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IT, FR 1963
Originaltitel:Tre volti della Paura, I
Alternativtitel:Ring der Verdammten, Der
aka. Black Christmas
aka. Black Sabbath
aka. Three Faces of Fear, The
aka. Three Faces of Terror, The
aka. Trois visages de la peur, Les
Länge:88:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mario Bava, Salvatore Billitteri
Buch:Mario Bava, Alberto Bevilacqua, Ivan Chekhov, Marcello Fondato, F.G. Snyder, Aleksei Tolstoy
Kamera:Ubaldo Terzano, Mario Bava
Musik:Roberto Nicolosi, Les Baxter
Darsteller:Michèle Mercier, Lidia Alfonsi, Boris Karloff, Mark Damon, Susy Andersen, Massimo Righi, Rika Dialina, Glauco Onorato, Jacqueline Pierreux, Milly, Harriet Medin, Gustavo De Nardo
Vertrieb:Anolis / e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache:Deutsch, Italienisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:18.07.2002 (Kauf)
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Dokumentation: Mario Bava - Maestro Of The Macabre (60:09 Min.)
Der Wassertropfen!
Die Geschichte der Krankenschwester Helen, die von Phantomen Verstorbener heimgesucht wird. In ihrem Zimmer eingeschlossen, erlebt sie eine Nacht des Grauens.

Wurdelak!
Die Legende um einen Vampir der sich vom Blut seiner Opfer nährt. Das junge Mädchen Sdenka erfährt diese Legende am eigenen Leib, als das fürchterliche Entsetzen sie und ihre Familie heimsucht.

Das Telefon!
Ein Callgirl wird durch geheimnisvolle Anrufe belästigt. Der unbekannte Anrufer teilt ihr ihren baldigen Tod mit. die Nacht bricht an und der tod hält Einzug in das Leben der jungen Frau.

Drei Frauen, aufgewachsen in drei verschiedenen Jahrzehnten, drei Geschichten aus der Welt des Umheimlichen zeigen uns - "Die drei Gesichter der Furcht"!
"I tre volti della paura" ist ein Episodenfilm nach Erzählungen von Guy de Maupassant ("Il telefono"), Alexei Tolstoi ("Il Wurdalak") und Anton Tschechow ("La goccia d'acqua"). Horror-Altmeister Boris Karloff fungiert hier als einleitender Conféroncier und spielt zugleich auch die Hauptrolle in der Episode "Il Wurdalak".

Nach Boris Karloffs Einleitung eröffnet die Episode "Il telefono" den morbiden Reigen:
Das Telefon kommt hier als neuzeitliches Instrument der Angst zu Ehren. Rosy, ein Callgirl, wird nachts von einem anonymen Anrufer terrorisiert, der ihr prophezeit, dass sie die nämliche Nacht nicht überleben wird. Sie glaubt in dem Anonymus ihren Ex-Freund und Zuhälter Frank wiederzuerkennen, den sie an die Polizei verraten hat und der nun aus dem Gefängnis entkommen konnte. Voller Panik beschließt sie, ihre Freundin Mary zu Hilfe zu rufen. Doch was Rosy nicht ahnt ist, dass Mary hinter diesen Anrufen steckt: Einst war Rosy ihre Geliebte, doch dann zerstritt sie sich mit ihr und Mary hofft nun, die - durch ihren Telefonstreich geschaffene - Situation ausnutzen und das alte Verhältnis wieder aufleben lassen zu können. Scheinbar hilfsbereit macht sie sich sofort auf den Weg und kann Rosy auch beruhigen, die sich zum Schlafen niederlegt. Doch im Verlauf der Nacht dringt Frank tatsächlich in die Wohnung ein und erdrosselt Mary mit einem ihrer eigenen Seidenstrümpfe. Als er sich Rosy nähern will, ersticht diese ihn. Verzweifelt bleibt sie in der Gesellschaft der beiden Leichen zurück ...


Der elegante Thriller "Il telefono" lässt sich in seiner Stimmung und Konzeption durchaus schon als ein Giallo en miniature bezeichnen. Ein modern eingerichtetes Kellerapartment und ein kühler jazziger Soundtrack ersetzen hier die Spinnwebästhetik des gotischen Horrors. Das feuerrote Telefon, das - neben dem barock anmutenden Bett Rosys - immer mehr zum zentralen Einrichtungsgegenstand wird, ist zugleich Quelle des Terrors und die scheinbar einzige Verbindung zur Außenwelt. Die Flucht aus der Wohnung als logische Konsequenz erscheint dem Betrachter, der schnell genau wie Rosy zu einem Gefangenen des Geschehens wird, irreal, ja wird nicht einmal mehr in Betracht gezogen. Doch diese dramaturgische Unlogik ist hier - genau wie in vielen herausragenden Gialli - einfach nur nebensächlich. Die Episode lebt von der gekonnt aufgebauten Spannung und enthält zugleich einige Elemente, die typisch für viele von Bavas Filmen werden sollten: Es gibt keine Heldenfigur, die agierenden Personen sind keine typischen Identifikationsfiguren und erscheinen eher undurchsichtig, Sex und Gewalt werden (auch ohne graphische Deutlichkeit) zu zentralen Themen und auf ein erwartungsgemäßes Happy End wird verzichtet.



Es folgt die Episode "Il Wurdalak", die uns in das frühe 19. Jahrhundert, in die unwirtliche Landschaft der Karpaten führt:
Der junge Edelmann Vladimir D'Urfe gelangt auf seiner Reise durch das Gebirge zu einem einsam gelegenen Gehöft. Die dort lebende Familie wartet voller Angst auf die Rückkehr ihres Oberhaupts, des alten Gorka, der in die Berge zog, um den berüchtigten Räuber Ali Bek zu töten, der in dem Ruf steht ein Wurdelak, ein Vampir, zu sein. Gorka gab strikte Anweisungen, nicht länger als fünf Tage auf seine Rückkehr zu warten. Sollte er erst nach Ablauf dieser Zeit heimkehren - seine Frist läuft genau um Mitternacht ab -, dürfe seine Familie ihn auf keinen Fall mehr einlassen, da er sich dann selbst in einen Wurdelak verwandelt habe. Wenige Minuten nach Mitternacht trifft Gorka mit dem abgeschlagenen Kopf Ali Beks auf dem heimischen Hof ein und trotz seiner vorherigen Warnungen gewährt seine Familie ihm Einlass. Der alte Patriarch erscheint seltsam verändert: Eine offensichtlich schwere Verletzung will er nicht behandeln lassen. Er weigert sich, etwas zu essen und lässt seinen Hund erschießen, der sich seit seiner Ankunft nicht mehr beruhigen kann. Zugleich zeigt ein auffällig großes Interesse an seinem kleinen Enkelsohn Iwan und noch in der gleichen Nacht entführt er das Kind. Die schreckliche Ahnung ist nun zur Gewissheit geworden: Gorka ist ein Wurdelak. Einer nach dem anderen fallen seine Familienmitglieder ihm zum Opfer und werden dadurch selbst zu Untoten. Zwar gelingt es Vladimir zunächst mit der jungen Sdenka zu fliehen, doch als sie in einer verlassenen Abtei Rast machen, wird Sdenka von ihrer vampirisierten Familie heimgeholt ...


Die Tolstoi-Adaption "Il Wurdalak" wurde von Bava adäquat als klassische schwarzromantische Schauergeschichte in Szene gesetzt. Virtuos werden hier alle Stilregister des Genres gezogen und die Episode erglüht geradezu in verschwenderischen Farben. Eine gespenstische Atmosphäre dominiert die exzellent ausgeleuchteten, nebelverhangenen Kulissen, in denen die Protagonisten vergeblich versuchen ihrem unheilvollen Schicksal zu entgehen. Die systematische Zerstörung einer Familie - ein von Bava oft variiertes Thema, das bereits in Interner Link"La maschera del demonio" eine zentrale Rolle einnahm - wird auch hier zum eigentlichen Mittelpunkt der Handlung. Der damals bereits 76jährige Boris Karloff hat in der Rolle des untoten Patriarchen Gorka den sicherlich unheimlichsten Auftritt (und - von seiner herausragenden Leistung in Peter Bodanovichs "Targets" abgesehen - auch die allerbeste Rolle) seiner späten Jahre. Mit dem für ihn typischen Understatement verstand es der große alte Mann des Horrors, diese Figur auch ohne aufwendige Makeup-Effekte zu einem wandelnden Nachtmahr werden zu lassen und unvergesslich bleibt der unmenschlichlich hungrige Ausdruck auf seinem geisterhaft beleuchtetem Gesicht, wenn er nachts durch das Fenster in die Hütte seiner Familie starrt.



"La goccia d'acqua", der Wassertropfen, sorgt in der gleichnamigen letzten Episode für Terror:
Eine Krankenschwester stiehlt einer toten Frau am Sterbebett einen Diamantring vom Finger. Kaum hat sie das Kleinod entwendet, wird sie von einer merkwürdig aufdringlichen Fliege belästigt. Wieder daheim in ihrer Wohnung beginnen in der gleichen Nacht alle Dinge eine bedrohliche, spukhafte Aura anzunehmen. Unheimliche Geräusche, allen voran das nicht enden wollende, immer lauter werdende Tropfen eines Wasserhahns treiben die Frau langsam aber sicher an den Rand des Wahnsinns. Ist wirklich Übernatürliches zu Gange, oder sind es nur die in der Phantasie ansässigen, eigenen Teufel der Diebin? Die Verstorbene war ein Medium und stand in dem Ruf, Kontakt mit dem Jenseits herstellen zu können. Als der Krankenschwester in der Klimax der Episode auch noch der Geist der Toten erscheint, wird klar, dass sie diese Nacht nicht überleben wird. Am Morgen wird sie tot in ihrer Wohnung erfunden. Den Ring trägt nun ihre Concierge, die plötzlich von einer Fliege belästigt wird ...


Die finale Episode "La goccia d'acqua" stellt den atmosphärischen Höhepunkt in "I tre volti della paura dar": Zwar erscheint die erzählte Geschichte an sich relativ simpel und entbehrt der dramaturgischen Finessen, die beispielsweise "Il telefono" aufweisen kann. Doch wo ein anderer Regisseur vielleicht ein banales Geisterspuk-Dutzendfilmchen fabriziert hätte, gelang Bava der vielleicht beste Horror-Kurzfilm aller Zeiten. Zwar finden sich in La goccia ..." durchaus noch klassische Horror-Stilelemente - so z. B. die Geistererscheinung -, diese sind jedoch eigentlich nur ein nettes Beiwerk. Ihre unter die Haut gehende Wirkung zieht die Episode aus ihrer raffinierter Inszenierung. Mit subtilen Mitteln baut Bava hier einen kunstvoll verpackten, minimalistischen Psychothriller auf, dessen Wirkung mehr aus ganz banalen Dingen (eben dem Wassertropfen z. B.) entsteht, als aus konventionellen Horroreffekten und diese in ihrer Effektivität um ein Vielfaches übertrifft. Die Nacht, die die Krankenschwester bis zu ihrem Tod durchstehen muss, ist ein brillant inszenierter Alptraum - Straßengeräusche, hysterisch flackernde Lichter vor dem Fenster und das Tropfen eines Wasserhahns werden zu einem enervierenden Perpetuum mobile des Grauens. In "La goccia d'acqua" realisierte Mario Bava perfekt seine persönliche Vorstellung von Horror, die er einmal folgendermaßen schilderte: "Vor allen anderen bevorzuge ich jene Horrorfilme, die sich nur um eine einzelne Person drehen. Was mich interessiert, ist die Angst, die Menschen empfinden, wenn sie allein in ihrem Zimmer sind: Angst vor sich selbst, wenn ganz normale Gegenstände plötzlich ein Eigenleben zu führen beginnen und sich bedrohlich hin und her bewegen. Dann wissen wir, dass sich die einzig wahren Monster in uns selbst verbergen."

Nach der dritten Episode erscheint zum Ende des Films in einer Großaufnahme nochmals der Wurdelak Boris Karloff, der durch eine stürmische Nacht reitet und sich von den Zuschauern verabschiedet. Im Anschluss zoomt die Kamera von ihm weg und enthüllt dem Betrachter das ganze Bild: Es gibt kein Pferd und keinen Sturm; Karloff sitzt im Studio auf einer schaukelnden Attrappe, während die Ventilatoren für Wind sorgen und die Drehcrew um ihn herumwimmelt. Mit einem ironischen Augenzwinkern gewährt Bava hier einen kurzen Blick hinter die Kulissen der Kinomagie, bevor der Abspann einsetzt.



In den USA waren abermals die American International Pictures (AIP) für den Verleih zuständig. Die AIP betitelte "I tre volti ..." recht sinnfrei, doch durchaus eingängig "Black Sabbath" (in Anlehnung an Bavas Debüt Interner Link"La maschera del demonio", das in den USA recht erfolgreich als "Black Sunday" lief) und nahm sich auch hier einige Freiheiten heraus, um den Film für den US-Markt kompatibler zu machen. Armando Trovajolis Originalmusik wurde wieder einmal durch einen "gruseligen" Les Baxter-Soundtrack ersetzt und die Reihenfolge der Episoden geändert: So beginnt die damalige AIP-Version mit "La goccia d'acqua", es folgt "Il telefono" und den Abschluss bildet "Il Wurdalak". Höchstwahrscheinlich wurde diese Reihenfolge aufgrund der Popularität Boris Karloffs gewählt, um das Publikum auch bis zum Schluss in den Kinosesseln festzuhalten.
Da der Film in den USA vor allem eine jugendliche Zielgruppe ansprechen sollte, kamen auch noch die Zensoren zum Einsatz. So wurden in der amerikanischen Synchronfassung von "Il telefono" alle Hinweise auf die lesbische Beziehung zwischen Rosy und Mary total eliminiert. Statt dessen ist Mary nun Franks Ex-Geliebte und praktiziert ihren Telefonterror aus Eifersucht auf Rosy. Außerdem wird dem Thriller eine übersinnliche Komponente hinzugefügt, denn es wird suggeriert, dass Frank - anstatt aus dem Gefängnis - aus dem Grab zurückkehrt. In der Episode "Il Wurdalak" wurde die Szene herausgeschnitten, in der Boris Karloff den abgeschlagenen Kopf Ali Beks präsentiert. Schließlich wurde auch noch die den Film abschließende Sequenz mit Karloff auf dem Schaukelpferd entfernt, obwohl die AIP zuerst auf einem heiteren Ausklang des Films bestanden und Bava diese Szene nur deswegen gedreht hatte (übrigens machte Bava sich jahrelang Vorwürfe, weil Karloff sich dabei durch die Ventilatoren eine schwere Erkältung zugezogen hatte). Offensichtlich war dieses Ende für den US-Markt schlichtweg zu grotesk.
Der einzige Vorteil, den die AIP-Version aufweisen kann, ist, dass Karloff darin zu jeder Episode eine Einleitung spricht und sich auch selbst synchronisierte.
Recht seltsam geraten ist übrigens auch die alte (unrestaurierte) deutsche Version des Films, die offensichtlich auf der geschnittenen AIP-Version basierte. Hier wurde die Reihenfolge der Episoden abermals wie folgt geändert: "Il Wurdalak" - "La goccia d'acqua" - "Il telefono". Es erscheint schwierig, einen irgendwo nachvollziehbaren Grund für diesen völlig unsinnigen Eingriff zu entdecken.

Im Sommer des Jahres 2002 erschien der Titel erstmalig ungekürzt und in der Originalversion von Anolis auf DVD.
Um die deutschen Titeleinblendungen zu erhalten, hat man zu Beginn jeder Episode auf den deutschen Vorspann zurückgegriffen, der qualitativ nicht mit dem restlichen Material mithalten kann (Schärfe- und Kontrastschwächen, etwas ausgebleicht), dafür aber auch sehr kurz ist und glücklicherweise jeweils Szenen zeigt, in denen die Schwächen nicht ganz so offensichtlich sind. Natürlich wäre eine anamorphe Version des 1,85:1-Bildes besser gewesen, man kann aber mit der Qualität im Letterbox-Format auch zufrieden sein. Vor allem verwundert es, dass eigentlich kein Kratzer das Sehvergnügen stört. Die korrekte Darstellung von Kontrast und Farben ist gegeben, nur könnte man beides noch etwas transparenter bzw. satter gestalten. Das Farbspiel ist aber bereits sehr schön zu sehen. Die Schärfe ist für das Alter dieses Titels in Ordnung, wobei man immer wieder erkennt, dass die Konturen deswegen so hervorstechen, weil in diesem Bereich etwas nachgearbeitet wurde. Das Ergebnis ist in Ordnung und dank Altersbonus 3,5 Punkte wert, lenkt aber nicht davon ab, dass Verbesserungen bei Kontrast, Farbumfang und Detailgrad möglich wären.


Dem Alter angemessen zeigt sich auch der deutsche Ton, der zwar in Mono belassen, freundlicherweise aber auf die Stereokanäle gedoppelt wurde. Die sehr gut verständlichen Dialoge können bei Bedarf mit deutschen Untertiteln vervollständigt werden und besitzen typische Altersschwächen wie dezentes Zischeln, eine leicht kernige Mittenlastigkeit (geringer als erwartet) und ein wenig Rauschen im Hintergrund. Wirklich negative Dinge lassen sich nicht feststellen, nur einmal wird in der Episode ein Dialogteil ein wenig verschluckt. Leider ist der Schlussteil mit Karloff nicht deutsch synchronisiert gewesen, weshalb nun ein neuer, weniger charismatischer Sprecher ran musste. Das italienische Original ist ebenfalls auf der DVD enthalten und gibt sich etwas zerrütteter als die deutsche Synchro, ist aber ebenfalls für einen 1963 Film gut in Schuss.

Auch wenn zwei Einträge bei der Auflistung des Bonusmaterials nicht nach viel aussehen - sie haben es in sich. Der zweiseitige Booklet-Text von Christian Keßler ist eine Huldigung sondersgleichen an den Regisseur bzw. dessen Film und überrascht mit Film übergreifenden Gedanken. Vom Menu aus, das stilvoll aus Originalmaterial erstellt wurde, hat man Zugriff auf eine einstündige Dokumentation zu Mario Bava, die mit deutschem Sprecher bzw. deutschen Untertiteln gezeigt wird. Es ist großartig zu sehen, wie Familienmitglieder, langjährige Partner von Bava, bekannte Genre-Regisseure und Filmkritiker das Lebenswerk des Regisseurs analysieren und würdigen. Leider begründete sich Bavas Bekanntheitsgrad und die Wertschätzung seiner Arbeit erst nach seinem Tod, aber ich bin mir sicher, dass, falls er diese Dokumentation sehen könnte, Bava sicherlich ergriffen wäre. Leider unterschlägt die DVD weiteres Material wie den Trailer oder Aushangfotos, falls es diese denn gibt.

"I tre volti della paura" führt auf wunderbare Art die ganze Bandbreite von Mario Bavas Talent vor Augen und eignet sich darum auch perfekt dafür, einen Einstieg in das Werk des Regisseurs zu finden. Was die Nähe zu den literarischen Vorlagen betrifft, so lässt sich diese am ehesten noch bei "Il Wurdalak" erkennen; bei den anderen Episoden dürfte es wohl schwieriger werden, die literarische Entsprechung zu finden (da Roger Cormans Poe-Adaptionen zu dieser Zeit sehr erfolgreich waren, versuchten die Produzenten hier offensichtlich auf einen ähnlichen "literarischen Horrorzug" aufzuspringen). Aber schließlich erwartet hier auch niemand eine werkgetreue Literaturverfilmung.


Film++++++
Bild+++/--
Ton++----
Bonus++++--


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