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USA 1997
Originaltitel:Species 2
Alternativtitel:Mutante 2, La
Länge:89 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Peter Medak
Buch:Chris Brancato, Dennis Feldman
Kamera:Matthew F. Leonetti
Musik:Ed Shearmur
SFX:Digital Magic Company, Steve Johnson's XFX Inc., V
Darsteller:Natasha Henstridge, Justin Lazard, Michael Madsen, Marg Helgenberger, Mykelti Williamson, George Dzundza, James Cromwell
Vertrieb:MGM
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Holländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch
Specials:
  • 8seitiges Booklet
  • Audiokommentar
  • 3 Deleted Scenes (3:05 Min.)
  • US-Kinotrailer (2:02 Min.)
  • DVD-Vorschau (4:33 Min.)
Die 3köpfige Crew einer Mars-Mission sorgt nach ihrer Rückkehr auf die Erde für Trubel: Befallen von einem außerirdischen Parasit bringen sie eine Rasse mit, die nur mit Hilfe von Eve aufgehalten werden kann. Eve ist eine gezüchtete, halb menschliche Vertreterin dieser Spezies und soll einem Team aus Spezialisten helfen, den auf Fortpflanzung zur Erhaltung der fremden Art erpichten Astronauten Patrick Ross aufzuspüren und zur Strecke zu bringen. Doch Eve gerät außer Kontrolle und wird angezogen vom männlichen Wesen, um sich mit ihm zu paaren ...
Die Schlussszene in Interner Link"Species" deutete es schon an, dabei würde es nicht bleiben. Und so geschah es. Obwohl die Macher die halbe Besetzung wiederverpflichteten und noch ein paar bekannte Namen auffuhren, war das Ergebnis überwiegend Müll. Extrem ekliger Müll immerhin!

"Species 2" erweitert den Kosmos dieser Reihe um ein paar ungewöhnliche Neuerungen, die alle höchst unterhaltend zu registrieren sind. Erstmal findet sich die sonst vom Arsch der Galaxis stammende DNA plötzlich auf dem Mars wieder, wo sie sofort zwei von drei Astronauten bespringt. Derweil hat man aus dem ersten Film nichts gelernt und sich schon wieder eine Sil gezüchtet, womit Natasha Henstridge beschäftigt wäre. Die ist unter Hormonausschluss auch höchst kooperativ (Wie, keine Geschlechtsreife mehr, fragen sie? Fragen sie nicht mich...), Marge Helgenberger plötzlich die leitende Wissenschaftlerin (Was für ein Aufstieg...). Daheim angekommen haben die Astronauten erst mal 10 Tage Quarantäne inclusive Sex, werden aber nicht kontrolliert, sondern sofort auf die Menschheit losgelassen. Derweil kraucht schon eine wildgewordene Blutprobe durch die Gegend und der Missionsführer poppt alles, was er in die Hände bekommen kann.

Und genau das führt von nun an reihenweise zu dem, was für Gorefreaks den Film vielleicht interessant machen könnte. Da gibt es Minutenschwangerschaften haufenweise, in deren Verlauf Bäuche platzen, Eingeweide rausfliegen und mutieren, wenn sie nicht eh alle Mitanwesenden umbringen. Dazu fließt die rote Soße hektoliterweise. Dieses Rumgesaue ist deutlich selbstzweckhaft, als wüsste man, dass man sonst nichts in der Hinterhand hat. Zumindest kein gutes Skript! Das bringt nämlich einen wohl vertraglich an die Fortsetzung gebundenen, aber höchst unwilligen Michael Madsen ins Spiel, der mit größtem darstellbaren Unmut sich durch den Plot schleppt, während er stets einen Schritt hinter der Handlung zurück ist. An seiner Seite wieder ein Quotenschwarzer, diesmal der einzige gesunde Astronaut. Warum der immer mitdarf, ich weiß es nicht. Baldigst ist der Bösling geortet (der sich selbst noch den Kopf wegpustet, doch leider wächst dieser nach) und fortan muss man ihn vom Bespringen abhalten, bis er endlich die Schwester von Sil ortet. Die ist natürlich genetisch kompatibler und inzwischen auch ordentlich wuschig geworden, weil nach jahrelanger Männerisolation ein Klischeegeneral aus dem Komödienstadl einfach zur Tür hereinspaziert und noch Freunde mitbringt. Warum die sexuelle Entwicklung bei dem Weib komplett medikamentös auszuschalten ist und mit Männererblicken sofort heißläuft, verrät uns aber niemand.

Der Rest vom Fest ist so klischeehaft wie leicht auszurechnen. Unser Männchen hat sich bei seinen Matschereien reichlich stumme Kiddies zusammengevögelt, die sich alsbald verpuppen, während er gar grauslich mutiert und eine der härtesten Sexszenen (rein außerirdisch) seit langem mit Miss Henstridges Double hinlegt (natürlich in Alienform). Während infiziert man alles, was nicht niet- und nagelfest ist, mit menschlichen Krankheitssporen, bis das Kokonschäferstündchen mit dem wohl brutalsten Cumshot der Filmgeschichte endet, der uns dann das Fortsetzungstürchen öffnet. Warum sich irgendwer zu diesem bluttriefenden Blödsinn hergegeben hat, kann nicht erklärt werden. Das Skript ist aus der Rumpelkammer, Madsen hat kein Bock, Helgenberger liefert Standard, George Dzundza macht uns den Pappgeneral mit einem Auge (huahua...), Cromwell steht verloren in der Gegend rum und Williamson (Mykelti, nicht Kevin) soll wohl lustig sein. Wer seine Ansprüche total abtritt, mag sich davon vielleicht noch unterhalten, allen anderen wird dieser Film irgendwie doof vorkommen und das ist er dann auch.

Gutes Bild bei dieser deutschen MGM-Scheibe, aber wirklich nur gut, denn die Schärfe erreicht selten das hohe Niveau des ersten Teils. Eigentlich sind nur Nahaufnahmen in einer guten Qualität, bei höherer Entfernung wirken Objekte leicht unscharf. Die Farben sind natürlich, wenn auch wegen des dunklen Anstrichs nicht sonderlich kräftig. Dropouts bekommt man äußerst selten zu Gesicht und auch ein Bildrauschen ist nur schwerlich erkennbar, dafür ist der Kontrast für eine derartige Produktion in einigen Szenen zu unterentwickelt (siehe 39:25 min). Die Kompression läuft ganz ordentlich mit, ruft an einigen Stellen (Verfolgung Supermarkt) leichte Artefakt- und Blockbildung hervor und vor allem gegen Ende treten diese immer wieder hervor, was nicht hätte sein dürfen.
Der Ton ist wie schon beim ersten Teil in Dolby Digital 5.1 in den Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch enthalten. Die Unterschiede zwischen O-Ton und deutscher Synchro sind vernachlässigbar denn beide produzieren ein kräftiges Klangbild, bei welchem nur der Bass etwas intensiver sein könnte, beispielsweise in der Diskoszene. Die dargebotene Räumlichkeit nimmt gegen Ende hin immer weiter zu und ist in Szenen wie Eve's Neutronenbeschuss äußerst gut ausgeprägt, den letzten Schliff hätte aber eine Umverlegung des Soundtrack auf die hinteren Boxen gebracht. Eine klare Dialogverständlichkeit und guter Klang der hohen Frequenzen sind selbstverständlich. Zusätzlich gibt es Untertitel in 9 Sprachen, zwei davon mit einem separaten Untertitel für Hörgeschädigte.

Unter den Extras befindet sich dieselbe DVD-Vorschau mit einem Mix auf Interner Link"James Bond" über Interner Link"Rambo" und "Rain Man" bis hin zu "Thelma & Louise", welcher auch schon auf der DVD zum Vorgänger zu finden war. Weiterhin gibt's den englischen Trailer und drei Deleted Scenes aus dem Rohschnitt, die es allesamt verdient haben rauszufliegen - bis auf die Transvestitenszene, in der Patrick unvorbereitet von der Frau im Manne (oder Mann in der Frau) im Bett überrascht wird und letztlich doch zugreift ... wuahahaa!! Wie alle Extras und das komplette Menu ist auch dieses hier anamorph gespeichert, was aber kaum Sinn macht, da die Deleted Scenes nur Vollbild sind. Die Hauptattraktion, der Audiokommentar vom Regisseur Medak, ist zwar sehr ermüdend vorgetragen, erfüllt seinen Zweck als primäre Informationsquelle über den Film aber sehr gut. Ergänzend wirkt das Booklet mit einigen Zusatzinformationen zur Produktion, Alien-Designer Giger, den Effekten und den Darstellern ist leider etwas kurz geraten, aber als Einstimmung auf den Film zu empfehlen.

Falls es genügt, in Geschmacklosigkeiten rumzuwaten, dann ist das euer Film. Nur hätten wir die bekannten Gesichter für diesen Schrott nicht benötigt. Bei der DVD sieht's anders aus, denn da gibt's mehr Extras und einen leicht verbesserten Ton, andererseits aber auch ein schlechteres Bild. Zumindest ist sie ungeschnitten frei ab 16 Jahren, was bei einigen Szenen durchaus verblüffend ist.


Film++----
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus++----


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Species
Species III
Species IV - Das Erwachen
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