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ESP, IT 1971
Originaltitel:Amantes del diablo, Las
Alternativtitel:Diabolici convegni, I
Feast for the Devil
aka. Feast of Satan
aka. Night of the Devils
Länge:88 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:José María Elorrieta
Buch:José María Elorrieta, Miguel Madrid, José Luis Navarro, Espartaco Santoni, Marino Girolami
Kamera:Emanuele Di Cola
Musik:Carlo Savina, Piero Umiliani
Darsteller:Krista Nell, Espartaco Santoni, Teresa Gimpera, Thomas Moore, Julio Pena, Luis Villa, Carla Conti, Francesco Acciaccarelli
Vertrieb:Marketing Film
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.66:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 Splitted Upmix (Deu), Dolby Digital 2.0 Mono (Deu, Eng)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • Trailer (1:23 Min.)
  • Slideshow (27 Bilder)
  • Bildergalerie (9 Bilder)
  • Werbematerial (5 Bilder)
  • Filmografie José Maria Elorrieta
  • 6teilige Trailershow
Die junge Krankenschwester Maria Salas wird in ihrem Urlaub völlig verstört von Fremden aufgefunden. Sie leidet unter schweren Wahnvorstellungen, hat keinerlei Erinnerungen an die Geschehnisse und ist sichtlich um mehrere Jahrzehnte gealtert. Selbst ihre Schwester Hilda kommt nicht mehr an die labile Maria heran. Kurze Zeit nach der Einlieferung in eine Anstalt verschwindet Maria spurlos. Auf der Suche nach ihr trifft Hilda auf den mysteriösen Millionär Dr. Tills Nescu, der ihre Schwester gekannt hatte und der auch ein seltsame Anziehungskraft auf sie auswirkt. Als sie bemerkt, dass er sich mit dunklen Mächten und Magie beschäftigt und alle seine bisherigen Frauen auf unerklärliche Weise verschwunden sind, ist es schon fast zu spät sie.
Diese schon leicht betagte spanisch-italienische Koproduktion wirkt auf mich so, als ob man dem Zuschauer keinerlei Verstand zugestanden hätte, denn die seichte Groschenromangeschichte zieht sich viel zu lang über die anderthalb Stunden Spielzeit hin. Schuld daran haben aber auch die steinernen Mimen, die in ihrer theatralischen Art eher ins Theater als auf die große Leinwand passen würden. Immer schön galant und scharfsinnig bzw. geistesabwesend bei der weiblichen Fraktion wird der Part abgedreht. In der Hauptrolle "glänzt" die stramme Blondine Krista Nell, die wohl den damaligen Schönheitsidealen voll entsprach (auf jeden Fall einen Blick wert!) und sich in der Story als leichtgläubiges, verletzbares Frauchen völlig unter Wert verkauft. Ihr Gegenüber ist der charismatische Frauenheld und geheimnisvolle Okkultist Dr. Tills Nescu ( Espartaco Santoni), der sich dunklen Mächten versprochen hat und dessen verschrobene Kindheit (Mammi war gar nicht verklemmt und hat gern Pappi ausgepeitscht, worauf hin dieser sich Herz und Strick gefasst hat) und sein Mutter-Komplex ihn wohl zu einer ganz sonderbaren Persönlichkeit gemacht haben.

Zwar scheint der satanische (oder besser: okkulte) Plot für Spannung sorgen zu können, aber irgendwie kommt keine richtige Atmosphäre auf, da selbst der Showdown in genau dem durch die vielen zermürbenden Dialoge erreichten Schneckentempo abläuft, was letztlich auch die wenigen blutigen Szenen oder die leicht erotische Komponente der beiden Hauptdarstellerinnen nicht mehr geradebiegen können. Wer auf Lust auf leichte und vor allem berechenbare Seventies-Thriller-Kost hat, die fast schon zu harmlos für eine FSK16-Freigabe ist, wären da nicht die Rückblicke von Tills schräger Mutter, der darf einen Blick riskieren. Vielleicht bin ich auch zu jung, um diesen Film gut finden zu können ...

Das Bild weist deutliche Schwächen in der Schärfe auf und scheint in dunklen Szenen mit einem grauen Schleier behaftet zu sein. Marketing weist auf dem Backcover der DVD darauf hin, dass die Bildqualität "nicht ideal" ist, was sich nicht nur auf die oft mangelhafte Schärfe sondern auch auf die Bilddefekte bezieht. Neben normalen Kratzern und einigen kurzen Masterfehlern, wo das Band mal für einen Moment eine Extrarunde dreht, weist das Bild Muster auf, so als hätte man paarweise kleine vertikale Kratzer auf dem Bildschirm, was aber glücklicherweise nur auf hellen Untergründen wirklich auffällt. Störender sind da die stehenden Rauschmuster und das deutliche Nachziehen, die wahrscheinlich aus einem Nachbearbeitungsprozess des einst grobkörnigen Materials stammen. Dafür ist die Farbgebung wieder einmal recht ordentlich gelungen und der Klassikerfan muss sich eingestehen, dass uns Marketing für einen über 30 Jahre alten Film kein schlechtes Resultat vorgesetzt hat.

Die Synchronisation scheint noch ganz frisch zu sein, denn im Gegensatz zum Musiktrack und den sonstiges Geräuschen erklingt sie klar und ohne jegliche Alterungserscheinungen, was man vom Rest des Tones nicht sagen kann. Hier macht sich doch ein deutliches Rauschen bemerkbar und außerdem verzerrt die Musik teils deutlich oder etwas seltener treten auch Tonsprünge auf. Der deutsche Ton erklingt zum einen im 5.1-Gewand als Marketing üblicher Upmix, der alle Boxen gleichfalls mit dem Monosignal versorgt, und dem zweikanalige Monoton, der dem 5.1-Ton natürlich qualitativ ähnlich ist. Ebenfalls enthalten ist die englische Synchronisation, die aber weniger dynamisch ist und mit mehr Verzerrungen zu kämpfen hat.
Für einen ohnehin schon seltenen Film auch noch Bonusmaterial zu finden, ist sicherlich recht schwierig, weswegen wir auch auf dieser DVD wieder nur das nicht gerade sonderlich interessante Standardprogramm an Extras mit Trailer, einer Filmografie, drei Bildergalerien und weiteren Trailern aus dem Hause Marketing vorfinden.

Dem zeitgenössischen Thriller/Horror-Freund wird dieser Mix aus okkultem Zauberquatsch, Liebesdrama und Kriminalgeschichte zu altbacken erscheinen. Er scheint eher etwas für Leute zu sein, die ein Faible für leicht angestaubte Filme haben, denn "Tanz des Satans" gilt laut Covertext "unter Filmkennern als absoluter Geheimtipp". Ob dem wirklich so ist, das weiß nur die aufgezählte Personengruppe, auf jeden Fall werden sie Marketing dankbar sein, diesen schon recht selten gewordenen Film von nun an auf einer DVD vorliegen zu haben.


Film++----
Bild++----
Ton++----
Bonus+-----


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