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Antoine Fuqua gelingt ein überraschend unpatriotischer Beitrag, der auf seine schonungslose Art zu überzeugen weiß und eher ein Kriegsdrama als ein Spektakel darstellt. Wie uns im Intro in Form von Fernsehnachrichten mitgeteilt wird, herrscht Bürgerkrieg in Nigeria. Grund genug alle Amerikaner aus dem Land zu evakuieren, was Lt. A.K. Waters (Bruce Willis) und seine Truppe ins Spiel bringt. Sie sollen die Ärztin Dr. Lena Fiore Kendricks (Monica Belluci) und drei weitere Missionare aus einem Dorf holen und sie per Hubschrauber auf einen sicheren Flugzeuträger bringen. Was wie eine Routinemission für die Seals aussieht, entpuppt sich als ein unmenschlicher Höllentrip. Die hübsche Ärztin hat nämlich gar nicht vor, so ohne weiteres mitzugehen und will das halbe Dorf gleich mitevakuieren, was Waters zu einer folgenschweren Lüge zwingt. Er nimmt mehrere Dutzend Dorfbewohner zur Landezone, wo er sie jedoch zurücklässt, um die wütende Ärztin in den Heli zu frachten. Als sie auf dem Rückflug über das niedergemetzelte Dorf fliegen, erwacht sein Gewissen und er kehrt mit seiner Truppe zurück , um die Wehrlosen in Sicherheit zu bringen... Doch ahnt er nicht, dass er eine halbe Armee im Rücken hat. Warum sein Vorgesetzter nach der Verweigerung des Rückkehrbefehls ihn auch noch unterstützt und milde walten lässt bleibt für den Rest des Films ungeklärt.

"Predator" nicht mehr sehen dürfen.
Den extraharten Schlag in die Magengrube gibt es in den beiden Dorfszenarien. Allein das kurze Überfliegen des ersten Dorfes rief bei mir eine Gänsehaut vor. Im tristen Wetter sieht man, wie Feuer lodern, lauter hingerichtete Menschen am Boden liegen und das Meer sich von Blut rot färbt. Gesteigert wird das vom Regisseur nochmal im zweiten Dorf, in dem die Kaltblütigkeit und Entschlossenheit beider Seiten aufs Härteste wiedergegeben wird. Während das Militär Menschen brutal exekutiert, Frauen vergewaltigt, ihre Brüste abschneidet und Menschen anzündet, antworten die lautlosen Seals mit ungebändigter Wut und all' ihrem Können: Jeder Schuß sitzt, Gegnern wird das Genick gebrochen oder sie werden mit Messern aufgeschlitzt bis sie das Dorf gesäubert haben. Der Kampf erscheint im Regen kalt, schmutzig, abweisend und erschreckend. Eine Gänsehaut ist garantiert, denn "Tears of the Sun" ist kein gelackter Hochglanzkriegsfilm wie
"Windtalkers".
diese Dialoge zu hohl und simpel sind, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Kriegsfilm sich selbst, was aber wohl ein Muss war, um den Zuschauer final an der Stange zu halten und ihm das gewohnte Endspektakel zu servieren.
"Windtalkers",
"We Were soldiers" und Konsorten. Man hat hier das Gefühl den wirklichen Krieg und keinen Unterhaltungsfilm präsentiert zu bekommen, denn hollywoodsche Kriegsballereien gibt es hier nur am Ende. Leider gelang es dem Regisseur nicht die Seals in Szene zu setzen, so dass sie austauschbare Figuren bleiben. Weiter trüben einige hohle Dialoge das durchaus positive Gesamtbild etwas. Dafür überlebt dieses mal aber das Wildschwein...

steil, was aber durchaus so gewollt sein kann. Bei der Wahl der Farben hat man versucht einen authentischen Look zu erschaffen, was zur Folge hat, dass die Farbgebung oftmals recht blass und kraftlos wirkt und zudem in einigen Szenen einen leichten Grünstich aufweist. Dies ist aber vom Regisseur so gewollt und kann dem Transfer nicht angelastet werden; und wenn man ehrlich ist, sorgen diese Verfälschungen für die passende Atmosphäre in dem Film. Die größte Angst hatten wir wieder im Bereich Schärfe, aber auch wenn die DVD in diesem Punkt nicht perfekt ist, kann dieser anamorphe Widescreen-Transfer mit einer überwiegend guten Detailschärfe aufwarten. Dies merkt man vor allem in Nahaufnahmen der Gesichter. Totale hingegen hätten ruhig etwas schärfer sein dürfen und erscheinen teilweise etwas zu weich. Dafür erleben wir saubere Konturen und keinerlei Verschmutzungen und auch die Kompressionen arbeiten unauffällig im Hintergrund. Was schlussendlich noch zu bemängeln ist, wäre das permanente Bildrauschen im Hintergrund, was zwar nicht den ultimativen Störfaktor ausmacht, aber hin und wieder etwas negativ auffällt. Teilweise hat man das Gefühl als würden leichte Geisterbilder durch das Bild wandern, was nach mehrfacher Prüfung, aber nicht an unserem Testequipment liegt und von anderen Seiten ebenfalls bestätigt wurde. Auch dies ist nicht sonderlich prägnant, aber alles kleine Mängel, die bei einem recht neuen Film wie "Tränen der Sonne", nicht hätten sein dürfen.
stets im Einsatz sind. Ob Düsenjets im Hintergrund einer Szene, Hubschrauber oder aber einfach nur Regen oder diverse Dschungelgeräusche, hier wird in die Vollen gegriffen und ein harmonisches Klangbild geschaffen, was seines gleichen sucht. Aber nicht nur die saubere Kulisse oder die gute Dialogverständlichkeit sind ausschlaggebend für eine volle Punktzahl. Wie es bei einem Actionfilm nun einmal üblich ist, sollten auch die Actionsequenzen so richtig knallen und bei "Tears of the Sun" wird man inmitten des Feuergefechtes schnell Deckung auf der Couch aufsuchen, so hervorragend arrangiert und platziert sind die Effekte. Die Kugeln fliegen einem um die Ohren und in den Explosionen bekommen wir einen unheimlich druckvollen Tiefenbass geboten, der wirklich überzeugen kann. Hier hat man sich wirklich Mühe gegeben und alle Kanäle werden gleichmäßig angesteuert, ohne dabei auch nur einmal negativ aufzufallen. Die Kanaltrennung ist perfekt, der Einsatz von direktionalen Effekten atemberaubend und selbst in ruhigen Szenen bekommen wir einen sehr differenzierten und dynamischen 5.1-Mix geboten, der sämtliche Schwächen des Bildes wieder wett macht. So sollte es sein, so muss es sein!
typische Geschwafel für PR-Zwecke, mit einigen kurzen Interviews, vielen Filmausschnitten und viel zu wenig Behind-the-scenes-Material. Weiter geht es mit dem achtteiligen Feature "Stimmen aus Afrika" in dem acht Afrikaner zu Worte kommen und ein wenig über ihr Heimatland und die Kriege erzählen. Ganz interessante Erlebnisberichte, aber nicht ganz das, was man erwartet hat. Zum Schluss gibt es acht "deleted scenes" ohne Regiekommentar und unter "interakative Afrika-Landkarte", kann man sich Informationen über das Land und die einzelnen Regionen informieren. Zum Schluss können wir uns noch sechs Trailer, unter anderem den Original-Kinotrailer in einer hochwertigen Qualität anschauen. Insgesamt gesehen also nicht gerade viel und von einem Regisseur, dem der Film laut Aussagen sehr wichtig und vielmehr ein persönliches Ding war, hätte man sich eine bessere DVD-Edition gewünscht. Zum Beispiel ein Hidden Feature mit den Anwaltsbriefen von Bruce Willis, der bei den Dreharbeiten von einem "Projektil" am Kopf getroffen worden sein soll und davon "extrem mentale, körperliche und emotionale Schmerzen" erlitten habe. Und so jemand hat mal
"Stirb langsam" gedreht?































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