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USA 2009
Originaltitel:Dismal
Alternativtitel:Bleed
Länge:78:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Gary King
Buch:Bo Buckley
Kamera:Shawn Lewallen
Musik:Kenneth Lampl
SFX:Christopher Patrick
Darsteller:Bill Oberst Jr., Laurie Kimsey, Capel Kane, Will Triplett, Gabe Wood, Jack Harrison, Brent Lovell, Jade Arnold, Lydia Chandler, Tim Morris, Jim Mahorney, Meagan Reedy
Vertrieb:I-On New Media / Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Niederländisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:18.09.2009 (Verleih) / 25.09.2009 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer (1:33 Min.)
  • Trailershow:
    • Basement Jack (1:15 Min.)
    • Body (1:42 Min.)
    • Gnaw (1:45 Min.)
    • Guard Post (2:15 Min.)
    • Invitation Only (2:25 Min.)
    • Laid to Rest (1:29 Min.)
    • Meat Grinder (3:06 Min.)
    • Romero's Staunton Hill (1:29 Min.)
    • Southern Gothic (1:23 Min.)
    • Toxic (2:14 Min.)
Die junge Dana braucht für ihren Studienabschluss dringend ein paar Zusatzpunkte in Biologie. Aus diesem Grund begibt sie sich zusammen mit einer paar Kommilitonen sowie dem Lehrer Curt auf eine Exkursion in den weitläufigen Dismal-Sumpf. Dort angekommen stößt die Gruppe auf den Kadaver eines Krokodils, das von Wilderern getötet wurde. Der gerufene Wildhüter Dale nimmt sich diesem Fall sehr halbherzig an und interessiert sich offensichtlich viel mehr für die jungen Leute, die dort draußen im Sumpf eine wunderbare Abwechslung darstellen. Und zwar für seinen Speiseplan! Denn Dale und sein zurückgebliebener Sohn sind eiskalte Mörder und Kannibalen. Fernab der Zivilisation erwarten Dana und ihre Begleiter der pure Terror. Ein brutaler Kampf ums Überleben beginnt.
Wenn kurze Shorts und knappe Tops zur Wanderausrüstung ansehnlicher Studentinnen gehören, weiß der Genrefreund sogleich, worauf er sich für knappe 78 Minuten einlässt. Ein weiterer Backwood-Slasher reichert den Bereich um degenerierte Hinterwäldler an, die in diesem Fall in einem Sumpfgebiet in Georgia hausen und Menschenfleisch als Nahrung bevorzugen - da kommt ihnen eine Gruppe von Biologiestudenten gerade recht.



Bei der knappen Laufzeit ist es allerdings bedauerlich, dass nur Heldin Dana und ihr Tutor Curt ein wenig Charaktertiefe erhalten, während die übrigen Pappnasen mit Klischees vom Bömbeln und Zusammenkommen beschäftigt sind. Eine der vielen Vorhersehbarkeiten ist, neben Enthüllung fadenscheiniger Twists, dass Danas Freund, seines Zeichens ein Stinkstiefel vor dem Herrn, später mit Sicherheit ins Geschehen eingreifen wird und damit bestimmt nicht sonderlich erfolgreich sein dürfte.

Ansonsten ist es um die Truppe im Sumpfgebiet nicht gut bestellt, denn man findet einen toten Alligator, trifft einen zweifelhaften Waldhüter und hat von Flora und Fauna rein gar keine Ahnung - so ist das eben mit den Studenten aus der Stadt. Immerhin macht Dana eine Wandlung von der zurückhaltenden Kuschmaus zur toughen Kriegerin durch, was zumindest für die letzten Minuten ein wenig Freude aufkommen lässt.

Bis dahin vergeht einige Zeit mit inhaltslosem Geplänkel und als der erste einen Enterhaken in die Kauleiste bekommt, wird zumindest schon mal klar gemacht, dass hier kaum oder gar nicht geschnitten sein dürfte, gerade weil im Verlauf noch abgetrennte Köpfe, einige Ekelszenen mit "Essen", sowie das Abtrennen eines Armes und eine Körperteilung vorhanden sind. Was die Splattereffekte betrifft, so geht die Qualität voll in Ordnung. Übel sieht es hingegen mit den zwei CGI aus, da gibt es besonders gegen Ende eine lächerliche Szene, die man mit etwas Pyrotechnik durchaus besser hätte hinbekommen können.



Über die Darsteller kann man sich kaum beklagen. Ihnen wird die meiste Zeit über Natürlichkeit abverlangt, was für die potenziellen Opfer kein Problem ist. Auch die Rednecks werden glaubhaft verkörpert, wenn auch die brauchbaren Make-up-Effekte ihr Übriges beitragen und phasenweise ein wenig Overacting betrieben wird. Dazu punktet teilweise die Sumpfkulisse, lediglich der Score könnte atmosphärische Momente etwas gezielter unterstützen.

Insgesamt hält sich die Spannung bis zum Showdown arg in Grenzen, gerade weil die Übermacht der Hinterwäldler erdrückend scheint und im Wald zahlreiche Fallen wie Netze oder Fangeisen ausgelegt sind. Vor dem Finale kommt das übliche in Ketten legen und ein wenig Interner Link"TCM" kommt auch durch, bevor es für die letzten Minuten ein wenig temporeicher vonstatten geht und man endlich etwas erfinderischer zu Werke geht.

Das rettet den durchschnittlichen Eindruck hingegen kaum. Für das sichtlich geringe Budget ist die Ausstattung in Ordnung und gute Ansätze sind auch innerhalb der Kameraarbeit zu finden. Die Innovation des Skripts tendiert demgegenüber gegen Null, man hat fast alle Verlaufsmuster und Abläufe mindestens ein Dutzend Mal variiert gesehen - oftmals mitreißender, fieser und dreckiger. Dieser ist sehbar und aufgrund der kurzen Laufzeit nebenher mitzunehmen, mehr ist allerdings nicht drin.


Die Bildqualität der Low Budget-Produktion ist als passabel einzustufen. Gerade der Kontrast wurde eindeutig zu steil gewählt, denn sowohl in hellen als auch in dunklen Bildbereichen wird dafür gesorgt, dass Details kaum oder gar nicht zu erkennen sind. Die Farbgebung hingegen gefällt die meiste Zeit über mit kräftigen und natürlichen Tönen, wenngleich auch in einigen Szenen mit Filtern gearbeitet wurde, die für leichte Verfälschungen sorgen. Das fällt besonders im Finale auf, wenn sich die Protagonisten im Wald befinden. Die Schärfe liefert lediglich durchschnittliche Werte und gibt sich nicht unbedingt detailfreudig. Dem Bild mangelt es eindeutig an Plastizität, wodurch vieles sehr weich aussieht und kaum durchzeichnet. Die Kompression arbeitet die meiste Zeit über sauber, nur gelegentlich treten kleinere Störungen durch Blockbildungen auf, die aber nicht als störend empfunden werden. Letztendlich reicht es, dem anamorphen Transfer solide 3 Punkte zu bescheinigen.

Deutliche Unterschiede zwischen dem englischsprachigen Original und der deutschen Synchronfassung sind nicht auszumachen. Zwar wirken die Stimmen im Original etwas authentischer, ansonsten bieten beide Tonspuren im Surround-Bereich herzlich wenig. So läuft die Hetzjagd vor allem auf den Frontlautsprechern ab. Lediglich die Musik und wenige Umgebungsgeräusche wurden in den Hintergund platziert. Das ist für einen 5.1-Mix grunsätzlich zu wenig, da die Möglichkeiten nicht ausgenutzt werden. Besonders in den Wäldern wäre deutlich mehr möglich. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen gut verständlich und werden auch nicht durch Störgeräusche beeinträchtigt. Der Mix selbst gibt sich zudem sehr ausgegelichen. Wer trotz guter Synchronisation lieber auf den O-Ton zurückgreifen möchte, kann sich auch noch deutsche oder niederländische Untertitel zuschalten.


Der Originaltrailer ist das einzige filmbezogene Extra. Nur eine Trailershow mit weiteren Titeln des Anbieter ist noch weiterer Bestandteil dieser Sektion.

"Bleed" ist ein solider Backwood-Slasher, der zwar nicht mit neuen Ideen glänzt, in Zeiten, in denen dieses Subgenre beinah Überhand gewinnt, aber gegen andere Vertreter gut durchsetzen kann.


Film+++/--
Bild+++---
Ton+++/--
Bonus/-----


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