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USA 2008
Originaltitel:South Park
Länge:ca. 310 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Trey Parker, Matt Stone
Buch:Trey Parker, Matt Stone, Brian Graden, David R. Goodman, Andrew Borakove, Philip Stark, Dan Sterling, Dave Polsky, Tim Talbott
Musik:Adam Berry
Darsteller:(Stimmen) Trey Parker, Matt Stone, Isaac Hayes, Jennifer Howell, Mary Kay Bergman, Jesse Howell
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:DigiPack
DVD-Start:20.10.2009 (Kauf)
Specials:
DVD 1:
  • Kurze Audiokommentare der Macher zu jeder Episode
  • Das Making of von "Katerstimmung":
    • Kennys Trip (2:32 Min.)
    • Geralds Flug (3:13 Min.)
    • Kennys Rettung (3:20 Min.)
    • Kennys scharfe Braut (4:20 Min.)
DVD 2:
  • Kurze Audiokommentare der Macher zu jeder Episode
  • Sechs Tage bis South Park:
    • Tag 1: 144 Stunden bis zur Sendung (3:56 Min.)
    • Tag 2: 120 Stunden bis zur Sendung (8:52 Min.)
    • Tag 3: 90 Stunden bis zur Sendung (12:16 Min.)
    • Tag 4: 72 Stunden bis zur Sendung (16:04 Min.)
    • Tag 5: 48 Stunden bis zur Sendung (19:10 Min.)
    • Tag 6: 24 Stunden bis zur Sendung (22:16 Min.)
DVD 3:
  • Hinter den Kulissen: Obama's Eleven (22:03 Min.)
  • Kurze Audiokommentare der Macher zu jeder Episode
Disc 1:

168. Ärger mit den Mandeln (Tonsil Trouble)
Cartman muss sich einer Routine-Operation unterziehen, weil seine Mandeln entfernt werden sollen. Dabei wird er mit HIV infiziert. Nach dem ersten Schock muss er fest stellen, dass er auf wenig Mitgefühl stößt: Die Erwachsenen sehen AIDS als nicht mehr so schlimm an wie noch vor zehn Jahren und Kyle lacht ihn sogar aus. Wütend beschließt Cartman, es ihm heimzuzahlen und schleicht sich in sein Zimmer, um ihn ebenfalls mit dem tödlichen Virus zu infizieren.

169. Britney's neuer Look (Britney's New Look)
Die Jungs erfahren, dass die von Reportern verfolgte Britney Spears in der Nähe in einem Hotel Unterschlupf gesucht hat. Als sie hören, wieviel ein peinliches Foto von ihr wert ist, suchen sie sie auf - aber Britney ist so am Ende wegen der ständigen Verfolgung durch die Presse, dass sie sich vor den Augen der Jungs in den Kopf schießt. Sie überlebt schwer verletzt, aber ihr Manager und die Medien lassen nicht locker und zerren sie gleich wieder ins Rampenlicht. Stan und Kyle bekommen Gewissensbisse und beschließen, Britney zu helfen. Sie fliehen mit ihr zum Bahnhof, um sie an den Ort zu bringen, wo sie am weitesten vom ganzen Medienrummel entfernt ist: dem Nordpol.

170. Katerstimmung (Major Boobage)
Stan und Kyle machen sich Sorgen um ihren Freund Kenny, denn er ist süchtig nach "cheesing" geworden. So nennt man es, wenn man von Kater-Urin high wird. Während Kenny in seinen Trips eine Phantasiewelt bereist, in der großbusige Frauen und grausame Monster leben, ärgern sich die anderen Kinder mit den Erwachsenen herum. Als diese nämlich vom neuen Drogen-Trend unter den Schülern erfahren verbieten sie kurzerhand alle Katzen in South Park. Cartman erweist sich in der Stunde der Not überraschenderweise als Tierfreund und funktioniert seinen Dachboden in eine Zufluchtsstätte für die gejagten Katzen um.

171. Kanada im Streik (Canada on Strike)
Der Chef des WCA (World Canadian Bureau) beschließt, dass es so mit Kanada nicht weiter gehen kann: Sein Land wird einfach nicht ernst genommen, und so ruft er seine Landsleute zum Streik auf. Er fordert mehr Geld, aber woher die anderen Staaten das nehmen sollen, ist nicht ganz klar. Vielleicht aus dem Internet? Da muss doch etwas zu holen sein! Aber kaum jemand scheint sich für den Streik zu interessieren. Stan, Kyle, Cartman und Butters sind die einzigen, die etwas tun wollen und drehen deshalb ein Video mit Butters, das sie im Internet hochladen. Sie haben tatsächlich Erfolg, aber ob sie damit Geld verdienen können, um es den Kanadiern zu geben, das ist eine ganz andere Frage ...

172. Huch, ein Penis! (Eek, A Penis!)
Ms. Garrison ist furchtbar unglücklich, denn sie bereut ihre Geschlechtsumwandlung und will ihren alten Körper zurück. Das ist allerdings nicht so einfach, denn wo soll sie einen neuen Penis herbekommen? Als sie von wissenschachtliche Experimenten hört, bei denen Organe auf Mäusen gezüchtet werden, wittert sie ihre einzige Chance ihr altes Leben zurück zu bekommen. Unterdessen startet Cartman eine beeindruckende Kariere als Aushilfslehrer. Er wird sogar an eine Highschool in der Stadt geschickt.

Disc 2:

173. Keine Verbindung (Over Logging)
Eines morgens funktioniert das Internet in South Park nicht mehr. Es stellt sich heraus, dass dies ein weltweites Problem ist - was ist nur passiert? Panik breitet sich unter den Menschen aus, denn wie sollen sie nun miteinander kommunizieren, sich informieren oder an perverse Pornos kommen? Vor allem letzteres macht Randy Marsh sehr zu schaffen, und so beschließt er, mit seiner Familie nach Westen zu ziehen. In Silicon Valley soll es angeblich noch Überreste des Internets geben. Und natürlich sind noch viele anderen auf dem Weg dort hin.

174. Super Fun Time (Super Fun Time)
Mr. Garrison unternimmt mit seiner Klasse einen Ausflug in ein nachgebautes Dorf aus dem 19. Jahrhundert. Dort sollen Kinder etwas über das alltägliche Leben ihrer Vorfahren lernen, das von den Angestellten nachgespielt wird. Aber die Kinder finden es eher peinlich, dass die Angestellten nie aus ihren Rollen als Siedler schlüpfen. Cartmans Laune bessert sich, als er feststellt, dass sich direkt nebenan ein Vergnügungs-Center befindet. Er überredet Butters dazu, sich mit ihm weg zu schleichen. Zum Glück, denn kaum sind die beiden weg, werden die anderen von einer Gruppe flüchtiger Räuber als Geiseln genommen.

175. Das China-Problem (The China Problem)
Cartman wacht nachts schweißgebadet auf - seit er die imposante Eröffnungsfeier der Olympiade in Peking gesehen hat befürchtet er, dass die Chinesen eine Invasion planen. Es sind einfach zu viele! Aber nur Butters kann er von der drohenden Gefahr überzeugen. Verkleidet infiltrieren die beiden ein China-Restaurant um mehr über die Absichten des Feindes in Erfahrung zu bringen. Unterdessen wird auch Kyle von Alpträumen geplagt. Er verkraftet es nicht, dass Interner Link"Indiana Jones 4" so vermurkst wurde - die reinste Vergewaltigung seines Helden! Aber Spielberg und Lucas kamen ungeschoren davon und verdienen sogar noch Geld mit der Fortsetzung.

176. Busenfeinde (Breast Cancer Show Ever)
Wendy hält vor der Klasse einen Vortrag über Brustkrebs, der von Cartman mal wieder ins Lächerliche gezogen wird. Das führt zu einem Streit, der darin gipfelt, dass Wendy die Nase endgültig voll hat - sie will, dass Cartman endlich für sein Verhalten büßen muss und droht ihm an, ihn nach der Schule zu verprügeln. Natürlich spricht sich die Kunde von dem Kampf sofort unter allen Schülern herum. Cartman selber mimt zwar den harten Burschen, fürchtet aber insgeheim, dass er gegen Wendy verlieren und sich so vor allen blamieren könnte. Also versucht er sie dazu zu bringen, das ganze abzublasen.

Disc 3:

177. Pandemic (Pandemic)
Stan, Kyle, Cartman und Kenny stellen fest, dass es immer mehr peruanische Musikanten gibt, die mit Panflöten und Trommeln in Fußgängerzonen für ihre CDs werben. Damit scheint man ohne viel Aufwand gutes Geld verdienen zu können, also besorgen sie sich Instrumente, verkleiden sich und beginnen ebenfalls zu musizieren. Weil sie sein Geburtstagsgeld als Startkapital brauchen, holen sie auch Craig mit ins Boot. Doch dann wird aus dem harmlosen Spaß bitterer Ernst, denn die Regierung beschließt, alle peruanischen Bands zu vertreiben. Das hat schlimme Konsequenzen ...

178. Pandemic - The Startling (Üandemic - The Starting)
Die Kinder sitzen in Peru fest während gigantische Meerschweinchen weltweit für Tod und Verwüstung sorgen. Craig ist inzwischen richtig angenervt von den anderen, denn er hat absolut keine Lust noch weiter in dieses verrückte Abenteuer hineinzuschlittern. Und Randy Marsh dokumentiert die Geschehnisse in South Park tapfer mit seiner Videokamera.

179. Obama's Eleven (About Last Night ...)
Ein neuer amerikanischer Präsident wurde gewählt: wegen Barack Obamas Sieg feiern die Menschen im ganzen Land. Die Anhänger McCains hingegen versinken in Weltuntergangs-Stimmung - und das Chaos ist perfekt. Im weißen Haus stellt sich allerdings heraus, dass McCain und Obama das ganze nur inszeniert haben. Sie sind in Wirklichkeit hochprofessionelle Diebe, die es auf einen wertvollen Diamanten abgesehen haben, der in einem Museum in der Nähe des weißen Hauses aufbewahrt wird. Vom Oval Office aus wollen sie den Einbruch durchführen.

180. Elementary School Music (Elementary School Musical)
Die Grundschüler sind total verrückt nach den "High School Muscial"-Filmen, und eifern ihren Idolen nach so gut es geht. Nur an Stan, Kyle, Cartman und Kenny ist der Hype total vorbei gegangen - sie können beim besten Willen nicht verstehen, was an dem Getanze und Gesinge cool sein soll. Aber als sie bemerken, dass sie selber zu Außenseiter werden, und inzwischen sogar Butters bei den Mitschülern besser ankommt als sie, geben sie nach.

181. Butters im Bann der Dämonen (The Ungroundable)
In der Grundschule breitet sich ein neuer Trend aus: Kinder kleiden sich inspiriert durch Bücher und Filme wie Vampire und sehen so natürlich den Goth Kids ziemlich ähnlich. Die nervt das sehr, denn sie wollen auf keinen Fall mit den verweichlichten kleinen Pseudo-Goths verwechselt werden.
"I'm so startled."

Wenn sich die Jahre neigen, bauen Serien für gewöhnlich stark ab. Bestes Beispiel ist Matt Groenings Interner Link"The Simpsons", die mit jedem Jahr schwerer zu ertragen sind und schon vor etwa sieben Jahren begonnen haben an Qualität einzubüßen. Ein Gegenbeispiel ist dagegen "South Park", die Serie aus der Feder von Trey Parker und Matt Stone. Vor elf Jahren erblickte sie das Licht der Welt und begründete Comedy Central als tragfähigen Sender. Und auch in ihrer zwölften Staffel hat die Serie nichts von ihrer Kreativität und Spritzigkeit verloren. Ihren Ursprung fand "South Park" dabei bereits 1992, als Parker und Stone in der Kurzfilmanimation "Jesus vs. Frosty" bereits die Kultfiguren Cartman und Kenny eingebaut hatten.
Drei Jahre später sah der FOX-Vorsitzende Brian Graden den Kurzfilm und beauftragte das Duo einen weiteren Film zu drehen. Mit "Jesus vs. Santa" hatte man sich bereits stark an jenem Schema orientiert, welches später den Charme der Serie ausmachen sollte. Deren erste Sendung, "Cartman Gets an Anal Probe", wurde schließlich am 13. August 1997 ausgestrahlt und ist inzwischen ein Klassiker innerhalb des "South Park"-Universums. Nachdem die ersten vier Staffeln zu einem Großteil noch mit ausgeschnittener Pappmaché gefilmt wurden, hat die Serie heutzutage einen gewöhnlichen Zeichenstil als Grundlage. Ihre Inspiration für die Pappmaché-Elemente zogen Parker und Stone aus Interner Link"Monty Pythons Flying Circus", einer Serie, von der die beiden Komiker bekennende Fans sind. Was "South Park" jedoch besonders auszeichnet, ist sein soziokultureller Charakter beziehungsweise seine Stellung als kritisierendes Organ von verschiedenen, meist aktuellen, amerikanischen Themenkomplexen. Seien es Fragen der Religion oder Sexualität, sowie politische Entscheidungen und Entwicklungen im pop-medialen Bereich, alles findet Einzug in die Handlungen der Kleinstadt in Nevada und werden auf teils provozierende, stets jedoch humoristische Art und Weise konterkariert.



In die zwölfte Staffel finden verschiedene Aspekte des Kalenderjahres 2008 Einzug. Zum einen die Entwicklung von Britney Spears, die Veröffentlichung von Interner Link"Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, aber auch die Wahl von Barack Obama zum 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Aber auch mit anderer Kritik spart die Staffel nicht aus. Gleich zu Beginn behandelt "Tonsil Trouble" die Vernachlässigung von AIDS in unsere Gesellschaft. Wie üblich verliert man den Blick für etwas, das an Aktualität nachlässt. Sei es BSE oder eben HIV, sprich AIDS. In "Breast Cancer Show Ever" dagegen beschäftigen sich Parker und Stone ausführlich mit Brustkrebs und rufen damit den Jugendlichen die medizinischen Gefahren in unserer Gesellschaft ins Gedächtnis. Mit aktuellen Entwicklungen beschäftigen sich die Folgen "Elementary School Musical", welches den momentanen Hype rund um Disneys "High School Musical" aufgreift, und "The Ungroundable", das den aufkeimenden "Vampir"-Kult bei Jugendlichen portraitiert (und sicherlich Nahrung in Stephenie Meyers Interner Link"Twilight" findet). In "Over Logging" wird dagegen die Abhängigkeit der Menschheit vom Internet parodiert, wenn sich die Bevölkerung in Flüchtlingcamps um den letzten Internetanschluss prügelt. Nachdem im letzten Jahr mit "Imaginationland" ein Dreiteiler gedreht wurde, antworten die Macher mit der "Pandemic"-Doppelfolge auf den Hype rund um Wackelkamerafilme wie Interner Link"Cloverfield " und Interner Link"Blair Witch Project". Eine der besonders starken Folgen beschäftigt sich jedoch ausführlich mit der Boulevard-Verfolgung von Britney Spears. In "Britney's New Look" gibt es die "Britney Watch"-Nachrichtenunterbrechung und allerlei Verweie auf die Probleme der Popsängerin. Brillant halten Parker und Stone hier der Medienlandschaft ihres Landes den Spiegel vor. Die Schuldzuweisung nicht nur an die Medien, sondern auch deren Konsumenten ist fraglos mehr als gerechtfertigt.



Während Cartman in "The China Probrem" die Invasion der Chinesen fürchtet, dreht sich die Folge eigentlich um einen ganz anderen Aspekt: die Vergewaltigung von Indiana Jones. "Aliens don't belong in an 'Indiana Jones' movie", schluchzen die Jungs da die Meinung vieler Indy-Fans weltweit in die Kamera. So gelungen die Verschiebung des Franchises in die fünfziger Jahre auch sein mochte, mit den Außerirdischen kann man durchaus seine Probleme haben. Auf die Idee, George Lucas und Steven Spielberg deswegen zu verklagen, kann man jedoch nur in "South Park" kommen. Zum Brüllen, will sagen Quieken, sind dann auch die Phantasiesequenzen, wenn Lucas und Spielberg Indy in etwaigen Filmreferenzen ("The Accused", "Deliverance") vergewaltigen. Dass Parker und Stone durchaus ihre Probleme mit ihren beiden Kollegen haben, machten sie bereits in "Free Hat" (Staffel 6) deutlich. Auch in Folgen wie "Super Fun Time" ("Ferris Bueller's Day Off", Interner Link"Die Hard"), "About Last Night ..." (Interner Link"Ocean's Eleven" / Interner Link"Ocean´s Twelve"/ Interner Link"Ocean's Thirteen") und "Eek, a Penis!" ("Stand and Deliver") finden Referenzen an andere Filme gebührend Einzug. Am offensichtlichsten ist dies jedoch in "Major Boobage" der Fall - ohnehin der besten Folge der Staffel. Hier verbeugen sich Parker und Stone nicht nur inhaltlich, sondern auch graphisch vor dem Kultfilm Interner Link"Heavy Metal" - allerdings nicht, ohne erneut Kritik am amerikanischen Fernsehsystem zu nehmen. Die mit Brüsten vollgepflasterte Landschaft ist grandios und ein intelligenter Seitenhieb gegen die Regel, keine nackten Brüste zu zeigen - allerdings nur wenn sie am weiblichen Körper "befestigt" sind.



Die schwächeren Folgen wie "Canada On Strike" (trotz phantastischem Running Gag) oder "Elementary School Musical" wissen zwar durchaus die eine oder andere gelungene Szene zu präsentieren, können aber als Ganzes weit weniger unterhalten, als es beispielsweise "Britney's New Look" oder "Super Fun Time" gelingt.
Doch in seiner Gesamtheit ist die zwölfte Staffel wieder als ausgesprochen gelungen anzusehen, bewegt sie sich doch auf einem hohen Level und wird all jenen Aspekten der Serie gerecht, die diese seit Anbeginn ausgezeichnet haben. Dass hier auch Raum ist, um Cartman gelegentlich etwas humaner zu gestalten, nur um ihn kurz darauf wieder zum asozialen Arschloch zu deklassieren, beweist die Klasse der Serie. Schön ist ebenfalls zu sehen, dass man zu gegebenem Zeitpunkt Nebenfiguren wie Craig, Wendy oder den Goth-Kindern gebührend Aufmerksamkeit zur Entfaltung schenkt. Es versteh sich von selbst, dass die Show wieder einmal viel Angriffsfläche für Kritiker bietet. Allein der spielerische Umgang mit AIDS in der Auftaktfolge ist ein klassischer Ausgangspunkt für eine Kontroverse.
Man sollte jedoch bei "South Park" nie den Fehler machen, nicht hinter die Kulisse zu blicken und das Geschehene stets retrospektiv zu betrachten. Diese Fähigkeiten, über zwölf Jahre hinweg nicht nur stets die mehr als nötige Kritik am System aufrecht zu erhalten, sondern zugleich noch eine extrem amüsante und unterhaltsame Serie zu erschaffen, nötigt enormen Respekt ab. Allerdings kommt die Show nun auch in ein problematisches Alter, denn schon Interner Link"Die Simpsons" mussten ab der zwölften Staffel stark an Frische einbüßen. Immerhin schreiben sich Parker und Stone mit lediglich 14 Episoden pro Jahr nicht tot, was viel Hoffnung für den kommenden Sommer schürt, wenn die Erfolgsserie in ihre 13. Auskopplung geht.


Während in den USA die zwölfte Staffel auch als Blu-ray veröffentlicht wurde, müssen die deutschen Fans mit einer DVD-Box vorlieb nehmen. Diese überzeugt jedoch nicht nur optisch, sondern wird auch als äußerst hübsch anzusehendes DigiPack im Schuber mit Prägdruck ausgeliefert. Leider befindet sich auf der Frontseite das hässliche FSK-Logo.
Das Vollbild überzeugt wieder durch satte und kräftige Farben, wartet mit einem ausgezeichneten Kontrast auf und zeigt ein sehr angenehm scharfes Bild mit einer sauberen Kantendarstellung. Es gibt auch hier keine störenden Treppenbildungen, wie noch in den frühen Staffeln und die Kompression arbeitet sehr ruhig und sauber, zeigt lediglich auf großen Betrachtungsflächen leichte Unruhen auf homogenen Flächen. Beide Tonspuren liegen wieder in Stereo vor und klingen wie gewohnt sehr sauber und stets verständlich. Es wird eine kräftige Stereofront mit einer satten Musikwiedergabe geboten und lediglich der besser zur Geltung kommende Wortwitz der englischsprachigen Synchronisation toppt die deutsche Synchronisation. Optional gibt es deutsche Untertitel.
Diese gibt es natürlich auch wieder bei den Audiokommentaren mit Parker und Stone zu jeder Folge der zwölften Staffel. Neben ausführlichen Hintergrundinformationen zu den einzelnen Folgen und deren Entstehung halten sie sich auch nicht mit Anekdoten zurück, was wie immer sehr informativ und witzig ist.


Während die Audiokommentare in den anderen Staffeln das einzige Bonusmaterial waren, enthält die zwölfte Staffel erstmalig einen ganzen Haufen an Featurettes. Angefangen auf der ersten Disc mit dem 5teiligen Making of zur Folge "Katerstimmung". In knapp 13 Minuten bekommen wir einen Einblick in verschiedene Produktionsphasen einiger Schlüsselsequenzen der Episode, begonnen von den ersten Skizzen über 3D-Animationen bis hin zum Zusammenfügen diverser Elemente. Auf der zweiten Disc befindet sich mit "Sechs Tage bis South Park" ein Making of der Serie, bei der Anhand von sechs Kapiteln, welche jeweils einem Produktionstag beschreiben, die Macher die Entstehung einer Folge von den ersten Storyboardzeichnungen bis zur finalen Version beschreiben. Sechs Tagen bedeuten übrigens den Zeitraum, den die Produzenten bis zur Fertigstellung einer Folge Zeit haben, damit sie pünktlich ausgestrahlt werden kann. Je weiter die Produktion fortschreitet, destso umfangreicher werden die einzelnen Kapitel, da immer die komplette Episode im jeweiligen Produktionszustand gezeigt wird. Die Macher dokumentieren und analysieren das Gezeigte jeweils. Insgesamt beträgt die Laufzeit knapp 83 Minuten. Auf der dritten Disc befindet sich mit "Hinter den Kulissen: Obama's Eleven" eine weitere Doku. Diesmal geht es um die Entstehung der Obama-Folge, für die man allerdings nur 24 Stunden Zeit hatte, um sie komplett auszuarbeiten und zu produzieren. Wie bereits bei "Sechs Tage bis South Park" erfahren wir in rund 22 Minuten alles Wissenswerte über die Entstehung der Folge.
Wie bereits die Audiokommentare wurden alle Featurettes deutsch untertitelt.


Mit der Veröffentlichung der zwölften Staffel befindet sich Paramount auf dem aktuellen Serienstand und hinkt nicht mehr hinterher wie z.B. Interner Link"Die Simpsons", bei denen es von über 20 Staffeln gerade mal 12 zu kaufen gibt. An der technisch ordentlich und erstmalig auch mit richtigem Bonusmaterial umgesetzten "South Park"-Staffel wird man wieder mächtig Spaß haben.


Film+++++-
Bild++++/-
Ton+++---
Bonus+++/--


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South Park (Die komplette zehnte Staffel)
South Park (Die komplette neunte Staffel)
South Park (Die komplette elfte Staffel)
South Park (Die komplette erste Season)
South Park (Die komplette zweite Season)
South Park (Die komplette fünfte Season)
South Park (Die komplette fünfzehnte Staffel)
South Park - Größer, länger & ungeschnitten
News"South Park" - Staffel 16 ab 5. September auf DVD
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