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D, USA 2005
Originaltitel:Larva
Länge:89:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Tim Cox
Buch:Kenneth M. Badish, Boaz Davidson, David Goodin, Kevin Moore, J. Paul V. Robert, T.M. Van Ostrand
Kamera:Stephen Lighthill, Dave Rutherford
Musik:John Dickson
SFX:Worldwide FX
Darsteller:Vincent Ventresca, Rachel Hunter, William Forsythe, David Selby, Robert Miano, James Daris, James Sheldon, Sean Kissner, Erron J. Shaw, Brandi Prine, Johnathon Prine, Zachary Stevens, Amanda Ianelli
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • Trailer dt./engl. (1:39 Min.)
  • Making Of (11:42 Min.)
  • Weitere Trailer:
    • Saw (1:55 Min.)
    • Mr. und Mrs. Smith (1:19 Min.)
    • Leon - der Profi (1:33 Min.)
    • Million Dollar Baby (2:22 Min.)
    • The Football Factory (1:43 Min.)
    • The Toolbox Murders (1:32 Min.)
    • Trespassing (1:08 Min.)
    • Creature (1:47 Min.)
    • Spartan (2:00 Min.)
    • Mosquito Man (1:43 Min.)
    • Control (1:58 Min.)
    • Snake King (1:46 Min.)
Dr. Eli Rudkus ist der neue Tierarzt im verschlafenen Farmerdorf Host. Er nimmt seinen Job zwei Wochen eher als geplant auf und kommt damit keinen Tag zu früh. Denn kurz nach seiner Ankunft wird er zu Farmer Jacob Long gerufen, dessen Rinder von seltsamen Parasiten befallen zu sein scheinen. Eli bemerkt schnell, dass es sich dabei um keine herkömmliche Spezies handelt und befürchtet, dass sie nicht nur eine Gefahr für die Tiere darstellen, sondern auch auf den Menschen übertragen werden könnten ...
- "In Zeiten wie diesen macht sich Paranoia schon bezahlt." (Filmzitat)

Nu Image-Produktionen sind ja nicht gerade für ihre innovativen Stories bekannt, eher schon für mal mehr, mal weniger liebevoll gestaltete Blaupausen altbekannter Genre-Muster. Auch "Larva" fügt sich bestens in dieses Schema ein, denn was hier passiert, hat man schon dutzende Male woanders gesehen, manchmal besser, manchmal aber auch schlechter. Bereits die Erzählweise fällt angenehm positiv auf, und im Gegensatz zu manch anderem Tier-Horror wirkt der Plot nicht völlig wirr, wenngleich er natürlich gewohnt dünn ausfällt.


Der neue Doc im Bauernkaff entdeckt eine zunächst unsichtbare Gefahr für die Bevölkerung, stößt aber selbstverständlich erst einmal auf taube Ohren. Lediglich Farmer Jacob steht ihm zur Seite. Als Eli dann auch noch die Ursache der Bedrohung erkennt, sind die Fronten schnell geklärt. Bei den Parasiten handelt es sich um Leberegel, welche durch das vom örtlichen Großindustriellen Host Tender Meat verabreichte Gen-Futter bedenklich an Größe gewinnen und einen unstillbaren Blutdurst entwickeln. Fletcher Odermatt heißt der Chef der Firma und fungiert fortan als der böse Gegenspieler. Dabei versucht der Film sogar in einer Szene auf eine bemitleidenswert naive Weise, dem Bösewicht eine gewisse Tiefe zu verleihen, indem er uns Fletcher als fürsorglichen Familienvater zeigt, der beim Abendessen mit seinem Sohnemann herumalbert. Nun gut, zumindest gewinnt dadurch das spätere Ableben gewisser Mitglieder der Familie Odermatt an Wirkung.


Ansonsten lohnt es sich wie gewohnt weder bei den Charakteren noch bei der Handlung nach Tiefgang zu suchen. Fletcher wird ungeachtet seiner familiären Situation solide von TV-Veteran David Selby verkörpert. Vincent Ventresca (Interner Link"Dead & Breakfast"), der den Doc gibt, ist nicht gerade mit einem größeren Wiedererkennungswert gesegnet und bleibt weitestgehend blass. Ebenfalls etwas durchwachsen fällt der Auftritt von Ex-Bunny Rachel Hunter aus, der man zwar nicht zwangsläufig ein gesteigertes Schauspieltalent unterstellen muss, die aber allein aufgrund ihrer Rolle völlig chancenlos bleibt. Sie verkörpert (und das darf man trotz ihrer Vergangenheit leider nicht im Geringsten wörtlich nehmen) Fletchers Anwältin, die zunächst zwei-drei berufstypisch unsympathische Sätze sprechen darf, bevor sie sich auf die Seite unserer Helden schlägt, dabei aber die ultimative Mitläufer-Rolle innehat. Fast ist man geneigt zu vermuten, die Gute sei eher zufällig in diesen Film gerutscht, weil sie gerade preisgünstig zu haben war und man mit ihrem Namen zumindest im weitesten Sinne etwas Promotion betreiben konnte.


Aber wir haben ja noch William Forsythe (Interner Link"The Devil's Rejects"), der in der Rolle des Jacob einmal mehr zu begeistern weiß. Doch nicht nur seine Darstellung stellt den kompletten restlichen Cast in den Schatten, auch seine Figur ist die einzige, die wirklich überzeugt. Zwar handelt es sich hier um einen absoluten Stereotyp, für den Film reicht dies aber allemal und er ist es auch, der sowohl die Spannung aufrechterhält, als auch für einige Lacher sorgt. Wenn er bei dem Anblick seiner kranken Kuh richtig traurig dreinblickt, erweckt er echtes Mitleid, nur um etwas später inmitten seiner imposanten Waffensammlung im Stall (!) an einen Burt Gummer aus der Interner Link"Tremors"-Reihe zu erinnern.


- "Wie können wir sie aufhalten?"
- "Abknallen! Das funktioniert prima!" (Filmzitat)

Neben dem schießwütigen, aber sympathischen Farmer versucht "Larva" natürlich vor allem mit den titelgebenden Parasiten zu punkten. Dabei kommt auf der Effektseite nahezu alles aus dem Computer, kann jedoch im Gegensatz zu Forsythes Darstellung nicht gänzlich uneingeschränkt überzeugen. Genau genommen nimmt die Titelrolle gerade einmal ein paar Minuten ein, denn von den Larven, die sich im Inneren der Rinder und per Hamburger schließlich auch im Menschen einnisten, bekommen wir nur einmal etwas zu sehen. Der mutierte Leberegel, den Eli untersucht, befindet sich dafür allerdings auf einem überraschend hohen CGI-Niveau.
Doch wie es Larven so an sich haben, entwickeln sie sich im Körper des Wirts weiter und zeigen sich nach dem immer wieder gern zitierten Chestbuster als fledermausähnliche Wesen. Hier passen sich die Effekte dann auch dem vermutlichen Budget des Films an und wollen sich nicht so richtig stimmig einfügen. Dennoch ist das alles für reinsten B-Trash immer noch recht solide. Etwas ärgerlicher ist da schon die immer gleiche Weise, auf die die Angriffe der Monster ablaufen. Sie bedecken ihr Opfer nahezu völlig mit ihren Flügeln und nur durch die Geräusche sowie eine dezente Auf- und Abbewegung wird das Aussaugen des Blutes vermittelt. Da hätte man sich schon etwas mehr einfallen lassen können, denn schon die Anatomie der Monster eignet sich alles andere als gut für eindrucksvolle Angriffe. Nichtsdestotrotz muss man als Zuschauer nicht komplett auf Splatter verzichten, aufgeplatzte Tiere, zurückgelassene Opfer und die bereits erwähnten Chestbuster tragen maßgeblich zum Gelingen des Films bei.


Sonnenuntergang bzw. -aufgang in beinahe jeder Szene: Der bräunlich-rötliche Filter sitzt über die gesamte Spielzeit auf dem Bild und sorgt für etwas mehr als nur goldige Landschaftsaufnahmen, denn der Rotstich ist dabei kaum verkennbar. Dies allein wäre wenig tragisch, aber der Kontrast macht die Anstrengungen des Films in den gut aussehenden, hellen Szenen durch die schwächer ausgeleuchteten Teile zunichte. Denn beispielsweise der erste Angriff der Riesenlarve bei Nacht (Fund des toten Hundes) ist ziemlich unkenntlich, die späteren Innenszenen für eine neuere Produktion zu dunkel und mulmig und insgesamt bleibt auch die Schärfe hinter den Erwartungen zurück. Mag sein, dass einige damit zufrieden sind, durch das deutliche Rauschen bis hin zu dezentem Flackern und die höchst durchschnittliche Abgrenzung der Konturen entsteht oftmals ein zu weiches Bild - trotz anamorphem Resultat. Die Kompression scheint nicht beeinflusst zu sein, ein paar stehende Rauschmuster entstanden aber anscheinend schon während der Rauschdämmung, die man letztlich aber nur nebenläufig mitbekommt.


Der Mix in Dolby Digital 5.1 ist in beiden Sprachen sehr ordentlich geworden, wird vor allem vom brillanten Score genährt und hat auch ein paar Effekte zu bieten. Die raschelnden, umherspringenden Monster eignen sich bestens, um die hinteren Lautsprecher passagenweise zu beschäftigen, der große Knall oder gar die Flexibilität von Großproduktionen vermisst man aber ein wenig. Höhen- und Tiefenwiedergabe sind gleichermaßen gut ausgeprägt, ohne sonderlich hervorzustechen. Für einen Film wie "Larva" wird man also ordentlich bedient, mit ein wenig mehr Aggressivität und Durchhaltevermögen bei den Surround-Signalen wären's sogar 5 Punkte gewesen.

Neben vielen Trailern bietet die DVD ein kompaktes, nett anzusehendes Making Of, eine Vermischung aus werbewirksamer Vorstellung des Filmes und Geleitung hinter die Kulissen. Ansonsten leider tote Hose.


Wie spätestens das Making Of beweist, sollte man den Film nicht zu ernst nehmen, auch wenn dieser Eindruck auf den ersten Blick entstehen mag. Dass hier gar nicht erst versucht wurde, große Innovationen zu kreieren, müsste allein durch die Story klar sein. Hier werden bewusst Genre-Versatzstücke teils kochbuchartig zusammengefügt, was mal mehr, mal weniger freiwillig zu so manchem Lacher führt. Wer weiß, was ihn erwartet und dennoch zu "Larva" greift, wird aller Voraussicht nach Gefallen an diesem kurzweiligen Creature-Horror finden.


Film++++--
Bild+++---
Ton++++--
Bonus+-----


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