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USA 1982
Originaltitel:Halloween III - Season Of The Witch
Alternativtitel:Halloween 3
aka. Halloween III - Die Nacht der Entscheidung
Länge:97:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:SPIO/JK geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Tommy Lee Wallace
Buch:Tommy Lee Wallace, Nigel Kneale
Kamera:Dean Cundey
Musik:John Carpenter, Alan Howarth
SFX:Thomas R. Burman, Jon G. Belyeu, William Aldridge
Darsteller:Tom Atkins, Stacy Nelkin, Dan O'Herlihy, Michael Currie, Ralph Strait, Jadeen Barbor, Brad Schacter, Garn Stephens, Nancy Kyes, Jonathan Terry, Al Berry, Wendy Wessberg, Essex Smith, John MacBride, Loyd Catlett
Vertrieb:Marketing Film
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Deu, Eng)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • Slideshow (48 Bilder)
  • John Carpenter (10 Seiten)
  • Debra Hill (4 Seiten)
  • Tom Atkins (5 Seiten)
  • Tommy Lee Wallace (5 Seiten)
  • Stacy Nelkin (3 Seiten)
  • Halloween, das Fest (5 Seiten)
  • Über die Produktion von Halloween 3 (3 Seiten)
  • Halloween 3-Soundtrack (1 Seite)
  • Trailer:
    • Astaron (2:29 Min.)
    • Syngenor (1:55 Min.)
    • Shadow Of The Dragon (1:50 Min.)
    • Deadly Species (1:08 Min.)
Im städtischen Krankenhaus Nordkaliforniens wird ein verstörter Mann eingeliefert, der, eine seltsame Halloween-Maske umklammernd, zusammenbricht und verwirrt vor den im TV laufenden Spots der Maskenhersteller Silver Shamrock warnt. Kurze Zeit später wird der Mann von einem Unbekannten im Krankenhaus umgebracht, woraufhin der Täter selbst auf unerklärliche Weise Selbstmord begeht. Der leitende Arzt Dr. Dan Challis (Tom Atkins) will den seltsamen Vorfällen nachgehen und begibt sich gemeinsam mit Ellie (Stacy Nelkin), der Tochter des Opfers, auf eigene Faust, um Licht ins Dunkel der Geschehnisse zu bringen. Ausgehend von den merkwürdigen Hinweisen bezüglich der Firma Shamrock, beginnen die beiden mit ihren Recherchen im Ort Santa Mira, dem Sitz des Maskenherstellers. Dort jedoch kommen sie langsam dem mysteriösen Schaffen des Vorsitzenden von Shamrock, Conal Cochran (Dan O'Herlihy), der seine Masken mit Hilfe der im ganzen Land ausgestrahlten Werbespots vertreibt, auf die Spur, denn pünktlich zur anstehenden Halloween-Nacht plant dieser einen teuflischen Coup.
"Halloween III" zählt sicherlich zu den verkannten Werken des Genres, nicht zuletzt durch seine zugegebenerweise ungünstige Platzierung innerhalb der eher durch Michael Myers denn durch böse Maskenhersteller bekannten Kultreihe. Mal abgesehen von der Tatsache, dass es durchaus mutig ist, die Reihe in eine neue Richtung zu bringen, anstatt Michael Myers ein weiteres mal unschuldige Teenies abmurksen zu lassen (was man im Original und der Fortsetzung ansehnlich aber auch hinreichend begutachten konnte), muss die sehr interessante Story hervorgehoben werden. Das Vorhaben resultierte aus der Tatsache, dass sich sowohl John Carpenter (Interner Link"Halloween", Interner Link"The Thing") als auch Debra Hill (Co-Autorin bei Interner Link"Halloween I+II") darüber im Klaren waren, Jamie Lee Curtis kein weiteres Mal für die Rolle der Laurie Strode gewinnen zu können; nur eine kurze Sprechrolle wurde von ihr angenommen, die im fertigen Film aber eher untergeht. Also machte man aus der Not eine Tugend und beschloss, eine neue aber trotzdem an Halloween gebundene Geschichte zu erzählen. Hätte sich das folgerichtig inoffizielle Sequel dann als erfolgreich erwiesen, wäre man jedes Jahr mit einem weiteren thematisch anderen Halloween-Teil an den Start gegangen.


Leider jedoch spielte "Halloween III" an den Kinokassen nur knapp 14 ½ Mio. Dollar ein und lag somit deutlich hinter dem Box Office der beiden Vorgänger. Sicherlich muss man den Produzenten hier ein wenig Etikettenschwindel vorwerfen, da die Tatsache, dass sich der dritte Teil der Reihe vom Franchise abhebt, nicht deutlich genug in den Vordergrund gerückt wurde, wodurch ein nicht zu verachtender Teil der Fans eine herbe Enttäuschung erlebte, da ihr Lieblingskiller Myers bis auf einen kleinen TV-Auftritt im Film diesmal nicht sein Unwesen trieb. Geht man allerdings unvoreingenommen und mit dem Bewusstsein, dass der Film die Slasher-Ebene verlässt, an das Debüt von Autor und Regisseur Tommy Lee Wallace (Interner Link"Fright Night II", "Stephen Kings Es"), der bis dahin als Cutter für Carpenter zuständig war, heran, erlebt man wahrlich ein kleines Highlight des Horrorfilms. Zum einen ist es Hauptdarsteller Tom Atkins (Genrefans u.a. aus Interner Link"The Fog" und Interner Link"Maniac Cop" bekannt), der nicht nur sympathisch herüberkommt, sondern auch eine relativ glaubwürdige Figur als Protagonist macht, zum anderen das geschickte Drehbuch, das es durchaus vermag, kontinuierlich Spannung aufzubauen und langsam auf kleinere, sich steigernde Höhepunkte setzt.


Für frischen Wind sorgt hier der Einsatz von übersinnlichen und mystischen Elementen, die in Zusammenhang mit der ursprünglichen keltischen Bedeutung des Halloween-Festes gebracht werden. Dabei setzen Wallace und mit ihm sein Kameramann Dean Cundey (Interner Link"Psycho II", "Zurück in die Zukunft I-III") zunehmend auf eine atmosphärische Gestaltung der Szenerie, wodurch sich bisweilen sogar richtiges Gruselfeeling einstellt, das beim Einsatz des Titelstücks, einer eingängigen Kindermelodie, seltsam verschrobene, fast schon morbide Wesenszüge annimmt. Die ständige Beschallung mit diesem Werbespot darf man sicherlich als kleine Satire auf die Penetranz der alltäglichen Reklamebotschaften in den Medien betrachten, was gleichzeitig den Einsatz derselben Mittel im späteren Interner Link"RoboCop" in Erinnerung ruft, bei welchem Dan O'Herlihy ebenfalls eine Rolle als Chef eines einflussreichen Unternehmens übernahm, welches die Menschheit in den Ruin zu stürzen drohte. Auch für "Halloween III" ist er eine sichtliche Bereicherung als undurchschaubarer Psychopath, der sein Tod bringendes Vorhaben als puren Hang zum Sadismus erklärt.


Hinzu kommt der Einsatz guter, heute vielleicht etwas naiver F/X von Tom Burman (Interner Link"Blutiger Valentinstag", Interner Link"Stirb Langsam II"), die allerdings recht brutal sind und ihre Wirkung im Grunde nicht verfehlen. Denn der Kopf des Halloween-Maskenkonzerns führt ein hartes Regiment in der unterdrückten Kleinstadt: So wird jedem, der nicht spurt, wortwörtlich der Kopf abgerissen. Es schmälert das Sehvergnügen auch nicht, wenn für die Wirkung der Masken, die ihre Opfer (vornehmlich Kinder) die Zerebrallappen mit giftigem, schleimigen Getier perforieren, keine wirkliche Erklärung abgegeben wird, außer einem Team von Wissenschaftlern, die im Geheimen in der Fabrik wie wild an Knöpfen rumdrehen, um das sinistre Vorhaben zu vollenden. Letztlich zählt nur der schauderliche Effekt und in dieser Hinsicht muss sich Burman nicht vor den ersten beiden Teilen verstecken.


Der nicht allzu gute Ruf des Films wurde diesbezüglich aber noch weiter beschädigt, da er international unterschiedlich stark geschnitten wurde, insbesondere natürlich die alte deutsche Fassung von Cannon/VMP, welche zusätzlich noch durch grauenhaft gecropptes Vollbild entstellt war. Mittlerweile ist der Film uncut und im Originalformat erhältlich, weshalb man ihm nun durchaus eine Chance geben, die vielen Unkenrufe ignorieren und sich sein eigenes Bild vom Kleinstadt-Horror machen sollte, der mit "Halloween III" Einzug hält und so einige spätere Fortsetzungen klar in die Schranken verweist - ganz ohne Michael Myers!


Erinnert sich noch jemand an die Astro-Fassung, die unter anderem in der Halloween-Box drin war? Mit Grausen? Richtig, die jetzige Marketing-DVD hat aber kaum Verbesserungen mit sich gebracht. Nach wie vor ist das Bild sehr unscharf, selbst für einen 20jährigen Streifen; an die Darstellung von Details ist da gar nicht zu denken und die anamorphe Abtastung - übrigens im Originalformat von 2.35:1 und nicht wie angegeben mit 1.85:1 - hat auch nicht viel gebracht. Auch die Farben sind ziemlich überaltert und blassen in dunklen Szenen sehr stark aus, so dass dort mehr Grau und dunkles Grün als Farbwerte vorherrschen. Dann sind einige Szenen wieder rotstichig (besonders Gesichter), als ob man versucht hat, hier noch ein wenig herauszuholen. In taghellen Aufnahmen bessert sich der Eindruck dann ein wenig, die Unschärfe bleibt aber und die Farben sind immer noch weit davon entfernt, natürlich zu wirken. Der Kontrast hat nichts Sonderliches zu bieten, hier wird man aber auch nicht enttäuscht, obwohl ich mir gut vorstellen könnte, dass eine Nachregelung des Schwarzwertes noch Besseres bringt. Einzig kaum auftretendes Rauschen und das Ausbleiben von Bildfehlern gehören zu den guten Eigenschaften dieser DVD, wobei gerade auf hellen Flächen wieder deutliches Blockrauschen hervortritt und Bewegungen verwischen.


Der deutsche Ton wird nicht besser, auch nicht, wenn man ihn über 5 Kanäle anhört, was sicherlich nicht im Sinne des Erfinders war. Soll bedeuten, dass die mit den Toninformationen der Front gefütterten Rückkanäle mal wieder zu nix taugen, was beim Marketing üblichen splitted Upmix aber nichts Neues darstellt. Und hat man dann erstmal beim sehr klaren englischen Ton reingehört, dann dürfte jedem klar sein, dass eine echte Bearbeitung der Eindeutschung bitter nötig gewesen wäre, denn mehr als dumpfen und relativ unkenntlichen Brei erfährt man nicht. Beispielsweise ist beim Abspielen des Werbe-Spots zu Beginn, der durch die TV-Übertragung gedämpft und leicht kratzig wirkt, kaum ein Unterschied zum sonstigen Klangbild auszumachen, welches leicht rauschend und leblos vor sich hindümpelt. Beim englischen Ton ist man da weitaus besser bedient, sogar der Bass setzt sich hier in Musikstücken mit wohligem Brummen durch, jedoch gibt es dafür keine Untertitel. Für die Synchro zwischen ein und zwei Punkten, meist aber das Schlechteres.


Das Bonusmaterial ist schnell durchgeschaut, bietet aber zumindest andere Materialien als auf dem Cover angegeben. Z.B. fehlen die Trailer, wogegen kurze Informationen über den Film, das Halloween-Fest und den Soundtrack als Texttafeln dabei sind. Weiterhin gibt es eine Slideshow mit Fotomaterial aus dem Film und einigen kleinen Coveransichten, sowie Filmo- und Biografien zu Cast & Crew. Schön hätte ich es noch gefunden, wenn der Soundtrack nicht nur mit einem Bild und einer Auflistung seiner Tracks vertreten, sondern gleich von dieser DVD aus abspielbar gewesen wäre.


Das Fehlen der Symbolfigur Michael Myers sollte zwar für "Halloween III" gegenüber einigen Fans der Reihe das Todesurteil bedeuten, nüchtern betrachtet brachte es aber die einzige sinnvolle Abweichung von der Serie mit sich, die sich zudem noch als sehr sehenswerter Horrorfilm entpuppte. Die Marketing-DVD ist leider unterdurchschnittlich und in dieser Version nur für den kleinen Preis zu empfehlen, durch minimal besseres Bild und ein paar Extras aber schon mal der alten Veröffentlichung vorzuziehen.


Film++++--
Bild++----
Ton+-----
Bonus++----


Druckbare Version
Halloween III - Season of the Witch
Halloween (Steelbook Edition)
Halloween 4 - The Return of Michael Myers
Halloween 5 - Die Rache des Michael Myers (Doppel-DVD)
Halloween 6 - Der Fluch des Michael Myers
Halloween H20 - 20 Jahre später
Halloween: Resurrection (Verleih-Fassung)
Halloween: Resurrection
Halloween - Die Nacht des Grauens (TV-Extended Version)
Halloween - Die Nacht des Grauens
Halloween 3
Halloween III
Halloween 3 - Die Nacht der Entscheidung
Halloween III - Season Of The Witch
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