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USA 2005
Originaltitel:Reeker
Länge:87:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Dave Payne
Buch:Dave Payne
Kamera:Dave Payne
Musik:Mike Mickens
SFX:Brooke Bradley, Chris Dooley u.a
Darsteller:David Hadinger, Christopher Boyer, Paul Butcher, Gideon Emery, Devon Gummersall, Tina Illman, Michael Ironside, Les Jankey, Arielle Kebbel, Eric Mabius, Alejandro Patino, Derek Richardson
Vertrieb:McOne
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase im Schuber
DVD-Start:21.03.2006 (Verleih) / 11.05.2006 (Kauf)
Specials:
  • Making of (11:17 Min.)
  • Behind the Scenes (2:17 Min.)
  • Kurzinterviews:
    • David Payne 1 (0:29 Min.)
    • David Payne 2 (0:13 Min.)
    • Tina Illman (0:13 Min.)
    • Arielle Kebbel (0:09 Min.)
    • Devon Gummersall (0:40 Min.)
    • Scott Whyte (0:32 Min.)
    • Derek Richardson (0:28 Min.)
    • Eric Mabius (0:25 Min.)
    • Michael Ironside (0:20 Min.)
  • Fotogalerie:
    • Artwork (11 Bilder)
    • Behind the Scenes (20 Bilder)
    • Szenenfotos (21 Bilder)
  • Originaltrailer (1:57 Min.)
  • Trailershow:
    • High Tension (1:44 Min.)
    • May (1:45 Min.)
    • Sonata (2:23 Min.)
    • Riding the Bullet (1:22 Min.)
    • The Untold (2:02 Min.)
    • Wendigo (1:47 Min.)
    • Wishcraft (1:49 Min.)
    • Wrong Turn (2:05 Min.)
Fünf junge Menschen, zwei Frauen und drei Männer, einer davon ist blind, ein weiterer mit frisch geraubten Juwelen im Gepäck, fahren zu einem Ausflug durch die Prärie. Unterwegs bleiben sie mit ihrem Wagen liegen und müssen die Nacht in einem verlassenen Motel verbringen. Dort spuken Geister jüngst verblichener Mordopfer. Mehr als diese macht den unfreiwilligen Gästen jedoch der dazugehörige Mörder zu schaffen - in diesem Falle der leibhaftige Tod ...
"Evil Is In The Air"

Wann ist es für ein DVD-Label wohl am besten einen Direct-to-DVD-Film zu releasen, damit er auch erfolgreich wird? Logisch, am besten immer dann, wenn ein ähnlich gelagerter Film gerade im Kino läuft. So muss wohl auch MC One gedacht haben, die mit "Reeker" einen ganz ähnlich gelagerten Film wie Interner Link"The Hills Have Eyes" just in dem Moment rausgebracht haben, als dieser Streifen in die Kinos kam. Aber nun gut, als Genre-Freak frisst man ja sowieso alles und deshalb geht dieses Konzept auch auf. Und "Reeker" entpuppt sich im Endeffekt auch als ein durchaus annehmbares Horrorfilmchen, ohne Innovationen und mit deppertem Ende aber einer guten Atmosphäre.


Die Story ist, wie schon erwähnt, sehr nah an Geschichten wie die von Interner Link"The Hills Have Eyes" oder Interner Link"Wrong Turn" angelehnt. Auch bei "Reeker" kommt der Wagen einiger dusseliger Teens genau dann zum Stillstand, als diese sich im verlassenen Nirgendwo befinden. Handys und Funk gehen nicht und stundenlang kommt wirklich keine Menschenseele vorbei. Trotzdem geschehen plötzlich ein paar blutige Morde und die Teens müssen, abgeschnitten von der Gesellschaft, um ihr Leben bangen. Ja, wirkliche Innovationen oder gar sonderlich interessante Neuigkeiten sollte man bei "Reeker" wirklich nicht erwarten. Ähnlich gelagerte Geschichten hat man schon des Öfteren gesehen und wirklich vom Hocker reißen kann einem die "dusselige Teens sterben im Nirgendwo"-Masche auch schon lange nicht mehr. Von Logik und Tiefgang ganz zu schweigen.


Aber nun gut, selbst die lahmsten Geschichten können bekannterweise ja noch durchaus für nette Horrorunterhaltung gut sein, wenn dafür das Drumherum stimmt und das ist bei "Reeker" durchaus der Fall. Die Inszenierung ist alles in allem sehr atmosphärisch ausgefallen, was vor allem an der tiefschwarzen Dunkelheit liegt, die diesesmal wirklich schwärzer als schwarz ausgefallen ist und der Einsatz einiger superber Farbfilter, die ebenfalls für Stimmung sorgen. Es knistert hier und da gar gewaltig, so atmosphärisch ist die Inszenierung mitunter. Zudem kann man die Handlung trotz Innovationsrosigkeit als durchaus spannend bezeichnen, da die Vorhersehbarkeit hier nicht so sehr ins Gewicht fällt wie bei anderen Genre-Vertretern und so manch kleinere Überraschungen durchaus vorhanden sind. Sonderliche Schocks sollte man zwar nicht unbedingt erwarten, aber für eine frösteliche Stimmung ist hier und da durchaus gesorgt.

Und auch die Morde sind allesamt ganz lecker ausgefallen. Blutig und nicht gerade zimperlich geht es hier mit allerlei Mordwerkzeug zur Sache und auch sonst kann der Gore-Pegel gefallen. Ausgefallene Mordtaktiken wie das Hineinziehen eines der Opfers in ein typisches Camper-Klo machen durchaus Laune und sorgen für Unterhaltung beim Horrorpublikum. Zudem sind die Splattereffekte auch wieder alle schön auf Old-School-Manier getrimmt, was den Unterhaltungsgrad noch zusätzlich steigert. Da schaut man doch gerne zu.


Schade nur, dass das Filmende hier mal wieder den ganzen Film in die Tiefe reist. Denn was dem Zuschauer hier wieder einmal für ein abstruser Blödsinn, als Erklärung für das ganze Treiben vorgesetzt wird, macht einen nicht nur wütend und kopfschüttelnd, sondern schmälert den sonst recht positiven Gesamteindruck aufs Mittelfeld hinab. Nicht nur, dass der Schluss hier wirklich total an den Haaren herbeigezogen wurde, er ist zudem auch absolut nicht nachvollziehbar und lässt den Zuschauer nur noch verwirrter zurück. Und das hätte nun echt nicht sein müssen. Schade!
Zu den Darstellern sei noch schnell gesagt, dass sie sich wieder allesamt größtenteils auf typischem Horrorniveau befinden, sprich für größere Filme gänzlich ungeeignet, aber für ein Horrorfilmchen zwischendurch ganz gut zu gebrauchen sind. Etwas hervorstechen kann da höchstens Michael Ironside als nahezu einzig bekanntes Gesicht, der seinen Part recht solide meistert.



Kommen wir nun zu DVD aus dem Hause MC One, welche augenscheinlich in zwei Fassungen veröffentlich wurde. Einmal als FSK16- und als KJ-Version. Letzten Endes sind beide aber identisch und nur die Leih-DVD war ab 18 freigegeben, was wahrscheinlich nur eine falsche Auszeichnung des Vertriebes war. Es gibt aber keine Unterschiede, außer dass die Kauf-DVD als KeepCase im Schuber ausgeliefert wird.
Das auf dieser DVD vorhandene Bonusmaterial hätte ruhig etwas umfangreicher ausfallen dürfen. Neben der obligatorischen Trailershow von Mc One, dem Originaltrailer, drei nette Fotogalerien, findet sich hier zwei Minuten langes Behind the Scenes-Material, was leider recht wenig geworden ist. Mensch, die Kamera lief doch bestimmt länger mit? Da fragt man sich echt, was die Macher des Films sich dabei denken. Weiter geht es mit einem 12minütigen Making of, welche außer ein paar Setaufnahmen und den typischen Beweichräucherungen nichts über die Hintergründe der Geschichte zum Besten gibt. Zum Schluss gibt es noch 9 Interviews, wenn man diese überhaupt so nennen kann. Kaum ein Interview geht hier länger als 20, bis 30 Sekunden. Hätte man sich auch sparen können.
"Reeker" wurde einer starken Farbverfälschungsprozedur unterzogen und so wirken die Farben bei Tageslichtszenen zwar noch sehr natürlich, offenbaren aber bereits den Hang zum leicht Grünlich-Ausgewaschenem, was sich im weiteren Verlauf des Filmes verstärken soll. Der Kontrast macht dabei eine sehr gute Figur, verschluckt keinerlei Details und wartet zudem mit einem ordentlichen Schwarzwert auf, wobei viele Sequenzen unter dem Einfluss der Stilmittel zu kämpfen haben. Etwas unschön hingegen ist das kontinuierliche Bildrauschen im Hintergrund, auf dessen Eliminierung man wohl verzichtet hat, um den Transfer nicht unnötig unscharf zu machen. Die Schärfe könnte ohnehin schon etwas besser sein, wobei die Konturen meist sauber gezeichnet werden und viele Details zu erkennen sind, erscheint das Bild in vielen Szenen deutlich zu unscharf, was auch in Bewegungen auffällt, bei denen sich leichte Nachzieheffekte bemerkbar machen. Dafür arbeiten die Kompressionen sehr sauber und Defekte und Verschmutzungen lassen sich auch keine finden.
Soundtechnisch wird uns für einen Horrorfilm einiges geboten. Zwar wird uns kein Effektgewitter präsentiert, dafür aber gut platzierte Surroundmomente, welche teilweise mit ordentlich Druck und Dynamik über das Publikum hereinprasseln dürfen. Da krallen sich Frauenfinger wieder sehr schnell in die Oberarme der Männer und werden so schnell nicht mehr los lassen. Aber so soll es doch sein, oder etwa nicht? Zudem werden die Rears sehr schön für Umgebungsgeräusche genutzt und selbst in vielen ruhigen Momenten wird somit eine stimmige Atmosphäre geschaffen. Hinzu gesellt sich ein dynamisch und kraftvoll abgemischter Score, der sich sehr sauber auf sämtliche Kanäle verteilt. Bleibt eigentlich nur die Sprachwiedergabe, welche hier ebenfalls sehr gut ausgefallen ist. Auffällige Unterschiede zur englischen Sprachfassung sind keine zu finden und optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.



Im großen und ganzen recht atmosphärisch und spannend geratenes Horrorstück für zwischendurch, das zwar in puncto Story wirklich keinerlei Innovationen besitzt, aber mit seiner meist knisternden Atmosphäre sowie guten Spannungsmomenten und ordentlich Gore-Sequenzen dennoch für gute Unterhaltung unter Horrorfreunden sorgen kann. Wäre da nicht dieses wirklich völlig bekloppte Ende gewesen, der Einzug in die Riege der "guten" Direct-to-DVD-Filme wäre durchaus gegeben gewesen. Somit reicht es zwar "nur" zum überdurchschnittlichen Bereich, aber Freunde solider Horrorhappen können dennoch ruhig einen Blick riskieren! Da gab es auf dem Direct-to-DVD-Sektor schon vieles, was wesentlich schlechter war! Technisch wird uns eine gute Bild und Tonqualität geboten, wobei die Extras kaum der Rede wert sind.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++----


Druckbare Version
No Man's Land: The Rise of Reeker
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