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USA 2006
Originaltitel:Snakes on a Plane
Alternativtitel:Flight 121
aka. Pacific Air 121
aka. Serpents dans l'avion, Des
Länge:101:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:David R. Ellis
Buch:John Heffernan, Sebastian Gutierrez
Kamera:Adam Greenberg
Musik:Trevor Rabin
SFX:CafeFX
Darsteller:Samuel L. Jackson, Byron Lawson, Nathan Phillips, Flex Alexander, Adam Behr, Rachel Blanchard, Bobby Cannavale, Terry Chen, Keith Dallas, Agam Darshi, Casey Dubois, Daniel Hogarth, Emily Holmes, Mark Houghton, Bruce James
Vertrieb:Warner / New Line
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Verpackung:Steelbook (limitiert), KeepCase
DVD-Start:28.12.2006 (Verleih) / 12.01.2007 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar von Regisseur David Ellis, Samuel L.Jackson, Produzent Craig Berenson, Aufnameleiterin Tawn Ellis, VFX Supervisor Eric Henry und Regisseur des 2. Drehteams Feddie Hice
  • Verpatzte Szenen (4:30 Min.)
  • Dokumentationen:
    • Pures Gift - Making Of "Snakes on a Plane" (18:07 Min.)
    • Die Reptilien hautnah (13:00 Min.)
    • Visuelle Effekte (5:22 Min.)
    • Snakes On A Blog - Der Hype im Internet (10:07 Min.)
  • Music Video:
    • Music Video: inkl. Behind the Scenes-Music Video (8:59 Min.)
    • Music Video (3:47 Min.)
  • Nicht verwendete Szenen und erweiterte Szenen (wahlw. mit/ohne Kommentar, 12:18 Min.)
    • Warten am Gate (0:55 Min.)
    • Eddie Kims Kampfszene (1:11 Min.)
    • Das Boading (2:14 Min.)
    • Three G's und Mercedes (1:15 Min.)
    • Agent Flynn und Claire (1:20 Min.)
    • Verlängerter Angriff auf Mrs. Bova (1:48 Min.)
    • Gespräch über das Musikvideo (1:18 Min.)
    • Verzweiflung in der Kabine (0:42 Min.)
    • Vorbereitung zur Wasserlandung (0:46 Min.)
    • Flynns Angebot (0:48 Min.)
  • TV Spots:
    • Hype (0:34 Min.)
    • Everything (0:33 Min.)
    • Sit Back (0:33 Mi.)
    • Bring it (0:34 Min.)
    • Sam Strikes Back (0:33 Min.)
  • Trailer:
    • Teasertailer (0:57 Min.)
    • USA-Kinotrailer "Unleashed" (1:22 Min.)
    • USA-Kinotrailer "Phobia" (1:06 Min.)
FBI-Agent Neville Flynn muss nach einem Mord an einem prominenten Staatsanwalt aus Los Angeles dem einzigen Augenzeugen, Sean Jones, auf dem Flug von Hawaii nach Los Angeles Geleitschutz geben. Jones soll vor dem Schwurgericht in Los Angeles aussagen, doch der flüchtige Mörder, Eddie Kim, will das um jeden Preis verhindern. Kim, einer der meistgesuchten Kriminellen Amerikas, schreckte schon nicht davor zurück, den gegen ihn ermittelnden Staatsanwalt beiseite zu räumen, es bleibt also nur noch Sean Jones. Sein Ziel ist, dass Jones das Flugzeug nicht lebend verlässt. Hunderte von giftigen Schlangen jeder Art und Größe werden von ihm und seinen Schergen in den Frachtraum des Flugzeugs geschmuggelt, um nach dem Start zeitversetzt freigelassen zu werden. Durch das Inhalieren von Pheromonen reagieren die Reptilien aggressiver als gewöhnlich, zerstören Betriebsanlagen, terrorisieren und töten Passagiere und Crewmitglieder. Agent Flynn und die Flugbegleiterin Claire Miller bemühen sich, keine Panik aufkommen zu lassen, denn sie haben sich zwei Ziele gesetzt: Das Flugzeug sicher nach Los Angeles zu bringen und Sean Jones vor den zu Bestien gewordenen Schlangen zu schützen!
"At 30,000 feet, snakes aren't the deadliest thing on this plane."

Vielleicht hätte New Line jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt. "Snakes on a Plane" hatte das Zeug zu einem Kultfilm, wurde letzten Endes aber nur ein weiterer Tierhorrorfilm mit überzeugendem Actionanteil. Dies ist insofern schade, da in den vorhandenen Möglichkeiten einfach viel mehr Potential schlummerte.
Der frühe Hype um den Film wurde nicht forciert, sondern von der Internet-Community gegründet. Bereits während der Pre-Production scharrten sich weltweit Fans um das Projekt, förderten die kuriosesten Einfälle zutage und feierten einen bis dato noch nicht einmal fertig gestellten Film. Samuel L. Jackson ("The Long Kiss Goodnight", "The Negotiator"), dafür bekannt bei seiner Rollenwahl auch gern mal dem Instinkt zu folgen (u.a. Interner Link"The 51st State"), betonte in Interviews und Fernsehauftritten mehrmals, nur unterschrieben zu haben, weil ihm der Titel gefiel, während er das Drehbuch nicht einmal gelesen hatte.
New Line selbst bemerkte erst ziemlich spät, was sie da überhaupt am Haken hatten, zogen die Titeländerung in "Pacific Air Flight 121" nach massiven Fanprotesten wie auch Jacksons höchstpersönlicher Intervention wieder zurück und schossen sogar noch Geld nach, um zusätzliche Szenen für ein R-Rating drehen zu lassen. Deren nachträgliche Integration fällt übrigens auch deutlich auf. Es wurde alles getan, um den Wünschen der Fans zu entsprechen.


Die Erwartungen der Fans waren also hoch und New Line hoffte mit diesem selbstständigen Marketing einen richtigen Coup zu landen. Die Ernüchterung gab es dann am amerikanischen Startwochenende, wo sich der Film mit einem Einspiel von 13,8 Millionen Dollar zwar gut aus der Affäre zog, aber nach dem vielen Trara dann doch nicht die höher gesteckten Ziele erreichte. Dabei macht "Snakes on a Plane" wirklich Spaß. Es ist nur eben nicht der Film, der er hätte werden können. Regisseur David R. Ellis (Interner Link"Final Destination 2", "Cellular"), der den für so einen Film wesentlich besser geeigneteren Ronny Yu (Interner Link"Bride of Chucky", Interner Link"Freddy vs. Jason"), kurzfristig ablöste, gehört zu den wenigen modernen Mainstream-Regisseuren, die aktuell mit "Style over Substance" wirklich überzeugen können. Ähnlich wie John Stockwell ("Blue Crush", "Into the Blue") beherrscht er den Style nämlich nicht nur, sondern versteht ihn auch überaus kurzweilig zu präsentieren. Was ihn von Stockwell noch unterscheidet, ist sein getimter Humor, den er speziell in seinen letzten beiden Arbeiten ausspielte und diese damit aus dem Mittelmaß hervorhob.



Auch "Snakes on a Plane" trägt nun die charakteristischen Merkmale seiner Regie, ohne mit dem gebeutelten Genre tatsächlich zu spielen. Gerade angesichts der Schwemme angespülter, größtenteils grausamer 08/15-Videothekenware die Nu Image, Cinetel Films, Royal Oaks und Unified Film Organization seit etlichen Jahren verbrechen, bietet sich so eine selbstreflexive Abrechnung mit allen erdenklichen Klischees gerade zu an. Aber anstatt sie zu überspitzen, benutzt man sie abgesehen von wenigen Ausnahmen nur, zeigt gleichzeitig zu wenig Selbstironie und nimmt sich auch eine Spur zu ernst. Wir haben kein Interner Link"Eight Legged Freaks" erwartet, aber Ellory Elkayem hat dieses Prinzip besser verstanden.
Vielleicht hätte man aber auch einfach mal wagen sollen einen erfahrenen B-Movie-Regisseur anzuheuern, der mit dieser Materie vertraut ist. Denn wir sind uns sicher, dass die fehlende Genre-Erfahrung der Autoren und des Regisseurs einen besseren Film verhinderte. In ihnen schlummert leider kein Quentin Tarantino, der sich mit seinen Filmen regelmäßig selbst als Geek äußert und die Materie verstanden beziehungsweise sich in sie verliebt hat.

Nichtsdestotrotz kann man sich von "Snakes on a Plane" immer noch ganz problemlos unterhalten lassen. Nur das Abfeiern, das fällt eben flach. Der Film legt vom Start weg gleich ein flottes Tempo vor und ergibt sich keinerlei Floskeln. Auch wenn die Schlangen erst nach einem Drittel des Films im Flugzeug entlassen werden, gibt es genug zu sehen. Ellis verpackt Hawaii in eine superschicke Optik und führt auch Samuel L. Jackson umgehend ein. Der will als FBI-Agent Neville Flynn den jungen Sean (Nathan Phillips, Interner Link"Wolf Creek") nach L.A. bringen, damit er dort als Zeuge gegen den Gangster Eddie Kim (Byron Lawson) aussagt. Zufällig beobachtete er Kim bei der Ermordung eines Staatsanwalts und hat bald Kims Killer vor seiner Wohnungstür stehen. Neville paukt ihn in letzter Sekunde raus und verfrachtet ihn in eine Linienmaschine nach L.A. Man requiriert die erste Klasse und hebt ab. Wenig später brechen Dutzende von Kims Männern platzierte, hochaggressive Giftschlangen aus dem Frachtraum und machen sich über die Besatzung nebst Passagieren her.


Die Ansammlung geläufiger Stereotypen (u.a. hypochondrischer Rapper, hilflose Kinder, alte Oma, die dumme Blondine mit Handtaschendackel etc.) erhält vorweg noch seine zwangsläufige Vorstellung und Neville darf auch schon einmal die ersten lebensnotwenigen Regeln aufstellen, bevor die Brut loslegt. Überhaupt muss Jackson hier als DER Pluspunkt gewertet werden, denn wenn er entnervt fluchend mit Elektroschocker, flammendem Spray und Harpune gegen das schlängelnde Untier zu Felde zieht, immer Herr der Lage bleibt, organisiert, Ansprachen hält, Oneliner klopft und trotzdem bis auf den Gefrierpunkt omnipräsente Coolness ausstrahlt, möchte man ihm als Zuschauer am liebsten anerkennend auf die Schulter klopfen. "Geile Show! Hast du deinen Spaß? Ja? Wir auch!" Aber um ihn herum verkommen inklusive Stewardess (Ex-"ER"-Krankenschwester Julianna Margulies nach Interner Link"Ghost Ship" wieder im Horrorbusiness) ohnehin alle zu Staffage und genau deswegen hätte er mehr Screentime vertragen. Zwischenzeitlich taucht er leider für mehrere Minuten ab und überlässt dem Rest das Feld, nur sind die ohne ihn hilflos. Auf weiter Flur wirklich niemand zusehen, mit dem man irgendwie sympathisiert oder fiebert. Alles bloß Schlachtlämmer, die auf ihr Schicksal warten.

Tatsächlich häufen sich die Attacken immerhin ganz fix. Sex auf dem Lokus stellt sich als Todesfalle heraus, Katzen werden vertilgt und allgemein verbeißt man sich natürlich gern in die Opfer. Ob direkt in den Genitalbereich, die Brustwarze oder gleich ins Gesicht, allerhand schmerzhafte Erfahrungen verbuchen die bald kräftig in Panik geratenden Passagiere, während die bissigen Schlangen schon einmal die falschen Kabel ausprobieren, den Piloten wegraffen und sich später auch an kleinen Hunden gütlich tun. Die ironischen Gags sind dabei leider relativ rar gesät. Der Versuch sich in einem, später immer wieder durchs Bild rollenden, mit Pheromonen besprühten Blumenring zu paaren, mag noch einige Lacher verbuchen, viel mehr gute Jokes bleiben "Snakes on a Plane" aber leider nicht. Weder stellen die Viecher sich, ähnlich wie ihre Kollegen in Interner Link"Eight Legged Freaks" richtig blöd an, noch staffelt Ellis die Klischees dicht genug, um das Genre gekonnt zu parodieren. Dabei wären besonders die diversen Stereotypen dafür prädestiniert gewesen. Dass das Flugzeug letztlich von einem rappenden Gamejunkie gelandet wird, ist nur einer der wenigen guten Einfälle. Das Tempo stimmt dennoch, draußen tobt ein turbulentes Unwetter und drinnen das ausbrechende Chaos - ein einziges Durcheinander von verzweifelten Passagieren. Die Attacken sind hochfrequentiert und einige Opfer erfordert die Schlacht zwischen Mensch und Tier natürlich auch. Man verbarrikadiert sich, versorgt ziemlich ekelige Wunden und versucht die Viecher abzuwehren. Wenn die dann eher versehentlich den Getränkewagen als Rammbock missbrauchen, verdient sich der Film zwar mal wieder Szenenapplaus, so wahrhaft mitreißen kann er trotzdem nicht. Dafür geht es aber gleich weiter. Die Subplots harmonieren dabei ausgesprochen wenig mit dem Gezappel im Flieger und den Bad Guy hätte man gar ganz rausstreichen können, zumindest geben sie Jackson noch Gelegenheit für witzige Telefonate.



Wenn man sich der Schlangen dann zum Schluss mit einer spektakulären wie auch ineffektiven Idee entledigt, geht leider die Phantasie mit den Autoren durch. Vor allem das Riesenexemplar verschenken sie gänzlich, zwingen den Film frei nach "Airport" allerdings zu einem befriedigenden Abschluss zur Landung. Wir wollen deswegen letztlich auch gar nicht so sehr unken, aber mit einer größeren Portion pechschwarzem Humor und mehr abgefahrenen Ideen wäre aus "Snakes on a Plane" mit Sicherheit ein Partyknaller erster Kajüte geworden. So kann man ihn sich zwar mal reinziehen und seinen Spaß haben, ein feuchtfröhlicher Kultfilm wird er allerdings nie. Dafür verpuffen viele ungenutzten Klischees einfach zu wirkungslos im Raum und fällt den Schlangen zu wenig Unorthodoxes ein.

"I want these motherfucking snakes off this motherfucking plane."

Kommen wir nun zur deutschen DVD und der technischen Umsetzung. Die Schärfe hinterlässt einen überraschend guten Eindruck und vor allem die sauberen und knackigen Konturen lassen den Transfer sehr plastisch und scharf wirken. Sogar die Detailzeichnung, welche in den letzten Monaten bei Warner-DVDs nicht besonders gut war, macht eine ordentliche Figur und lässt das Bild in den Nahaufnahmen sehr detailliert erscheinen, obgleich das ganze ruhig etwas brillanter hätte ausfallen dürfen. Zudem sind die eingesetzten Rauschfilter daran schuld, dass viele Sequenzen immer noch deutlich zu weich und etwas matschig wirken. In Bewegungen und Kameraschwenks trübt zudem eine sichtbare Bewegungsunschärfe den Transfer und stehende Rauschmuster kommen der Schärfe ebenfalls nicht immer zu gute. Weiterhin hätte die Bitrate ruhig etwas höher ausfallen dürfen, somit ist der Transfer leider nicht frei von Artefaktbildung und leichtem Blockrauschen. Dafür wird uns aber eine sehr kräftige und satte Farbgebung geboten und auch der harte Kontrast überzeugt in allen Belangen und zeichnet sich vor allem durch seinen enormen Schwarzwert aus. Details werden in dunklen Szenen keine verschluckt und helle Flächen wirken nur selten etwas zu steil. Zudem ist der Transfer frei von Defekten und Verschmutzungen, was wir auch nicht anders erwartet hatten. Eine kleine Korrektur in der Detailschärfe und wir hätten liebend gern die Höchstnote verteilt.


Über die akustische Aufbereitung müssen wir uns ebenfalls keine Sorgen machen, denn der deutsche Dolby Digital 5.1-Mix bietet ein sehr dynamisches und weiträumiges Klangspektrum, sowie eine Vielzahl gut positionierter Surround-Effekte, welche im Zusammenhang mit dem Score und den meist sehr präsenten Umgebungsgeräuschen ein sehr schönes Klangbild abliefern. Auch der Bass bekommt in den Actionsequenzen ordentlich zu tun, könnte aber vielleicht etwas prägnanter sein. Dafür bietet der deutsche Track eine gute Sprachwiedergabe und die Dialoge hallen sehr saubere aus dem Center. Der englische Track klingt hingegen etwas voluminöser und wartet mit einer etwas weiträumigeren Klangkulisse auf, was vor allem in den Effektmomenten sehr deutlich wahrzunehmen ist.
Aber auch die Dialogenwiedergabe bietet etwas mehr Natürlichkeit in der englischen Dolby Digital 5.1-Version, welche mit einem zusätzlichen EX-Kanal ausgestattet wurde, der leider in der deutschen Fassung fehlt. Optional bietet man uns noch deutsche Untertitel für die englische Tonspur.


Zu den Extras, welche allesamt auf die Hauptfilm-DVD gepresst wurden, gesellen sich neben den obligatorischen TV-Spots und Teaser und Kinotrailern, 4 Minuten an verpatzten Szenen, sowie 10 nicht verwendete bzw. erweiterte Sequenzen, welche optional mit Regiekommentar geschaut werden können. Zudem finden wir hier noch das Musikvideo zum Film, optional sogar mit einem kleinen Making of. Weiter geht es dann mit vier Dokumentationen, welche eine Gesamtspielzeit von knapp 47 Minuten ausmachen und sich neben dem 18minütigen Making of "Pures Gift" hauptsächlich um den Hype, die Tiere und visuellen Effekte drehen. Last but not least, sollte man den witzigen und dennoch sehr informativen Audiokommentar mit Regisseur David Ellis, Samuel L. Jackson, Produzent Craig Berenson, Aufnahmeleiterin Tawn Ellis, VFX Supervisor Eric Henry und Regisseur des zweiten Drehteams Feddie Hice nicht verpassen, welcher sogar deutsch untertitelt vorliegt. Zwar sind viele der Featurette reine PR-Clips, aber Hand auf Herz: Bei "Snakes on a Plane" haben wir auch nichts anderes erwartet.

"Sit back. Relax. Enjoy the fright."

Der letzte Kick fehlt "Snakes on a Plane" leider. Die Tricks (inklusive obligatorischer Schlangen-Egoperspektive) sind für das niedrige Budget von 33 Millionen Dollar gut und Samuel L. Jackson ist wie gewohnt eine Bank. Schade, obwohl eigentlich alle wichtigen Genreelemente zusammengekarrt wurden, wird kein Fest für eingefleischte Fans daraus, da weder die Autoren noch Ellis richtige Geeks in diesem Terrain sind. Zwar bleibt man sich und dem Genre treu, verpackt die Chose in eine nebensächliche Story, fährt grundsätzlich nur altbewährte Ideen auf und verschließt sich jedem Anzeichen von Seriosität, um die Klischees präsentieren zu können, die ideenreiche, ironische Veräppelung der Vorbilder findet allerdings leider nicht statt. Schade, daraus hätte man mehr machen können. Wir haben ehrlich gesagt auch mehr erwartet und wurde den Verdacht nicht los, dass er Film in einem frühen Stadium doch einmal ernst gemeint war und erst später zu einer spaßigen Horrorerfahrung umgeschrieben wurde. Vielleicht ist das auch der Grund, warum das Konzept nur zum Teil aufgeht.


Dass "Snakes on a Plane" ein New Line Cinema-Titel ist, merkt man sofort, denn im Gegensatz zu den in den letzten Monaten erschienen Warner-DVDs hinterlässt die DVD endlich mal wieder einen sehr positiven Gesamteindruck, was dran liegt, dass Warner hier lediglich für den Vertrieb verantwortlich ist. Bild und Ton befinden sich auf einem hohen Niveau und die Extras machen Spaß. Allerdings hätte man dem Bild eine deutlich höhere Bitrate spendieren können, denn selbst mit dem ganzen Bonusmaterial ist auf der DVD noch reichlich Platz. Hier hätte sich zum schönen Steelbook ein 2-Disc-Set angeboten, dann hätte man dem Bild mehr Speicherplatz zusprechen können. Aber nun ja, dennoch eine lohnende Anschaffung in einem ansprechenden, jedoch limitierten Steelbook. Alternativ gibt es aber noch eine inhaltlich identische Amaray-Version.


Film+++---
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus++++--


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Snakes on a Plane
Snakes on A Plane (Steelbook)
IMDb.com OFDb.de



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