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USA 1988
Originaltitel:Last Slumber Party, The
Länge:71:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Stephen Tyler
Buch:Stephen Tyler, Jim Taylor
Kamera:Georges Cardona
Musik:John Brennan, Danilo Bridgens, Firstryke
Darsteller:Jan Jenson, Nancy Mayer, Joann Whitley, Danny David, Lance Descourez, Paul Amend, David Whitley, Rick Polizi, Stephen Tyler, Barbara Claiborne
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:Kleine Hartbox
DVD-Start:15.12.2006 (Verleih) / 13.01.2007 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer (1:30 Min.)
  • Bildergalerie (2:21 Min.)
  • Trailer zu (11:41 Min.):
    • City Of Rott
    • The Nail Gun Massacre
    • The Stabilizer
    • Krieg der Infras
    • Roboter der Sterne
An ihrem letzten Schultag veranstalten die drei Freundinnen Linda, Tracy und Chris eine Pyjama-Party. Ein paar Jungs schauen vorbei, es fließt reichlich Alkohol, und alle haben eine Menge Spaß. Ohne es zu ahnen, haben die jungen Mädchen jedoch auch noch einen ungebetenen Gast: einen verrückten Killer, der kurz zuvor heimlich aus der Psychiatrie entkommen konnte. Der Serienmörder ist mit einem Skalpell bewaffnet und schleicht leise von Raum zu Raum. Schon bald hat er seine ersten Opfer gefunden und ein schockierender Alptraum beginnt.
Ja ja, mal wieder ein Amateurfilmchen, das es geschafft hat, einen weltweiten Vertrieb zu finden. Mal wieder ein Amateurfilmchen, das irgendwie unter Amateurfilm-Freaks ein jeder kennt. Aber auch ein Amateurfilmchen, das wirklich jeder Scheiße findet. "The Last Slumber Party" verhält sich ähnlich wie der Amateur-Slasher Interner Link"Camp Blood", nur mit dem Unterschied, dass dieser geistige Dünnpfiff hier wirklich so etwas von langweilig ist, dass man mitunter mehrere Anläufe braucht, um den, Gott sei Dank, nur 71 Minuten langen Film durchzustehen.


"The Last Slumber Party" als Trash zu bezeichnen, wäre eine Beleidigung an alle anderen Trash-Streifen, den er ist einfach nur Rotz ohne jeglichen Nährwert und ohne auch nur ein Müh Unterhaltung. Hier stimmt wirklich absolut überhaupt nichts. Storymäßig geht es ganz billig um drei Freundinnen, die eine Pyjama-Party feiern (wollen), auf der sich plötzlich die Leichen stapeln, da ein Geisteskranker im Ärzte-Kostüm, mit einem Skalpell bewaffnet, die Runde macht, der seine Opfer wahllos hinter einander aufschlitzt ... Angst und Schrecken verbreitet dieser dabei aber höchstens unter den Figuren im Film, die Zuschauer vor dem Fernseher langweilt er aber zu Tode. Denn ein wirkliches Drehbuch kann hier in keinster Weise vorgelegen haben, so aktionsarm, inhaltsleer und geistlos ist dieser Schrott geworden. Drogen scheinen bei der Entstehung eine nicht untergeordnete Rolle gespielt zu haben. Neben der Erwähnung derselben - die Teens sind wie immer auf Drogen, Alkohol und Sex aus - findet sich die Protagonistin immer wieder in seltsamen Alpträumen wieder, in denen ihr die Gemordeten ebenso wie die Schlächter begegnen. Kann sich jemand also vielleicht vorstellen, worauf der oft bemühte Schlussgag hinausläuft?


Mein Gott, was sollte aus diesem Film eigentlich werden, wenn er fertig ist? Das Endprodukt doch mit Sicherheit nicht. Denn was hier auf den Zuschauer losgelassen wird, ist wirklich langweiligste Amateur-Gülle. (Ich persönlich habe es erst beim dritten Anlauf geschafft den Film zu Ende zu sehen, da ich davor jeweils schon nach nur ein paar Minuten tief und fest eingeschlafen bin.) Grausige Darsteller agieren vor tristesten Kulissen und beweisen eindeutig, dass sie maximal das Talent einer Toilettenschüssel besitzen und wahrscheinlich auch deren IQ. Unglaublich schlecht, müde und wirklich in keinem Moment auch nur ansatzweise überzeugend, spulen sie hier ihre sinnentleerten Rotzdialoge ab und man wünscht sich nur rasend schnell, dass der Killer sie am besten gleich alle in den ersten Minuten abschlachtet! (Und das Team hinter der Kamera gleich mit!)

Aber habe ich abschlachten gesagt? Nichts da, denn darauf kann man hier lange warten. Unser Killer hat nämlich bei jedem seiner Opfer nichts Besseres zu tun, als ihnen vollkommen unspektakulär die Kehle aufzuschlitzen. Blut spritzt hier nur ab und an einmal und zwar deutlichst auf FSK16-Niveau. Kreative Morde und ein ordentliches Schlachtfest sind hier Fehlanzeige, zumal der Kehlenschnitt eher Schmerzen beim Betrachten als beim eigentlichen Opfer hervorruft.


Desweiteren ist der Streifen auch wirklich über und über mit Fehlern beseelt (als z.B. der Vater der Familie nach Hause kommt hat er grüne Arztkleidung an, im Haus hat er dann aber plötzlich blaue Klamotten an), ist ungemein schlecht ausgeleuchtet und hat einen Schnitt, den wohl selbst der übelste Dilettant besser hinbekommen dürfte, weil noch lange nach dem eigentlichen Szeneschluss draufgehalten wird. Die Darsteller halten dann noch ein paar Sekunden mit ihrer letzten Grimasse inne, als ob die Regie hineinrufen würde 'Weiter, weiter, das wird ein Setfoto!'. Ton- und Bildsprünge gibt es noch und nöcher und dazu eine so scheußliche Kameraführung, dass einem ganz schlecht wird. Hier waren wirklich konsequent Stümper am Werk, die von der Materie absolut keine Ahnung haben und wirklich nie wieder vor oder hinter einer Kamera stehen sollten. Ach ja, und auch nie an einem Musikinstrument, denn der Score ist hier so etwas von penetrant dürftig und unpassend ausgefallen, dass er dem Zelluloid-Müll nun endgültig den Todesstoß versetzt. Seltsamerweise wird er ungewöhnlich oft bemüht. Das führt dazu, dass man sich des Öfteren in einem fehlgeleiteten Musikvideo der frühen 80er wähnt, wo man fix ein paar Laien durchs Bild hüpfen lies, um dem Zuschauer einen optischen Gegenwert zum Soundtrack zu bieten.


Sehr nach Amateurfilm sieht auch das Bild dieser DVD aus. Verständlicherweise ist es in Vollbild gehalten und entspricht nur einer schlechten Videokassette. Vermutlich stammt das Master auch von dort, denn der Transfer ist sehr verwaschen, so dass man keinerlei Details mehr erkennt, läuft stark an den Konturen und trägt einige Kratzer und Videofehler. Neben leichtem Ghosting durch den Normwandel scheint es auch einige starke Bewegungsunschärfen ähnlich Ghosting vom Ausgangsmaterial zu geben. Ohnehin gibt es grüne Schimmer um Konturen, helle Bereiche sind überhellt und die Farben sind gelblich und grünlich, wobei auch mal für ein paar Sekunden ein starker Grünstich eintritt. Das alles führt zu einem minderwertigen, schlechten Bild, das noch einiges an Rauschen enthält, welches stark blockt. Innerhalb dieses Rauschens treten ebenfalls Verfärbungen und Detailfehler auf. Der Film selbst springt auch ein paar Mal oder ein Bild ist eingeeist für ein paar Sekunden, was schon damals beim Schnitt des Rohmaterials entstanden sein könnte. Zwar weiß man, dass es sich hierbei um einen 20 Jahre alten, sehr billig gedrehten Film handelt, aber jene Qualität wie jene hier ist man sonst nur von alten Astro/Laster Paradise-DVDs gewohnt, nicht aber von einem Titel der Trash Collection.


Es ist auch davon auszugehen, dass die Synchro noch nicht allzu alt ist, denn die in einem Satz zitierte "Britney Spears" hat ja auch noch nicht soo lange Bekanntheitsgrad. Insgesamt ist die deutsche Tonspur ein gutes Beispiel für eine schlechte Umsetzung, insbesondere was die Synchro angeht. Desinteressierter und wirrer geht es kaum, was wohl zu gleichen Teilen am Synchroskript und den Sprechern liegt. Im O-Ton ist das Geschehen weitestgehend ertragbar, vom Klang her sogar in Ordnung. Trotz Liveton, der etwas Rauschen mitbringt, sind die stimmend nur etwas raschelnd und verzerrt im Hochtonbereich. In normalen Tonlagen ist der Klang sogar überaus klar. Im Gegensatz zur deutschen Fassung: Die ist laut, dabei nicht ausbalanciert, so dass sich die Geräusche in Gesprächen teilweise überlagern und auch ein wenig dumpf. Jene Auslöschungen betreffen vor allem die Musik, die im Hintergrund immer wieder kurz leiser wird. Störgeräusche bleiben weitestgehend aus. Auch hier ist die subjektive Wertung etwas schlechter als die Objektive, weil wohl schon beim Zusammensetzen des Films damals geschludert wurde. Aber das kann man schließlich nicht der DVD zur Last legen, daher 2 Punkte.


Auch wenn die DVD ein paar Extras enthält, sind die nicht genug, um zumindest einen Punkt zu rechtfertigen. Der Trailer ist dabei und eine Bildergalerie, die scheinbar Screenshots enthält. Nun ja, andererseits war es auch nicht zu erwarten, dass hier dicke Making Ofs aufgefahren würden.

Ein wirklich unglaublich dilettantisches Machwerk, das absolut nichts bereithält, was man irgendwo sehen müsste - außer einem Regisseur in der Rolle des Irren. Somit ist es egal, ob man sich da vor oder hinter der Kamera umschaut, hier wurde von unglaublich grenzdebilen Hirnis ein Streifen zusammengeschustert, den man sich nicht einmal als eisernster Trash-Freak schönsaufen kann. Todlangweilig, abgrundtief hässlich gefilmt und mit Gore-Effekten gefüllt, die einen Tom Savini in den Selbstmord treiben würden. Hände weg von diesem, mit Verlaub, stinkenden Riesenhaufen Zelluloid-Scheiße!


Film------
Bild+-----
Ton++----
Bonus------


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NewsCMV-Neuheiten im Dezember '06 / Januar '07
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