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FR 2005
Originaltitel:Chevaliers du ciel, Les
Länge:96:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Gérard Pirès
Buch:Gilles Malençon
Kamera:Pascal Lebègue
Musik:Chris Corner
SFX:Eve Ramboz
Darsteller:Benoît Magimel, Clovis Cornillac, Géraldine Pailhas, Philippe Torreton, Rey Reyes, Alice Taglioni, Jean-Baptiste Puech, Christophe Reymond, Cédric Chevalme, Frédéric Cherboeuf, Yannick Laurent, Alexandre de Seze
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Französisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:Keep Case im Schuber
DVD-Start:30.05.2006 (Verleih) / 03.08.2006 (Kauf)
Specials:
  • 16seitigesBooklet
Film-DVD
  • Begrüßung von Benoit Magimel (0:13 Min.)
  • Deutscher Kinotrailer (1:45 Min.)
  • Original Kinotrailer (1:43 Min.)
  • Interview mit Benoit Magimel (7:49 Min.)
  • Original TV-Spots (2:48 Min.)
  • Trailershow:
    • 12 Days of Terror (1:57 Min.)
    • New Police Story (1:59 Min.)
    • Apres Vous (1:53 Min.)
    • Wal Mart - Der hohe Preis (2:26 Min.)
    • The Machinist (0:54 Min.)
    • El Lobo (1:41 Min.)
    • 11:14 (1:30 Min.)
    • Manfast (1:51 Min.)
  • Hidden Feature (3:19 Min.)
Bonus-DVD
  • Making of "Sky Fighters" (55:48 Min.)
  • Kurzfilm "Tanz der Adler" (3:19 Min.)
  • 4 deutsche Radiospots (1:20 Min.)
  • Bildergalerie (31 Bilder)
Während einer Flug-Show verschwindet ein Mirage 2000 Kampfflugzeug. Sofort schickt das französische Militär die Luftwaffenkapitäne Antoine Marchelli und Sebastien Vallois zu einem Aufklärungsflug über das Nordmeer, wo sie die Mirage, unmittelbar unter einem Airbus A340 fliegend, aufspüren. Als jedoch die 2000 Kampfbereitschaft signalisiert, erhalten Marchelli und Vallois den Befehl, die Verfolgung unverzüglich einzustellen. Aber es ist zu spät, die 2000 befindet sich bereits in Angriffsposition auf Vallois, Marchelli muss die Maschine abschießen, um seinen Flügelpartner zu retten. Dieser Zwischenfall ist jedoch erst der Anfang eines groß angelegten Plans, der nur ein Ziel hat: Am 14.Juli, dem französischen Unabhängigkeitstag, soll ein furchtbarer Terrorakt Frankreich im Herzen treffen...
"Top Gun' for a new generation."

Regisseur Gérard Pirès ("Taxi") ist die französische Ausgabe von Michael Bay (Interner Link"Bad Boys", Interner Link"The Rock") oder Tony Scott (Interner Link"Days of Thunder", "Man on Fire"). Das hat er spätestens mit "Riders" bewiesen, der mit ästhetischen wie spektakulären Actionszenen in einer nicht allzu aufwendigen Story aufwarten konnte. Mit "Sky Fighters" schließt er nun tatsächlich diesen Filmemachern auf. Doch während die Amerikaner mit wesentlich größeren Budgets arbeiten, inszeniert Pirès seine Version von Interner Link"Top Gun" mit Hilfe des Militärs beziehungsweise der Regierung und liefert einen luftigen Actionthriller ab, der mir doch deutlich besser gefällt als jüngerer CGI-Terrorismus der Marke "Stealth".


Ohne Frage ist "Sky Fighters" ein ziemlich dummer Film geworden, der voller Plotholes steckt und auch nur eine mittelprächtige Story zu bieten hat, die ein französisches Piloten-Duo, beide natürlich absolute Flieger-Asse, in eine etwas verworrene Terroristen-Geschichte verwickelt. Benoît Magimel ("Das tödliche Wespennest"), noch bestens aus "Die Purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse" bekannt, spielt mit Capitaine Antoine Marchelli einen leidenschaftlichen Piloten für den es nichts anderes im Leben gibt als in der Luft zu sein. Als er zusammen mit seinem Flügelmann Capitaine Sébastien Vallois (Clovis Cornillac, "Maléfique", Interner Link"Cool Waves - Brice de Nice") während einer Übungsmission angefunkt wird, um eine scheinbar während einer Flugschau entführte, bis an die Zähne bewaffnete Mirage 2000 wiederzufinden, passiert ein Zwischenfall. Die unter einem A 340 entdeckte Mirage eröffnet das Feuer und provoziert ihren Abschuss, obwohl den beiden Piloten die Rückkehr zur Basis befohlen wurde. Zurück am Boden werden sie darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Entführung der Mirage nur eine Übung der geheimen Sonderstaffel war, um den Ernstfall zu proben. Wegen Befehlsverweigerung wird Marchelli entlassen, worauf Vallois den Dienst quittiert bis sie beide Monate später für eine gefährliche Mission von der Sonderstaffel rekrutiert werden.


Der Plot selbst gestaltet sich wirklich nicht besonders gut, beinhaltet er doch den Plan einer nicht näher definierten, offenbar aus dem Nahen Osten stammenden Terrororganisation, die eine Mirage stehlen will und schließlich über Paris ein Tankflugzeug während der Zusammenkunft verschiedener westlicher Staatsoberhäupter abschießen will, um eine Katastrophe zu verursachen. Vorweg gibt es noch einen Cannonball-Flug zwischen Amerika und Frankreich, über unter anderem feindliches Gebiet ohne Überflugerlaubnis, um den Zuschlag für einen lukrativen Waffen-Deal zu erhalten, in den auch die beiden Piloten verwickelt sind. Alles also etwas verworren und mit der heißen Nadel geschrieben, allerdings launig. Denn die Flugszenen sind das Beste, was wir seit Interner Link"Top Gun" auf diesem Sektor gesehen habe und überbieten diesen nach 20 Jahren natürlich auch etwas angestaubten Genreprimus auch deutlich, zumal dessen Plot nun ebenfalls keine Bäume ausriss.
Wohlbemerkt ohne CGI, dafür aber mit den besten Piloten der französischen Luftwaffe und speziell präparierten Kameras, kreiert Gérard Pirès absolut atemberaubende Bilder, die man so noch nicht gesehen hat und schon allein das Ansehen rechtfertigen. Obwohl den Luftkämpfen der letzte Kick noch fehlt, kann man sich an den beeindruckenden Aufnahmen kaum satt sehen. Egal ob vor dem Horizont der untergehenden Sonne, über den Alpen oder einfach in, unter oder über der Wolkendecke, unglaublich ästhetische Momente sind gerade zu garantiert und laden zum Genießen ein.


Gut, dass der Film auch den Großteil in diesen luftigen Höhen verbringt, spannende Dogfights bietet und als es am Ende dann auch ernst wird und die Piloten auf einem scheinbar stillgelegten Rollfeld landen müssen, auch ein paar Shootouts und Explosionen den Action-Fan zufrieden stellen als die beiden sich befreien können. Denn am Boden bleibt ansonsten alles etwas konfus und mit Klischees durchsetzt. "Sky Fighters" bringt einfach zu viele Storyelemente ins Spiel als so einem Nobrainer gut tun. Die geschickte Infiltrierung der französischen Rüstungsspitze durch terroristische Zellen, die ihrerseits einen komplizierten Plan aushecken, um an eine Mirage 2000 zu gelangen und selbst amerikanische Piloten in ihren Reihen haben, ist in Verbindung mit den manipulierten Aufnahmen des Zwischenfalls zu Beginn, der nur zur Aufgabe haben soll Antoine und Sébastien, beide nun ein peinliches Fliegerdasein fristend, zur Sonderstaffel zu locken, was dann die unwissentlich manipulierte Maelle Coste (Géraldine Pailhas, "Don Juan DeMarco", Interner Link"They came back"), die wiederum mit Antoine die Laken zerknüllt, umsetzt, einfach viel zu konstruiert, als dass sich das Zielpublikum von so einem komplexen Plan mitgerissen fühlt beziehungsweise das Konstrukt auch nur ansatzweise einen glaubhaften Eindruck erweckt. Am Boden gibt es zwar neben der kurz gehaltenen Romanze auch noch Flieger-Mentalität, viele Machosprüche, einen Strip und dazu regiert der lockere Ton, doch der schale Beigeschmack der eigentlichen Geschichte, die zu viele Bereiche bedienen will, bleibt.


Denn die Zwischensprints am Boden, die sogenannte Handlung, wird im Sauseschritt verrichtet, damit die Piloten bald wieder aufsteigen können. Erst der Zwischenfall, dann die Trainingsmissionen mit den weiblichen Ami-Pilotinnen und später das Wettfliegen inklusive Zwischenstop in den Fängen unfreundlicher Terroristen, die ihre Flugzeuge stehlen wollen. Wirklich alles superschick, nur eben von einigen Szenen namens Story unterbrochen. Da keiner der Darsteller sonderlich gut agiert, bleibt dabei ohnehin nicht viel hängen. Ihre Figuren bleiben dabei auch nur gängige wie uninteressante Stereotypen wie man sie kennt. Da machen in Interner Link"Top Gun" Typen wie Tom Cruise (Interner Link"Days of Thunder", "Collateral") oder Val Kilmer ("The Saint", Interner Link"Kiss Kiss Bang Bang") einfach den Unterschied aus.


Das Finale über Paris gestaltet sich dann letztlich als etwas enttäuschend und der Schluss auch nicht völlig überzeugend, so dass sich kaum von einem komplett gelungenen Actionvehikel schreiben lässt. Das lose auf der Comicvorlage "Tanguy et Laverdure" basierende Drehbuch von Gilles Malençon, der schon dem ebenfalls toll inszenierten, französischen Rennfahrer-Spektakel "Michel Vaillant" keine ordentliche Geschichte verpassen konnte, erweist sich damit letztlich leider als großes Manko.


Nach der Verleih-DVD, welche nur wenig Zusatzmaterial bot, spendiert uns die e-m-s nun auch eine 2-Disc-Special Edition im Schuber und legt zu der bekannten Hauptfilm-DVD noch eine Bonus-Disc bei. Technisch unterscheidet sich die Kauf-Version natürlich nicht von der Leih-DVD und überzeugt abermals mit einer hervorragenden Bildqualität. Zwar kann man dem Transfer ankreiden, dass er insgesamt zu "glatt gebügelt" wirkt, was wohl an den eingesetzten Rauschfiltern liegen dürfte, welche dem Bild etwas an Detailschärfe rauben. Ansonsten bekommen wir aber stets eine gute bis sehr gute Schärfe geboten. Details werden vor allem in Nahaufnahmen hervorragend wiedergegeben und die Konturen wirken ebenfalls sehr gut und lassen den anamorphen Transfer sehr plastisch erscheinen. Die Farbgebung könnte ebenfalls kaum besser sein und der Kontrast hinterlässt einen sehr guten Eindruck und überzeugt vor allem durch sein satten Schwarzwert. Lediglich einige helle Flächen wirken zu steil und neigen zu dezenten Überstrahlungen, was aber auch als Stilmittel gedeutet werden könnte. Die Kompressionen arbeiten sauber und nur selten findet sich im Hintergrund leichtes Blockrauschen. Defekte und Verschmutzungen finden wir hier nicht und es wäre sehr interessant, diesen ohnehin schon knackigen Transfer einmal in High-Definition zu sehen. Ganz knapp an sechs Punkte vorbei, aber nur ganz knapp.
Tonal wird uns hier auch einiges geboten. Der deutsche Dolby Digital 5.1 - Mix wird nur noch minimal von dem DTS-Track übertroffen, welcher im Ganzen etwas druckvoller wirkt und eine Spur mehr Dynamik versprüht. Dabei ist der Dolby-Mix schon verdammt gut, wartet mit einer stets hervorragenden Stimmenwiedergabe auf, welche selbst in der Synchronisation sehr natürlich und frisch anhört. Die Abmischung in den Actionszenen hinterlässt ebenfalls einen positiven Eindruck und wartet mit einer Vielzahl direktionaler Surroundeffekten auf, welche das Wohnzimmer beleben und der Subwoofer darf ebenfalls ordentlich wummern. In den ruhigen Szenen, von denen es aber ebenfalls genügend gibt, geht es insgesamt etwas zu frontlastig zu, auch wenn die Umgebungsgeräusche meist sehr sauber auf die Rears gelegt wurden. Der französische Dolby Digital Mix, wartet ebenfalls mit einer guten Abmischung auf, klingt in den Stimmen aber etwas dumpfer als die deutsche Fassung. Optional gibt es noch deutsche Untertitel, alles andere wäre auch albern.


Kommen wir nun zum Bonusmaterial und fangen gleich einmal mit der Hauptfilm-Disc an. Diese eingelegt begrüßt Hauptdarsteller Benoît Magimel den Zuschauer und wünscht ihm viel Spaß bei "Sky Fighters". Desweiteren finden wir die übliche e-m-s-Trailershow, sowie diverse TV-Spots und den deutschen und französischen Trailer.
Interessanter wird es dann mit einem knapp 8minütigen Interview mit Benoît Magimel, welches von einer Dolmetscherin übersetzt wird. Eine recht unglückliche Lösung. Zum einen weil der Fragensteller recht blöde Fragen stellt und außerdem versteht man die Dolmetscherin kaum. Was man sich hierbei gedacht hat? Keine Ahnung.

Das sich auf der zweiten Disc befindliche Making of, mit einer Laufzeit von knapp einer Stunde macht das wirklich schwache Interview wieder wett. Hier bekommen wir einen schönen Einblick in die Drehabreiten geboten und Cast & Crew dürfen hierbei ebenfalls - diesmal untertitelt - zu Worte kommen. Das schöne hieran: Es hat keinen Werbecharakter.
Weiter geht es mit dem 26minütigen Kurzfilm "Der Tanz der Adler", der uns hier in Dolby Digital 5.1 und Dolby Surround vorliegt und einen Zusammenschnitt der schönsten Flugszenen im Film darstellt. Zum Schluss gibt es dann noch eine Bildergalerie und vier Radiospots, was nicht wirklich viel ist. Dafür liegt der DVD noch ein 16seitiges Booklet mit Interviews, Produktionsnotizen, sowie Bio- und Filmografien vor. Wirklich schön gestaltet.


Ganz überzeugen konnte uns "Sky Fighters" nicht, doch sobald die Kampfjets abheben, hatte auch wir unseren Spaß mit diesem Film. In Sachen Ästhetik kann momentan kein Film den spektakulären Aufnahmen das Wasser reichen und die lohnen ein Anschauen definitiv. Da Gérard Pirès den Schwerpunkt auch darauf legt und selbst am Boden zum Schluss etwas Action bereithält, fällt der arg überladene Plot nicht so schrecklich negativ ins Gewicht.
Dennoch harmonieren die zig Handlungsstränge, so wie sie ineinander verworren sind, kaum und sorgen eher für Desinteresse beim Zuschauer, weil gleich so viele Elemente bedient werden wollen, wie man in einem 90minütigen Nobrainer gar nicht unterbringen kann und sollte. Dass die Darsteller und Dialoge auch nicht über das schnöde Mittelmaß hinauskommen, hilft dabei natürlich auch nicht. Dennoch... sobald die Piloten abheben, kann man Gérard Pirès nur gratulieren. Wird Zeit, dass der Mann endlich mal ein gutes Drehbuch erhält.
Die DVD besticht durch eine hervorragende Bild- und wirklich guten Tonqualität, lediglich in puncto Extras hätte wir uns für eine Special Edition mehr gewünscht.


Film+++---
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus+++---


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Sky Fighters (2 DVD Special Edition)
IMDb.com OFDb.de



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