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HK 2001
Originaltitel:Miu San Hak Hap
Alternativtitel:Black Mask 3 - Shadow Mask
aka. Legend of Black Mask, The
aka. Shadow Mask
aka. Wu shen hei xia
Länge:94:02 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jimmy Lin
Buch:Jimmy Leung
Kamera:Poon Tak Yip
Darsteller:Fan Siu-Wong, Cheng Pei Pei, Samuel Leung Cheuk Moon, Lily Chung, Phillip Ko, Gwennie Tam
Vertrieb:Movie Power / KNM
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Kantonesisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:18.02.2010 (Kauf)
Specials:
  • Trailershow:
    • Draculas Curse (1:06 Min.)
    • Ten Till Noon (1:39 Min.)
Nach einem Aufenthalt im staatlichen Zuchthaus hat die größenwahnsinnige Red Goddess (Shaw Brothers-Superstar Cheng Pei Pei) nur noch ein Ziel: Die Weltherrschaft! Um das zu erreichen entführt sie die Wissenschaftlerin Dr. Sandy Sheung (Gwennie Tam), die gerade erst ein Mittel gegen BSE entwickelt hat und nun eine Menge Geld von der Europäischen Union erwartet. Doch Red Goddess hat einen Gegener, einen Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit ... Shadow Mask (Fan Siu Wong), er rettet Dr. Sheung und bringt sie in sein Haus, wo er zur Tarnung ein normales bürgerliches Leben führt. Doch Red Goddess gibt nicht auf und schickt ihre Vasallen um den Superhelden zu vernichten. Dabei ist ihre gefährlichste Waffe eine verführerische Frau ...
Unschwer zu erkennen ist "Shadow Mask" sowohl in der Figur als auch im Handlungsschema ein Nachfolger bzw. eine Kopie von Interner Link"Black Mask" und damit auch von seinem amerikanischen Kollegen Interner Link"Batman", wobei sich die Ähnlichkeiten nicht nur optisch, sondern schlichtweg in der gesamten Lebensweise und den damit verbundenen Schwierigkeiten auftun. Dieser Superheld hier hat allerdings noch ganz andere Probleme; er steht nämlich unter der Vorherrschaft seines Leumundes Mr. Iron (Ritsuko Nagai), dem ursprünglichen aber dem Alter Tribut zollenden Shadow Mask. Fu ist sein Nachfolger, den er aus dem Waisenhaus in sein reiches Heim holte und dementsprechend mehr als ein Auge auf ihm hat. Fu bekommt Tages- und Essensplan vorgeschrieben, verbringt seine Freizeit statt mit Mädels in der Muckibude, muss früh ins Bett und darf nur an seine heißgeliebten Spielautomaten ran, wenn er dabei gleichzeitig im Kopfstand ist.
Langsam stinkt ihm das auch an, zumal sein ebenfalls aus dem Waisenhaus stammender Freund Jacky (Samuel Leung) zwar keine Kohle, aber viel mehr Freiheiten hat und diese auch genießt. Als ihm Mr. Iron noch dem Umgang mit Sandy verbietet - er spürt die aufkeimende Liebe -, rappelt es im Karton.


Die Konzentration auf den privaten Teilbereich lässt entweder fehlende Phantasie des Drehbuchautors oder mangelndes Budget erkennen, wobei hier wahrscheinlich irgendwie beides zutrifft; aber das keine ziehende Ausrede für ein "coming of age"-Prozess unterm Umhang ist. Schlichtweg uninteressant ist das Aufbäumen des unterdrückten Fu gegen seinen Ziehvater; der dazwischen aufkeimende Anteil an Intrigen und Verrat zwischen ihm, Jacky und der auf ihn angesetzten Blood Eagle (Lily Chung) gehört so eher in eine Seifenoper.
Da sich Red Goddess erstmal erholen muss und Zeit für Regeneration braucht - schwer beeindruckender Endgegner -, setzt sie mit Eagle nämlich eine heiße Braut auf Fu an, wobei sich Jacky aus irgendwelchen Gründen aber als fester Freund wähnt und es deswegen zum Krach kommt.
Es ist ja löblich, das Figurenkonzept mit einem ausgeprägten wirklichkeitsechten Privatleben wie in einer Daily als Identifikationsangebot zeichnen zu wollen, spart auch Geld. Aber erstens sind Einsamkeit, Zweifel und damit verbundene Sinnkrise beim Superhelden ein alter Hut und zweitens verfehlt die fast vollständige Ausbreitung darauf wohl das Genre.


Bevor man die Ausgangsidee nicht ganz vergisst - das mit dem Rinderwahn wird schon nie wieder angesprochen -, wird Fu auch zwischendurch ein paar Mal von Schergen attackiert; die Actionmenge gestaltet sich aber eher mäßig und bleibt durchweg in kleineren Bereichen. Abseits vom umrahmten Setting und einigen wenigen Schießereien ist der Film ein reiner Martial Arts-Flick; kann diese Vorgaben allerdings soweit überraschend gut erfüllen. Action Director Robert Chan Yiu Lun sorgt zusammen mit seinem Kameramann Poon Tak Yip abseits vom schwachen Showdown für erfreulich behände Fights, die vor allem einige gekonnte Schnittkombinationen aufweisen; auch wenn die Bildgestaltung nicht immer sorgfältig überlegt ist.


Sowieso passt der Alternativtitel "Black Mask 3 - Delirium" in gleich mehrfacher Hinsicht auf den Film: Kopfschmerzen lösen die wilden Aktionen selber zwar nicht aus; aber die übernatürlichen Kräfte von Red Goddess und ihr ständiges Beeinflussen von Gedanken anderer kann wie so gefilmt schon leichte Übelkeit beim Zuschauer hervorrufen. Das gleiche gilt fürs schlimmste Chargieren von Produzent Phillip Ko, der wieder ein paar Mal zu oft sein Gesicht in die Kamera hält.
Die anderen Darsteller gehen soweit, zumindest wenn man sich die Produktion mal etwas genauer bezüglich ihrer Phillipino-Herkunft ansieht. Main Actor Louis Fan, der seit über einem Jahrzehnt von seinem Interner Link"Story of Ricky"-Ruhm zehrt, macht seine Sache soweit gut und kann in allen Belangen überzeugen; ganz einfach, weil der Mann auch nicht ganz unsympathisch ist. Samuel Leung hält sich dankenswerterweise hier etwas zurück; Lily Chung spielt ihre x-te Bitchrolle immer noch zumindest optisch passend. Über die gealterte Shaw Brothers-Heroine Cheng Pei Pei legt man lieber den Mantel des Schweigens; für ein Comeback dieser Art muss man jedenfalls nicht seinen ansonsten wohlverdienten Ruhestand aufgeben.
Aber bei der Popularität des Filmes bzw. dem Nichtvorhandenseins (Einspiel 0,014 Mio. HK-$) bekommt das wahrscheinlich eh kaum einer mit.


Eigentlich ist "Black Mask 3" nur eine inoffizielle Fortsetzung und hat bis auf den Titel und eine Kostümähnlichkeit nichts mit den anderen beiden Teilen gemeinsam und sollte daher auch eher als eigenständiger Film betrachtet werden. Insbesondere die Bildqualität der DVD lässt einiges zu wünschen übrig, doch wird dies wohl mal wieder einer der Filme sein, dessen Master einmal mehr so richtig stiefmütterlich behandelt wurde. Farblich kann das ganze noch überzeugen, doch war es dies dann auch schon. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass man es hier mit der Kopie einer Videokassette zu tun hat. Insbesondere bei der Titelsequenz, wenn die Schrift eingeblendet wird, sind Störstreifen zu bemerken. Auch fallen Doppelkonturen und gelegentliche Farbblitzer auf. Ansonsten wirkt die Vorlage alles anderer als sauber und verfügt über kleinere Defekte und Verunreinigungen. Im Bezug auf den Kontrast wirkt dieser in dunklen Passagen etwas zu steil und neigt dazu Details zu verschlucken. Zudem ist ein immenser Rauschfaktor vorhanden, der gerade die ohnehin schon schlechte Schärfe weiter in Mitleidenschaft zieht. Von Detailschärfe kann bei diesem Transfer keine Rede sein. Schlussendlich bleibt die Kompression, doch auch hier machen sich einige Mängel breit, insbesondere das vorhandene Blockrauschen lässt das Bild nochmals unruhiger aussehen.


Bei den Tonspuren, die in beiden Sprachen in Stereo vorliegen, ist die Sprachverständlichkeit zufrieden stellend, auch wenn die deutsche Synchronisation nicht bei jeder Person glücklich besetzt wurde. Leider wurden keine Untertitel auf die DVD gepackt, was die Originalspur somit für den Großteil unbrauchbar machen dürfte. Beide Spuren klingen relativ kraftlos. was insbesondere in den Kampfszenen schade ist, aber dem Subwoofer etwas Urlaub verschafft. um sich von anderen Strapazen zu erholen. Ein leichtes Rauschen ist zudem in beiden Spuren vorhanden, aber nicht weiter störend.


Sehr mager ist der Bonusbereich ausgefallen, der außer zwei Trailern zu anderen Titeln des Anbieters nichts zu bieten hat. Zwar wird die Qualität dem eigentlichen DVD-Standard nicht gerecht, doch dürften Freunde von Superhelden, insbesondere aus dem asiatischen Raum einen Blick riskieren. Einen wirklichen Blockbuster hat man zwar nicht vor Augen, doch wenigstens einen kleinen Beitrag im Bereich der Superheroes, der mit netten Ideen und einigen Verrücktheiten kurzweilig unterhalten kann, bevor er in Vergessenheit gerät.

Nachdem die Verleihfassung über WGF im Jahre 2007 erschien, brauchte es ganze 3 Jahre bis der Titel auch in den Regalen der Kaufhäuser zu finden ist. Namentlich wurde aus "Black Mask 3" "Return of the Black Mask", eine qualitative Verbesserung gibt es leider nicht.


Film+++---
Bild++----
Ton+++---
Bonus------


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