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USA 2006
Originaltitel:Turistas
Alternativtitel:Paradise Lost
aka. Touristes
aka. Turistas
aka. Turistid
Länge:89:48 Minuten (ungekürzte R-Rated Fassung)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:John Stockwell
Buch:Michael Ross (als Michael Arlen Ross)
Kamera:Enrique Chediak
Musik:Paul Haslinger
SFX:Maurício Bevilacqua
Darsteller:Josh Duhamel, Melissa George, Olivia Wilde, Desmond Askew, Beau Garrett, Max Brown, Polly Brown, Raul Guterres, Andréa Leal
Vertrieb:Universum Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Verpackung:Steelbook
DVD-Start:09.05.2007 (Verleih) / 04.06.2007 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar von John Stockwell und Kent Kubena
  • Trailershow:
    • The Hitcher (1:26 Min.)
    • Hannibal Rising (1:39 Min.)
    • The Descent (1:02 Min.)
    • Metamorphosis (1:53 Min.)
    • The Return (2:11 Min.)
    • Das Imperium der Wölfe (1:07 Min.)
    • Die purpurnen Flüsse (1:50 Min.)
  • Originaltrailer (1:36 Min.)
  • Deleted Scenes:
    • I have a Shit (1:56 Min.)
    • Bar Fight (2:09 Min.)
    • Morning After (2:04 Min.)
    • Lost (0:59 Min.)
    • The Waterfall (4:54 Min.)
    • Shower Trip (1:00 Min.)
    • Girl Talk (0:48 Min.)
    • Alex on Patrol (1:13 Min.)
    • On the Prowl (0:39 Min.)
    • Kiko's Speech (1:39 Min.)
    • Alternatives Ende (3:08 Min.)
Nach einem schrecklichen Busunglück sitzen die sechs Touristen in einem entlegenen brasilianischen Dorf direkt am Strand fest. Im Laufe der Zeit stellen sie fest, dass sich hinter den eigentlich idyllischen weißen Sandstränden und dem üppigen Regenwalddschungel ein grauenerregendes Geheimnis verbirgt. Die "Turistas" bestehen aus Alex, seiner Schwester Bea, deren bester Freundin Amy, einer Australierin namens Pru sowie den englischen Kumpels Finn und Liam.
"Go home ..."

Auf John Stockwell ("Blue Crush", "Into the Blue") ist Verlass. Wie schon in seinen vorherigen Regiearbeiten verkauft der ehemalige Schauspieler erfolgreich traumhafte Naturkulissen inklusive attraktiven Frauen nebst einer unkomplizierten Geschichte mit guten Actionszenen als kurzweiliges Filmvergnügen, das keine hohen Ansprüche stellt, mit seiner Schnörkellosigkeit und seinem hohen Tempo aber wieder einmal sein Publikum findet. "Turistas" hatte es letztlich seiner leider völlig falsche Erwartungen weckenden Vermarktung zu verdanken, dass er an den Kinokassen lediglich enttäuschende Einspielergebnisse erzielen konnte. Denn mit Interner Link"Hostel" hat dieses Abenteuer nur entfernt zu tun, auch wenn eine ziemlich ungemütliche Operation Assoziationen zu Eli Roths plumpen Horrorthriller weckt und die Prämisse einige Parallelen aufweist.



John Stockwell schickt sein Rudel hilfloser Rucksack-Touristen nämlich nicht nach Osteuropa sondern nach Brasilien. Als ihr Bus mitten im Nirgendwo verunglückt, gelangen sie nach einem kurzen Wegmarsch an einen traumhaften Strand nebst Bar. Das Paradies. Man tollt herum, betrinkt sich, gibt sich freizügig, tanzt und bechert maßlos. Die feuchtfröhliche Party soll jedoch ein jähes Ende nehmen, als am nächsten Morgen alle mit der Erkenntnis aufwachen, betäubt und ausgeraubt worden zu sein. Verzweifelt zieht die um ihre Habseligkeiten erleichterte Truppe weiter, um bald festzustellen, dass ein schmieriger Organhändler weitere Pläne mit ihnen hat.



Positiv fällt zunächst einmal auf, dass "Turistas" keine nervigen Hohlbratzen auffährt, sondern dass alle Mitglieder der Gruppe einen recht sympathischen Eindruck machen und auch nicht in Klischees ersaufen. Frauen wie Melissa George (Interner Link"The Amityville Horror", Interner Link"Derailed"), Olivia Wilde (Interner Link"The Death and Life of Bobby Z") und Beau Garrett (Interner Link"Unearthed", Interner Link"Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer") bieten in knappen Bikinis daneben genug fürs (Männer-)Auge, während John Stockwells Regie sich wie gewohnt Mühe dabei gibt, in möglichst attraktiven Einstellungen die beeindruckend schöne Natur zu präsentieren. Eye-Candy pur und weil es unter den talentierten Darstellern keine Ausfälle gibt, gleich nochmal so genießbar. Die Maßnahme ausnahmsweise mal reifere Figuren in ihr Verderben zu schicken, anstatt pubertäre Plagegeister zu entsenden, erweist sich als echter Glücksgriff.
Die anfängliche Naivität und Gutgläubigkeit der unbeschwerten Gruppe stößt den schon Böses ahnenden Zuschauer zwar gern mal vor den Kopf, trübt den Filmspaß aber nicht wirklich. Schließlich gibt es erst einmal Party und gute Laune, bevor die ersten Touris in Scheiben geschnitten werden und man am nächsten Morgen ziemlich aufgeschmissen den beschwerlichen Fußmarsch antritt, der sie über etliche Umwege zurück in den Dschungel zur Villa von Dr. Zamora (Miguel Lunardi) führt. Dort erst einmal rastend, ahnen sie nicht, was ihnen blüht, als Zamora per Helikopter eintrifft. Der fackelt nämlich nicht lange, wetzt seine Skalpelle und beginnt Organe loszuschnippeln. Diese wirklich unangenehm inszenierte Operation, in dessen Verlauf Zamora eine ekelhafte Ruhe und Selbstverständlichkeit an den Tag legt, geht im wahrsten Sinne des Wortes an die Nieren, stellt aber gleichzeitig den einzig wirklichen Horroranteil dar.



Der Rest des Films stellt sich nämlich als ein einziger Survival-Trip durch den Dschungel mit einigen guten Ideen heraus. Das inszenatorische Highlight bildet dabei der von Peter Zuccarini ("Into the Blue", Interner Link"Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest") gefilmte Kampf in den Unterwasserhöhlen, wo lediglich vereinzelte Luftblasen für kurzes Durchatmen sorgen. Natürlich beißen einige Opfer ins feuchte Dschungelgras und gehen die Verfolger hops. Das Treiben wird zunehmend blutiger und brutaler, artet aber nicht in unappetitliche Schlachtplatten aus. Von der Flora & Fauna wechselt man für das Finale dann noch in Interner Link"The Descent"-Kulissen, um auch hinsichtlich der Locations noch ein wenig Abwechslung zu bieten, den Film allerdings gleichzeitig überraschend abrupt zu beenden.
Spannung und Atmosphäre hat John Stockwell dabei überraschend gut im Griff. Der Dschungel bei Tag und Nacht, Sonne oder Regen, ergibt eine unübersichtliche Kulisse und die Flucht vor Zamora und seinen Handlangern eine packende Situation nach der anderen. Auch wenn sich die Kandidaten, die noch den Abspann erleben werden, schnell herauskristallisieren, drückt man dem Rest die Daumen, dass der ein oder andere vielleicht doch die Schädeldecke behält oder nicht von Kugeln durchsiebt wird. Das mulmige Gefühl seitens des Publikums nachdem die Dschungel-Villa betreten wird, die böse Vorahnung als der Arzt mitsamt Crew tatsächlich eintrifft und die verzweifelten Versuche der misslichen Lage zu entkommen sind trotz fehlender Innovationen verdammt haarige Angelegenheiten, die deutlich aufzeigen, wie viel Talent in Stockwell schlummert, wenn es darum geht die Zuschauer mit in das Geschehen zu involvieren. Möge man ihm doch mal bessere Drehbücher und mehr Budget zur Verfügung stellen.

"There are some places tourists should never go!"

Der anamorphe Widescreen-Transfer dieser DVD aus dem Hause Universum Film hinterlässt einen gehobenen Eindruck und überzeugt durch sein ausgewogenen Kontrast, der selbst in problematischen Szenen keinerlei Details verschluckt und dank eines guten bis sehr guten Schwarzwertes einen sehr plastischen Eindruck hinterlässt. Die Farben sind stets sehr natürlich, könnten stellenweise aber eine Spur kräftiger sein - was aber durchaus als Stilmittel gewertet werden kann. Die Schärfe wirkt stets sehr gut und überzeugt mit sauberen Konturen und auch die Detailwiedergabe ist recht gut, obgleich nicht optimal ausgefallen. Hier hätten wir uns alles etwas brillanter und knackiger gewünscht, denn trotz einer ordentlichen Detailschärfe fehlt es oft an Tiefe. Leichte stehende Rauschmuster mindern den Schärfegrad um einiges und zeigen in Bewegungen hin und wieder kleinere Schwächen. Ansonsten arbeitet die Kompression sehr unauffällig und lediglich leichtes Bildrauschen, welches vor allem in dunklen Flächen auffällt, trübt den Gesamteindruck etwas. Verunreinigungen sind uns keine aufgefallen.
Der Soundmix liegt uns einmal in Deutsch, sowie in Englisch als Dolby Digital 5.1 Track vor. Beide Tonspuren bieten eine sehr saubere Front und einen guten Einsatz der Effektlautsprecher. Letztere werden überzeugend für den teilweise sehr kraft- und stimmungsvollen Score genutzt und der permanente Einsatz von Umgebungsgeräuschen und gut platzierten Effekten lassen eine schöne Räumlichkeit aufkommen, bei dem selbst der Bass stets zum richtigen Zeitpunkt einiges an Druck heraushauen darf. Ingesamt also ein sehr dynamischer Dolby Digital Mix, bei dem wir eigentlich nicht auszusetzen haben. Lediglich der englische Track klingt in puncto Sprache und Umgebungsgeräusche eine Nuance natürlicher, bietet ansonsten aber keine großen Unterschiede. Optional lassen sich deutsche und englische Untertitel hinzuschalten.
Als Bonus gibt es neben einem leider nicht untertitelten Audiokommentar mit dem Regisseur und dem Produzenten noch den Originaltrailer und 10 Deleted Scenes, sowie ein alternatives Ende, welche ebenfalls nicht untertitelt wurden. Weiterhin dürfen wir uns ein paar weitere Trailer aus dem Universum Film-Programm anschauen. Für einen aktuellen Film ist das leider reichlich wenig.



John Stockwells kurzweiliges Survivalabenteuer überzeugt anhand einer guten Inszenierung, einer recht spannenden Geschichte und ordentlichen Darstellern. Innovationen sind "Turistas" völlig fremd, die attraktive Optik macht aber vieles wieder wett.
Stockwell bleibt seinem Stil damit treu. Erneut versteht es der talentierte Filmemacher lediglich durchschnittliche Drehbücher attraktiv und spannend in Szene zu setzen. Auch wenn der Erfolg dieses Mal ausblieb, reicht es letztlich zu einem klar überdurchschnittlichen Genrefilm, der rundum Spaß macht, aber in keinerlei Hinsicht etwas wirklich Großartiges bietet. Ordentliche Unterhaltung, wie man sie von Stockwell mittlerweile gewohnt ist.
Die DVD überzeugt mit einer angenehmen Bild- und Tonqualität, bietet dafür aber nur magere Extras. Die am 6. Juni 2007 erscheinende Kaufhausfassung wird in einem stylischen Steelbook ausgeliefert, beinhaltet allerdings nur die US-Kinofassung. Der Unterschied dieser als R-rated-Fassung bezeichneten Version beläuft sich auf knapp 2 Minuten. Überwiegen handelt es sich hierbei um alternative Szenen, welche zum einen ziemlich nichtssagend ausgefallen sind und lediglich etwas freizügigere Dialoge beinhaltet. Im Grunde rechtfertigt nur die verlängerte OP-Szene den Unrated-Stempel der US-Fassung, da man dort reichlich mehr zu sehen bekommt, wobei die hier vorliegende Fassung schon sehr explizit ausgefallen ist. Wer also unbedingt wert darauf legt, muss zur US-DVD greifen, welche beide Fassungen beinhaltet. Ansonsten reicht die R-rated-Fassung völlig.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++----


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NewsIm Juni kommen die "Turistas" zu uns
Die "Turistas" werden im März terrorisiert
"Turistas"- neuer Survival-Horror
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