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USA 2008
Originaltitel:Shuttle
Länge:102:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Edward Anderson
Buch:Edward Anderson
Kamera:Michael Fimognari
Musik:Henning Lohner
SFX:William 'Billy Jack' Jakielaszek, Adam McClain, Michael Ricci
Darsteller:Tony Curran, Peyton List, Cameron Goodman, Cullen Douglas, Dave Power, James Snyder, Tom Kemp, Kaylan Tracey
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:24.04.2009 (Verleih) / 29.05.2009 (Kauf)
Specials:
  • Dt. Trailer (1:50 Min.)
  • Engl. Trailer (1:50 Min.)
Nach einem Partywochenende in Mexiko kommen die Studentinnen Jules und Mel in einer verregneten Nacht am Flughafen an und steigen ins nächste Airport-Shuttle. Müde und erledigt von der strapaziösen Reise haben die beiden nur noch einen Wunsch: Trocken und schnell nach Hause gelangen. Ebenfalls mit an Bord sind zwei junge Männer und ein schüchterner Beamtentyp. Keiner von ihnen ahnt, dass der freundliche Fahrer ein skrupelloser Verbrecher ist, der einen niederträchtigen Plan verfolgt. Aus der harmlosen Busfahrt wird ein blutiger One-Way-Trip mit schockierendem Ausgang, bei dem es für alle Beteiligten nur ein Ziel gibt: Zu überleben.
Nächtliches Busfahren ist heutzutage auch nicht ohne, wenn man als argloser Fahrgast an einen psychopathischen Busfahrer gerät, der sein Fahrzeug vorsorglich präpariert hat und es so leicht kein Entrinnen gibt. Der Terrorfilm ist nicht klein zu kriegen, was dieser Beitrag mit simplen Zutaten eindrucksvoll unter Beweis stellt.



Frisch am Flughafen angekommen, werden Mel und Jules nicht abgeholt und nehmen, gemeinsam mit zwei Bekannten und einem älteren Herrn, das Angebot eines Shuttle-Fahrers an, sie in die Stadt zu fahren. Nachdem sie von der Straße abgedrängt werden und ein Reifen platzt, kommt es zum scheinbaren Unfall, als der Wagenheber einknickt und einem dabei die Finger abgetrennt werden. Doch statt rasch ins Krankenhaus zu fahren, widmet sich der Fahrer ganz anderen Plänen ...

.. die nicht so sehr auf der "Torture Porn"-Welle schwimmen, wie man das vielleicht vermuten könnte, da der Einstieg tatsächlich ein wenig an Interner Link"Hostel" erinnert. Es gibt einen Grund für die merkwürdigen Verhaltensweisen des undurchsichtigen Fahrers, was sich erst ganz am Ende aufklären wird. Für die Fahrgäste wird dies jedoch eine Alptraumfahrt, denn jede Form von Flucht oder Gegenwehr wird bitter quittiert.

Schnell sticht Mel als potentielle Heldin hervor, sie knüpft als erste eindringliche Gedanken zur Flucht, versucht dennoch die Ruhe zu bewahren und ist schon deshalb Sympathieträgerin, weil sie Gebärdensprache beherrscht und ihrer Freundin sogar das Fremdgehen mit ihrem Verlobten verzeiht. Die anderen Protagonisten bilden demgegenüber eher Klischeefiguren, die sich aber gut ins Gefüge stecken lassen. Nur beim namenlosen Fahrer ist man nicht sicher, was als Nächstes kommen mag, woraus die Handlung letztlich seine Spannung bezieht.



Denn es ist die grundlegende Situation, in der sich jeder Fragen stellen würde, welche Möglichkeiten es gäbe, sich aus dieser Lage zu befreien und welche Hilfsmittel hierfür überhaupt zur Verfügung stehen. Da sind zwar ein paar obligatorische Logikfehler enthalten, wenn man die Scheibe des Fahrzeugs zerschmettert und um Hilfe ruft, gerade als der Bus in einer völlig menschenleeren Gegend unterwegs ist und es ist ebenfalls ein deutliches Risiko, jemanden zum Einkauf unter Zeitdruck in einen Supermarkt zu schicken und dabei die Möglichkeit in Kauf zu nehmen, dass dort vielleicht Angestellte oder Wachleute angesprochen werden. Andererseits: In angestachelten Situationen handeln Leute oft unbedacht, so sind diverse Unwahrscheinlichkeiten, die letztlich auch durch die Auflösung bedingt sind, insgesamt noch zu verschmerzen.

Einzig gegen Showdown dehnt sich das Geschehen ein wenig, da man zu diesem Zeitpunkt bereits ahnt, warum der Fahrer solche Strapazen auf sich genommen hat. Als Zuschauer bekommt man jedoch einen herben Schlag in die Magengegend versetzt, als enthüllt wird, wofür die Besorgungen im Supermarkt gedacht waren. Dazu passt das komplette Ende, welches nur konsequent ist und Vermutungen über ein Sequel aufkommen lässt.

"Shuttle" ist ein fieser kleiner Film, der trotz kleiner Schwächen von Beginn an Gas gibt, ein latent ordentliches Tempo verfolgt und trotz simpler Inszenierung und einfacher Ausstattung fast das Maximum an Spannung herauskitzelt. Darstellerisch vereinzelt ein wenig übers Ziel hinaus geschossen, im Gesamtbild aber brauchbar, vereint er viele Konfrontationsmomente mit wenigen knackigen Gewaltszenen, bringt ein paar gute Twists ein und weiß fast über die komplette Laufzeit zu fesseln. Nichts für Puristen in Sachen Logik, aber für solche, die den gnadenlosen Terror gerne hautnah miterleben ...



Farbentzug ist das Stilmittel des Films, um die anstrengende Nacht dazurstellen. In diesem Falle wurde allerdings nicht nur ein bisschen die Sättigung entzogen, sondern das Film sehr stark graugezeichnet, was die DVD eben so widergibt. Lediglich Gelbtöne bleiben übrig. Allerdings ist das als forlaufender Prozess zu verstehen, denn anfangs sind die Farben noch etwas natürlicher, allerdings auch schon etwas angeschlagen. Der Film sieht trotzdem gut aus bzw. es passt, wie man es eingefärbt hat. Probleme bereitet allerdings die Schärfe in dunklen Szenen, weil der Detailbereich dort merklich einbricht. Allerdings ist das Bild immer noch sehr angenehm. Das geringe Rauschen, das besonders in dunklen Szenen zutage tritt, nimmt man in Kauf, weil es die Filmästhetik unterstreicht. Lediglich die Verwischungen in Bewegungen müssten nicht sein. Kompression und Vorlage arbeiten allerdings fehlerfrei.

Beide Sprachversion sind nicht sonderlich bombastisch abgemsicht, sondern legen Wert auf eine gute Sprachverständlichkeit. Der Score ist nur sehr leise wahrzunehmen, ist also auch nicht dafür geeignet, die Effektlautsprecher zu bedienen. Manchmal gelingt das allerdings, wenn ein Gemisch zwischen den Motorgeräuschen des Bus und den sphärischen Klängen des Scores entsteht. Das ist der Atmosphäre dienlich, wenn auch keine Surround-Momente erzeugt werden. Allerdings ist der Bass angenehm präsent und dank der Hintergrundgeräusche wird es nicht langweilig. Wer DTS oder das englische Original benötigt, bekommt beides geboten. Auch für deutsche Untertitel ist gesorgt.

Beim Bonusmaterial muss die deutsche Veröffentlichung leider stark zurückstecken: Lediglich der Trailer in zwei Sprachen befindet sich auf der DVD. Auch die UK-DVD hatte nicht mehr zu bieten. Auf der US-Scheibe befindet sich allerdings ein Making Of und weitere Extras.


Film+++++-
Bild+++/--
Ton+++/--
Bonus/-----


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Shuttle
NewsAlle Infos zum 22. Fantasy Filmfest (Update)
Horror-Thriller "Shuttle" von Koch Media
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