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CAN 2005
Originaltitel:Bloodsuckers
Alternativtitel:Vampire Wars: Battle for the Universe
Länge:95:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Matthew Hastings
Buch:Matthew Hastings
Kamera:Eric J. Goldstein
Musik:Davor Vulama
SFX:Artifex Studios Ltd.
Darsteller:Dominic Zamprogna, Leanne Adachi, A.J. Cook, Michael DeLuise, Natassia Malthe, Aaron Pearl, Joe Lando, Michael Ironside, John DeSantis, David Palffy, Elias Toufexis
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Making Of (15:48 Min.)
  • Trailer (1:27 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Cry_Wolf (2:16 Min.)
    • Cube Zero (1:44 Min.)
    • Rottweiler (1:26 Min.)
    • Santa's Slay (1:51 Min.)
    • New Police Story (1:59 Min.)
    • Elevenfourteen (1:33 Min.)
    • Sleepover Nightmare (1:41 Min.)
    • Mahaut (2:16 Min.)
    • Evil (2:14 Min.)
Das Jahr: 2205. Die Menschheit hat die natürlichen Ressourcen der Erde erschöpft und muss lebenswichtige Materialien von anderen Welten importieren. Dabei stellt sich heraus, dass es tatsächlich intelligente Lebensformen im Weltall gibt. Das Problem ist jedoch, dass es vampirische Lebensformen sind. Die Crew der Heironymous, ein Haufen kampferprobter Söldner, die wissen, wie man Alien-Vampire zu Staub bomben kann, wird auf einem Bergbau-Planeten in die Falle gelockt. Es beginnt eine knallharte Schlacht um das nackte Überleben.
- "Warum kann das Universum nicht einfach voll von altmodischen Vampiren sein, die nur Blut saugen?" (Damian)
- "Davon gibt es hier auch ausreichend. Falls es irgendein Trost ist: Nach 'ner Weile gewöhnt man sich dran." (Cpt. Churchill)

Die Zeiten teurer und gleichzeitig brutaler Action-Blockbuster könnten gezählt sein, denn es scheint als ob die Sparte der Action von familientauglichen Großproduktionen eingenommen wurde und daneben das Direct-To-Video-Segment mit meist simpel strukturierten Produktionen vegetiert, die Geschichten der letzten 50 Jahre aufwühlen und damit eine deutlich kleinere Fanschar ansprechen. Durchaus effektiv kann es zugehen, wenn wie im Falle von "Bloodsuckers" eine lockerleichte "Vampirjäger im Weltraum"-Story aufgetischt wird, die sich zwar, und das besonders im Mittelteil, mit extremen, fast schon oberpeinlichen Patzern in den ruhigen Momenten herumschlagen muss, sonst aber zu der unterhaltsamen Gattung seiner Art gehört.


Zuschreiben möchte ich das vor allem den überraschend expliziten Splatterszenen, die fast schon ungewöhnlich detailliert und überzeugend das Werk begleiten. Ja, ihr habt richtig gehört, vor allem zu Beginn suppt es ganz ordentlich, denn die Vampire, eine Art gefräßiger Cyberpunks, sind in unterschiedlichsten Rassen vertreten (z.B. den "Vorhees" und den "Leatherfaces", na kapiert?) und bereiten ihr Abendmahl stets blutrünstig zu. Szenen, in denen ein humanes Wesen regelrecht zerfleischt wird, so dass Gedärme und Hautfetzen deutlich heraushängen und die Brut an den abgefetzten Gliedmaßen herumfleischt, lassen Erinnerungen an bessere Zombie- bzw. Kannibalen-Filmzeiten aufkommen, jedoch ohne die bedrohliche Stimmung dieser beiden Genres auszutesten. Denn während der Vampir ganz unappetitlich schlingt, greift der Zuschauer zum Popcorn, an dessen Beschaffung er im Vorfeld dieser hirnlosen Unterhaltung natürlich gedacht hat.


Das Sonderbare am durchaus gefallenden "Bloodsuckers" ist, dass man zwar auf allerlei Planeten rumkrabbelt und der Zuschauer sich gut denken kann, dass die Kulisse eine Wüstenlandschaft oder eine verlassene Westernstadt gewesen sein muss, dabei aber nie das Wort "billig" aufkommt, schließlich fallen ja auch die CGIs so aus, dass man sie als stabile Grundlage bezeichnen könnte. Zudem nehmen die Macher ihr Werk doch zu wenig ernst, besonders wenn solcherlei skurrile Szenen wie die des Vampir-Aliens verabreicht werden, welches wie eine Handpuppe aus dem Bauch eines Wirts ragend mit den Jägern kommuniziert. Die Ansprüche an Hochwertigkeit fallen da natürlich schnell, nicht zuletzt wegen der Darstellerriege auf TV-Serien-Niveau (unter die sich Michael Ironside als Obermotz gemischt hat), aber schließlich erfüllen alle ihre Rolle, nämlich gut auszusehen und in einigen Sequenzen den harten Macker bzw. die toughe Tussie zu markieren. Da wäre die knurrige Rosa (Leanna Adachi, "Severed: Forest of the Dead"), die das Vertrauen in den neuen Kapitän erst noch finden muss und mit Cowboy-Muskelmann Roman (Aaron Pearl) die trotzige Fraktion markiert, die fürs Kämpfen, weniger aber fürs Denken und schon gar nicht zum Herumkommandieren gedacht ist. Ganz anders da schon die als Halbvampirin mit übernatürlichen Kräften ausgestattete Quintana (Natassia Malthe), einem Superheldinnen-Klon, der in gefährlichen Momenten grazil umherschleicht und sich nur mit Blutkonserven vor ihrem natürlichen Blutdurst bewahren kann. Dank körperbetonender Dresses kann sie gegenüber ihrem 53. Rang bei der Wahl zur "Sexiest Woman" des Magazins Maxim sogar noch ein paar Plätze gut machen, was natürlich auch dem unerfahrenen, aber smarten Captain nicht entgeht, dem sie sich gegenüber anschmiegsam zeigt.


Als etwas seltsam fielen mir die Tendenzen auf, den Vampirmythos zu einer expansiven, intriganten Weltraumrasse aufzumotzen, die im Ansatz für einige interessante Aspekte gesorgt hätte, aber in der Ausführung beinahe der Lächerlichkeit preisgegeben wird, die der Regisseur nur dadurch überspielt, dass er damit das aufgebaute Feindbild etwas stärken kann. Ohne den Spaß zu verderben, darf ich wohl preisgeben, dass der Niedergang in den gemetzelten Kolonien wohl Verrat aus eigenen Reihen entspringt. Dahinter steckt natürlich - wie sollte es auch anders sein - eine Gruppe von Rebellen, die der Menschheit im Grunde nur Gutes will, dabei aber an die falschen Verbündeten gerät. Worauf das hinausläuft, dürfte ebenso einleuchtend sein, nämlich dass die gegen Ende hin zusammengeschweißte Crew den tödlichen Ritt in die Höhle des Vampirs wagt, um dort auf alte Bekannte und viel barbarisches Volk zu treffen und den unvorsichtigen Imperatoren mal so richtig in den Arsch zu treten.


Zwar fehlt die technische Raffinesse, um jene Aufnahmen länger als für eben jenen Moment zum Zuschauer zu transferieren, jedoch ist auch genau das, was hieran so positiv auffällt: Sehen und vergessen, ohne befürchten zu müssen, einen wichtigen Teil zu verpassen, wenn man mal für eine Minute in die Küche huscht, um sich dort das gekühlte Bier aufzufüllen. Denn schließlich reiht sich die Handlung aneinander wie die vorbestimmten Stationen einer Schnitzeljagd, an denen es kurze Aufgaben zu lösen gilt, um die nächste Etappe antreten zu dürfen. Kurzum: für viele mag das alles banal sein und den Ansprüchen nicht genügen, weil man vielleicht auch ein Rückgrat in Form eines Hintergrundes für die durchaus interessanten Metzeleien erwartet. Das soll für allen anderen kein Grund sein, sich dem kurzweiligen Spaß von "Bloodsuckers" nicht mal hinzugeben. Ob es dann gerade die Anhängerschaft von ohnehin SciFi-verwurzelten Millenniums-Serien ist oder aber mehr die Gore-Fans, muss sich noch zeigen. Vielleicht spricht es ja auch Interner Link"Star Trek"-Fans an, denn nebenbei bietet "Bloodsuckers" die möglicherweise unfreiwillige, aber beste Parodie auf die Weltraumverfolgung von der Brücke des Schiffes aus seit "Spaceballs".


Möglicherweise gehört es zum Stilmittel, dass einige Szenen überleuchtete Flächen aufzeigen und ein farbiger Filter über dem Material liegt. Zum Teil mag es auch vom Budget abhängen, denn die anamorphe Abtastung liegt im guten B-Movie bzw. oberen TV-Bereich. Die Optik wird weder durch Rauschen noch durch Verschmutzungen getrübt, ist aber nicht mit der Art von Schärfe versehen, die man im nächst teueren Segment erwarten könnte. So sind die Details etwas mäßig ausgestattet, wobei der DVD jedoch Beständigkeit zugute kommt, die eine konstante Qualität verspricht. Mehr sollte man auch nicht erwarten.

Der deutsche Track gefällt mir von Anfang an wegen wuchtiger und sehr dynamischer Actionsequenzen. Es werden richtig deftige Effekte geboten, die bereits durch Einsatz des Scores die überdurchschnittliche Kanaltrennung aufzeigt. Da sich Schnitt und Kamera meist in einem rasanten Spiel ergänzen, führt der Ton dies durch klare Surround-Einsätze fort. Soviel zum Guten, nun zu den weniger tollen Eindrücken: die Dialoge. Es wird versucht, diese ebenso mit einer gewaltigen Intensität einfließen zu lassen. Während der O-Ton dies durch saubere, sehr direkte, manchmal sogar räumlich abgemischte Sprecher schafft, neigt die deutsche Synchro zu durch ihre Lautstärke zu Übersteuerungen. Deswegen auch keine 5 Punkte mehr. Die deutschen Untertitel weichen von der deutschen Synchro ein wenig ab.


Das Making Of ist mehr schön anzusehendes Füllmaterial als wirklich wichtige Dokumentation, aber allzu viel gibt es ohnehin nicht zum Film zu sagen. So bekommen wir hier viel Set-Aufnahmen, ein paar kurze Kommentare des Casts zu ihren Charakteren und natürlich die Gedanken des Regisseurs zu seinem Werk. Dumm nur, dass das englischsprachige Feature keine Untertitel bekommen hat.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+-----


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