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CAN 2001
Originaltitel:Slashers
Alternativtitel:$la$her$
Länge:99:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Maurice Devereaux
Buch:Maurice Devereaux
Kamera:Denis-Noel Mostert
Musik:Martin Gauthier
SFX:Adrien Morot
Darsteller:Sarah Joslyn Crowder, Kieran Keller, Tony Curtis Blondell, Sofia de Medeiros, Jerry Sprio, Neil Napier, Carolina Pla, Claudine Shiraishi, Takaaki Honda, Erik Rutherford, Christopher Piggins
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:31.03.2006 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar
  • Dr. Ripper-Teaser (1:47 Min.)
  • Chainsaw Charlie-Teaser (1:44 Min.)
  • Chainsaw Charlie-Interview (4:07 Min.)
  • Deleted Scenes (11:23 Min.)
  • Making Of (1:22 Min.)
  • Behind The Scenes (55:10 Min.)
  • Soundtrack:
    • Main Theme
    • Miho Taguchi
    • Slasherettes
    • The Participants
    • Commercial Break
    • Chainsaw Charlie
    • Preacher Man
    • Dr. Ripper
    • Are You Game
    • Danger Zone
    • Preacher Attack
    • Devon White
    • Cabin Fever
    • The Fun House
    • The Wax Museum
    • Death Of A Slasher
    • Slice Of Life
    • Concern About Music
    • Ripper And Chainsaw
    • Loser Land
    • Picture Perfect
    • The Mirror Hall
    • The Love Room
    • Cookies And Cereals
    • Confrontation
    • Michael Gibbons
    • Main Theme End
    • Slashers
  • Trailer (1:24 Min.)
  • Trailershow:
    • Aro Tolbukin - In The Mind Of A Killer (2:04 Min.)
    • Casshern (2:03 Min.)
    • Calvaire (1:53 Min.)
    • Hellevator (2:08 Min.)
    • The Ring: Virus (2:23 Min.)
    • Suicide Circle (1:40 Min.)
    • Severed - Forest Of The Dead (1:20 Min.)
    • Una De Zombies (2:01 Min.)
"Slashers" ist der Name einer japanischen Gameshow, in der sechs Kandidaten nur eine Aufgabe haben: Überleben! Dies zu verhindern suchen drei extravagante Killer: der Preacherman, Dr. Ripper und Chainsaw Charlie. Da sich die Show auch in Übersee riesiger Beliebtheit erfreut, steht nun das Slashers All American Special an, in dem sechs US-Bürger gegen die drei Schlächter antreten, um die Prämie von bis zu 18 Millionen Dollar zu ergattern.
Bei dem abgedrehten Intro hätte man gar nicht darauf getippt, dass "Slashers" keine asiatische, sondern vielmehr eine kanadische Produktion ist. Denn in typisch japanischer Manier werden die Kandidaten und vor allem die Slasher vorgestellt, alles ist schrill, bunt und überdreht. Nachdem die Kandidaten dann aber das Labyrinth, in dem sich fortan alles abspielen soll, betreten, kehrt für kurze Zeit etwas Ruhe ein und man kann das halbe Dutzend TV-Kanonenfutter erst einmal ordnen. Da hätten wir also Devon, den schwarzen Ex-Marine, der sogleich das Kommando an sich reißt, Rick, den aggressiven Latino, Rebecca, die toughe Powerfrau, Brenda und Michael, die beide recht verblödet daherkommen und die ständig flennende Megan, die zunächst nur nervt, sich danach aber zur Hauptfigur mausert. Sie ist nämlich nicht des Geldes wegen hier, sondern will mit ihrem geplanten Ableben eine Botschaft gegen Gewalt zu Unterhaltungszwecken abgeben. Doch während sie sich todesmutig für ihre Überzeugungen unter die Messer des Dr. Ripper werfen will, hat es dieser mit seinen Werkzeugen zunächst nur auf Megans Kleidung abgesehen. Entscheidend ist schließlich die Quote und ein allzu frühes Dahinscheiden der - wenn sie mal nicht heult - recht ansehnlichen und gut bestückten Menschenrechtlerin wäre schlecht für's Geschäft.



Die Idee, die Killer mit Headsets auszustatten, damit sie Regieanweisungen für ihre Massaker erhalten können, erweist sich als genial. Und so schlitzt der Doktor eben nicht Megan, sondern lediglich ihr Oberteil auf. Die Gute wird dadurch leider noch panischer und rennt nunmehr mit vor der Brust verschränkten Armen um ihr Leben, was Devon, nachdem Megan sich und ihre beiden Lebensversicherungen in Sicherheit gebracht hat, zu einem der schönsten Sätze der Filmgeschichte bewegt: "Dein Leben steht auf dem Spiel, und du machst dir immer noch was draus, dass ein paar Fremde deine Möpse sehen können!"


Danach geht es nach gewohntem Slasher-Schema weiter, die Kandidaten werden immer wieder voneinander getrennt und stehen in stets wechselnden Kulissen den Killern gegenüber, was mit der Zeit zu blutigen Verlusten auf beiden Seiten führt. Im Gegensatz zur hundertsten Interner Link"Freitag der 13."-Kopie bietet "Slashers" aber neben den bizarren Figuren sogar noch ein gewisses Maß an Charakterbildung. Nach und nach wird die Motivation aller Teilnehmer offen gelegt, was zwar nicht unbedingt zur Identifikation reicht, die Dialoge dafür aber um einiges erträglicher macht, als bei den angesprochenen Schlitzer-Plagiaten.
Das größte Plus verzeichnet der Film aber mit dem Motiv der Gameshow. Die Show scheint nur einen Kameramann zu haben, und dieser ist immer dicht am Geschehen. So wirkt es, als wäre der komplette Film mit nur einer Kamera gedreht, die dazu immer aus der beobachtenden Perspektive fotografiert. Dieses Konzept geht vollends auf und auch die digitale TV-Optik verfehlt ihre Wirkung nicht. Da natürlich nicht alles live und an einem Stück gedreht werden konnte, behalf man sich im Schnitt mit immer wiederkehrenden Wackelkontakten in der Beleuchtung, mit Reißschwenks und anderen Kameraspielereien. Diese Tricks sind zwar leicht zu durchschauen, im Zusammenhang mit der Idee des Films - und noch dazu bei einer Independent-Produktion - sieht man darüber aber nur zu gerne hinweg. Dass hier handwerklich keine Anfänger am Werk waren, zeigt die Kameraführung in fast jeder Einstellung. Fahrten und Bewegungen sind teilweise so gut gemacht, dass man vermuten könnte, das halbe Budget sei für den (Star)Kameramann draufgegangen, doch von dem guten Denis-Noel Mostert habe ich noch nie etwas gehört.



Die Effekte dagegen hätten noch einen minimalen Feinschliff erfahren können, wollen auf der anderen Seite allerdings gar nicht zu realistisch daherkommen. Vielmehr sind sie, wie die ganze Thematik, mehr als schwarzhumoriger Seitenhieb angelegt. Daher quellen auch schon mal gefühlte 50 Kilo Dickdarm aus Rebeccas zersägtem Torso. Ein wenig mehr Realismus hätte dem Witz keinen Abbruch getan und der Meckerecke etwas Luft aus den Segeln genommen, aber auch so kann man an den Gore-Einlagen durchaus Gefallen finden, auch wenn vieles allzu leicht als Pappmaché entlarvt werden kann.


Die DVD sieht aus wie eine TV-Aufnahme (trotzdem im Breitbild), darf es aber auch. Schließlich sehen wir die gesamte Zeit über nichts als Aufnahmen, die aus dem Blickwinkel der mitgeführten TV-Kamera gemacht werden. Deswegen bekommt man es auch mit einem sehr sauberen, gelegentlich leicht unscharfen Bild zu tun, welches dem Film aber angemessen ist. Farben und Kontrast beispielsweise sind prächtig. Manchmal macht die Ausleuchtung es etwas schwer, aber das soll nicht unbedingt Problem dieser DVD sein. Die hat etwas mit der Kompression zu tun. Beispielsweise innerhalb des kunterbunten Clown-Areals können deutliche Verpixelungen wahrgenommen werden. Auch schnelle Schwenks und flackerndes Licht bringen Probleme für das ansonsten glatte Bild mit sich. Also ganz gut, mit einem ordentlich verarbeiteten Stream könnte es aber noch besser sein.


Etwas mehr Klangvolumen und Kraft hat die deutsche Tonspur, die Herkunft von Stereo ist aber dahingehend erkennbar, dass im Surround-Bereich herzlich wenig passiert. So läuft die Show vor allem auf den Frontlautsprechern ab und besitzt dabei eine Beinahe-Standard-Abmischung, die größtenteils aus Dialogen besteht und etwas Musik in den Hintergrund platziert, trotzdem aber eintönig klingt. Das englische Original gefällt mir ganz gut, denn hier ist die Live-Atmosphäre durch die Originalsprecher authentischer. Die deutsche Synchro kann das natürlich nicht erreichen, bietet aber solide Leistung. Deutsche Untertitel gibt es schließlich auch noch, falls solide nicht genug ist.


Dieses kleine Manko wird durch das Bonusmaterial aber schnell wieder wettgemacht. Neben der Trailershow und dem offiziellen Trailer zum Film gibt es noch einen Chainsaw Charlie- und einen Dr. Ripper-Trailer, ein Interview mit Charlie, Deleted Scenes, ein Making of (welches allerdings eher einem längeren Trailer gleichkommt) und ein 55minütiges Behind the Scenes. Dieses liegt weit über dem Niveau herkömmlicher Lobhudeleien und bringt Cast & Crew und deren Arbeitsweise in einer wirklich interessanten Doku näher. Um diese geniale Veröffentlichung noch zu veredeln, hat man der DVD nicht nur ein erstklassiges animiertes Menü spendiert, sondern auch noch den kompletten Soundtrack aufgespielt sowie einen äußerst spaßigen Audiokommentar (zwar ohne Untertitel, aber in sehr gut verständlichem Englisch), der nicht einmal auf dem Cover erwähnt wird.


Film++++--
Bild++++--
Ton+++---
Bonus++++--


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