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USA 2004
Originaltitel:Halfway House, The
Länge:84:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Kenneth J. Hall
Buch:Kenneth J. Hall, H.P. Lovecraft
Kamera:Thomas L. Callaway
Musik:Atom Smith
SFX:Christopher Bergschneider, Jeffrey S. Farley
Darsteller:Mary Woronov, Janet Tracy Keijser, Shawn Savage, Stephanie Leighs, Athena Demos, Monica Shere, Joseph Tatner, Michael Gaglio, Cleve Hall, Tomi X., Saye Yabandeh, M. Robert Todd, Ashley Fires
Vertrieb:FearExpress / Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:22.02.2008 (Verleih) / 16.10.2008 (Kauf)
Specials:
  • Trailer (1:58 Min.)
  • Bildergalerie (25 Bilder)
  • Musikvideo (4:00 Min.)
Immer wieder verschwinden junge Mädchen in der Umgebung des "Maria Magdalena Heim für gestörte Mädchen". Als auch Larissas Schwester Annie verschwindet und die Polizei ihr unmissverständlich klar macht, dass hier von offizieller Seite nicht viel passieren wird, gibt Larissa sich als Teenie aus, der von zuhause ausgerückt ist und kommt in dem Heim unter. Geleitet wird das Heim von Pfarrer Fogerty, der eine Vorliebe dafür hat, "böse" Mädchen zu bestrafen, und Schwester Cecelia, die sich den dunklen Mächten verschrieben hat und Rituale aus dem legendären Necronomicon ausführt. Eine Tatsache, die Larissa erst viel zu spät feststellt. Zwar erhält schon kurz nach ihrem Eintreffen im Heim Hinweise auf die dunklen Machenschaften von Schwester Cecilia, doch gerade als sie mit der unterwürfigen "Cherrie Pie" eine Zeugin gefunden zu haben glaubt, muss sie feststellen, dass Cecilia nicht alleine arbeitet. Bevor die beiden Mädchen fliehen können, werden sie überwältigt und in die weitläufigen Kellergewölbe des Heimes verschleppt. Dort eröffnet ihnen Schwester Cecilia ihr Schicksal: Sie sollen einem unförmigen, mit Tentakeln bewehrten Dämon geopfert werden, der mit Vorliebe junge Mädchen auffrisst ...
- "Stop thinking with your dick, Dick!" (Inspector Hinds)

Petrus war gnädig an jenem Tag, feinster Sonnenschein lud zu einer Joggingrunde ein. Zusammen mit den Stabangaben sieht man also eine attraktive Blondine durch das Bild huschen, die aber mit Kopfhörern auf den Ohren ihre Umwelt nicht ganz wahrnehmen kann. Das wird ihr letztendlich zum Verhängnis, läuft sie doch in einem Hinterhof in die Arme einer kultisch vermummten Gestalt und endet als Futter für die Götter. Wie sich später herausstellt und durch die optische Erscheinung des Monsters auch ebenso leicht vorauszusehen ist, handelt es sich um den "Großen Alten", einem Wesen aus dem geschichtlichen Universum des Autoren H. P. Lovecraft. Das Vieh wird im Keller einer katholischen Erziehungsanstalt für vom Wege abgekommene Mädchen gehalten. Seine Meisterin: eine Nonne, die anstatt in der Bibel zu lesen lieber im Necronomicon blättert. Zusammen mit dem geistig minderbemittelten Hausmeister, der mit Vorliebe an getragenen Damenslips schnüffelt und deren Trägerinnen beim Duschen beobachtet, dezimieren sie nach und nach die Belegschaft des Hauses. Doch die Opferung der blonden Außenstehenden soll ihren diabolischen Weltuntergangsplänen zum Verhängnis werden, ist deren Schwester Larissa doch sichtlich bemüht, ihr mysteriöses Verschwinden aufzuklären. Den ermittelnden Polizisten becircend und bei einer begleitenden Routineuntersuchung ob des massenhaften Verschwindens in der Anstalt beherbergter Mädchen Verdacht schöpfend, schleust sie sich in das Heim ein, um dort inkognito zur Auflösung des Falls beizutragen.



Was einem ab da geboten wird, ist am ehesten mit einer Mischung aus Women In Prison- und Charles Band-Filmen zu beschreiben, gepaart mit Anleihen an den Cthulhu-Mythos und darüber hinaus mit jeder Menge grenzdebilem Humor durchsetzt. Logik wird hier klar zugunsten der Unterhaltung hintenan gestellt, die Story-Entwicklung aber leider auch. So ist schon zu einem recht frühen Zeitpunkt der Handlung, kurz nachdem sich Larissa in die Anstalt eingeschleust hat, klar, in welchen Beziehungen die Charaktere zueinander stehen und die Schwarzweiß-Zeichnung der einzelnen Profile offensichtlich: Die Oberschwester (eigentlich habe ich auch keine anderen gesehen) und der Hausmeister sind die obligatorischen Fieslinge, der Leiter der Anstalt - trotz seiner sexuellen Vorliebe, sogenannten Unzüchtigen den Hintern zu versohlen - harmlos. Die Insassinnen haben für den Verlauf keine größere Bedeutung, dienen entweder als Monsterfutter oder vergnügen sich, sofern gerade keine Machtkämpfe ausgetragen werden, auf ihre Weise miteinander.



So gibt es in schöner Regelmäßigkeit T&A-Szenen zu bewundern und sogar die sicher zehn Jahre über dem Altersdurchschnitt der übrigen Mitbewohnerinnen liegende Hauptdarstellerin wird in amouröse Abenteuer verwickelt. Nebenher versucht sie dem Komplott auf die Schliche zu kommen, was recht unspektakulär, aber trotzdem schön anzusehen ist, denn obwohl weniger auf Spannung und Atmosphäre gesetzt wird, gibt es einige stimmige Szenen im Gewölbe des Klosters. Die Opferungen und das Monster passen sich der übrigen Umsetzung an und sind eindeutig mit mehr Humor denn Horror inszeniert. Obwohl das Plastikmonster schon irgendwo an einen "Großen Alten" erinnert, sind dessen Gummitentakel so offensichtlich wie die wenigen Bluteffekte, die auch erst in der zweiten Hälfte vorkommen. Doch die paar Amputationen von Gliedmaßen sind nicht der Rede wert - wegen diesen alleine lohnt sich dieser seltsame Exploiter keinesfalls. Regisseur Kenneth Halls Erfahrung im Subgenre-Bereich zahlt sich zumindest bei der Inszenierung aus, Langeweile kommt selten auf.

Allzuviel macht das Bild der deutschen DVD nicht her, denn die Aufnahmen sehr etwas künstlich aus. Das liegt vor allem am nicht ausgeglichenen Kontrast und den Farben. Erstes sorgt in hellen Momenten dafür, dass die typische Überhellung von DV-Produktionen entsteht, während Innenaufnahmen etwas trübe aussehen. Mehr Beleuchtung hätte Abhilfe geschaffen. Deswegen sind die Farben auch blass bzw. etwas kraftlos, was selbst für einen Film der B-Klasse nicht sonderlich gut ist. Im Letterbox-Format bekommt man keine besondere Schärfe zu sehen, die durch Ghosting in Bewegungen und durch eine rauschende Musterung zusätzlich gemindert wird. Das Ergebnis ist zwar frei von Schmutz, aber auch ziemlich fad und wenig detailreich.



Der englische Ton ist hier Pflicht, nicht aus Qualitätsgründen, sondern weil der Witz der Dialoge bei der Übersetzung Federn lassen musste. Ein "Stop thinking with your dick, Dick!" lässt sich schließlich kaum übersetzen. Auf der anderen Seite sind beide Sprachversionen (in Stereo) kaum mehr als schlicht. Effekte, auffallend klare Passagen oder ein bassreiches, aufrüttelndes Erlebnis habe ich vermisst. Auch das Musikstück zum Ende klingt nicht wirklich nach Hi-Fi. Die deutsche Version bringt es noch etwas mehr zur Geltung, weil sie lauter ist.

Wie toll einige Szenen aussehen könnten, wird im Bonusmaterial in der Galerie ersichtlich, die neben Promo-Shots mit den Charakteren noch ein paar Szenenfotos enthält. Diese sind ausreichend hell, farbintensiv und auch geschärft. Die lächerliche Musikstück "Halfway To Hell" von Insecto Circus, das von "The Halfway House"-Regisseur Kenneth J. Hall produziert wurde, ist ebenso unter den Extras zu besichtigen. Die Nebenhandlung, die aus ein paar sexy Nonnen und Filmszenen besteht, ist sicherlich sehenswerter als die Band, die ihr Emo-Rock-Gejaule auf den Zuschauer loslässt.

Für Freunde seiner erfrischenden Beiträge wie "Linnea Quigley's Horror Workout" zu empfehlen, dem durchschnittlichen Horrorfreund dürfte der Streifen jedoch zu abgefahren sein.


Film+++/--
Bild+++---
Ton+++/--
Bonus+-----


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