Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
HK 2003
Originaltitel:Miu Gaan Diy II
Alternativtitel:Wu Jian Dao II
aka. Infernal Affairs 2
Länge:114:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Alan Mak, Andrew Lau Wai-Keung
Buch:Siu Fai Mak (als Alan Mak), Felix Chong
Kamera:Wai Keung Lau, Man-Ching Ng
Musik:Johannes Brahms, Kwong Wing Chan
Darsteller:Edison Chen, Shawn Yu Man-Lok, Eric Tsang, Anthony Wong Chau-Sang, Francis Ng, Carina Lau, Andrew Lin Hoi, Roy Cheung, Teddy Chan, Arthur Wong, Henry Fong, Peter Ngor, Wu Kwan, Chapman To, Liu Kai Chi, Fu Ka Lei, Chiu Chung Yu, Alexander Chan, Joe Cheung Tung-Cho, Kara Hui, Brian Ireland, Bey Logan
Vertrieb:MC One
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, Headset Surround 2.0
Sprache:Deutsch, Katonesisch
Specials:
DVD 1: Hauptfilm
  • Audiokommentar mit Cast und Crew (Kantonesisch mit dt. UT)
  • Original Kinotrailer (Dt./Kan.) (2:50 Min.)
  • Trailershow:
    • Infernal Affairs (2:28 Min.)
    • The Cooler (2:12 Min.)
    • The Blues (6:29 Min.)
    • Donnie Darko (2:27 Min.)
    • Cypher (2:00 Min.)
    • Naked Weapon (3:06 Min.)
    • Nirgendwo in Afrika (3:06 Min.)
    • The Musketeer (2:07 Min.)
    • Das Duell in der verbotenen Stadt (2:26 Min.)
  • Biografien:
    • Andrew Lau
    • Alan Mak
    • Edison Chen
    • Shawn Yue
    • Anthony Wong
    • Eric Tsang
DVD 2: Bonus
  • The Making of "Infernal Affairs II" (21:57 Min.)
  • The Making of "Infernal Affairs II"-Segmente:
    • Segment A (6:04 Min.)
    • Segment B (5:02 Min.)
    • Segment C (5:02 Min.)
    • Segment D (5:02 Min.)
  • Confidential Files (5:41 Min.)
  • 4 entfallene Szenen
    • Szene A (2:59 Min.)
    • Szene B (1:08 Min.)
    • Szene C (4:24 Min.)
    • Szene D (1:34 Min.)
  • Outtakes (2:01 Min.)
  • Trailer & TV Spots (4:25 Min.):
    • Teaser (1:40 Min.)
    • TV Spot A (2:00 Min.)
    • TV Spot B (0:30 Min.)
    • TV Spot C (0:15 Min.)
  • Fotogalerie (13 Fotos)
Hong Kong, 1991: Nach der Ermordung seines Vaters, übernimmt der Geschäftsmann Ngai die Kontrolle über die Triaden. Keine leichte Aufgabe, denn auf den Thron der Unterwelt haben bereits andere Gangsterbosse spekuliert, unter anderem auch der gewitzte Sam, dessen Frau maßgeblich an der Ermordung Ngais Vater beteiligt war. Auch Sams Freund, der Polizist Wong würde Ngai lieber am Boden sehen, als in der Position über Drogenschmuggel in Hong Kong verfügen zu können. Da Wong noch eine Rechnung mit Ngais Familie offen hat, kommt es zu einem fiesen Machtkampf, in dem Gangster und Polizei gegen den Triadenboss intrigieren. Zwei Spitzel auf den beiden jeweiligen Seiten sind dabei besonders tragische Schachfiguren ...
- "Evil prevails. Only the good die young." - SP Wong

Die Corleones gibt's jetzt auch in Hongkong. In "Infernal Affairs II", dem erschreckend schnell produzierten Prequel zu dem 2002er Kassenhit Interner Link"Infernal Affairs", einem High-Tech-Cop-Drama, gehen die Regisseure Andrew Lau und Alan Mak, wird aus der geradlinigen Thrillerstory ein fast unüberschaubar komplexes Gangsterepos, das sehr oft im Laufe der 120 Minuten Laufzeit an die Geschichte des "Paten", also der Familie Corleone erinnert. Man kann es den beiden Regisseuren nicht mal verübeln. So hatten Mak und Lau die schwierige Aufgabe vor sich, ein Prequel, also die Vorgeschichte zu einer Geschichte zu entwerfen, die bereits mit dem Vorgängerfilm rund und abgeschlossen wirkte. Aufgrund des tragischen Endes in Interner Link"Infernal Affairs" konnten Lau und Mak die Geschichte ohne Verlust eines der Protagonisten nicht weiter in die Zukunft spinnen, so beschloss man, die Hintergründe zu beleuchten, und einfach auf beide Stars aus dem ersten Teil, Andy Lau und Tony Leung, zu verzichten. Und so aktivierte man die beiden Jungdarsteller Edison Chen und Shawn Yue, die schon in den Rückblenden in dem ersten Teil die jüngeren Versionen der eigentlichen Helden verkörperten, um die Geschichte zu erzählen, wie aus Yan und Lau zwei Undercover-Agenten wurden, die jeweils die Opponenten ausspitzelten.


Überraschend ist es jedoch, dass weder Chen noch Yue wirklich die Leinwand mit ihrer Geschichte füllen. Sie sind bestenfalls Randfiguren, die keinen direkten Einfluss auf die Storyline haben, sondern sich eher dazu präparieren, später größere Dinge zu vollbringen. Wortkarg und schauspielerisch bestenfalls durchschnittlich geben sich Chen und Yue Mühe, den Vorbildern Leung und Lau gerecht zu werden. Eine richtige Chance bekommen sie dazu von dem Film aber gar nicht, denn "Infernal Affairs II" konzentriert sich eher auf die Geschichte von Superintendent Wong (Anthony Wong) und Sam (Eric Tsang), die, wie wir wissen, später zu erbitterten Gegnern wurden, und hier noch einer gefährlichen Freundschaft fröhnen. Sam ist zwar noch nicht der Top Dog in der Unterwelt, jedoch würde seine Frau Mary (Carina Lau) ihn gerne auf jenem Thron sitzen sehen. Zusammen mit Wong plant und führt sie den Mord an der Gangsterlegende Kwoon aus.
Nach dem Tod des Big Boss kommt die Michael-Corleone-Figur des Films ins Spiel: Francis Ng als der tottraurige, hinterbliebene Sohn Ngai des verstorbenen Gangsterbosses. Nicht Sam ist es, der nun über die Drogengeschäfte in Hongkong wacht, sondern der Familienvater und Geschäftsmann, der aus einem weniger kriminellen Umfeld kommt, als Sam. Und mit dieser, den drei "Paten"-Filmen doch sehr entliehene Figur ist die stärkste in "Infernal Affairs II". Wong und Tsang können noch so gegen den stillen, intelligenten Triadenboss Ngai anspielen - die Leinwand gehört hier dem überlegenen Spiel Francis Ngs.


"Infernal Affairs II" verweigert den Weg des reinen Actionthrillers noch konsequenter als sein Vorgänger. Das Prequel versteht sich als Drama, nicht als Actionfilm. Und die stärksten Szenen sind genau jene, die manchmal offensichtlich, manchmal verschachtelt der "Pate"-Szenerie abgekupfert worden sind. Man tausche die Mafia mit den Triaden, und schon sind wir inmitten der "Pate"-Filme Coppolas. Mings erster Mord erinnert optisch ungemein an den legendären Anschlag De Niros in dem zweiten Interner Link"Der Pate". Oder auch die Ermordungen an den vier Gangsterbossen, die sich gegen seinen Vater verschworen haben, erinnert an jene kalte Abfolge von Racheszenerien aus dem ersten Coppola-Film.
Trotz alledem funktioniert "Infernal Affairs II" nicht. Die beiden Hauptfiguren aus dem ersten Teil sehen größtenteils tatenlos zu; die Schauspieler sind mit den Rollen überfordert. Die Freundschaft zwischen Sam und Wong mag nicht in das bisherige Interner Link"Infernal Affairs"-Universum passen, und wirkt sperrig und aufgesetzt. Auch Sams Frau Mary scheint zu Anfang einen Hauch der Chance zu haben, sich als starke weibliche Figur in einem Männerfilm etablieren zu können, verkommt im Laufe der Story aber auch nur zu einer weiteren Schachfigur in Lau und Maks unübersichtlichem Verschwörerspiel.
Am Ende des Films ist die Geschichte simpler als zu Anfang befürchtet. Das geschwindige Tempo in der ersten halben Stunde von "Infernal Affairs II" verfliegt schnell und die Irritation, die sich zu Anfang im Zuschauer breit machen könnte, da die beiden Regisseure darauf verzichten durch einen Prolog noch einmal die Geschehnisse und Charaktere aus dem ersten grob vorzustellen, kriegt der Aufmerksame innerhalb von fünf Minuten locker in den Griff. Doch auch wenn in "Infernal Affairs II" tragische Tode gestorben werden, ist man weniger involviert in die Geschichte. Fieberte man beim Erstling noch mit den Helden mit, so geht dem Prequel jene emotionale Dichte völlig ab.
Doch halt, "Infernal Affairs II" ist kein schlechter Film. Es ist halt, obwohl er eigentlich ein Prequel darstellt, ein typisches Sequel. Vertrauend auf den Erfolg und der guten Kritik des Vorgängers weiten Lau und Mak ihre Geschichte in die Vergangenheit hin aus, aber addieren zu den Begebenheiten aus dem Hit von 2002 nichts, was von Relevanz oder Wichtigkeit für die Figuren gewesen wäre. "Infernal Affairs II" ist auf den zweiten Blick recht simpel inszeniert, das Drehbuch ist schwächer geschrieben, verliert besonders kurz vor dem Showdown an Spannung und hat keine einzige schauspielerische Leistung zu bieten, die nur annähernd an das Ensemble des ersten Teils anknüpfen könnte - und das obwohl einige der Stars ihre Rollen wiederholen. Unterhalten kann "Infernal Affairs II" dann dennoch. Die letzten zwanzig Minuten sind durchaus spannend, und das, obwohl man zwangsläufig weiß, wie sich die Schicksale der einzelnen Figuren entwickeln würden. Aber gerade der Showdown, der 1997, zu der Zeit, in der das britische Empire ihre Kolonie Hong Kong an die Volksrepublik China zurückgeben musste, spielt, ist noch das stärkste an dem Prequel. Dennoch muss "Infernal Affairs II" als Enttäuschung betitelt werden. Konsumierbar ist der Film allemal, als Vorgänger zu Interner Link"Infernal Affairs" ist er jedoch ein Desaster. Entweder greift man gleich zum Original oder zu Interner Link"Der Pate II" - oder man wartet auf den unvermeidbaren Interner Link"Infernal Affairs III".

- My father always says "what goes around comes around." - Ngai Wing-Hau

Nachdem uns McOne bereits den ersten Teil der Interner Link"Infernal Affairs"-Trilogie in einer hübschen DVD-Edition spendierten, halten wir nun Teil 2 in unseren Händen. Ebenfalls wieder in einem hübschen Digipack mit Schuber als Doppel-DVD-Edition. Das anamorphe Widescreen-Bild braucht sich nicht hinter der Qualität der ersten DVD verstecken. Selbst im Vergleich zur Hongkong-DVD hat MCOne hier einen sauberen Transfer hingelegt, welcher den Vergleich mit der Konkurrenz nicht zu scheuen braucht. Die gesamte Optik des Films wirkt wieder sehr kühl und blass, gibt sich stets natürlich und auch der Kontrast, welcher etwas zu dunkel ausgefallen ist, leistet eine ansonsten gute Arbeit. Vor allem der Schwarzwert ist exzellent ausgefallen und bietet ein sattes und kräftiges Schwarz. Gelegentlich werden jedoch Details in dunklen Szenen verschluckt und helle Flächen überstrahlen derweilen auch etwas. Bildrauschen lässt sich hier nicht ausmachen und lässt auf den Einsatz eines Rauschfilters schließen. Hier kommen wir dann auch zum eigentlichen Manko beim Transfer. Die Schärfe ist nie wirklich perfekt und das gesamte Szenario wirkt recht weich, aber nie unscharf. Nahaufnahmen werden stets angenehm scharf dargestellt, ein perfekten Wert erreicht man hier leider nicht. Zudem produziert das Bild leichte Doppelkonturen, welche sich aber kaum störend auf das Gesamtergebnis auswirken. Defekte und Verschmutzungen fallen so gut wie gar nicht auf und lediglich die Kompressionen offenbaren gerade in helleren Flächen leichtes Blockrauschen und zudem zeigen sich in einigen Szenen leichte Nachzieheffekte. Mit einer anhaltenden und gleich bleibenden Schärfe hätte man hier Höchstwerte erreichen können.
Bei der Auswahl der Tonspuren wird hier mal wieder etwas übertrieben. Ganze sechs Audiotracks werden uns hier spendiert, dessen Menge ganz klar zu Lasten des Bildes gegangen sind. Neben dem unsäglichen 2.0 Headphone Mix, den nun wirklich niemand braucht, bietet die deutsche Fassung, welche wieder in einer tadellosen Synchronisation vorliegt, einen DTS-Track und 5.1 Mix. Unterschiede zu beiden Fassungen sind eigentlich nicht auszumachen, zumal die Datenrate für eine DTS-Spur wieder nicht ausgenutzt wird. Neben einer sauberen Dialogwiedergabe, wurde die Musik klar und kräftig auf alle Kanäle verteilt und erzeugt somit einen guten Raumklang, mit reichlich Bass. Die Rearsprecher werden hauptsächlich für den Score und einige Umgebungsgeräusche genutzt, direktionale Effekte gibt es hier eher weniger zu belauschen, da das Hauptaugenmerk hier in den Dialogen und der Musik liegt. Wenn, dann klingt das Ganze aber recht ordentlich, lässt aber das letzte Fünkchen Dynamik vermissen. Hier trumpft dann die kantonesische Originalfassung auf, welche nicht nur mit einem viel besseren Bass aufwartet, sondern insgesamt viel weiträumiger und natürlicher wirkt als die deutsche Fassung. Die gesamte Abmischung wirkt sehr dynamisch und erzeugt den perfekten Raumklang, mit einer sehr guten Sprachverständlichkeit und ist dank der optionalen deutschen Untertitel, der an sich guten aber etwas zurückhaltenden deutsche Version vorziehen. Die kantonesische Dolby Digital 2.0-Spur hätte man jedoch ebenfalls weglassen können und klingt sehr dumpf und eingeengt.


Die sechste Tonspur auf der ersten Disc, ist ein umfangreicher und informativer Audiokommentar mit den Regisseuren Andrew Lau und Alan Mak, dem Drehbuchautor Felix Chong, sowie den Darstellern Edison Chen, Shawn Yue, Anthony Wong, Francis NG und einigen anderen Darstellern. Wie auch schon bei der Special Edition des ersten Teils wurde der komplette Kommentar optional deutsch untertitelt, was ja heute leider immer noch kein Standard ist und deshalb hier Erwähnung findet. Neben dem Audiokommentar findet wir auf dem ersten Silberling noch den deutschen und kantonesischen Originaltrailer, sowie weitere Trailer zu dem McOne-Programm und 6 Biografien der Cast & Crew.
Das richtige Bonusmaterial findet sich dann auf einer Extras Disc, ist aber wie auch schon bei der ersten Special Edition etwas mager ausgefallen. Den Anfang macht ein knapp 22minütiges Making of, welches aber neben einigen Interviewblöcken, Ausschnitten aus dem Film und kurze Einblicke in die Dreharbeiten nicht viel zu bieten hat. Ein typisches PR-Making Of ohne Tiefe. Weiter geht es mit einer segmentierten Version des Making Of, welche in 5 verschiedenen kurzen Features unterteilt wurde und jeweils nie länger als 6 Minuten geht. Zudem unterscheidet sich die "Segmentierte" unwesentlich von dem kompletten Making of und wartet lediglich mit einer anderen Schnittfolge auf. "Confidential File" bietet knapp 6 Minuten unkomentiertes B-Roll-Material mit Musikuntermalung. Hiervon hätte man sich deutlich mehr gewünscht. Schade. Weiter geht es mit vier entfallene Szenen, welche optional deutsch untertitelt wurden, sowie 2 Minuten an Outtakes-Material. Zum Schluss gibt es noch den Original-Teaser, sowie drei TV-Spots und eine kurze Bildergalerie. Das war es dann auch leider schon an Bonusmaterial und das konnte uns nicht so ganz überzeugen. Hier bleibt der Audiokommentar noch das Beste in puncto Zusatzmaterial. Fairerweise sollte man dazu sagen, dass McOne fast das komplette Bonusmaterial der Hongkong-DVD übernommen hat und anscheinend nicht mehr zur Verfügung stand.

Schlussendlich bleibt also eine solide DVD-Umsetzung, welche leider nicht ganz an die erste Edition anknüpfen kann. Dem Bild fehlt es etwas an einem ausgewogenen Schärfeverhalten und der Ton, passend zum eher ruhigen Grundtenor des Films, ist weniger spektakulär. Dennoch gerade für Fans eine lohnende Anschaffung in einer schönen Verpackung.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


Druckbare Version
Infernal Affairs (Special Edition)
Infernal Affairs 3 - The Ultimate Showdown
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.