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USA 2007
Originaltitel:I Am Omega
Länge:87:05 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Griff Furst
Buch:Geoff Meed
Kamera:Alexander Yellen
Musik:David Raiklen
SFX:Michael Dinetz, Tara Lang
Darsteller:Mark Dacascos, Geoff Meed, Jennifer Lee Wiggins, Matthew Bolton, Daniel Ponsky, Gregory P. Smith, Ryan Lloyd, Joshua Schlegel, Charles Peeke Jr.
Vertrieb:Savoy Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:25.04.2008 (Verleih) / 09.05.2008 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar mit Regisseur und Darstellern
  • Making of (7:13 Min.)
  • Originaltrailer (0:51 Min.)
  • Blooper (2:24 Min.)
  • Trailershow:
    • Killer Pad (1:43 Min.)
    • Jack Brooks: Monster Slayer (2:05 Min.)
    • Numb (2:00 Min.)
    • Recon 2020 (0:53 Min.)
    • Recon 2022 (0:19 Min.
    • Trigger Man (1:23 Min.)
    • The Rage (1:41 Min.)
    • Shadow Dead Riot (3:02 Min.)
    • Oliver Hartmann Spezial (3:23 Min.)
Nachdem nahezu die gesamte Menschheit von einer rätselhaften Seuche ausgerottet wurden, nimmt Ranchard als letzter Überlebender den Kampf gegen menschenfressende Zombiewesen auf, die nun die Welt beherrschen. Auf der Suche nach einem Gegenmittel erhält er plötzlich einen verzweifelten Notruf. Mitten in der Brutstätte der Mutanten lebt versteckt eine Frau, die immun gegen die Seuche zu sein scheint. Könnte sie die letzte Rettung der Menschheit sein? In einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit setzt Ranchard alles daran sie zu retten. Doch seine gnadenlosen Gegner sind in der Überzahl und verdammt hungrig.
Seit nunmehr 10 Jahren treibt The Asylum als günstig operierender Ripoff-Spezialist sein Unwesen und versorgt den Home-Entertainment-Bereich mit größtenteils hastig heruntergekurbelten Billigheimern von minderwertiger Qualität, hat sich pünktlich zum Jubiläum aber nun doch mal ein besseres B-Movie gegönnt. "I Am Omega" nimmt sich natürlich "I Am Legend" von Francis Lawrence und Boris Sagals "The Omega Man" als Vorbild, spricht als deutlich günstigere Alternative aber ausschließlich Genrefans an. Die Rolle von Will Smith (Interner Link"Men in Black") beziehungsweise Charlton Heston (Interner Link"Soylent Green") übernimmt hier Mark Dacascos ("Drive"), der als vermeintlich letzter Überlebender in seinem verbarrikadierten Haus weilt und eine Frau retten muss, die sich vor der menschenfressenden Mutantenbrut verschanzt hat, zunächst aber wenig Interesse für diese Mission zeigt.


Regisseur Griff Furst, der in deutlich geringerer Zeit schon "Universal Soldiers" verschuldete, besitzt definitiv das Talent trotz eines limitierten Budgets anhand von Farbfiltern und stimmigen Sets ein atmosphärisches Endzeitszenario zu kreieren, das sich nicht der Lächerlichkeit preisgibt, würzt "I Am Omega" daneben aber auch mit sehr viel Selbstironie, die sich auch in den vielen Logikfehlern widerspiegelt.
Im übrigens wahnsinnig unterhaltsamen Audiokommentar mit Mark Dacascos, Geoff Meed und Griff Furst gibt das gut gelaunte Trio nicht nur lustige Anekdoten zum Besten, sondern erklärt auch, warum man "I Am Omega" nicht komplett ernsthaft aufziehen wollte. Dacascos meint sogar, er hätte noch nie soviel Spaß am Set gehabt.


Obwohl die äußerst gestreckte Story für 90 Minuten kaum ausreicht, stellt sich kaum Langeweile ein, weil Dacascos regelmäßig von Mutanten attackiert wird, deren Make up sich wirklich sehen lassen kann. Der tempoarme Einstieg kümmert sich zunächst ausschließlich um die Hauptfigur, ohne Wissenswertes preiszugeben, skizziert dabei aber immerhin grob das postapokalyptische Szenario und Dacascos' Masterplan mittels richtig platzierter Bomben die Stadt, eine Brutstätte der Zombiewesen, dem Erdboden gleichzumachen.
Die Actionszenen, denen man ab und an durchaus ansieht, dass sie so gefilmt werden mussten, dass man kostenintensivere Effekte umgeht, bewegen sich auf einem soliden Niveau, profitieren aber kaum von Dacascos Martial Arts-Fähigkeiten. Er selbst schlägt sich schauspielerisch wie üblich ganz solide und gibt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten Mühe.


Der Ablauf offenbart keinerlei Überraschungen, wenn man mal davon absieht, dass Dacascos zwischenzeitlich mit einem ziemlich durchgedrehten Duo gen Stadt zieht, um Brianna (Jennifer Lee Wiggins, "Shapeshifter") aus ihrer misslichen Lage zu befreien und zur Rettung der Menschheit beizutragen, weil aus ihrem Blut ein Antiserum gegen die Seuche gewonnen werden kann. Die Kulissen der leergefegten Metropole sorgen angesichts der etwas eintönigen, ländlichen Schauplätze für etwas Abwechslung, hätten aber durchaus mehr Beachtung finden können. Daneben amüsieren immer wieder Anspielungen auf "I Am Legend" und sich häufende Szenen mit dezenter bis offensichtlicher Selbstironie.


Trotz einiger Durchhänger, besonders im ersten Drittel, und des eher ideenarmen letzten Drittels bewahrt sich "I Am Omega" sein Unterhaltungsniveau, was nicht zuletzt an Griff Furst liegt, der das Geschehen nicht nur immer wieder für ein B-Movie aus untypisch einfallsreichen Perspektiven filmt, sondern auch in den Actionszenen eine für Asylum eher untypische Sorgfalt an den Tag legt. Besonders auffällige Choreographien sollte man natürlich nicht erwarten, aber von blutigen Shootouts bis hin zu solidem Martial Arts-Gekloppe ist alles vorhanden, was der Genrefan allgemein für nötig hält. Nur schade, dass die Attacken immer nach dem selben Schema ablaufen.


Letztlich kann sich "I Am Omega" natürlich nicht mit den erstklassigen Endzeitreißern der Kategorie B messen, stellt angesichts fehlender Alternativen dieses momentan stiefmütterlich beackerten Sektors aber einen willkommenen Filmspaß dar, der für eine Asylum-Produktion ungewöhnlich unterhaltsam daherkommt. Nicht auszudenken, was Furst und seine Crew mit mehr Geld und Zeit für einen Film aus dem Boden gestampft hätten.

Regisseur Griff Furst weist sich als talentierter Filmemacher aus, von dem gern mehr solcher Filme kommen dürfen. Der Plot erweist sich zwar als ziemlich trantütig, die gelungene Inszenierung, eine ordentliche Portion Selbstironie, haarsträubende Ungereimtheiten, sowie ordentliche Actionszenen bugsieren "I Am Omega" noch über den Durchschnitt. Die überzeugende Endzeit-Atmosphäre, gute Make up-Effekte und überraschend beherzte Darstellerleistungen besorgen den Rest. Vermutlich das Beste, das The Asylum jemals hervorgebracht hat. Wer kein Faible für kostenbewusste Adaptionen hat, sollte aber lieber bei Interner Link"The Last Man on Earth" und Co. bleiben, die sich Richard Mathesons Vorlage weitaus beeindruckender annehmen.


Der anamorphe Transfer verfügt über eine reduzierte Farbgebung, wobei gerade erdige Töne dominieren, was dem Endzeitlook des Films sehr gut zu Gesicht steht. Ansonsten wirken die Farben immer noch natürlich. Aufgrund des nicht besonders hohen Budgets ist produktionsbedingt nicht alles so gelungen und der Film weist eine deutliche Videoästhetik auf. Während die Schärfe meist ordentliche Werte liefert, hat der Kontrast einige Schwächen zu verbuchen und ist sowohl in hellen als auch in dunklen Bildbereichen etwas zu steil geraten. Bildrauschen ist nicht erkennbar, dafür lässt sich die Kompression immer wieder zu leichten Unruhen hinreißen. Wie nicht anders zu erwarten ist der Transfer ansonsten durch das verwendete digitale Medium frei von Defekten. Bei dem angegebenen Bildformat von 2,35:1 auf dem Cover handelt es sich allerdings um einen Druckfehler.


Der Dolby Digital 5.1-Ton liegt in deutscher Synchronfassung und im englischen Original vor, wobei beide Spuren sehr frontlastig ausgefallen sind. Die Dialoge werden hierbei aber immer klar und deutlich wiedergegeben, wobei die Originalfassung im Zusammenspiel mit den Umgebungsgeräuschen und dem Score etwas homogener klingt. Leider werden die Rears nur selten angesprochen, womit ein räumliches Klangbild kaum aufkommt. Entschädigt wird man aber durch den Einsatz des Subwoofers, der den Film immer wieder mit einem ansprechenden Bass versorgt und die Tonspuren sehr dynamisch erscheinen lässt. Die ebenfalls vorhandene deutsche Stereospur hingegen klingt im direkten Vergleich eindeutig zu flach und kann weniger überzeugen, obwohl auch hier zumindest eine solide Abmischung vorhanden ist, in der es keine Überlagerungen gibt. Wer auf den Originalton ausweichen möchte, der englischen Sprache allerdings nicht mächtig ist, kann durch die vorhandenen optionalen deutschen Untertitel Abhilfe schaffen.


Neben einem sehr kurzen Making of, das aufgrund der Laufzeit nur sehr wenige Informationen bietet, gibt es noch ein paar amüsante Bloopers und der oben schon angesprochene Audiokommentar mit Regisseur Griff Furst und den Hauptdarstellern Mark Dacascos und Geoff Meed. Der Trailer zum Film und eine Trailershow mit weiteren Titeln des Anbieters ist zudem vorhanden. Leider gibt es nur deutsche Untertitel für das Making of, was den Audiokommentar etwas in Abseitsposition bringt.


Das Cover von "I am Omega" gibt es mit zwei verschiedenen Alterskennzeichnungen. Einmal ist der Film mit "keine Jugendfreigabe" gekennzeichnet und einmal "ab 16 Jahre" freigegeben. Beide Varianten sind aber identisch. Vermutlich handelte es sich um einen Vorabdruck, da man von Seiten Savoy Film davon ausging, dass "I am Omega" nicht für Jugendliche freigegeben wird.


Film+++/--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++/---


Druckbare Version
City of the Walking Dead
NewsMarc Dacascos in "I Am Omega"
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