Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2008
Originaltitel:Street Kings
Alternativtitel:Night Watch
aka. Night Watchman, The
Länge:104:20 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:David Ayer
Buch:James Ellroy, Kurt Wimmer, Jamie Moss
Kamera:Gabriel Beristain
Musik:Graeme Revell
SFX:CafeFX, Screaming Death Monkey, At The Post, Bake Visual Effects
Darsteller:Keanu Reeves, Forest Whitaker, Hugh Laurie, Chris Evans, Cedric the Entertainer, Jay Mohr, Terry Crews, Naomie Harris, Common, Martha Higareda, John Corbett, Amaury Nolasco, Noel Gugliemi, Michael Monks, Daryl Gates, Clifton Powell, Angela Sun, Ken Choi, The Game, Cle Shaheed Sloan
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:05.12.2008 (Verleih) / 23.01.2009 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar
  • Entfallene Szenen mit opt. Audiokommentar:
    • Tot in drei Sekunden (0:45 Min.)
    • Ludlow redet mit Grace (1:48 Min.)
    • Washington und Ludlow auf dem Parkplatz (0:34 Min.)
    • Ludlow befragt Santos und Demille wegen Diskant (0:31 Min.)
    • Ludlow und Diskant bringen Grill ins Gefängnis (0:34 Min.)
    • Wanders Anweisungen an Ludlow (1:47 Min.)
    • Ludlow bringt Grace die DVD (0:30 Min.)
    • Biggs bedrängt Ludlow beim Lunch (0:56 Min.)
    • Wander stellt Biggs zur Rede (0:21 Min.)
    • Wander lädt Biggs zu einer Party ein (0:32 Min.)
    • Ludlow und Wander unterhalten sich in der Küche (1:31 Min.)
    • Ludlow beobachtet die schlafende Grace (0:58 Min.)
    • Ludlow funkt Wander nach der Schießerei an (0:35 Min.)
    • Clady beobachtet Linda Washington (0:11 Min.)
    • Wander bereitet das Frühstück zu (0:33 Min.)
  • L.A. Bete Noir (4:49 Min.)
  • Hierarchie der Straße (3:51 Min.)
  • Alternative Szenen:
    • Ludlow wird vom Ausschuss befragt (1:09 Min.)
    • Bei Grace auf dem Balkon (3:24 Min.)
    • In Wanders Büro (1;40 Min.)
    • Beschwerdeabteilung (1:16 Min.)
    • Biggs und Ludlow beim Lunch (2:26 Min.)
    • Ludlow besucht Wander mitten in der Nacht (3:23 Min.)
    • Unterhaltung mit Linda Washington (3:30 Min.)
    • Wanders Streit mit Biggs (2:11 Min.)
    • Ludlows Verhaftung bei Grace (3:44 Min.)
    • Finale Konfrontation (6:14 Min.)
  • Featurettes:
    • Crash Kurs (1:28 Min.)
    • Besetzung nahe an der Realität (2:15 Min.)
    • Der Alltag der Special Unit (1:42 Min.)
    • Training mit den Profis (2:26 Min.)
  • Hinter den Kulissen:
    • Waffentraining (1:04 Min.)
    • Vorbereitungen zum Auto-Dreh (1:10 Min.)
    • Spezialeffekt Einschüsse (0:48 Min.)
    • Am Filmset (0:47 Min.)
  • Kinotrailer (2:12 Min.)
  • Weblink (1 Seite)
Detective Tom Ludlow (Keanu Reeves) zählt zu den brutalsten Cops des Los Angeles Police Department, wo harte Selbstjustiz, Korruption und Vetternwirtschaft an der Tagesordnung sind. Als sein Kollege erschossen wird, gerät Ludlow selbst ins Visier der Ermittlungen. Jemand aus den eigenen Reihen hat ihn auf der "Abschussliste" und will ihm den Mord unterschieben. Wer steckt dahinter? Wem kann er trauen? Auf seiner Jagd nach dem Mörder kommt Ludlow den Antworten gefährlich nah ... so nah, dass es tödlich enden könnte!
- "In my world, bad breeds more bad." (Det. Tom Ludlow)

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was eigentlich aus Alonzo Harris wurde? Richtig, er wurde am Ende von "Training Day" erschossen. Was wäre jedoch, wenn ihn die Russenmafia in Ruhe gelassen hätte und der gute Hoyt ihm nicht vor den Karren gefahren wäre? In dem Fall würde er wohl Jack Wander heißen und Captain des LAPD Spezialkommandos Ad Vice sein. Erstaunlich, dass Drehbuchautor David Ayer seine afro-amerikanischen befehlshabenden Cops in "Training Day" und nun in "Street Kings" so identisch anlegt, dass Denzel Washington und Forest Whitaker nicht nur versuchen im selben Ton zu reden, sondern sich sogar ähnlich anziehen. Das spricht in der Tat für Ayers Kreativität, die sich spätestens dann nachvollziehen lässt, wenn man sich mal sein Sujet ansieht. Der gute Mann verfasste die Drehbücher zu den Filmen "Training Day", "Dark Blue" und "Harsh Times", die sich im Grunde alle ähneln. So verwundert es auch nicht, dass Ayers neuester, "Street Kings" hier im wahrsten Sinne des Wortes wie der Arsch auf den Eimer passt. Wie bereits bei "Dark Blue" der Fall, adaptierte Ayer eine Geschichte des Kriminalautoren James Ellroy, dessen Interner Link"L.A. Confidential" den meisten besser in Erinnerung geblieben sein dürfte als "The Black Dahlia". Zusammen mit einer handvollen namhafter Akteure, sowie "real life thugs" und Gangsta-Rappern inszenierte Ayer das, was er beherrscht respektive nicht beherrscht: einen Polizeithriller rund um das Thema Korruption. Sein Bestreben bei "Street Kings" war jedoch, zu zeigen wie es heutzutage ist, ein Cop in Los Angeles zu sein. Er möchte zeigen wie die amerikanische Exekutive vorgeht, wollte das Genre erweitern, nein, die Grenzen des Genre sogar sprengen.



Was am Ende dabei herauskam, ist ein Film, den man praktisch an jeder Filmhochschule der Welt zeigen könnte, wenn es um die Thematik des Polizeithriller-Genres geht. Von Grenzen sprengen ist hier weit und breit nichts zu sehen, denn wer den Bösewicht der Geschichte nach den ersten zehn Minuten nicht ausgemacht hat, dem scheint nicht mehr zu helfen zu sein. Keanu Reeves, nach seinem Erfolg mit "The Matrix" in den letzten Jahren wieder auf den Boden der Tatsachen angekommen, spielt den polizeilichen Ermittler Tom Ludlow. Ayer bürstete seine Heldenfigur nach dem gängigen Klischee: Ludlow hat jemanden einst verloren (seine Frau) und ertränkt seinen Kummer täglich in Alkohol. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, nebenbei noch Supercop zu spielen. Als Ein-Mann-Kommando räumt er zu Beginn des Filmes einen koreanischen Kinderporno-Ring auf, im Krankenhaus wird er anschließend von dem internen Ermittler gefragt, woher Ludlow wusste, wie er die Täter zu finden hatte (da immerhin die ganze Stadt nach diesen suchte). Ludlow presst ein "Das ist mein Job" hervor und es ist klar, dass es keine Rolle spielt, wie er den Koreanern auf die Schliche kam, denn Ludlow ist DER Mann. Später nimmt das ganze noch bizarrere Auswüchse, wenn Ludlows Vorgesetzter, Captain Wander (Forest Whitaker), ihn als "die Speerspitze" seiner Einheit bezeichnet, quasi als Achilles des Ad Vice Teams. Hier hat man Ludlow, den trinkenden Cop, der immer den Tag rettet und dabei auch gerne mal Gewalt anwendet. Der nicht nach den Regeln spielt, und Tatorte so stellt, dass man ihm nichts nachweisen kann. Seine Einheit (Amaury Nolasco aus Interner Link"Prison Break", Jay Mohr mit dämmlichen Schnauzer und Carrie Bradshaws Ex, John Corbett) steht hinter ihm, allen voran sein Chef, der ihn praktisch von der Pike auf zu dem gemacht hat, was er heute darstellt.

Man hat es praktisch mit dem dreckigen Dutzend zu tun, die nicht grad die bessten Menschen sind, aber durch ihre Arbeit die anderen beschützen - im Grunde also Leute, wie man sie in Denzel Washingtons Einheit in "Training Day" oder bei Kurt Russell in "Dark Blue" bereits gefunden hat. Dem entgegen steht wie immer der interne Ermittler, der Cop-Jäger, verhasst von seinen Kollegen und der einzig gute in einem Sumpf aus Korruption und Amtsmissbrauch. Man merkt bereits, Ayer hat in der Tat das Genre revolutioniert. Was er seine Figuren anschließend treiben lässt, fasziniert auch lediglich durch seine Einfallslosigkeit. Ludlow bekommt Ärger, jemand ist ihm auf der Spur, dadurch kommt er jemand auf die Spur und steckt in noch mehr Ärger - der Schlinge zieht sich enger und enger, sodass am Ende das eintritt, was in diesem Genre immer eintritt. Da "Street Kings" inhaltlich auf einen Bierdeckel passt beziehungsweise es sich genau genommen um die beidseitig beschriebenen Bierdeckel von "Training Day" und "Dark Blue" handelt, ist das, was sich vordergründig abspielt, nicht wirklich von Belang. Da Ayer und seine Produzenten besonders die Authenzität ihrer Geschichte und Figuren loben, wären diese sicherlich eines genaueren Blickes wert. "Ludlow darf von Berufs wegen Leute auslöschen, die dem Gesetz nicht gehorchen", beschreibt Ayer seinen Helden, sodass man sich fragt, in welcher Welt der gute Mann eigentlich lebt. Ein Cop wie es Tom Ludlow ist, würde sich im echten LAPD bestimmt nicht finden, mäht er doch fast alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Amerikanische Polizisten haben ein bestimmtes Limit, so unpassend das Wort auch ist, an Erschießungen. Geschehen allein zwei tödliche Schüsse auf Verdächtige innerhalb einer kurzen Zeit, müssen sich die jeweiligen Polizisten vor einem Ausschuss verantworten.



Seltsamerweise hat Ayer dies in "Dark Blue" noch richtig dargestellt, sodass seine dort von Scott Speedman dargestellte Figur Bobby Keough eher ein echter Cop ist als Ludlow. Da wundert es auch nicht, dass Ludlow wie es ihm gefällt auf eigene Faust mit einem Kollegen einer anderen Abteilung irgendwelche Mordfälle aufklärt. Auch die inzwischen monotone Darstellung des Los Angeles Police Department langweilt inzwischen und würde sie dem von Ayer proklamierten realen Bild entsprechen, wäre dies sicher längst behoben worden. Das einzige, was an der Darstellung der Polizei authentisch ist, ist die Ausstattung, die bis ins Detail ausgearbeitet wurde und den technischen Beratern und Ex-Polizisten um Jaime Fitzsimons zu verdanken ist. Hier spielt wahrscheinlich doch eher Ayers eigene Vergangenheit in der Bandenhochburg South Central eine Rolle, denn wer am Ende eigentlich kein böser Cop ist, ist schwieriger zu beantworten als andersherum. Zusammenfassend lässt sich also sagen: Die Handlung ist nach dem Genre gebürstet und auch die in ihr auftretenden Figuren sind nach Genre gebürstet, selbst die Verfolgungsjagden sind nach Genre gebürstet. Gerade die Verfolgung eines Verdächtigen durch ein Wohnviertel hat man dieses Jahr bereits in "In the Valley of Elah" gesehen, auch wenn sie dort nicht weniger lächerlich wirkte, als sie dies hier tut. Wie in seinen anderen Geschichten würzt Ayer auch diese nicht nur mit Rap- und Hip Hop-Musik, sondern wirft auch wieder den einen oder anderen Rapper selbst in das Geschehen. Verdankten in "Training Day" noch Snoop Dogg, Dr. Dre und Macy Gray ihren Leinwandauftritt, so dürfen in "Street Kings" Dr. Dre-Protege The Game und Grammy-Gewinner Common (Interner Link"Smokin' Aces") ihr (nicht existentes) Schauspieltalent unter Beweis stellen.

Neben den wie immer hölzern agierenden Keanu Reeves oder Chris Evans fällt das jedoch nicht einmal großartig ins Gewicht, auch Oscarpreisträger Whitaker fällt mit seiner Denzel-Washington-Gedächtnis-Performance durch das Raster, wirklich überzeugen können lediglich Interner Link"House M.D." Hugh Laurie und der oben angesprochene Jay Mohr, dessen Schnauzer wie der Kinnbart von John Corbett oder das Mohrsche Pendant bei Whitaker nur zum Schmunzeln anregen. Die weiblichen Rollen mit Martha Higareda (wenn auch hübsch anzusehen als Krankenschwester) und "Pirates of the Caribbean"-Actrice Naomie Harris sind nicht nur im Kontext der Geschichte unnötig, sondern an sich auch verschenkt, da nicht herausgefordert. In einer weiteren Nebenrolle darf dann noch Cle Shaheed Sloan auftreten, der den Einwohner von Los Angeles eher unter seinem Straßennamen "Bone" bekannt sein dürfte und ein ehemaliges Mitglied der Straßengang Bloods ist. Der gute Mann durfte bei "Training Day" als Gang-Berater fungieren und sogar verschiedene Mörder und Gangbanger der in Los Angeles beheimateten Banden Crips und Bloods für Filmautritte gewinnen. Wo wir schon dabei sind: Von Bandengewalt kann auch Jayceon Taylor ein Lied singen, der heute unter dem Pseudonym The Game bekannt ist. Seine Eltern waren beide Mitglieder der Crips und so verbrachte er seine Jugend hauptsächlich in einem Pflegeheim, bevor er wegen Drogen von der Uni flog und fünfmal angeschossen wurde. Sein Rap-College Common verfasst inzwischen Kinderbücher und Cedric the Entertainer, der ebenfalls eine kleine Rolle hat, bemüht sich gegen Armut. Authenzität bezüglich des Lebens in Los Angeles ist also vorhanden gewesen am Set, zumindest das Leben auf den Straßen, zu dessen Königen ja der Titel die Protagonisten verklärt.



Was bleibt also von "Street Kings", der ursprünglich "The Night Watchman" hieß? Ein spannender oder rasanter Thriller? Eher nicht. Ein authentisches Bild der heutigen Polizei von Los Angeles? Lachhaft. Ein gut gespieltes Stück Genrekost? Leider nein. Der Film selbst ist solide inszeniert, das will man Ayer durchaus nicht absprechen, die Musik nervt zwar, die Geschichte ist belanglos und die Darbietung leidlich erträglich - aber wenn man es genau nimmt, dann funktioniert der Film für die Klientel, die ihn sehen soll. Der amerikanische Jugendliche von 14 ab bis hin zum Mittdreißiger, die Personen, die MTV sehen, für die der amerikanische Trailer sehr viel mehr auf The Game und Common zugeschnitten wurde, als der internationale. Die amerikanische Kinomasse möchte gedanklich nicht zu sehr beansprucht werden, sondern einfach nur unterhalten. Da braucht man nicht erklären, wieso das, was man da auf der Leinwand sieht, überhaupt möglich ist, oder weshalb die Charaktere manchmal so idiotisch reagieren wie sie reagieren (Chris Evans wird in einer Szene mit zwei schwer bewaffneten Gangstern ausrufen "Ich weiß woher ich die kenne!", was schließlich zu dem Ergebnis führt, zu welchem es logischerweise führen muss). David Ayer präsentiert das, was man von ihm kennt, und was wohl das einzige ist, das er auch beherrscht.



Bei der DVD von Fox darf man natürlich routinierte Arbeit erwarten. Zwar wird das Format von 2,35:1 vor allem mit düsteren, nächtlichen Tönen gefüllt, aber eine Überstilisierung ist nicht zu erkennen - falls man die letzten 10 Jahre Action-Film nicht verschlafen hat und sich an ein paar dezente Farb- und Kontrastfilter gewöhnt hat. Die Tendenz geht zwar zu manchmal gelblichen, dann wieder bläulich gestochenen Szenen, übertrieben wurde es aber nicht. Deswegen find ich es auch angenehm, "Street Kings" zu folgen, der die Unterschiede zwischen Tag und Nacht nicht durch eine Sonnenbrille (sprich: zu hart kontrastiert) beatrachtet. Die Schärfe ist einem aktuellen Film angemessen und schwankt auch nicht. Auch im Hintergrund sind Details gut zu erkennen. Trotzdem scheint ein dezenter Weichfilter auf dem Bild zu liegen, denn wenn es um die ganz feinen Details geht, versagt die DVD. Da es sonst aber keine anderen Problemstellen gibt (kein Schmutz, transparent arbeitende Kompression), sind 4,5 Punkte mindestens fällig.

Der Ton ist dagegen ein klein wenig schwächer, was nicht an der Eindeutschung, sondern an der gesamten Abmischung liegt. An brachialen Szenen mangelt es nicht (auch wenn es davon nicht allzu viele gibt), was den Subwoofer angenehm anspricht, in Sachen Surround könnte aber gern etwas mehr los sein. In allen Sprachen klammert sich der Klang etwas zu sehr an der Front fest und lässt wenig Platz für satte Einsätze der hinteren Lautsprecher. Auch könnten die Dialoge etwas weiter in den Raum hallen. Klanglich gibt es dagegen nichts zu meckern, weswegen es noch 4 Punkte sein sollen. Neben der deutschen Version bekommt man auf der DVD den Originalton, die italienische Synchro und diverse Untertitel mit.


Jede Menge Extras sagt die oben abgedruckte Liste aus, der zurückbleibende Eindruck, wenn man alles gesichtet und angehört hat, ist aber ein anderer. Sehr interessant sind zumindest die gekürzten Szenen, die einige nette Zusatzinformationen enthalten, welche manchmal für die Handlung irrelevant sind, manchmal aber auch schon etwas zu viel verraten. Man darf sich einen Audiokommentar vom Regisseur dazuschalten, der darüber spricht, warum die Szenen entfallen mussten - obwohl er die Entfernung selbst oft bedauert hat. Übrigens wurde später die Reihenfolge der Szenen des fertigen Films etwas geändert, weswegen die gekürzten Szenen, die man sich am Stück anschauen kann, manchmal nicht chronologisch zu sein scheinen. Für die alternativen Szenen, die meist nur verlängerte Elemente sind, gibt es keinen Audiokommentar, aber man kann sich die Einfügungen ganz gut selbst zusammenreimen. Es folgen zwei Mini-Making Ofs à 5 Minuten und insgesamt acht sog. Featurettes mit einer Spielzeit zwischen 1 und 2 Minuten. Der Kram ist ziemlich redundant, lässt sich kaum Zeit für ein paar Interviews oder richtige Einsichten hinter die Kulissen und wurde beendet die Thematiken genau an den Stellen, an denen es interessant zu werden scheint. Statt sich also durch ein paar kurze Interviews, Waffentraining und Action-Drehs zu zappen, sollte man sich die Zeit sparen, denn das meiste sind ohnehin nur Filmausschnitte. Sind Making Ofs mit einer Spielzeit ab 10 Minuten etwa aus der Mode, weil nur noch für's TV und die damit verbundenen Werbemöglichkeiten produziert wird? Ein filmfüllender Audiokommentar des Regisseurs ist auch noch mit an Bord und darf wie alle Extras deutsch untertitelt werden. David Ayer hat zwar einige interessante Sachen zu erzählen, so richtig fesseln kann er mich damit aber nicht.


Film++----
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus+++---


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.