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USA 2000
Originaltitel:Rangers
Länge:96 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jim Wynorski (als Jay Andrews)
Buch:Steve Latshaw
Kamera:Ken Blakey
Musik:David und Eric Wurst
SFX:Chris Ervin
Darsteller:Corbin Bernsen, Dartanyan Edmonds, Bean Miller, Rene Rivera, Melissa Brasselle, Edouard Saad, Bill Langlois Monroe, Tony Colitti, Ryan Cutrona, Michael Mantell, Matt McCoy, Glenn Plummer
Vertrieb:Planet Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Specials:
- Bildergalerie
- Trailer
- Trailershow
- Bio- und Filmografien
Unter Verwendung von radar-unsichtbaren Werkstoffen (Stealth) und automatischen Gewehren mit Schalldämpfern stürmt die Elite-Einheit der Rangers das Wüstenversteck des Attentäters und Terroristen Hassim Al Haddad. Mit präzisen Hubschrauber-Manövern gelingt es den Gruppenleitern Scott und Vince den Fisch zu angeln. Doch die Mission ist noch lange nicht zu Ende. Nun müssen sie durch das verminte und bewachte Gelände zurück zu ihrem Meeting-Point kommen. Vince wird angeschossen und bleibt liegen. Scott muss eine schwere Entscheidung fällen: Einen Freund retten, der sowieso schon fast tot ist oder den weltweit gesuchten Massenmörder Hassim der Gerichtsbarkeit zu übergeben. Scott lässt Vince liegen ...
Vier Monate später, in der sicheren USA leidet Scott immer noch unter seiner Entscheidung. Hassim Al Haddas wurde eingesperrt und das Team um Scott übernahm neue Aufgaben. Vince, der die Verwundung doch überlebt hat, hat vor lauter Verbitterung über das Zurückgelassen werden die Fronten gewechselt. Jetzt tötet er einen Ranger nach dem anderen, mit dem letzten Ziel: Hassim Al Haddad für eine Prämie von mehreren Millionen zu befreien. Der Terroristenanführer wird von der US-Regierung in einem riesengroßen Regierungsgebäude in Downtown Atlanta festgehalten, umgeben von schwer bewaffneten Soldaten, u.a. auch Scott und der Rest des Teams. Vince, der natürlich alle Taktiken und Verstecke der Rangers kennt, landet eine eigene Armee mit der besten Ausrüstung nahe Atlanta mit dem Ziel den Wolkenkratzer zu stürmen und Hassim Al Haddad um jeden Preis zu befreien. In einer Schlacht in den Straßen Atlantas steht die Armee den Terroristen gegenüber. Mit Panzern, Hubschraubern und Maschinengewehren bekämpfen sich zwei ehemalige Freunde und das Schicksal der freien, westlichen Welt steht auf dem Spiel.
"Rangers" gehört zu der Sorte Actionfilm, die B-Movie und Trash-Fans als tägliche Nahrung zum Leben benötigen und neben den dummen Dialogen von der Wäscheleine, den mächtigen Anschlussfehlern und einer nicht nachvollziehbaren militärischen Handlungsweise eine durchgekaute Story bietet, die wir schon zu tausendfach besser inszeniert gesehen haben, jedoch ihren Unterhaltungswert mit sich bringt, auch wenn einem bei einigen Szenen durchaus die Kappe hoch gehen könnte.
Wer riegelt z.B. ein ganzes Viertel einer amerikanischen Großstadt mal ebenso hermetisch ab, setzt in ein Gebäude, genau in der Mitte des Areals den Köder und versteckt dann seine Soldaten samt Panzern in der Gegend, die nur drauf warten, den paar Arabern den Arsch aufzureißen? Anstelle den 50 Terroristen einfach eine Bombe auf die Haube zu werfen, wie es ein Soldat im Film anmerkte, schicken die Amis erst einmal ein Haufen ihrer Männer zum Spielen raus, um auch auf eine Laufzeit von 96 Minuten zu kommen. Komisch ist es aber, dass sich die Araber trotz massiver Angriffe der Amis plötzlich vermehrt zu haben scheinen und noch dazu Widerstand leisten, was aber auch kein Wunder ist, denn wenn die Soldaten hier auf kürzester Distanz immer noch nicht ihren Gegner treffen, dann sollte man einmal überlegen einen Augenarzt aufzusuchen.
Dass hier mal wieder ein im Stich gelassener Ranger als Verräter seiner Einheit dasteht und seine Unschuld auf seine Art beweisen will, sollte uns nicht verwundern, ebenso wenig, dass er hier mit den Terroristen erst gemeinsame Sache macht, aber da man ihn ja von allen Seiten her angelogen hatte, er später doch noch auf der richtigen Seite kämpft und den Terroristen und dem ganzen CIA den Arsch bis zum Anschlag aufreißt. Auch wenn unser blauäugiger und charismatischer Held des Filmes Matt McCoy("Police Academy 5+6","L.A Confidential") im späteren Verlauf des Films wieder gut Freund mit dem vogelfreien Ranger (Glenn Plummer "Menace II Society", "Speed 1+2") wird, liefern sich beide zum Schluss noch eine heiße Verfolgungsjagd per Bus, die ich irgendwo herkenne. Ajo, das war ja 1:1 von "Red Heat" übernommen, sowas aber auch ...

"Rangers" ist das reinste B-Movie-Fest und darf einfach nicht ernst genommen werden. Wer dies doch tut, springt noch in den ersten 30 Minuten aus dem Fenster, dabei muss man nur sein Gehirn auf Eis legen, denn "Rangers" hat genug Action um uns zu unterhalten und dann kommt noch dazu, dass hier alles recht professionell inszeniert wurde. Es ist schon verwunderlich, wie Produzenten ein Drehbuch, was vor Pathos nur so trieft, mit so einem hohen Budget versehen können. Das liegt bestimmt an den beliebten Themen Rache, Korruption, Macht und am Stolz in einem Land zu leben, in dem man aus der Kloschüssel trinken kann, ohne Ausschlag zu bekommen... oh, das war ja "Die Nackte Kanone", obwohl es ist schon beachtlich, wie es der Drehbuchautor "Steve Latshaw" es schaffte in ein Script so viele Klischees reinzupacken, wie es selbst die "Lindenstrasse" in über 20 Jahren nicht geschafft hat, ohne das dabei eine Komödie herauskommt. "Trash as Trash can be" sage ich da nur, so und jetzt hat mein Gehirn Gefrierbrand ...

Kommen wir nun zur DVD von Planet Media. Um es vorweg zu nehmen: Ja, die DVD ist trotz einer FSK16-Freigabe völlig ungeschnitten und es fließt hier auch nicht viel bis gar kein Blut, aber wenn man dagegen z.B. den neulich besprochenen Thriller "Second Name", der von der FSK keine Jugendfreigabe bekommen hat, mit "Rangers" vergleicht, fragt man sich schon, was die FSK dazu bringt einen Actionfilm dieser Art und Güte geringer zu bewerten als einen intelligenten und zudem total unblutigen Psychothriller. Aber das werden wir wohl nie begreifen …
Das Bild kränkelt hier eindeutig an einem viel zu starken Rauschfaktor, der sich den ganzen Film über recht stark im Hintergrund zu erkennen gibt. Zwar sind die Farben und der Kontrast ständig auf einem gutem Level, aber bei der Detailschärfe hätte man sich etwas mehr Mühe geben können, da diese nicht immer überzeugen kann. Die Kompressionen sind meist auf einem qualitativen Niveau und nur das mal schwache, mal wieder starke Blockrauschen, sowie gelegentliche Artefaktebildungen ziehen die Bildqualität noch etwas runter. Bildfehler und Defekte gibt es jedoch nicht zu bemängeln. Hier wäre insgesamt mehr möglich gewesen.
Der Ton liegt uns nur in seiner deutschen Version vor und bietet einen guten Dolby Digital 5.1 und Dolby Surround Track. Der 5.1-Ton erzeugt einen sauberen Raumklang, sowie eine gute Sprachverständlichkeit. Auch die Effektlautsprecher sind ständig im Einsatz und lassen neben den üblichen Umgebungsgeräuschen und dem Musik Score einiges an Effekten aufkommen. Trotz einer guten Kanaltrennung hätte der Ton etwas mehr Druck und Tiefenbass vertragen können.
Als Bonus gibt es eine selbstgebastelte Bildergalerie, den Original-Trailer und 5 Filmografien der Darsteller. Eine Trailershow darf natürlich nicht unerwähnt bleiben. "Rangers" bietet reine Unterhaltung für Trash-Fans und die DVD-Umsetzung kann nur im Tonbereich so richtig überzeugen.


Film++----
Bild+++---
Ton++++--
Bonus------


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