich auch kostenintensive Seamless Branching-Verfahren zur Anwendung gebracht. Das Hauptmenu macht leider den Eindruck von Praktikantenarbeit und das Originalende der Kinoversion findet sich unter dem Menupunkt "Film mit alternativem Ende". Die einzigen weiteren Extras sind die bekannte altbekannte Laser Paradise-Trailershow mit 6 Einträgen (die Trailer zu "Dawn Of The Dead" und "Brain Dead" sind immer noch Szenenausschnitte und KEINE Trailer!!) und die Laserdisc-Trailershow mit weiteren 6 Titeln. Bis auf das alternative Ende insgesamt sehr dürftig.

"Die Armee der Finsternis" ist ein Muss für Fans des Horrorgenres, die gern ein wenig Abwechslung in Form von Komik haben möchten. Hochwertig inszeniert und wieder einmal mit sehr vielen interessanten Kameraperspektiven und -fahrten angereichert, wird Action, düstere Spannung und herber Humor geboten, der die Trilogie würdig abschließt. Falls ihr zuschlagen möchtet, dann bitte nicht bei dieser miesen Laser Paradise-DVD, welche ungeprüft erschien, obwohl die Kinofassung eine 16er Freigabe hat, schließlich gibt es mittlerweile bessere Veröffentlichung in Deutschland (MGM) und im Ausland (Anchor Bay), welche noch dazu ordentliches Bonusmaterial vorweisen können.


Film++++++
Bild++----
Ton+++---
Bonus+-----


Druckbare Version
Armee der Finsternis (Ultimate Edition)
Tanz der Teufel 2
Tanz der Teufel 1
Evil Dead
Tanz der Teufel II (3-Disc Extended Cut 25th Anniversary Edition)
NewsKoch Media bringt "Armee der Finsternis" auf DVD und Blu-ray
Verrückt: "Army of Darkness" und "Oz" sind der gleiche Film?!?
Armee der Finsternis, Die (Kinofassung)
Armee der Finsternis, Die (Director's Cut)
Armee der Finsternis, Die
Army of Darkness (Limited Edition, 2DVD)
Army of Darkness (Director's Cut)
IMDb.com OFDb.de







 
 
Daniel Pereé am 02.08.2004
Bewertung:

A Fistful of Boomstick
Klischeebehaftete Macho-Sprüche des stark überzeichneten Helden stehen neben diversen Slapstickeinlagen im Vordergrund von Raimis schwarzer Horror-Komödie. Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern hat der dritte Teil nur noch die Liebe zum Detail und die geilen Kamerafahrten gemeinsam. In Sachen Blut und Gore wird uns hier nichts geboten, was den Film aber keineswegs uninteressanter macht. Im Gegenteil "Army of Darkness" ist eine geniale Komödie geworden, in der Bruce Campbell wieder so richtig die Sau rauslassen kann und Sam Raimi durch die erzielten Erfolge der ersten beiden Teile im dritten Teil noch bessere Effekte machen konnte. Da wären z.B. die Mini-Ashs in der Mühle oder die Skelette, die in bester Ray Harryhausen-Manier erschaffen wurden. Der ideale Partyfilm, der auch nach dem zehnte Mal Anschauen noch Spaß macht!



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