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AUS, USA 2005
Originaltitel:Attack of the Sabretooth
Länge:88:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:George Miller
Buch:Phil Botana, Tom Woosley
Kamera:Mark Melville
Musik:Tim Jones
SFX:Matt Drummond
Darsteller:Robert Carradine, Nicholas Bell, Brian Wimmer, Stacy Haiduk, Rawiri Paratene, Susanne Sutchy, Cleopatra Coleman, Amanda Stephens, Natalie Avital, Billy Aaron Brown, Parry Shen, Nathaniel Kiwi
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:08.05.2007 (Kauf)
Specials:
  • Trailershow:
    • Spider-Man 3 (2:23 Min.)
    • Der Pakt (2:00 Min.)
    • Demnächst auf Blue-Ray (1:14 Min.)
    • Ricky Bobby (1:09 Min.)
    • Attack Force (0:37 Min.)
    • Casino Royale (1:35 Min.)
Dem Unternehmer Niles und seinen Wissenschaftlern ist es gelungen, Säbelzahntiger zu klonen. Nun durchstreifen die Raubkatzen ein gesichertes Gehege auf einer Insel, die bald zum Touristenmagnet werden soll. Die Tierchen wären auch keine Gefahr für die zur Eröffnung nahenden potentiellen Investoren und Party-Teens, wenn der notgeile Wachposten nicht wegen eines Sexmagazins seine Arbeit vernachlässigt hätte. Jetzt sind die Tiger draußen und nehmen die Gäste zum Lunch.
"After a million years, they're ready to eat!" - Werbezeile

"Angriff des Säbelzahn-Tigers" gehört zu den TV-Produktionen, welche sich mal wieder selbst viel zu ernst nehmen, dabei vor unfreiwilliger Komik nur so strotzen und schlussendlich nicht einmal wirklich erträglich sind. Zudem wird man das Gefühl nicht los, dass die Macher einmal zu viel Interner Link"Jurassic Park" geschaut haben und diese Idee dann auch auf Teufel komm raus kopieren, um den Zuschauern wieder einen neuen Tierhorrorfilm zu präsentieren, bei dem die miesen CGI-Effekte der drei Säbelzahntiger noch das Beste am ganzen Film sind. Die Geschichte ist langweilig und absolut klischeebehaft. Ein gieriger Geschäftmann lässt auf den Fidschi-Inseln drei Säbezahntiger klonen, um sie später in seinem Park als Attraktion zu zeigen. Doch die Panne ist vorprogrammiert, als einem der Wachen sein Pornoheftchen (das meine ich jetzt ernst) während seiner 30minütigen Onanier ... ähm ... Mittagspause vom Winde verweht wird und rein zufällig in das Gehege des Packs flattert. Damit er nicht als Umweltverschmutzer gilt, verfolgt er natürlich das fliegende Pornoblättchen und trifft auch prompt auf einen der Urzeittiger, welche das Heftchen doch lieber alleine lesen möchte. Ratzfatz Arm ab!



Als nächstes darf der schwule Adjutant des Parkbesitzers dran glauben, der anstelle das Tor zu schließen, sich ebenfalls in die Höhle des Löwen wagt. Ein mutiger Kerl, der selbst dann nicht zurückschreckt, als er den angefressenen Leichnam des Wärters findet. Tja und anstelle zu fliehen, mockiert er sich viel lieber über die Musik, welche aus dem Taschenradio des Wärter dröhnt und tritt einmal kräftig zu. Dumm nur, dass unser Freund der Säbelzahntiger voll auf den Song abfährt und Mister Pink-Lady mit Haut und Haar verschlingt. Mahlzeit!


Das klingt jetzt vielleicht schön trashig, doch die ersten Minuten sind allein schon dermaßen anstrengend und nervtötend, dass man nicht umhinkommt sich örtlich betäuben zu lassen, um diese hanebüchene Geschichte überhaupt zu ertragen. Schlimm genug, dass der Film als Tierhorror-Rip-Off von Interner Link"Jurassic Park" schon nicht funktioniert, so baut man in das hohle Skript noch 5 dummblöde Teenager ein, welche für ihre Studentenverbindung verschiedene Requisiten finden sollen. Da einer von ihnen gut mit dem Leiter des Primal Parks kann, dürfen sie für ein paar Tage dort Urlaub machen, während mögliche Investoren den Park besichtigen wollen. Zufälligerweise befindet sich unter den Kiddies ein Computerexperte, der erst einmal den ganzen Park lahm legt, damit sie auch an ihre wichtigen Utensilien rankommen und später im gemeinsamen Kampf gegen das Urzeitgezuppel seinen Fehler wieder wett machen muss. Hier haben die Autoren wirklich ganz tief in die Klischeekiste gegriffen und bieten uns zudem noch eine dermaßen dünne Charakterzeichnung, bei der man wirklich keinen Sympathieträger ausmachen kann. Sämtliche Protagonisten gehen einen am Arsch vorbei und irgendwann hofft man sogar, dass die CGI-Katzen kurzen Prozess mit den Schauspielern machen, damit dieser langweilige, keinerlei Spannung aufbauende und zudem noch unfertige Film schnell wieder vorbei ist.
Unfertig deshalb, weil es am Ende eine Szene gibt, welche eindeutig als unfertige CGI-Sequenz enttarnt werden kann. Als einer der Säbelzahntiger den Parkbesitzer verfolgt, dieser das Biest aussperrt und es mit aller Wucht gegen die Tür brettert, sieht man die wackelnde Statue auf dem Dach und wie dieser einen der Riesenzähne abfällt und den nervigen Unternehmer durchbohrt. Hier scheint des Leuten wirklich das Geld ausgegangen zu sein, denn teilweise ist das ganze nicht einmal richtig gerendert und erinnert an ein schlechtes Playstation-Spiel in Vorproduktion. Dass so etwas peinlich ist, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen. Aber auch die "fertigen" Effekte sind ziemlich mies ausgefallen und wenn man sieht, wie TV-Serien so etwas besser hinbekommen, sollte man sich vielleicht einmal so seine Gedanken machen, was man seinem Publikum zumuten kann und was nicht. Hier wurde der Bogen eindeutig überspannt und nach den total lachhaften CGI-Animationen ist selbst der Goregehalt nicht einmal hoch genug, um diese Misere im Film wieder gut zu machen. Man sieht kaum etwas, bietet zu Beginn ein paar Spritzer hier, ein paar Spritzer dort und hält sich auch später stark bedeckt was das Zeigen der Morde angeht. Sobald sich das Geschehen auf die Laborräume verlegt hat, wird es zwar etwas blutiger, bleibt aber kaum der Rede wert. Schlimm ist es dabei, dass man selbst einen abgetrennten Kopf mit dem Computer animiert hat; wie dies nach den restlichen amateurhaften Versuchen ausschaut, kann sich wohl ein jeder denken.



"Extinct no more" - Werbezeile

"Angriff des Säbelzahn-Tigers" ist eine weitere Produktion des Sony eigenen SciFi-Channels und erscheint jüngst auch in Deutschland auf DVD. Das einfache Menü kann dabei aber ebenso wenig überzeugen wie die Trailershow, das einzige Bonusmaterial auf der ganzen Scheibe. Der Film selber liegt im anamorphen Bildformat von 1,78:1 vor und überzeugt durch satte und kräftige Farben. Der Kontrast hinterlässt ebenfalls einen grundsoliden Eindruck und bietet meist sogar einen recht guten Schwarzwert. In hellen Flächen neigt der Kontrast aber dazu, etwas zu überstrahlen und steil zu wirken. Die Schärfe befindet sich zumindest auf einem guten Niveau und zumindest in Nahaufnahmen und Close-Ups von Gesichtern bekommen wir eine wirklich gute Detailschärfe geboten. In den Totalen fällt der Wert aber deutlich ab und lässt das Bild etwas zu weich erscheinen, wobei die meist sehr gute Kantenschärfe die Mängel der Tiefenschärfe wieder wettmachen kann. Bildrauschen gibt es kaum zu bemängeln und lediglich die Kompressionen zeigen vor allem im Hintergrund deutliches Blockrauschen und hin und wieder leichte Artefaktebildung. Zudem fällt leichtes Nachziehen im Kameraschwenks auf, was aber nicht wirklich störend ist. Defekte und Verschmutzungen sind aber keine auszumachen, wodurch wir schließlich sagen können, dass das Bild für einen Low Budget-Film sehr gut geworden ist.
Beide Tonspuren liegen in Dolby Digital 5.1 vor, bieten aber lediglich durch den Einsatz des Scores und dezenten Umgebungsgeräuschen etwas Räumlichkeit. Direktional wird uns leider kaum etwas geboten und so bleibt das Geschehen durchweg frontlastig und auch der Subwoofer bleibt überwiegend stumm. Die Dialoge sind gut zu verstehen und wirken bei der englischen Sprachfassung eine Spur natürlich, aber auch zurückhaltender, was zur Folge hat, dass die Dialoge hin und wieder etwas schwer verständlich erscheinen. Dafür gibt es dann aber auch optionale deutsche Untertitel.



Es ist davon abzuraten, sich "Angriff des Säbelzahn-Tigers" nüchtern anzuschauen, außer man braucht eine schnell wirkende Schlaftablette. Reicht es nicht schon, dass die Idee hinter diesem Plot der absolute Oberhammer im negativen Sinne ist, so sind die Effekte im Film zum Schreien. Die Regie ist ebenfalls unterste Kanone, da haben wir von George Miller (nicht der George Miller von "Happy Feet" und "Die Hexen von Eastwick") schon deutlich besseres zu Gesicht bekommen. Die DVD überzeugt wenigstens mit einer überdurchschnittlichen Bildqualität, einem recht frontlastigen Dolby Digital 5.1-Tracks und glänzt ganz nebenbei noch durch das Fehlen von Extras. Zumindest ist der Film völlig unzensiert, was das ganze aber nicht erträglicher werden lässt.


Film+-----
Bild++++--
Ton+++---
Bonus------


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