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IT 1975
Originaltitel:Gatti rossi in un labirinto di vetro
Alternativtitel:Devil's Eye, The
aka. Eye, The
aka. Eyeball
aka. Ojo en la oscuridad, El
aka. Secret Killer, The
aka. Wide-Eyed in the Dark
Länge:88:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Umberto Lenzi
Buch:Umberto Lenzi, Felix Tussel
Kamera:Antonio Millán
Musik:Bruno Nicolai
Darsteller:John Richardson, Martine Brochard, Ines Pellegrini, Andres Mejuto, Mirta Miller; George Rigaud, Raf Baldssarre, Silvia Solar, Danielle Vargas
Vertrieb:Marketing Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,27:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (splitted), Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • Trailer
  • Slideshow
  • Filmografien
  • Trailershow
Während eine Gruppe von Touristen einen Trip durch spanische Sehenswürdigkeiten macht, geht unter den Mitgliedern ein Killer in einem roten Plastikregenmantel um, der seine Morde mittels eines Messers begeht, um anschließend seinen Opfern einen Augapfel zu entfernen. Für den bald auf Rente gehenden Commissario der Polizei sind bald alle verdächtig, vom spaßsüchtigen Fahrer, über den ältlichen Reverend bis zu dem Reiseleiter Mark (John Richardson), der mit seiner Frau einmal einem ähnlichen Mord erlebt hat. Doch seine labile Angetraute ist ausgerechnet jetzt verschwunden und obwohl sie auch in Barcelona zu sein scheint, hat niemand sie gesehen. Ist sie etwa der Killer aus Eifersucht?
Umberto Lenzi hat ja einen gewissen Ruf als Regisseur, aber wirklich untalentiert kann man ihn nicht nennen, auch wenn das Niveau seiner Beiträge zum Film stark schwankt. Auch "Labyrinth des Schreckens" ist sicherlich nicht einer seiner besseren Leistungen, aber unter dem Strich durchaus noch zu goutieren. Wie in allen Giallos geht auch hier ein unbekannter Killer um, der sich vor allem an den Mitgliedern einer Touristengruppe gütlich tut, die gerade Barcelona besucht. Nach erfolgter Erdolchung schnippelt sich der Mörder immer noch einen Augapfel raus und geht dann stiften. Kreisch! Und Aberkreisch!

Selbstverständlich machen sich hier über kurz oder lang alle verdächtig, die noch leben, am allermeisten hängt es aber an John Richardson (Interner Link"Torso", Interner Link"Delirium"), der hier Mark heißt und die Reise organisiert hat. Er hat schon einmal sein Frau samt Messer in den Griffeln und beiliegendem Guckerchen besinnungslos am Pool gefunden und die damals Ermeuchelte hatte er widerrechtlich besprungen. Natürlich ist da ein irritierendes Detail, dass ihm einfach nicht ins Gedächtnis kommen will, nicht ehe mindestens die Hälfte der Anwesenden tot ist.

Lenzi ist kein Argento und deswegen beweist er nicht einmal in der subjektiven Killerperspektive Meisterschaft, doch den Standard kann er einigermaßen halten. Trotzdem ist die Storyline so dünn, dass wieder mal Nacktaufnahmen und eine lesbische Beziehung zwischen Fotografin und Model herhalten musste, um den Stoff notdürftig zu strecken. Wirklich gruselige Details fehlen und eine unheimliche Atmo stellt sich nicht mal in der Geisterbahn ein. Wirklich ungewöhnlich ist das Fehlen jeglicher Identifikationsfigur, da sich alle verdächtig machen müssen. Selbst das nominelle Hauptrollenpaar Mark und Paulette kommt uns nicht ganz koscher und die Polizei besteht auch nur aus einem rentenfähigen Schwätzer, der einem frisch von der Polizei kommenden Abschlussling dauernd das Wort abschneidet, was dieser sich gefallen lässt. Darüber hinaus sind beide absolut unfähig gezeichnet, was schließlich einen eher unterschätzten Charakter auf der Schlussgeraden in den Mittelpunkt rückt, mit einem relativ unerwarteten Täter darüber hinaus.

Wer alle Giallos sammelt, darf auch hier ruhig ran; alle übrigen dürfen den hier eventuell versäumen, denn das Füllmaterial ist dann doch etwas öde und die dick aufgetragene Mär von der nie anwesenden Ehefrau, die geistig labil sein soll, will auch keiner glauben. Immerhin muss man Marketing Film danken, dass sie so einen Film mal einem breiteren Publikum zugänglich machen - die sind jedenfalls interessanter, als die billigen TV-Killer- und Asi-Actionfilme, auf die die unabhängigen Firmen immer verstärkter setzen. Bergt Filmperlen! Auch wenn diese hier Fehler hat ...

Keine Frage, der Film hat einige Jahre auf dem Buckel, aber auch hier hat Marketing versucht das Beste aus der Vorlage herauszuholen. Die Farben wirken frisch und natürlich und auch der Kontrast ist sehr gut. Zwar gibt es kaum noch Rauschen und auch Verschmutzungen oder ähnliches lassen sich nicht auffindbar machen, aber leider wirkt das Bild durch den starken Einsatz von Rauschfiltern recht unscharf und eine Menge Details gehen dabei verloren. Die Kompressionen haben mit etwas Blockrauschen im Hintergrund zu kämpfen, ansonsten für einen 27 Jahre alten Film eine recht ordentliche Umsetzung, die zudem noch anamorph präsentiert wird. Marketing macht hier wieder einen splitted Upmix der Monospur, was zur Folge hat, dass aus allen Kanälen die selbe Tonspur erklingt. Die Dolby Digital 2.0-Spur klingt hierbei am besten, da sich das gesamte Geschehen im Frontbereich ansiedelt und daher viel natürlicher klingt, als bei dem 5.1 Upmix. Die Dialoge sind trotz leichter Verzerrung gut zu verstehen und Rauschen fällt kaum auf. Bei der englischen Tonspur gibt es keine Untertitel und sie wirkt teilweise blechernd und weist eine stärkeren Rauschfaktor auf. Als Bonus gibt es leider nur den Original Trailer, eine Bildergalerie, sowie 4 Filmografien. Desweiteren gibt es dann noch 6 Trailer zu weiteren Marketing Film-DVDs.

Für Giallos-Fans und Sammler ist "Labyrinth des Schreckens" Pflicht und da es die DVD mittlerweile zum Nice Price gibt, darf man sie sich trotz leichter Mängel im Bild ohne Bedenken zulegen.


Film++----
Bild+++---
Ton++----
Bonus+-----


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