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USA, D, JP 2002
Originaltitel:Rollerball
Länge:94:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:John McTiernan
Buch:William Harrison, Larry Ferguson, John Pogue
Kamera:Steve Mason
Musik:Eric Serra, Rob Zombie, Slipknot u.a.
SFX:Tube Studios, Riot, Digital.Art.Media, Howard Anderson Co., OCS/Freeze Frame/Pixel Magic u.a.
Darsteller:Chris Klein, Jean Reno, LL Cool J, Rebecca Romijn-Stamos, Naveen Andrews, Oleg Taktarov, David Hemblen, Janet Wright, Andrew Bryniarski, Kata Dobó, Mike Dopud, Pink, Eugene Lipinski, Paul Wu, Jay Mahin, Simon Girard, Yolanda Hughes-Heying, Melissa R. Stubbs, Alice Poon, Lucia Rijker
Vertrieb:Helkon
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Audiokommentar
  • Interview mit Chris Klein (5:29 Min.)
  • Interview mit Jean Rean (5:48 Min.)
  • Interview mit Rebecca Romijin-Stamos (6:42 Min.)
  • Making Of Rollerball: Die Stunts (20:54 Min.)
  • Musikvideo "Rob Zombie - Never Gonna Stop" (3:12 Min.)
  • Trailer / TV-Spots:
    • Originaltrailer dt. (2:21 Min.)
    • Originaltrailer USA (2:23 Min.)
    • Deutsche TV-Spots (0:34 Min.)
    • USA TV-Spots (0:31 Min.)
  • Cast & Crew:
    • Chris Klein (3 Seiten)
    • Jean Reno (3 Seiten)
    • LL Cool J (3 Seiten)
    • Rebecca Romijn-Stamos (3 Seiten)
    • John McTiernan (4 Seiten)
  • Weitere DVDs:
    • Pakt der Wölfe (1:49 Min.)
    • Memento (2:00 Min.)
    • The Gift - Die dunkle Gabe (2:12 Min.)
    • Dungeons & Dragons (2:26 Min.)
    • Haunted Hill (2:00 Min.)
  • Hidden Feature
Rollerball - ein Spiel ohne Regeln und Gnade, extrem schnell, extrem populär - und äußerst lukrativ. Vor allem, wenn die Einschaltquoten stimmen! Jonathan Cross (Chris Klein) ist der Superstar und Liebling der Massen. Seine Freude an Reichtum, Ruhm, Frauen und chromblitzenden Spielzeugen schwindet schnell, als er dahinter kommt, welch blutiges Spiel der Ligachef Petrovich (Jean Reno) spielt: Für den Erfolg seines Millionengeschäftes setzt er auf spektakuläre Unfälle und somit steigende Quoten. Als Jonathan rebelliert, wird es auch jenseits der Arena todernst und lebensgefährlich ...
Genau wie Kollege Renny Harlin hat Regisseur John McTiernan ein großes Problem - ihm haftet inzwischen das Stigmata eines Flop-Regisseurs an. Den lukrativen Interner Link"Die Hard: With a Vengeance" und "The Thomas Crown Affair" stehen so prominente Flops wie "Last Action Hero", "The 13th Warrior", jüngst "Basic" und eben "Rollerball" gegenüber. Während selbst diese finanziellen Bruchlandungen noch Schauwerte besaßen, versinkt Letzter nun leider völlig im unteren Mittelmaß. Da kann die Schuld nicht nur im schwachen Skript gesucht werden. Wenn ein Film vor seinem Release hektisch auf ein PG-13 heruntergeschnippelt wird, muss etwas richtig falsch gelaufen sein.
Und so wirkt "Rollerball" auch, als hätte McTiernan überhaupt keine richtige Lust verspürt mal wieder einen richtigen Actionknaller abzuliefern. Zu unmotiviert ist seine Inszenierung, zu lustlos ist die Umsetzung des Skripts. Jeder andere Regisseur mit weit weniger Talent hätte das Remake so umsetzen können.


Vielleicht lag es ja auch am arg kastrierten Plot, dass "Rollerball" zu so einem uninspirierten Unterfangen geriet. Einzig und allein das Spiel an sich wurde aus dem Original übernommen. Der Stellenwert des Spiels ist ein anderer und auch die Gesellschaftskritik wurde auf ein Minimum reduziert. Dafür wurden altbackene Klischees, die eigentlich seit dem Kalten Krieg keiner mehr auszugraben wagte, wieder entstaubt. Ein fürchterlich schlecht schauspielender und völlig überdrehter Jean Reno (Interner Link"Léon", Interner Link"Ronin") gibt hier den osteuropäischen Medienmogul Alexis Petrovich, der prominente Sportler aus aller Welt anlockt, damit sie "sein" Spiel spielen - Rollerball. Ursprünglich sollte es nur zur Unterhaltung dienen, um die von ihm ausgebeuteten Minenarbeiter bei Laune zu halten. Inzwischen ist das Spiel jedoch über die Grenzen hinaus bekannt und Investoren stehen angesichts der TV-Rechte Schlange. Je größer die Einschaltquote, desto höher die Prämien und so setzt Petrovich mittels getürkter Unfälle alles daran seine Geldgeber bei Laune zu halten.


Das Hauptaugenmerk sollte eigentlich auf dem Spielfeld liegen. Ein fetziges, hartes Spektakel wird erwartet, doch McTiernan enttäuscht auf ganzer Linie. Er macht sich weder die Mühe die Regeln einmal richtig zu erklären, noch Zwischenstände anzuzeigen, um zumindest etwas Spannung in das Spiel zu bekommen. Das Game selbst wird von ihm furchtbar unspektakulär und mit viel zu wenig guten Stunts umgesetzt. Unbegreiflich, warum dem Mann hier einfach jegliches Gespür abhanden kommt und es ihm einfach nicht gelingt auch nur einen spannenden Spielzug zu präsentieren. Durch das wilde Gewusel auf dem Spielfeld steigt doch kein Mensch durch, geschweige denn findet es adrenalinfördernd.


Chris Klein, genau der liebe Oz aus den ersten beiden Interner Link"American Pie"-Filmen, ist als Star Jonathan Cross ein Totalausfall sondergleichen. Dem Jungen fehlt es völlig an Ausstrahlung und Charisma, als dass er dieses Spektakel zu tragen vermag. LL Cool J (Interner Link"Deep Blue Sea", Interner Link"Mindhunters") und Rebecca Romijn-Stamos ("Godsend", Interner Link"Femme Fatale") können hier zwar auch nicht glänzen, liefern aber wenigstens noch ordentliche Leistungen ab.


Ganz auf visuelles und akustisches Brimborium setzend, stopft McTiernan "Rollerball" mit schicken Autos, Frauen, bunten Locations und zugegeben passenden und gelungenen Rocktönen voll, um von den inhaltlichen Mankos abzulenken. Was ihn geritten hat eine nächtliche Actionsequenz minutenlang nur per Restlichtverstärker zu zeigen, weiß wohl auch nur er. Mag kreativ gemeint sein, schadet hier aber, weil Details der Action permanent kaum zu erkennen sind.


Die wenigen intelligenten Elemente werden so flux wie möglich abgehandelt. Die Korruption und Unterdrückung der verarmten Bevölkerung wird nur an ein paar aufrührerischen Szenen deutlich gemacht. Ansonsten will McTiernan uns seine Message am liebsten direkt aufs Auge drücken. Man beachte in dem Zusammenhang Cross Gespräch mit seinen Aufpassern und den Besuch in einer verwahrlosten Wohnung. Das Finale in der Arena soll dann der krönende Abschluss sein, enttäuscht dann nur leider durch Aderlass. Cross steht am Ende zwar blutüberströmt vor Petrovich, warum sieht man jedoch kaum und so passt sich der Showdown, inklusive Verabschiedung des Oberbösewichts, mühelos dem Rest an.


Während der gesamten 90 Minuten wird man hier nie das Gefühl los, gerade mal mainstreamtaugliche Actionkost für zwischendurch vorgesetzt zu bekommen. Das ist gemessen an dem Namen John McTiernan leider viel zu wenig. Aus dem ohnehin schlechten Skript vermag er kaum Substanz zu extrahieren, um zumindest auf dem Spielfeld (Wie wäre es denn mal mit spektakulären Slowmotionstunts oder Ähnlichem gewesen?) ein Feuerwerk abzubrennen. Der sich nach Testscreenings schon ankündigende Flop bewahrheitete sich zurecht.


Das Bild ist gut definiert und detailliert, da gibt es kaum etwas zu bemängeln. Naja, zumindest im Detail ist noch nicht das Maximum erreicht, das sieht man oft auf Gesichtern in Nahaufnahmen, die zwar nicht verwaschen sind, aber auch nicht richtig scharf. In Bewegungen kann man das Niveau nicht ganz halten, aber auch hier offenbaren sich keine größeren Patzer. Kontrast und Farbwerte sind ebenfalls hochgestochen und werden einem neueren Actionfilm jederzeit gerecht. Es gibt kaum nennenswerte Bildfehler, das Bildrauschen ist stark eingedämmt und auch die Kompression zeigt sich nur selten. Leider wird es ab der 57. Minute für die nächsten 6 bis 7 Minuten mal richtig verschwommen, milchig und graupelig, weil eine nächtliche Verfolgungsjagd mit Nachtsichtequipment gedreht wird, was die Qualität des Filmes ziemlich reinreißt.
Fetzige Action muss mit einem fetzigen Soundtrack untermalt sein und so ist es auch bei dieser DVD. Die Musik knallt richtig, der Bass wummert, die Effekte sind in genügendem Maße vorhanden und bringen Bewegung in die Bude. Was mir bei der deutschen Fassung aber missfällt, sind die zu behutsam abgemischten Dialoge, die im kräftigen Ton durch ihren dünnen Charakter etwas untergehen. Der englische Ton, der insgesamt etwas voluminöser und knackiger abgeht, hat eine bessere Dialogverständlichkeit zu bieten. Beiden fehlt es aber noch etwas, um richtig kristallklar zu sein.


Der Audiokommentar mit Chris Klein, Rebecca Romijn-Stamos und LL Cool J hat eigentlich keine bedeutende Aussage über Projekt interne Dinge, wie sie vielleicht der Regisseur von sich gegeben hätte, die drei zeigen aber anhand ihrer Kommentare, dass sei extrem viel Spaß beim Dreh hatten. Sehr hörenswert, selbst das Umschalten zu LL Cool J, der separat aufgenommen wurde, fällt nicht auf. Mit Klein, Romijn-Stamos und Jean Reno wurden kurze Interview-Blöcke abgefilmt, die alle drei Personen sehr sympathisch erscheinen lassen. Beim Making Of wird vor allem auf die Stuntarbeit eingegangen, natürlich mit kurzen Interviewblöcken. Hier wird kaum Filmmaterial zum Aufplustern des Specials genutzt, so dass ein sehr guter Eindruck entsteht. Zuletzt sind noch Biografien zu den Darstellern und dem Regisseur anwählbar und das Musikvideo von Rob Zombie, ein ziemlich cooler Auftritt zu einem sehr guten Song. Trailer und TV-Spots sind natürlich auch vertreten, das dürfte aber weniger interessant sein. Insgesamt sind die Extras zwar allesamt nicht sonderlich tiefgreifend, aber unterhalten gut. Das dünne DigiPack (noch dünner als die Dragon-Digis), in das ein 4seitiges Booklet mit Fotos und Kapitelübersicht eingeschoben, ist schön griffig und sollte gern öfters Verwendung finden.


Langweiliges, schwach inszeniertes Remake, das auf ganzer Linie enttäuscht. Fehlbesetzungen, ein hundsmiserabler Plot und die schwache, völlig desinteressierte Regie geben "Rollerball" den Rest. Da können auch die optischen und akustischen Leckereien nichts mehr reißen. Der mit Abstand schlechteste McTiernan-Film.


Film++----
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


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Rollerball
Rollerball
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