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USA 1990
Originaltitel:Frankenhooker
Länge:80:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Frank Henenlotter
Buch:Robert Martin, Frank Henenlotter
Kamera:Robert M.Baldwin
Musik:Joe Renzetti
SFX:Matt Vogel
Darsteller:James Lorinz, Shirl Bernheim, Beverly Bonner, Max Brandt, Lia Chang, Carissa Channing, J.J. Clark, Sandy Colosimo, Helmar Augustus Cooper, Thomas Crognale, Vicki Darnell, Jennifer Delora
Vertrieb:Dragon Film Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Holländisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:01.01.2002 (Kauf)
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Trailer (1:27 Min.)
  • Filmografien:
    • Frank Henenlotter
    • James Lorinz
    • Patty Mullen
    • Charlotte J.Helmkamp
    • Heather Hunter
Der Tüftler Jeffrey Franken führt ein solides Leben und will sich bald mit seiner Freundin vermählen. Nur blöd, dass ihnen da ein kleiner Unfall in die Quere kommt, bei dem seine Geliebte Elizabeth Shelley zu einem Haufen menschlicher Einzelteile zerhäckselt wird. Aber Jeffrey, der auf dem Gebiet der Hobby-Bioelektronik sehr bewandert ist, macht sich nichts draus und versucht, seine Angebetete wieder zusammenzusetzen, natürlich mit kleinen Änderungen am Körperbau. Für diese Details benötigt er aber "Material", was ihn direkt ins Rotlichtviertel treibt, wo eine Menge Bauteile für sein Projekt herumlaufen. Um an die ranzukommen, muss er aber erstmal mit dem Rest der Wirtskörper fertig werden ...
Eins vorneweg: Wer diesen Film für voll nimmt und einen ernsten Horror- oder Splatterfilm erwartet, der ist hier völlig falsch. Schon allein das Cover und der Text auf der Rückseite sollten Aufschluss darüber geben, dass wir es hier mit einer verrückten Splatterkomödie zu tun haben.


Ein Typ, der seine Geliebte aus Versehen mit einem Rasenmäher (seiner neuesten Erfindung) überfährt und sie anschließend versucht, wieder zusammenzubauen - wieviel verrückter kann es noch werden? Diese Neuinterpretation des Frankenstein-Mythos (die Nachnamen der zwei Hauptcharaktere sind eine gelungene Anspielung auf die Inspirationsquelle von "Frankenhooker") ist wohl mit das Witzigste und Absurdeste, was mir je untergekommen ist. Jeffrey kommt nicht über den tragischen Vorfall hinweg und macht sich gleich daran, um den Kopf seiner Freundin einen neuen Körper zu basteln. Nebenbei flippt er total aus und mutiert immer mehr zum verrückten Wissenschaftler, der in seinem Haus ein riesiges Labor aufbaut und sich bei Konzentrationsschwächen einfach einen Teil seines Gehirns dem Akkubohrer punktiert - sick!




Ich würde ihn vergleichen mit dem grandiosen Interner Link"Re-Animator" (natürlich kommt er nicht an dessen Klasse ran), aber mit weniger expliziten Effekten und geringerem Budget. Beide drehen sich um das gleiche Thema, wobei Frank Henenlotters "Frankenhooker" seinem Debut Interner Link"Basket Case" sehr ähnlich ist, von dem er auch die Milieu-Darstellung mit den schwarzhumorigen Gags auf Drogen zu haben scheint. Henenlotter hat übrigens auch einen Kurzauftritt als Fahrgast mit einer Zeitung in der Hand in der U-Bahn. Der Spaß, den man beim Anblick der wieder auferstandenen Elizabeth und deren schrägen Posing hat, tröstet über die Einfachheit des Plots und den doch recht geringen Blutgehalt hinweg, was mich aber wenig gestört hat. Trotzdem war die alte deutsche Fassung derb geschnitten. Dafür sind die Effekte trotzdem recht krude, auch wenn nicht gematscht wird. Sie umfassen spontane Explosionen (sehr billig, aber sehr lustig anzusehen), Herumwühlen in Körperteilen (hierfür wurde anscheinend mehrere Modehäuser ihrer Schaufensterpuppen erleichtert) und ein Gehirn, das für Testzwecke um einige optische Möglichkeiten "erweitert" wurde.




Die optischen Möglichkeiten beim Bild hat Dragon leider nicht ganz ausgereizt, da fragt man sich, was hier nur für ein kaputtes Master verwendet wurde? Die Bildqualität an sich ist im Grunde nicht schlecht für einen Film dieser Herkunft. Die Schärfe und auch der Kontrast sind ausreichend. Die Farbgebung ist recht blass und ein wenig blaustichig. Was mich wirklich stört, ist das ständige Farbflattern im Film. Schaut man sich diesen Effekt genauer per Einzelbildweiterschaltung an, stellt man fest, dass die Bilder ständig von einem starken Rotstich zu einem Grünstich wechseln. Das Ergebnis ist besonders an Stellen mit intensiver Rotgrün-Tönen nervig und für Epileptiker lebensgefährlich. Natürlich hat auch die Kompression kleinere Problemchen, über die man aber hinwegsehen kann. Wirklich schade, denn ohne das Farbflackern hätte man ein recht gutes Bild mit wenig Defekten erwarten können.
Neben der typisch überdrehten deutschen Synchronisation liegt der originale englische Ton bei, der etwas klarer und differenzierter klingt und einen geringeren Geräuschpegel hat, was wohl daran liegt, dass in der deutschen Version die Hintergrundgeräusche recht laut abgemischt wurden. Beide Varianten klingen sauber, sind aber "nur" Digital Stereo.


Die Ausstattung bietet mit dem Trailer und den 5 Kurzfilmografien nur sehr wenig. Das Booklet enthält 4 der Filmografien nochmal in gedruckter Form. Sehr wenig, den Trailer kann man nicht zu den Extras zählen und die Filmografien sind so spartanisch und uninteressant, dass sie die Ausstattung auch nicht auf einen Punkt anheben.


Ein recht formidabler Film, der gar nicht darauf abziehlt, großes Kino zu sein, sondern einfach nur 80 Minuten lang den Horrorfan mit einer abgedrehten Story gut unterhält und einige bitterböse Lacher auf Lager hat. "Frankenhooker" im Mittelteil mit der Darstellung der abgewrackten Seelen erschreckend ernsthaft, aber auch hier schimmert immer der Humor durch, man sollte sich also auch auf eine gehörige Portion Trash gefasst machen. Die DVD ist auf Grund des Farbflackerns nur sehr eingeschränkt zu empfehlen, hier sollte man eher auf ausländische Releases wie die England-Fassung zurückgreifen, die ebenfalls ungeschnitten ist.


Film++++--
Bild++----
Ton+-----
Bonus+-----


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Frankenhooker
Frankenhooker
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