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USA 2001
Originaltitel:Wolfgirl
Länge:93 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Thom Fitzgerald
Buch:Lori Lansens
Kamera:Chris Manley
Musik:Christopher Beck
Darsteller:Tim Curry, Grace Jones, Victoria Sanchez, Dov Tiefenbach, Darlene Cates, Lelsey Ann Warren
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,77:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Surround, DTS, Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:Trailer, Untertitel, Trailershow
Tara Talbot ist eine wilde Bestie. Von Geburt an am ganzen Körper mit Fell bedeckt wie ein Tier und ausgestattet mit künstlichen Klauen und Reißzähnen ist der Teenager als "Wolfsmädchen" die Hauptattraktion einer Freakshow.
Doch hinter der furchteinflößenden Aufmachung steckt ein normales Mädchen, das sich nichts sehnlicher wünscht, als auch ganz normal auszusehen. Als Tara ein neues, noch ungetestetes Medikament gegen Haarwuchs in die Hände fällt, nimmt sie es ohne zu zögern ein. Und das Mittel wirkt tatsächlich! Doch die Wunderdroge zeigt fatale Nebenwirkungen. Je mehr Tara äußerlich alles Tierhafte verliert, desto stärker wird der Wolf in ihrem Inneren. Ein unkontrollierbarer Blutdurst erwacht in ihr.
Als eine Gruppe gelangweilter Teenager beschließt, die Wildheit des Wolfsmädchens auf die Probe zu stellen, nimmt die Katastrophe unaufhaltsam ihren Lauf.
Früher gab es noch zahlreiche Freakshows, die vom Publikum mit einer Mischung aus Faszination und Abscheu betrachtet wurden. Heute gibt es immer noch solche Shows, man findet sie aber nun auf Sat 1, RTL und Pro 7 und sie heißen Arabella, Andreas Türck und Vera am Mittag...
Bei Tom Fitzgeralds Wolfgirl merkt man, dass Tod Browings legendärer Klassiker Freaks für diese komplett in Rumänien gedrehte Produktion Pate stand. Wolfgirl zeigt ebenso wie Freaks, dass das Krankhafte, Unnormale und Böse sich oftmals hinter der Maske des Normalen versteckt und nicht hinter den Missgebildeten und anders Aussehenden, die man auch nur einfach Freaks nennt.

Freak ist natürlich ein Wort, wo die Menschen anders Aussehende am leichtesten beschreiben und abstempeln können, ohne sich weiter Gedanken zu machen. Mittlerweile werden schon Leute, die nur anders gekleidet sind, als Freaks tituliert, obwohl so etwas einfach nur Geschmacksache ist und zu der Individualität jedes einzelnen Menschen gehört. Man sieht, man macht es sich unheimlich leicht, das "Andersartige" zu beschreiben. Genauso leicht wie die Weißen die Farbigen als Nigger bezeichnen und die Deutschen die Ausländer als Kanacken. Aber ab wann ist man ein Freak?
Ist man ein Freak nur weil man als Frau am ganzen Körper voller Haare ist? Nein bestimmt nicht. Man hat einfach eine seltene Krankheit. Ist man ein Freak, wenn man halb Mann halb Frau ist? Wohl kaum, also ab wann ist man ein Freak? Vielleicht sind Freaks auch diejenigen Menschen, die nur ihren verkorksten Wertvorstellungen nachgehen und denken, sie hätten die Normalität für sich gepachtet, schließlich bestimmt jeder Mensch für sich selbst, was normal ist und nicht einer über alle. Dies ist aber schon immer so gewesen, und wird auch immer so blieben, leider...

Aber jetzt mal zurück zu Wolfgirl, der ein gut gemachter Genrefilm geworden ist, der sich aus allen Bereichen des Phantastischen Filmes zu bedienen weiß. Hier werden Parallelen zu American Werwolf, Planet der Affen, ja sogar zu Frankenstein gezogen, ohne diese aber einfach zu kopieren. In den Hauptrollen spielt Tim Curry den geistigen Vater der Freaks, deren Mentor, der zwar Geld mit der Show verdient, aber 100% hinter ihnen steht und sie beschützt. Dann ist da der Zwitter, eine Seite Mann andere Seite Frau, phantastisch gespielt von Grace Jones und die hübsche Victoria Sanchez als das Wolfgirl.
Wolfgirl bietet viele gute Ansätze, die nur zum Teil bis zum Ende geführt werden und auch, dass das wahre Böse im Menschen selbst steckt wird leider zu klischeehaft rübergebracht und auch das Ende, was zum Nachdenken anregt, ist etwas überspitzt. Trotzdem ist Wolfgirl ein schöner und unterhaltsamer Genrebeitrag, den man zumindest mal gesehen haben sollte.

Die Bildqualität ist diesmal wirklich sehr gut geworden. Satte Farben, ein sehr guter Kontrast und eine tolle Detailschärfe, da fällt das leichte Hintergrundrauschen gar nicht ins Gewicht. Der DTS-Ton klingt diesmal minimal besser als sonst, aber ansonsten hat sich nicht viel verändert, gutes Mittelmaß halt, mit einer sehr guten Dialogverständlichkeit und einigen netten Surroundeffekten. Bonusmaterial suchen wir wie immer vergebens.


Film++++--
Bild+++---
Ton+++---
Bonus------


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