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USA 2001
Originaltitel:Dogtown and Z-Boys
Länge:87 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:Stacy Peralta
Buch:Stacy Peralta, Craig Stecyk
Kamera:Peter Pilafian
Musik:Marc Bolan, Paul Crowder, Jimi Hendrix u.a
Darsteller:Jay Adams, Tony Alva, Jeff Ament, Bob Biniak, Paul Constantineau, Skip Engblom, Tony Friedkin, Glen E. Friedman, Tony Hawk, Jeff Ho, Shogo Kubo, Joe Leahy, Ian MacKaye, Jim Muir, Peggy Oki, Stacy Peralta, Nathan Pratt, Henry Rollins, Wentzle Ruml, Allen Sarlo, Craig Stecyk und Sean Penn als Sprecher
Vertrieb:Evolution
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Englisch
Specials:
  • Trailer (2:03 Min.)
  • Alternatives Ende (3:07 Min.)
Die Weltöffentlichkeit wird wieder an die Wurzeln der Skateboardsubkultur, zurück nach Dogtown, L.A. geführt. Vom Zephyr Surfshop, gelegen in den verslumten Überresten des einst prächtigen Badeortes Venice, begannen die Legenden des Skateboardens ihren Ruhmeszug um den Globus ...
Als ich mir "Dogtown and Z-Boys" das erste mal anschaute, fühlte ich mich sofort an meine Jugend zurück erinnert. Wir heizten wir durch die Straßen, bauten illegalerweise im Wald eigenen Half-Pipes und versuchten so unserer Vorbildern nachzueifern. Es wurde immer da geskatet, wo man Aufsehen erregte und zeigen konnte, was wir alles drauf hatten. Skateboarding war für uns eine Lebenseinstellung, solange wir auf den Brettern standen gehörte uns der Asphalt und niemand durfte es wagen uns aufzuhalten.

Bei "Dogtown and Z-Boy" handelt es sich um einen Dokumentarfilm, der die Anfänge der Skateboard-Bewegung in den frühen Siebziger Jahren in Kalifornien zeigt und die Geschichte der "Zephyr Boys" in einen verkommenen Stück Land zwischen dem Bade-und Surf-Ort Venice und Santa Monica. Diesen Ort nannte man Dogtown. In Dogtown lag der "Jeff Ho & Zephyr Production Surf Shop", gegründet von Jeff Ho, Skip Engblom und Craig Stecyk. Sie stellten aus den begabtesten Teenagern des Viertels das Zephyr Skateboard Team zusammen. Eigentlich haben alle als Wellenreiter angefangen, begannen sie aber bei Windstille, das Surfen auf die Straße zu verlegen. Die Z-Boys lernten, dreidimensionale Terrains zu "carven", wobei sie instinktiv zu einem flüssigen, surf-inspirierten Stil tendierten, der auf volles Risiko setzte und die Grenzen der Schwerkraft auslotete. Eine Bombe mit wilden Kids war geplatzt, die auf den damaligen Championships eine Stilrevolution auslösten. Die jungen Meister wie Tony Alva und Jay Adams wurden zu internationalen Teenager-Superstars. Vorallem Tony Alva, der aus dem Skateboard ein Extremsport machte und heute mit 44 Jahren noch die Swimmingpools in Kalifornien unsicher macht ...

Regisseur Stacy Peralta, der damals selbst einer der Dogtown-Skater war, produzierte schon 1984 sein erstes Skater-Video und führt seit 1999 bei einigen TV-Serien Regie und war bei der Peter Pan-Realverfilmung "Hook" Skateboard-Kordinator. Gedreht wurde "Dogtown and Z-Boy" an Originalschauplätzen in Dogtown. Als Off-Sprecher setzte man Sean Penn ein, der selber aus dieser Gegend stammt, Rollbrett fährt und seit seinem Auftritt als Jeff Spicoli in "Fast Times at Ridgemont High", der als der Interner Link"Pulp Fiction" der Skater für Glaubwürdigkeit steht. Sean Penn erzählt locker und natürlich, so stört es auch nicht, dass er sich mittendrin mal verspricht oder gar anfängt zu husten. Dies wurde aber nicht rausgeschnitten, sondern ganz unverfälscht drin gelassen.
"Dogtown and Z-Boys" ist nicht bloß ein Film für Skater über das Skaten, nein, "Dogtown and Z-Boys" ist eine Kulturgeschichte im Dogtown Stil unterlegt mit der Musk der 70er und vielen Interviews der ehemaligen Z-Boys und Kennern wie z.B. Musiker Henry Rollin und Jeff Ament von Pearl Jam. "Dogtown and Z-Boys" wurde auf dem Sundance Filmfestival 2001 für die beste Regie ausgezeichnet und erhielt den Publikumspreis. Mitfinanziert wurde diese Produktion von Vans, die neben Airwalk eine der führenden Sportschuh- und Bekleidungshersteller ist ...

Da es sich bei dieser DVD der Firma Evolution um eine Dokumentation handelt, wollen wir mal nicht so hart mit der Bildbeurteilung sein und wenn man sich das genau überlegt, dürfte man eine Doku vom Bild und Ton her gar nicht bewerten, da sich hier fast 35 Jahre altes Archivmaterial mit neuen Interviews (meist in schwarzweiß oder verfremdet gedreht) vermischt. Hier gibt es natürlich sehr viel Rauschen, Defekte etc. Trotzdem alles schaubar und dank dem tollen Schnitt ein sehenswertes Bild.
Der Ton kommt mit einer guten Dialogverständlichkeit daher und man hat es zum Glück gelassen, die Interviews und die Kommentare von Sean Penn zu übersetzen, sondern griff hier zu deutschen Untertiteln. Zwar kein toller Stereo Track, aber hier wirkt alles sehr natürlich und auch die Musikstücke kommen sauber zur Geltung.
Als Bonus gibt es nur ein Trailer und ein alternatives Ende, aber Moment, was heißt hier nur, was will man hier auch mehr an Bonus machen ...?

Für Skateboard Fans ist "Dogtown and Z-Boy" die Doku überhaupt und man lernt endlich sämtliche Hintergründe über seine Lieblingsdroge kennen. Aber auch die unter euch, die mit diesem Sport nicht anfangen können, sei diese DVD ans Herz gelegt, vielleicht verstehen dann einige, was die Faszination Skateboarding ausmacht ...


Film++++++
Bild+++---
Ton++----
Bonus+-----


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Dogtown and Z-Boys
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