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USA 2006-2007
Originaltitel:Psych
Alternativtitel:-
Länge:651:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Michael Engler, Mel Damski, Michael Zinberg, Jeff Melman, Matt Shakman, John Fortenberry, Michael Lange, John T. Kretchmer, Tim Matheson, Lev L. Spiro, James L. Conway, Joanna Kerns, John Landis
Buch:Steve Franks, Anupam Nigam, Tami Sagher, Andy Berman, Douglas Steinberg, Kerry Lenhart, John J. Sakmar, Lee Goldberg, William Rabkin, James Roday
Kamera:Gregory Middleton, Michael McMurray
Musik:Brandon Christy, Adam Cohen, John Robert Wood
SFX:Paul Cox, Terry Hutcheson, Marco Cantaluppi, Petra Lendvai-Lintner, Michael Ranalletta, Mark T. Reid, James Tichenor, Doug Campbell, Dave McGhie
Darsteller:James Roday, Dulé Hill, Timothy Omundson, Corbin Bernsen, Kirsten Nelson, Sage Brocklebank, Don S. Davis, Anne Dudek, Richard Zeman, Alex Bruhanski, Kyle Pejpar, Julien Hill, Christine Chatelain, Tom Butler, Liam James, Anne Marie DeLuise, Steve Bacic, Scott Michael Campbell, Michael Adamthwaite, Peter Michael Goetz, Claire Coffee, Kaja Gjesdal, Frank Whaley, Bre Blair, George Takei, Brian Markinson, Ashley Williams, Kurtwood Smith, Gardiner Millar, Richard Kind, Tamara Mello, Nicole Lyn, Ryan Robbins, Mayte Garcia, Colin Cunningham, Michael Weston, Keegan Connor Tracy, Christopher Moynihan, Dan Lauria, Kris Lemche, Mercedes Ruehl, Shannon Woodward, Alexandra Breckenridge, Chelan Simmons, Crystal Lowe
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Deu), Dolby Digital 5.1 (En)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Verpackung:SlimCases in Pappschuber
DVD-Start:24.04.2008 (Kauf)
Specials:
DVD 1:
  • James Roday beim Vorsprechen (2:59 Min.)
  • Interview mit den Machern von "Psych" (7:23 Min.)
  • Verpatzte Szenen (6:52 Min.)
  • Hintergründe zur Serie (7:39 Min.)
  • Interview mit James Roday (3:41 Min.)
  • Interview mit Dulé Hill (2:54 Min.)
  • Interview mit Corbin Bernsen (3:05 Min.)
  • Entfallene Szenen (2:59 Min.)
DVD 2:
  • Entfallene Szenen:
    • Episode 4 (0:45 Min.)
    • Episode 5 (1:28 Min.)
    • Episode 6 (1:04 Min.)
DVD 3:
  • Entfallene Szenen:
    • Episode 8 (0:50 Min.)
    • Episode 11 (3:09 Min.)
DVD 4:
  • Entfallene Szenen:
    • Episode 12 (0:37 Min.)
    • Episode 15 (6:28 Min.)
Shawn Spencer, Sprössling einer Polizistenfamilie und vermeintlicher Hellseher, wurde von seinem Vater von Kindesbeinen an darauf gedrillt, jedem noch so unscheinbaren Detail Bedeutung beizumessen. Mit diesen bestens trainierten Sinnen und seinem fotografischen Gedächtnis kann er sich in Sekundenschnelle von jeder Situation ein Bild machen. Dank dieser besonderen Gabe gibt er der Polizei eines Tages den entscheidenden Hinweis zur Klärung eines Mordes, den er in den Nachrichten gesehen hat. Statt Dankbarkeit erntet er Misstrauen und wird der Mittäterschaft verdächtigt. Aus der Nummer kommt er nur heil heraus, weil er behauptet, Stimmen aus dem Jenseits hätten ihm bei der Lösung des Falls geholfen. Dies ist der Anfang der auf scheinbar unlösbare Fälle spezialisierten Detektei Psych.

  • 1. Pilot: Mit einer Ausrede fängt es an / Pilot (74:59 Min.)

    Als Shawn der Polizei eines Tages den entscheidenden Hinweis zur Lösung eines Mordfalles gibt, gerät er selbst unter Verdacht. Da ihm keiner glaubt, den Fall nur durch seine außergewöhnliche Auffassungsgabe gelöst zu haben, behauptet er, er hätte Hilfe aus dem Jenseits bekommen. Da kommt ihm eine Idee ...


  • 2. So spannend kann ein Buchstabierwettbewerb sein / Spellingg Bee (41:14 Min.)

    Shawn und sein Freund Gus haben die Detektei "Psych" gegründet. Nachdem der Favorit bei einem Buchstabierwettbewerb einen mysteriösen Ohnmachtsanfall erleidet, sehen sich die beiden frisch gebackenen Detektive die Sache genauer an. Als es kurz darauf zu einem weiteren Vorfall kommt, ist Shawns besondere Begabung gefragt ...


  • 3. Man möge jetzt sprechen ... oder für immer schweigen / Speak Now Or Forever Hold Your Piece (40:52 Min.)

    Am Tag vor der Hochzeit wird ein wertvoller Ehering aus dem Hotelsafe gestohlen, der eigentlich die Hand der Braut schmücken sollte. Obwohl Shawn schon mit seinen Ermittlungen begonnen hat, besteht Detective Lassiter darauf, den Diebstahl allein aufzuklären. Doch Shawn hat schon einen Plan ...


  • 4. Attraktive Frau sucht toten Mann zwecks Geldanlage / Woman Seeking Dead Husband - Smokers Okay, No Pets (40:27 Min.)

    Der erste echte Auftrag für die "Psych"-Detektei: Shawn soll Kontakt zu einem verstorbenen Bankräuber aufnehmen, um herauszubekommen, wo dieser die Beute versteckt hat. Seine "übernatürlichen" Fähigkeiten bringen die beiden Spürnasen auf die Fährte des Bankräubers ...


  • 5. Katze krallt sich Killer? / 9 Lives (41:16 Min.)

    Eine Serie von Selbstmorden beschäftigt die Polizei. Allerdings fallen Shawn an einem Tatort einige Ungereimtheiten auf, die gegen einen Freitod sprechen. Um sich des Falls annehmen zu dürfen, gibt Shawn vor, mit den Augenzeugen der Tat in Kontakt zu stehen: Der Katze des Opfers ...


  • 6. Da möchte man in Frieden Bürgerkrieg spielen ... / Weekend Warriors (41:17 Min.)

    Eine Gruppe Laiendarsteller probt eine Aufführung zum Jubiläum des Amerikanischen Bürgerkriegs. Unter ihnen ist auch Detective Lassiter. Als aus dem Schauspiel bitterer Ernst wird und einer der Darsteller tot vom Pferd fällt, kann Shawn einmal mehr zeigen, dass er eine besondere "Gabe" zum Lösen von schwierigen Fällen hat ...


  • 7. Ein Geschlechterkampf der etwas anderen Art / Who Ya Gonna Call? (41:17 Min.)

    Ein außergewöhnlicher Auftrag - selbst für die "Psych"-Detektei: Ein Mann behauptet, ein Geist würde ihm nach den Leben trachten. Natürlich glaubt Shawn, dass es eine ganz normale Erklärung gibt, und nimmt den Fall an. Doch als die beiden Detektive kurz darauf in einem brennenden Haus erwachen, wird ihnen mehr als mulmig ...


  • 8. Shawn gegen "Das Rote Phantom" / Shawn vs. "The Red Phantom" (41:17 Min.)

    Ein Junge ist verschwunden. Da die Polizei jedoch erst nach 48 Stunden eingreifen darf, nehmen sich die Männer von "Psych" des Falles an. Die Spur führt zu einer Comic- und Science-Fiction-Convention. Ein perfektes Publikum für Shawn: Er gibt sich als Hellseher aus, um mehr Informationen über den Verbleib des Jungen zu bekommen ...


  • 9. Tiere, Menschen, Endstation / Forget Me Not (41:16 Min.)

    Eine alte Mitschülerin von Shawn ist zu Besuch. Ihr Vater berichtet von einem Mord, der 20 Jahre zurückliegt, kann sich aber an keine Einzelheiten erinnern. Damals hatte ein Berglöwe eine Frau angefallen. Trotz der wenigen Anhaltspunkte rollen die beiden Detektive den Fall noch einmal auf und machen eine seltsame Entdeckung ...


  • 10. Erde ruft Lassiter / From Earth To Starbucks (41:14 Min.)

    Detective Lassiter steckt in einer Krise: Nicht nur kann er sich keinen Reim auf den Tod eines Astronomen achen, er zweifelt sogar allgemein an seiner Fähigkeit, jemals wieder einen Fall lösen zu können. Natürlich lassen Shawn und Gus den Detective nicht im Stich und nehmen sich den Fall vor, um das Selbstvertrauen des Polizisten wieder aufzubauen.


  • 11. Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich, huch ... er ist tot! / He Loves me, He Loves Me Not, He Loves Me, Oops He's Dead (41:17 Min.)

    Ein Mann wacht splitterfasernackt auf einem Feld auf. An Einhzelheiten kann er sich nicht erinnern, wohl aber an Aliens, die ihn anscheinend entführt hatten. Als ein weiteres Opfer der "Aliens" nackt auf einem Feld zu sich kommt, machen sich Shawn und Gus an die Arbeit. Die Spur führt zu einer Partnervermittlungs-Agentur ...


  • 12. Überwiegend wolkig ... gebietsweise Mord / Cloudy ... Chance Of Murder (41:16 Min.)

    Eigentlich wollte Shawn nur einen Strafzettel für sein falsch geparktes Motorrad bezahlen, jedoch ändert sich die Sachlage, als er im Gerichtsgebäude die junge Sandra Panitch kennen lernt. Ihr wird vorgeworfen, einen "Wetterfrosch" ermordet zu haben. Da Sandras Verteidiger der Sache nicht gewachsen scheint, nimmt sich "Psych" des Falles an ...


  • 13. Spiel, Satz ... und Straftat? / Game Set ... Muuurder? (41:16 Min.)

    Shawn bekommt den Auftrag, die progessionelle Tennisspielerin Deanna zu finden, die trotz ständiger Überwachung durch ihren Vater verschwunden ist. Deanna wurde vor einigen Montaten von einem Verehrer belästigt, jedoch hat Shawn seine Zweifel, dass dieser für das Verschwinden des Tennisstars verantwortlich ist ...


  • 14. Pokerface gegen Pokerface / Poker? I Barely Know Her (41:16 Min.)

    Ein Bekannter von Shawns Vater braucht die Hilfe der "Psych"-Detektei: Sein Sohn ist mit 30.000 Dollar in der Tasche verschwunden. Die Ermittlungen führen Shawn zu einem Gartencenter, in dem illegale Pokerrunden stattfinden. In diesen Kreisen verkehrt anscheinend auch der verlohrene Sohn ...


  • 15. Zimmer 413: Studentinnen des Todes / Scary Sherry: Bianca's Toast (41:16 Min.)

    Shawn und Gus fühlen sich an ein traumatisches Erlebnis aus ihrer Jugend erinnert, als die Studentin Doreen aus einem Fenster in den Tod fällt. Als die beiden die Sache näher untersuchen, erleben sie einen gespenstischen Abend - oder steckt doch jemand hinter der Sache?

Während die Superhelden in Hollywood gern mal vom Film fallen (oder: einschweben), kommt es im TV-Bereich vor, dass sie nahezu unentdeckt nebenan wohnen. Shawn Spencer ist so ein "Superheld", obwohl er wegen seines unsteten Lebens und seiner zappligen Art kaum den Eindruck erweckt: Seit früher Kindheit hat ihn sein Vater, ein Polizist, darauf konditioniert, visuelle Details seines Umfelds in Sekundenbruchteilen aufzunehmen und in seinem Gehirn abzuspeichern, um später darauf zurückgreifen zu können. Seine Gabe führt ihn direkt zur Polizei - aufgrund eines kleine Malheurs landet er dort allerdings nicht als Polizist, sondern als Hellseher.



Shawns Fähigkeit ist reizvoll und bietet eine Menge Möglichkeiten, wenn es darum geht, Kriminalfälle aufzudecken. Allerdings hat er mehr als nur seine Sinne geschärft: Die aufgeschnappten Details kann er durch große Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen richtig verarbeiten, die Informationen für sich nutzen und damit, falls nötig, auch Menschen manipulieren. Einer davon ist sein langjähriger Freund Gus, der eigentlich bei einem Pharmavertrieb arbeitet, von Shawn allerdings immer wieder davon abgehalten hat. Mit Tricks, Ausflüchten und Täuschungsmanövern lässt sich Gus überrumpeln und ist mal mehr, mal weniger an der Aufklärung eines Falles beteiligt.

Die Charakterisierung ist leider eine große Schwäche von "Psych". Beispielsweise Gus ist nichts weiter als ein Sidekick, der immer wieder mal den Spielverderber spielen muss, um Shawn noch überdrehter und wahnwitziger aussehen zu lassen. Leider kommt während der ersten Staffel oft der Eindruck auf, Gus würde nur mitgeschleift werden. Lediglich in ein paar Folgen gelingt es dieser Figur, sich mehr einzubringen, als nur das Geschehen in Gang zu setzen, in dem Shawn sich fortan austoben darf. Auch die weiteren Charaktere bleiben etwas blass: Polizeichefin Vick ist wie alle ihre Kollegen nicht ganz sicher, ob sie bei Shawn nicht einem Scharlatan aufgesessen ist, übergibt aber immer wieder Fälle an ihn, bei denen Shawn oftmals haarscharf daran vorbeischrammt, die gesamte Polizei von Los Angeles in Diskredit zu bringen. Ihren wirklichen Standpunkt erkennt man kaum, als Figur ist sie allerdings auch wenig relevant für die Geschichte. Lediglich ihre Schwangerschaft und die damit verbundenen Einschränkungen im Beruf machen sie etwas interessanter. Besonders gut gelingt dies den Autoren in der Folge "Shawn gegen das Rote Phantom".



Etwas interessanter ist das ungleiche Ermittlergespann Lassiter/O'Hara. Während die junge, hübsche O'Hara Shawn zumindest soweit sympathisch findet, dass man sich als Zuschauer darin ein "love interest" vorstellen kann, und in Ausnahmefällen sogar mit dem übersinnlichen Helfer zusammenarbeitet, ist ihr Kollege Lassiter wenig angetan von der Idee, dass ein Hellseher Fälle für die Polizei lösen soll. Die weichgespülte Konfrontation zwischen Lassiter und Shawn, die einem Revierkampf unter eitlen Gockeln gleicht, mag interessant klingen, wird aber auch nur gemächlich vorangetrieben. Den Autoren muss klar gewesen sein, dass dieser Konflikt nicht genügend Potenzial besitzt, um ihn längerfristig einsetzen zu können, also wird das Pulver nicht vorschnell verschossen. Amüsant sind dafür jene Szenen, in denen sich Shawn und Lassiter einander annähern, um später wieder ihre alten Positionen einzunehmen.

Für James Roday als Shawn ist es die erste größere TV-Rolle, die er mit einer beinah übertrieben flachsigen Spielweise ausfüllt. Ihn ernst zu nehmen, wird zunehmend schwer fallen, ist er doch ein ausgewachsener Mann, der manchmal das Gemüt eines Kindes an den Tag legt. Allerdings macht seine außergewöhnliche Präsenz die Serie nahezu zu einer One-Man-Show, denn er ist es, der Witze platziert und mit einem vergleichsweise guten Timing verwandelt. Am besten funktioniert das übrigens in der englischsprachigen Originalfassung.
Auch sein Vater, gespielt von Corbin Bernsen (Interner Link"The Dentist"), besitzt einige interessante Eigenschaften: Seine strenge Erziehung, die in viele Folgen als Rückblick eingeleitet und thematisch als Aufhänger der Folge genutzt wird, seine Intelligenz und sein Charisma geben der Serie an vielen Stellen Bodenhalt. Die Serienmacher haben wohl herausgefunden, dass er beim Publikum gut ankommt, werden seine Auftritte doch gegen Ende der Staffel häufiger. Das hilft auch ein wenig darüber hinweg, dass sowohl die Schurken als auch die Opfer derselben ziemlich farblose Witzgestalten sind. Die oft zitierten Serienerfolge der 1980er Jahre wie "Das A-Team" standen hier wohl Pate.



Die Folgen der ersten Staffel sind dafür vergleichsweise spannend, wenn auch nicht jede zum Höhepunkt wird. Mal mehr, mal weniger darf Shawn seine Gabe einsetzen, was dem Zuschauer durch optisch Hervorhebung von einzelnen Bildelementen nahegelegt wird. Dazwischen herrscht viel Situationskomik, vornehmlich zwischen den sehr verschiedenen Shawn und Gus: Während Shawn ein frecher Mensch ist, der einiges wagt, nimmt Shawn gern die Defensive ein, besitzt allerdings einiges an Nischenwissen (z.B. über Medikamente), mit dem er die Nachforschungen vorantreibt.

Zu den besonders sehenswerten Folgen gehören jene, in denen Shawn mit der Polizei im Wettstreit steht (insbesonders mit Lassiter) oder versucht, O'Hara anzugraben. Eine gute Mischung ist beispielsweise "Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich, huch ... er ist tot!", in welchem die vier Protagonisten in einer Speed Dating-Runde aufeinandertreffen und dabei ihre Eigenarten und Macken zur Schau stellen. Die Qualität der Folgen ist auch davon abhängig, wie schwer oder leicht es dem Zuschauer gemacht wird, den Täter zu enttarnen. Während die Geheimniskrämerei und die abschließende Logikrunde in "Man möge jetzt sprechen ... oder für immer schweigen" und in "Überwiegend wolkig ... gebietsweise Mord" sehr gut passt, ist die Auflösung in "Pokerface gegen Pokerface" und "Ein Geschlechterkampf der etwas anderen Art" etwas zu einfach. Hervorhebenswert ist die Halloween-Folge "Zimmer 413: Studentinnen des Todes", in der sich die Serie von den sonnigen, kalifornischen Gute-Laune-Sets (gedreht wurde allerdings in Kanada) verabschiedet, um eine insgesamt düstere, stellenweise gruslige Atmosphäre heraufzubeschwören. Ob es am Regisseur John Landis (Interner Link"American Werewolf", "Twilight Zone - Unheimliche Schattenlichter") lag?



Das Bonusmaterial zur ersten Staffel wurde größtenteils 2007 produziert, könnte also als Appetitanreger auf die zweite Staffel entstanden sein. Das erklärt auch, warum viele Dokumentationen mit Filmszenen ausgestopft sind oder lediglich die Charaktere erklären. Typisch dafür sind die Interviews, in der die Darsteller von ihren Figuren und dem Spaß am Dreh erzählen. Hat man die Staffelbox bereits durch, dürfte das überflüssig sein. James Rodays Vorsprechen ist interessant anzuschauen, kann man doch hier bereits die Energie spüren, die er in seine Rolle steckt. Auch die verpatzten Szenen sind lustig. Unter den entfallenen Szenen befindet sich größtenteils Material, welches man nicht vermissen wird. Allerdings sind auch einige längere, witzige Szenen dabei, z.B. bei der Abschlussepisode auf DVD 4. Auf den Innenseiten der dünnen DVD-Hüllen befinden sich ein paar Informationen zu den Charakteren. Die Serie wurde vermutlich für das Breitbild entwickelt, in der sie auch auf DVD vorliegt. Die Qualität ist trotzdem nur Mittelmaß - zwar in Ordnung für eine Serie, nicht aber überwältigend im Sinne einer DVD. Das warme Wohlfühlwetter könnte noch bessere Wirkung erzielen, wenn die Farben kräftiger und der Kontrast härter gestaltet wäre. Der Detailgrad lässt kaum einen schwammigen oder unterentwickelten Eindruck entstehen, wenn auch nie ein glasklares Bild entsteht. Auffällig ist dafür die etwas schwache Abgrenzung der Konturen, die immer wieder auch durch Kompressionsprobleme auf sich aufmerksam macht. Dafür, dass auf HD-Material gedreht wurde, ist hier noch etwas zu wenig geschehen.

Den deutschen Ton bekommt man lediglich in Stereo vorgesetzt. Da hilft auch kein künstlicher Surround-Virtualisierer, denn auf den hinteren Boxen geschieht nahezu nichts. Hinzu kommt, weit von der Klarheit des englischen Originals ist: Die Dialoge und ihre Klangumgebung sind nicht sonderlich klar voneinander getrennt. Im englischsprachigen Original, welches sich untertiteln lässt, ist das wesentlich besser gelöst. Die Dialoge übersteuern zwar in einigen Außenaufnahmen, ansonsten ist der 5.1-Ton aber wesentlich frischer, natürlicher und lebendiger. Das beginnt damit, dass die Stimmen natürlichen Dämpfungen und Verstärkungen ausgesetzt sind, womit sie sich besser orten lassen. Außerdem bekommt der Bass, wenn auch selten, etwas zu tun. Die hinteren Boxen werden nur dezent angesteuert, indem Musikstücke oder wenige Effekte platziert sind. Das lockert das Klangbild allerdings so weit auf, dass man tatsächlich das Gefühl hat, einem 5.1-Mix beizuwohnen. In Sachen Dynamik und Surround-Momente ist allerdings wenig los. Als moderne Detektivserie bietet "Psych" alles, was man sich nur wünschen kann: verrückte Fälle, sympathische Protagonisten, ein interessant umgesetztes Hauptmotiv und etwas altmodisch anmutende Polizeiarbeit. Auch wenn ie Figuren dazwischen viel Privates erledigen, ist die Charakterzeichnung noch etwas unterentwickelt. Die Oberflächlichkeit ist allerdings nicht ganz unpassend, fügt sie sich doch der leichten Komik. Eins liegt mir allerdings bei der ansonsten empfehlenswerten Serie quer: Die von der Band des Serienschöpfers ersonnene Titelmelodie ist furchtbar austauschbarer, moderner Radiorock ohne Ecken und Kanten, die demnach nicht hängen bleiben wird. Für alles andere darf man sich auf die zweite Staffel freuen.


Film++++/-
Bild+++/--
Ton+++---
Bonus+++---


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