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USA 2002
Originaltitel:St. Andrew's Girls
Länge:75:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Andrew Warren
Buch:Andrew Warren
Kamera:Greg Nash
SFX:Tony Mandile
Darsteller:Malindi Fickle, Alice Frank, Vanni Nguyen, Wendy Walker, Mandy Siegfried
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Stereo)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Trailer
- Trailershow
Jennifer möchte ihr biederes Elternhaus hinter sich lassen. Jessica ist nymphoman. Veronica ist die Tochter eines Auftragskillers und Althea liebt den Geschmack von Blut. Doch es gibt einiges, was sie verbindet: Sie bestechen, erpressen und rauben. Sie sind notorische Lügnerinnen und kennen keine Moral - sie sind die St. Andrews Girls: Vier kleine Teufelinnen an einer katholischen Mädchenschule.
Andrew Warren's Regiedebüt wirkt dank seines Covers auf den ersten Blick sehr viel versprechend und auch der Inhalt liest sich so, als bekomme man hier in rund 80 Minuten feinsten schwarzen Humor vor den Latz geknallt. Andrew Warren hat geschossen, doch nicht getroffen, so könnte man es am besten sagen. Die Witze sind meist etwas fad und auch wenn das ganze Szenario total durchgeknallt wirkt, ist es durch die trashig angehauchte, jedoch viel zu unspektakuläre Inszenierung doch nicht so Troma Like geworden, wie man es auf den ersten Blick erwartet hätte. Zwar hat der Film durch aus das Zeug dazu, aber der Funken vermag einfach nicht so richtig rüber zuspringen. In der meisten Zeit des recht kurzen Films sitzen die Mädchen in einem Klassenraum aus den verschiedensten Gründen nach. Die eine hat im Beichtstuhl gevögelt, die nächste hat eine Klassenkameradin, die Schulden bei ihr hatte, mit einer Heckenschere auf der Toilette den Finger abgeschnitten und die nächste ballert sich ihren Kopf dermaßen mit Drogen zu, dass sie einen Lehrer im Blutrausch in den Nacken beißt. Und damit die "St.Andrew's" Schule nicht in Verruf gerät, wird dies alles schön vertuscht und die Schülerinnen müssen lediglich nachsitzen, wobei sie auch dort mittlerweile einen Weg gefunden haben, den Lehrer davon zu überzeugen eher zu gehen.
Ja, liebe Leser, die "St. Andrew's Girls" sind mündlich wirklich sehr gut, zumindest einige davon. Denn Vanni Nguyen als Tochter eines japanischen Syndikat-Bosses fühlt sich dazu natürlich nicht berufen und somit sucht sie andere, die für sie ihre Drecksarbeit erledigen. Die Neue in der Schule und zugleich Hauptperson im Film Jennifer, gespielt von Malindi Fickle, erledigt das lieber auf ihre Weise und sorgt dafür, dass die mündlichen Arbeiten für eine ganze Weile unterbrochen werden ...
Hört sich witzig an? Nun ja, dass die eine oder andere Szene im Film mal zum Schmunzeln ist, steht außer Frage, denn wenn die durchgeknallte Wendy Walker im Drogenrausch Vampir spielt oder einer der Schüler plötzlich Stigmata bekommt, sind das nur wenige von einigen netten Sachen, die man als lustig bezeichnen kann. Trotzdem fehlt hier eindeutig der Wow-Effekt. "St. Andrew's Girls" ist nichts weiter als ein netter Versuch eine bitterböse Satire auf diese ganzen Schulfilme und vor allem auf das Original "St. Andrew's" zu werden. Dafür fehlt es hier einfach an Feingefühl den schwarzen Humor so rüber zu bringen, dass nicht alles total abgedroschen wirkt. Aber dafür, dass es Andrew Warren's erster Versuch ist, kann man von 80 recht solide inszenierten Minuten sprechen, in denen es zwar einige Skurillitäten gibt, aber kaum richtige Highlights. Die Darsteller agieren wie es das Drehbuch verlangt und die Mädels wirken zwar sexy aber das war es dann auch schon. Für zwischendurch ok, mehr sollte man aber nicht erwarten ...

Dass die e-m-s-DVD keine Jugendfreigabe bekommen hat, kann man wohl auf die Verharmlosung von Drogen und Prostitution zurückführen, trotzdem ist der Film harmloser als erwartet. Die Bildqualität kann leider nicht so recht überzeugen und wirkt recht rauschig, wodurch das Bild deutlich an Schärfe einbüßen muss. Die Farben wirken sauber und natürlich, auch der Kontrast kann fast immer überzeugen, kränkelt aber deutlich in der Detailschärfe. Auch die Kompressionen sind nicht immer auf einem hohen Niveau und des Öfteren hat das Bild mit Blockrauschen und leichten Artefakten zu kämpfen. Auch gibt es leichte Verschmutzungen, sowie an einigen Stellen Nachzieheffekte zu bemängeln. Hier sieht man, dass der Film eine recht billige Direct-to-Video-Produktion ist. Die Macher hätten den Film auf alle Fälle matten sollen, denn mitten im Film sieht man für wenige Sekunden den Timecode, der beim Schneiden eines Filmes verwendet wird. e-m-s hat zwar versucht das Beste aus der Vorlage zu machen, mehr als zwei Punkte können wir hier leider nicht vergeben, dafür schaut das Bild zu sehr nach Video aus.
Der Ton liegt als deutscher und englischer Dolby Surround Track vor. Die englische Spur hat hier die Nase vorn und wirkt viel klarer und kraftvoller als die deutsche Variante. Ab und zu gibt es im Effektbereich ein wenig zu hören, aber der Hauptteil spielt sich im Frontbereich ab. Beim deutschen Ton klingt alles etwas dumpfer und die Dialoge etwas verzerrt. Deutsche Untertitel gibt es nicht. Als Bonus gibt es nur den Original-Trailer, sowie eine e-m-s-Trailershow.

Andrew Warren versuchte mit "St. Andrew's Girls" eine kultig schwarze Trash-Komödie zu drehen, dies scheiterte aber bis auf ein paar nette Ansätze und dem zugegeben recht witzigen Schluss. Jedoch wirkt alles noch zu amateurhaft und holperig inszeniert und auch die DVD kränkelt durch die die recht schlechte Bildqualität und dem fehlenden Bonusmaterial.


Film+++---
Bild++----
Ton+++---
Bonus------


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