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USA 1995
Originaltitel:Species
Alternativtitel:Mutante, La
Länge:104 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Roger Donaldson
Buch:Dennis Feldman
Kamera:Andrzej Bartkowiak
Musik:Christopher Young
SFX:Richard Edlund, XFX Images, The Truly Dangerous
Darsteller:Natasha Henstridge, Ben Kingsley, Michael Madsen, Alfred Molina, Marg Helgenberger, Forest Whitaker, Michelle Williams
Vertrieb:MGM
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Holländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch
Specials:
  • 8seitiges Booklet
  • DVD-Vorschau (4:33 Min.)
  • Trailer:
    • Species (1:41 Min.)
    • Species 2 (2:03 Min.)
Sil macht den Anschein eines ganz normalen Kindes. In Wahrheit ist sie aber eine von der Regierung genetisch manipulierte Schöpfung, die Teile einer außerirdischen Lebensform in sich trägt. Beim Versuch, das Experiment durch die Tötung von Sil abzubrechen, kann Sil, die sich als besonders zäh, intelligent und kräftig herausstellt, nach Los Angeles fliehen, wo sie sich zur Verbreitung ihrer Art mit einem männlichen Wesen paaren will. Um dies zu verhindern, schart Projektleiter Fitch eine Gruppe aus Wissenschaftlern, einem Medium und einem Killer um sich, welche Sil so schnell wie möglich finden und vernichten muss. Denn Sil ist sexy, nicht zögerlich und dadurch überaus gefährlich für die Männerwelt ...
Wenn "Contact" die realistische Variante vom Erstkontakt mit Aliens war, dann ist "Species" das gestaltgewordene Klischee, sprich Interner Link"Alien"-Variante Nr. 351. Neuerungen: spielt in der aktuellen Zeit, hat ein bisschen Aufregungspotenzial wegen des Themas Gentechnik und kommt mit reichlich Titten daher. Auf ins Gemetzel ...

Ehrlich, man kann "Species" für einen verdammt unterhaltsamen und spannenden Film halten, ohne sein Gesicht zu verlieren, aber die kalte Berechnung, die hinter der Gleichung Alien + Frauenkörper + Paarungsbereitschaft = jede Menge Blut und Action steht, kann auch das Deckmäntelchen des neu geformten Zwitterwesens, das sich nur auf seine tierischen Instinkte verlässt, verbergen. Sehen wir es also realistisch. Es ist SF-Spannungskino, ein Jäger- und Gejagte-Film, wie sie immer schon beliebt waren. Halbwegs geschickt wird da Sympathie für das weibliche Wechselbalg erweckt, das aus einer Verbindung menschlicher und außerirdischer DNA entstand. Erst will man es vergasen, als es noch ein Kind ist, da sind wir schon mal auf seiner Seite. Dann leidet es Qualen beim Verpuppen und wir leiden mit. Klar, eine Schaffnerin muss dran glauben, aber das Mitgefühl hält, Drei-Wetter-Schmacht! Später ist es dann eine triebige blonde Schönheit - und der verzeihen wir doch alles, weil sie sich ja nur paaren will, nicht mal, um die Weltherrschaft zu übernehmen, sondern weil es genetisch in ihr tickt. Wehe, wenn sie losgelassen. Deswegen wirken die Anstrengungen der Menschenrasse, ihren Fehler wieder glattzubügeln, auch immer etwas grob. Der Teamleiter ist ein kalter Fisch (klasse kühl: Ben Kingsley), seine Mannschaft hat nur Wissenschaftler, medial Begabte (hübsch schüchtern: Forest Whitaker) und einen Killer (nett eckig: Michael Madsen) und die kennen nur die gnadenlose Vernichtung als Ziel, Zweifel kommen da nur in Schüben kurzfristig auf. Um uns den moralischen Zwiespalt zu erleichtern, ist die schöne Fremde dann instinktiv gnadenlos bei der Partnersuche, rupft schon mal Wirbelsäulen raus, schiebt Galanen die Zirbeldrüse per Zunge durch den Nacken oder ersäuft sie im Pool. Schlecker!

Zum Schluss aber erklärt der Film sich erzählerisch eh für bankrott und verwandelt das "Species"-Dings einfach in ein Alienmonstrum, womit sowohl die Zuschauer als auch die Verfolger auf Autopilot schalten können. Hau weg das fiese Ding, bevor es sich vermehrt, wir haben schon genug Arbeitslose. Der Showdown mit all seinen PC-Tricks ist dann leider auch der schlechteste Teil eines sonst brauchbaren Films, denn in einer unterirdischen Kaverne schickt der Plot nicht nur das fähigste Mitglied (der Killer natürlich) aus dem Bild und lässt die übrigen beiden Überlebenden in Not geraten, sondern zeigt auch nicht sehr viel Einfallsreichtum. Da ist ein Fuß gerade so lange eingeklemmt, wie es dramatisch nötig ist; da sucht einer der Jäger wie Hirni in einer hochgelegenen Felsnische nach dem Wesen, obwohl es ihm auf die Methode hin locker den Kopf abreisen könnte und zum finalen Schuss kommt natürlich erst mal ein fetter Machospruch, ehe für einen extra doofen Schlussgag jeder vernünftige Gedanke fallen gelassen wird. Nur raus hier, jaja... Vorher aber, solange das Alien seinen Verfolgern noch einen Schritt voraus war, kann er den Zuschauer richtig fesseln, wenn dieser bereit ist. Aliendesigner Giger hat sich alle Mühe gegeben, etwas Neues zu bieten und wenn es denn nicht ganz aus dem Computer stammt, sieht das Vieh auch prima aus. Es splattert vereinzelt und wir wünschen uns sogar noch etwas mehr Tiefe beim Verfolgerteam, das aus ganz brauchbaren Charakteren besteht.

Endlich mal wieder eine Major-Label-DVD in der Hand, welch ein Genuss. Das Bild dieser DVD ist ansehnlich scharf, wie man es eben erwartet. In der Detailschärfe sieht man aber noch deutliche Möglichkeiten zur Verbesserung. Ein Rauschen im Hintergrund ist nur recht selten sichtbar, meist nimmt die Kompression diese gut auf, auch wenn diese leichte Artefakte in schwierigen Momenten produziert. Kaum der Rede wert, da stören mich eher auffällige Bilddefekte, die in bestimmten Szenen auftreten. Der Kontrast selbst ist sehr gut ausgeprägt und bereitet dem Zuschauer keinerlei Schwierigkeiten, auch in dunklen Szenen dem Geschehen zu folgen. Bei der Farbgebung wird eine sehr reale Optik geboten, nur ist es leicht blaustichig, was in den Nachtszenen weniger auffällt als beispielsweise bei der Unterredung in der Hotellobby. Insgesamt ein sehr guter Eindruck mit leichten Schwächen.
Mal eine DVD, bei der mir die deutsche Synchronisation von der Abmischung her am besten gefällt. Der deutsche 5.1-Mix ist zwar ne Ecke leiser als das Original, aber hier sind die Stimmen im Verhältnis zum Rest des Tons nicht ganz so laut. Der Effektbereich wird zwar nicht sonderlich oft, aber intelligent genutzt und nicht nur mit der Musik zugemüllt, sondern immer wieder durch gut ortbare Umgebungsgeräusche aufgepeppt. Dabei gibt er sich sehr dynamisch und teilweise bassstark. Sicherlich bieten Actioner weitaus mehr räumlichen Klang, aber die vom Skript gebotenen Möglichkeiten werden gut im Ton umgesetzt. Zum besseren Verständnis bietet die DVD Untertitel in 9 Sprachen, den englischen und deutschen sogar für Hörgeschädigte - sowas sollte Standard sein!
Der Bonusbereich ist gähnend leer, sieht man von 2 Originaltrailern (anamorph, wie auch die schlichten Menus) für den ersten und zweiten Teil, sowie einem Trailer-Medley zu diversen DVD-Veröffentlichungen ab, wobei hier einige Beiträge im verzerrten Bildformat vorzufinden sind. Dafür findet der Wissbegierige jede Menge Informationen über den Film im 8seitigen Booklet. Unwahrscheinlich ist es trotzdem, dass kein Videomaterial (Making Of, Outtakes oder Ähnliches) existiert. Die DVD selbst ist verpackt in einem formschönen, schweren Super Jewel Case.

Die etwas überlange Exposition ermüdet zwar beim zweiten Sehen, aber dennoch kann der Film seinen Schnitt halten - nicht originell, aber brauchbar. Wäre jedoch nicht Giger und der halbwegs namhafte Cast gewesen, das Ding würde zur Direct-to-Video-Ware gerinnen binnen Sekunden. Kommt auf ein "okay" heraus. Bei der nicht mehr ganz taufrischen DVD siehts in Sachen Bild und Ton blendend aus, nur beim Bonusmaterial ist diese Veröffentlichung letzte Liga. Entscheidet selbst, ob der Film auch ohne Extras das Geld wert ist.


Film++++--
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus+-----


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Species 2
Species III
Species IV - Das Erwachen
Species
Species
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