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USA 1989
Originaltitel:Halloween 5: The Revenge of Michael Myers
Alternativtitel:Halloween 5: Michael Myers' Revenge
aka. Halloween V - Die Rache des Michael Myers
Länge:93:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Dominique Othenin-Girard
Buch:Michael Jacobs, Dominique Othenin-Girard, Shem Bitterman, John Carpenter, Debra Hill
Kamera:Robert Draper
Musik:Alan Howarth
SFX:K.N.B. EFX Group
Darsteller:Danielle Harris, Donald Pleasence, Don Shanks, Ellie Cornell, Wendy Kaplan, Beau Starr, Tamara Glynn, Jeffrey Landman, Max Robinson, Betty Carvalho, Karen Alston, Jonathan Chapin, Matthew Walker, Frank Como, Harper Roisman, David Ursin, Stanton Davis
Vertrieb:Laser Paradise
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
Specials:
Film-DVD:
  • Cast & Crew:
    • Donald Pleasance (14 Seiten)
    • Danielle Harris (3 Seiten)
    • Ellie Cornell (1 Seite)
  • Horror-Trailershow:
    • Armee der Finsternis (1:53 Min.)
    • Brain Dead (2:31 Min.)
    • Cannibal Ferox (2:51 Min.)
    • Angel Of The Night (1:34 Min.)
    • Hellraiser (1:59 Min.)
    • DellaMorte DellAmore (1:27 Min.)
    • Day Of The Dead (0:48 Min.)
    • Kolobos (1:11 Min.)
Bonus-DVD: (nur erhältlich in der Halloween Collection)
  • Trailer:
    • Halloween Trailer (2:33 Min.)
    • US-Wiederaufführung (2:41 Min.)
    • Halloween TV-Spot 1 (0:30 Min.)
    • Halloween TV-Spot 2 (0:30 Min.)
    • Halloween TV-Spot 3 (0:10 Min.)
    • Halloween 5 Trailer (0:36 Min.)
    • Musikvideo H20 (3:33 Min.)
  • Biografien:
    • Jamie Lee Curtis (10 Seiten)
    • John Carpenter (15 Seiten)
  • Dokumentationen:
    • Halloween Unmasked 2000 (27:16 Min.)
    • Inside Halloween 5 (15:10 Min.)
    • Unmasking The Horror (18:18 Min.)
  • Fotogalerie Halloween 1:
    • Postergalerie (61 Bilder)
    • Behind The Scenes (60 Bilder)
  • 3 Zusätzliche TV-Szenen aus Halloween 1 (11:54 Min.)
Der Teufel mit der weißen Maske und dem blauen Kittel mordet weiter. Wieder hat es der Halloween-Schlitzer Michael Myers auf seine von Alpträumen geschüttelte Nichte Jamie abgesehen. Nur Loomis kann "Amerikas Psychopath Nr. 1" eine Falle stellen und ihn davon abhalten, die Teenager der Gegend zu Hackfleisch zu verarbeiten.
Achtung, dieses Review enthält inhaltliche Spoiler!

Gegenüber seinem eh schon nicht mehr sehr originellen Vorgänger, lässt die unmittelbare Fortsetzung "Halloween 5" leider noch etwas nach, obwohl man den Vorteil genoss, über einen Cliffhanger direkt in den nächsten Teil überzuleiten und die Geschichte mittels sämtlicher Charaktere weiterzuerzählen.
Auffällig an dieser Folge der Filmserie ist ein eklatanter Mangel an Originalität und viel dramaturgischer Leerlauf, der sich in hinreichend bekannten Bildern erschöpft und außer einem wiederum offenen Ende aber auch gar nichts Wesentliches zu bieten hat.


Darüber hinaus gibt's einige grobe Fehler der logischen Art. Da wäre zunächst die schiere Fahrlässigkeit der Anfangssequenz. Da wird noch einmal das Schicksal Michaels auf dem Friedhof am Ende von Teil 4 geschildert. Er bricht ein, worauf man ihm noch eine Ladung Dynamit hinterherschickt. Er jedoch krabbelt durch den Schacht und landet in einem Fluss, der ihn so lange trägt, bis er bei einem alten Seebären landet, der mitten in der Botanik mit seinem Papagei haust (!). dort macht er erst mal schlapp und wird ins Bett gelegt. Alles hintereinanderweg. Schnitt auf Jaime, die seit einem Jahr im Kinderkrankenhaus kaum einen Ton rausbekommt und deswegen ihre Panikattacken auf eine Tafel kritzelt. Rückschnitt auf Michael, der wieder aufsteht, Maske anlegt und Seebären meuchelt. Tja, wenn das kein munteres Zeitparadoxon war ...
Und selbst wenn es das nicht war, wüsste ich gern, was Onkel Michael das restliche Jahr gemacht hat, bis er wieder nach Haddonfield reinstiefelt. Erntehelfer? Vogelscheuche? Im Fuchsbau sitzen und stinken?


Viel besser wird es von da an auch nicht mehr, denn die Stereotype der Figuren sind ebenso nervig wie verschenkt. Jamie reitet telepathisch mit Michael verbunden, eine Panikattacke nach der anderen. Dabei wirkt sie nur leider nie verstummt, sondern eher heiser. Trotz der Ereignisse des vergangenen Jahres glaubt ihr mal wieder niemand. Deswegen gewinnt sie später leider auch ihre Stimme wieder und jault und kreischt und heult ohne Unterlass. Nicht schlecht gespielt, aber sauschlecht geschrieben.
Der Einzige, der ihr glaubt, ist Loomis (wieder mit ein paar neuen Narben), der jedoch ebenfalls leicht psychopathisch mit ihr umgeht wie ein Punchingball. Für einen Psychiater nicht gerade die übliche Handlungsmethode. Deswegen bekommt er trotz Drohungen en masse auch nichts aus dem Mädel heraus. Pleasence wird hier leider vollends zur Karikatur, da offenbar niemand mehr aus seinem Charakter herausholen konnte, als den Jäger, der immer zu spät kommt, nie ein echtes Mittel findet und dem ständig nicht getraut wird. Auch hier muss selten genug auftreten, um nicht irgendwann umgebracht zu werden.


Der Rest ist billig. Kusinchen Rachel dient hier für ein, zwei Suspense-Szenen und denne auch gleich als erstes Opfer, damit sie nicht noch Gagenzuschlag verlangen kann. Als Ersatz gibt's die liebe Tina alias Wendy Kaplan (eine besonders talentfreie Zone), der der ganze Motz mit dem Killer klischeegemäß am Arsch vorbeigeht, weil Quarzen, Tanzen, schicke Klamotten und ein Kerl zum Poppen ja eh mehr Spaß macht. Sie, ihr Freund und ein zusätzliches Pärchen machen dann auch die Teen-Opfer-Connection auf, allerdings so tödlich nervend, dass man die Morde an ihnen regelrecht abfeiert. Regisseur Orthenin-Girard melkt das Drehbuch auftragsgemäß, indem er sowohl Rachel als auch Tina zunächst mal rettet, um sie nach endlos zerschrieenen Rennereien doch wegzuhäckseln. Das zieht den Film beinahe bis zur Unkenntlichkeit in die Länge, inklusive zweier komplett dämlicher Polizisten und einer saublöden Sequenz auf einer Farm, wo knapp verkleidete Teenies dämlich in einem Stall rumstapfen, was die Mistgabel natürlich prima ins Spiel bringt.


Einzige Neuerungen in diesem faden Gebräu ist ein seltsam schwarz gewandeter Mann, dessen Herkunft erst Teil 6 erläutern wird und der dasselbe Runenzeichen wie Michael trägt. Der kommt aber erst zum Einsatz, nachdem Loomis mittels enormer Fahrlässigkeit (er bringt Jamie locker in Lebensgefahr und verurteilt so einen Polizisten zum Tode) Michael zur Strecke bringt und die Polizei mal wieder saublöd aufgrund eines einzigen Anrufs komplett abrückt.
Als Schlussgag befreit denn der schwarze Mann Michael samt Gemetzel aus dem Polizeigewahrsam, was die Chose nicht nur offen lässt, sondern Jamie auch wieder Gelegenheit zu wimmerndem Gejammer gibt.


"Halloween 5" ist wirklich nur noch genießbar, wenn man noch nie einen Slasher gesehen hat, wird aber so eingefasst, dass Teil 4 und 6 beinahe Pflichtaufgabe werden, weil hier nichts zu Ende gebracht wird. An Härte kann beim vierten Teil locker mithalten, jedoch fehlt die inszenatorische Sorgfalt des Vorgängers, der vor allem vermied, uns mit extrem nervenden Charakteren auf den Wecker zu gehen. Hier verhalten sich alle so unglaublich unlogisch, dass die wenigen akzeptablen Einfälle gar nicht mehr auffallen. Kameratechnisch ist alles in Ordnung und ein wenig wird auch auf Spannung, statt auf Blut gesetzt, doch wirkt das alles hier wahrhaftig abgelutscht und unnütz.


Leider hat sich noch keine Ablöse für diese DVD gefunden, die das digitale Zeitalter bereits zeitig beglückte. Es mag vielleicht daran liegen, dass der 5. Teil einer der schwächsten, wenn nicht sogar der schwächste der Reihe ist, andererseits sollte die Serie genügend Käufer ziehen. Wie auch immer, Laser Paradise kann zwar das Originalformat vorweisen und auf den ersten Blick ein gefälliges Bild abliefern, aber dieser Eindruck hält nicht allzu lange. Ganz besonders nicht dann, wenn man Vergleichsmaterial zur Verfügung hat. Die Farben schneiden am Besten ab, weil hier keine sonderlichen Ausbleichungen oder Unnatürlichkeiten deutlich werden. Die DVD macht in diesem Bereich sogar einen erstaunlich frischen Eindruck. Der Kontrast nähert sich dem etwas schwachen Wert einer Videokassette an, weil eben doch zu viel in Schatten versinkt, zumindest aber sind die Übergänge nicht zu hart, nur der Schwarzwert zu sanft eingestellt. Die Schärfe bereitet die größten Probleme, u.a. weil die Kompression dem Ausgangsmaterial zu wenig Spielraum lässt. Gerade in detaillierten Szenen fallen deftige Blockstrukturen auf und die Feinheiten verlieren sich in einer schwammigen Masse. Nicht nur das grenzt die Natürlichkeit ein, auch die etwas zu kräftige Nachschärfung lässt die Vermutung aufkommen, dass das Master nicht ganz "up to date" war. Somit ist die anfangs befriedigende Plastizität schnell als Ergebnis einer halbherzigen Nachbesserung zu erkennen. Wirklich schlecht sieht das Bild trotzdem nie aus, auch wenn Bewegungen Verwischungseffekte einbringen und sich der eine oder andere Kratzer eingefunden hat. Aber eine Qualität, über die man sich heute noch positiv als gut oder stabil äußern würde, ist es auch nicht.


Beim Ton kommt schnell die Frage auf, wie es denn mit einer Dolby Surround oder gar einer 5.1-Abmischung klingen würde. Das Fundament ist nämlich gut, besitzt einiges an Beweglichkeit und selbst dynamische Szenen sind mehr als genug vorhanden. Leider reißen die beiden Synchronisationen das Gesamtergebnis herunter, denn beide besitzen kaum Natürlichkeit. Der deutsche Ton ist etwas dumpf, während der englische nicht ganz sauber klingt. Die Musik enthält kleinere Tonschwankungen, aber um diese zu hören, muss man schon sehr die Ohren spitzen. Somit ist der Stereoton ganz in Ordnung, könnte aber heller klingen. Untertitel enthält auch diese DVD nicht.


Der Film ist sowohl als Einzel-DVD als auch im Doppelpack im Umlauf. An letztere Version ist aber eher schwer heranzukommen, da diese Version nur in der Halloween-Box erhältlich war, welche noch die Teile 1 bis 7 enthielt. Die erste DVD enthält ein paar Filmografien, die natürlich nicht mehr sehr aktuell sind und auch eine winzige Biografie, wobei das kaum der Rede wert ist.
Die zweite DVD ist da bereits interessanter, enthält sie doch Material zu den Teilen 1 bis 7. Unter den Trailern befindet sich u.a. ein Musikvideo der amerikanischen Rocker von Creed zu Interner Link"Halloween H20", aber auch umfangreichere Biografien zu Jamie Lee Curtis und John Carpenter. Die Dokumentationen sind leider alle nicht eingedeutscht und behandeln Interner Link"Halloween", "Halloween 5" und Interner Link"Halloween H20". Anschließend gibt es zum ersten Teil noch eine Fotogalerie und jene Szenen zu begutachten, die nur in der TV-Fassung zu sehen sind. Wer beispielsweise eine der Interner Link"Halloween"-DVDs von Marketing besitzt, der kennt den Großteil des Bonusmaterials leider schon, aber trotzdem ist mir das 2 Punkte wert.

Ohne große Höhepunkte heruntergekurbelt - das ist nur noch was für Komplettisten. Aber wenigstens in einer großen Kurve am Schrott vorbei. Man kennt seinen Michael eben schon.


Film++/---
Bild+++---
Ton+++---
Bonus++----


Druckbare Version
Halloween (Steelbook Edition)
Halloween III - Season Of The Witch
Halloween 4 - The Return of Michael Myers
Halloween 6 - Der Fluch des Michael Myers
Halloween H20 - 20 Jahre später
Halloween: Resurrection (Verleih-Fassung)
Halloween: Resurrection
Halloween - Die Nacht des Grauens (TV-Extended Version)
Halloween - Die Nacht des Grauens
NewsListenstreichung: "Halloween 4 & 5" nicht mehr indiziert
Halloween 5 - Die Rache des Michael Myers
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