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IT, D 1981
Originaltitel:Banana Joe
Länge:92:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Steno
Buch:Steno, Pedersoli Amendola Corbucci
Kamera:Luigi Kuveiller
Musik:Guido De Angelis, Maurizio De Angelis
Darsteller:Bud Spencer, Marina Langner, Mario Scarpetta, Gianfranco Barra, Enzo Garinei, Gunther Philipp, Giorgio Bracardi, Gabriel Aljure
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:Seite A = 1,78:1 (anamorph)
Seite B = 1,33:1 (open Matted)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch
Specials:
- Original Trailer
- Bio-und Filmografien
- Slideshow
- Trailershow
Der gutmütige Hinterwäldler und Bananen-Bauer Joe (Bud Spencer) gerät in Konflikt mit Handlangern der Mafia. Sie wollen auf seinem schönen, unbefleckten Land einen Freizeitpark errichten. Kurzerhand wirft er sie von der Insel. Doch dadurch hat sein ruhiges Leben ein jähes Ende: Ihm wird die Lizenz zum Bananenverkauf entzogen. Um seine Lizenz zurück zu bekommen, muss Joe nun einiges mehr verbiegen als seine Bananen. Schnell wird auch der Mafia klar, dass gegen Joes überzeugendste Argumente – seine fliegenden Fäuste – kein Kraut gewachsen ist...
Banana Joe ist für mich einer der besten Bud Spencer-Filme seiner Karriere ohne Terence Hill und steht neben den "Plattfuß..."-Filmen ganz oben auf der Liste der wichtigsten Bud Spencer-Movies.
Regisseur Steno ("Dr. Jekylls unheimlicher Horrortrip", "Plattfuss am Nil") schuf hier wieder eine tolle Komödie, in der Bud Spencer diesmal einen etwas hinter dem Mond lebenden Bananenverkäufer mimt, der mit einem ganzen Stamm von Eingeborenen auf einer Insel lebt und Bananen züchtet. Er hat zwar eine Menge schlagfertige Argumente und ist so auch nicht dumm, aber man kann vor lachen nicht mehr, wenn er in die Stadt kommt um sich einen Gewerbeschein machen zu lassen. Hier steht er vor einem Schaufenster eines Fernseherladens und schaut sich einen Werbespot an, wo ihn der Sprecher im TV eine Vogels(ch)euche nennt. Natürlich denkt er, dass man ihn persönlich damit meint und will sich prompt im Fernsehgeschäft einen neuen Anzug kaufen. Ein Highlight ist hier die Szene beim schwulen Schneider, der von keinen anderen als Gunther Philipp ("Die tollen Tanten schlagen zu", "Ein Dicker Hund") gespielt wird und auch als Rausschmeißer im Lokal Mocambo macht sich Banana Joe recht gut. Hier soll er die Leute, die eins der Mädchen belästigen mit einem Fußtritt vor die Tür setzen, tja und so passiert es, dass er erst den Ladenbesitzer und später den Geschäftsführer nach draußen befördert, als sie zu einer Sängerin, gespielt von Marina Langner, unfreundlich werden. Für Marina Langner war "Banana Joe" im übrigen das Ende einer kurzen Karriere, die nur 4 Filme lang war und sich auf die Werke "Ich hasse Blondinen", "Ensalada Baudelaire", "Frauenstation" und eben "Banana Joe" beschränkte.
Ich könnte jetzt noch Stunden lang über den Film erzählen, denn bei Banana Joe gibt es immer was zum Lachen, so auch als Joe beim Amt seine Papiere holen will und man ihn von einen Schalter zum anderen schickt, bis ihm der Kragen platzt und er gleich das ganze Amt stürmt. Dies erinnert schon ein wenig an die Asterix-Comics, in denen sich der kleine Gallier ebenfalls mit einem Amt rumärgern musste
Hier bleibt wirklich kein Auge trocken und ob Joe hier den Wehrdienst abhalten muss, oder zum Ende hin den bösen Buben zeigt wo die Bananen hängen, hier wird es nie langweilig, auch wenn die Prügeleien nicht so vordergründig sind wie in seinen anderen Filmen und hier mehr die Situationskomik triumphiert und natürlich die haarsträubenden deutschen Dialoge mit Wortspielen, die die Italiener wahrscheinlich nicht einmal kennen. Aber so lieben wir es nun einmal: dumm und albern.
Der Score stammt im übrigen wieder von Guido & Maurizio De Angelis, deren Songs schon so manchen Spencer/Hill-Film versüßten, so auch bei "Banana Joe", in dem man auch Lieder von der 1977er Produktion "Zwei außer Rand und Band" zu hören bekommt. Musik aus der Konserve halt ...


Die Bildqualität der e-m-s-DVD schwankt gewaltig zwischen gut und durchschnittlich, was man deutlich an der Bildschärfe sieht, die an einigen Stellen optimal ist und bei anderen Szenen wiederrum mit deutlichen Bewegungsunschärfen zu kämpfen hat. Der Rauschfaktor ist löblicherweise sehr gering ausgefallen und nur selten bemerkt man im Hintergrund leichtes Blockrauschen. Der Kontrast und die Farben sind sehr gut und kommen frisch und kräftig rüber. Die Kompressionen sind überdurchschnittlich gut und man muss nur selten mit Bildartefakten rechnen und auch Defekte oder Verschmutzungen sind sehr gering ausgefallen. Das Bild wird uns einmal im anamorphen Widescreen und auf der anderen Seite im Open Matted Vollbildformat präsentiert.
Der deutsche Ton klingt recht verständlich und man hat die Monospur auf die beiden Frontspeaker gelegt. Zwar klingt das Geschehen anfangs etwas zu dumpf, was sich später legt, aber nie optimal wird. Im Ganzen ein ordentlicher Monoton mit wenig Rauschen und Verzerrungen. Als Bonus gibt es wie immer nur eine Bio- und Filmografie und eine Trailershow.

Dass "Banana Joe" Pflicht ist, muss ich nicht erst erwähnen und auch wenn diese DVD kein Highlight darstellt, ist sie zur Zeit das Beste, was es von diesem Klassiker zu sehen gibt. Schade nur, dass es keinen Originalton gibt, aber dafür ist der Film ungeschnitten.


Film+++++-
Bild+++---
Ton++----
Bonus------


Druckbare Version
Banana Joe (Limited Edition)
IMDb.com OFDb.de







 
 
Matthias Paul am 10.11.2003
Bewertung:

20 Jahre können dem Banana Joe nichts anhaben
Definitiv einer der besten Haudrauf-Possen mit Bud Spencer. Auch wenn er diesmal nicht im Gespann mit Terence Hill auftritt, ist der Dicke in seiner grummligen, aber liebenswürdigen Art als Bananenverkäufer, der sich gar nicht so recht im Großstadtdschungel zurecht finden will, ein Genuss unter den kurzweiligen Abendunterhaltungen. Da macht es auch nichts, dass die Story gewohnt hanebüchen, die Gangster tapsig und zum Prügelknaben auserkoren sind (umso besser). Es hagelt Fäuste und Witze, die zwar nicht konkurrenzfähig sind, aber durch die unnachahmlich gutmütige Art des Hauptcharakters in den siebten Himmel meiner jugendlichen TV-Vorlieben aufgestiegen sind und von mir noch immer sehr geschätzt werden.



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