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D, UK, ESP 2006
Originaltitel:Basic Instinct 2
Alternativtitel:Basic Instinct - Neues Spiel für Catherine Tramell
aka. Basic Instinct 2: Risk Addiction
aka. Instinto básico 2 - adicción al riesgo
Länge:111:05 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Michael Caton-Jones
Buch:Leora Barish, Henry Bean
Kamera:Gyula Pados
Musik:John Murphy, Jerry Goldsmith
SFX:Dave Eltham
Darsteller:Sharon Stone, David Morrissey, Charlotte Rampling, David Thewlis, Hugh Dancy, Anne Caillon, Iain Robertson, Stan Collymore, Kata Dobó, Flora Montgomery, Jan Chappell, Robert Clarke
Vertrieb:Constantin Film/Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,40:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:01.09.2006 (Verleih) / 21.09.2006 (Kauf)
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Regiekommentar mit Michael Caton-Jones
  • Making Of (20:55 Min.)
  • Pressekonferenz (9:31 Min.)
  • Blick hinter die Kulissen (6:54 Min.)
  • Darstellerinfos:
    • Sharon Stone
    • David Morrissey
    • Charlotte Rampling
    • David Thewlis
  • Der besondere Filmtipp: Apocalypto (2:16 Min.)
  • DVD-Empfehlung: The Dark (2:20 Min.)
  • Trailershow:
    • The Cave (1:49 Min.)
    • Ghost Game (2:34 Min.)
    • Mord im Pfarrhaus (2:20 Min.)
    • Wild Things [1:39 Min)
    • Man About Town (2:27 Min)
    • Domino (2:11 Min.)
    • The Jacket (2:21 Min.)
  • Programmvorschau: Ask The Dust (2:15 Min)
Die attraktive und nicht mit ihren Reizen geizende Kriminalautorin Catherine Tramell gerät nach 14 Jahren wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Diesmal jedoch in London. Und auch Scotland Yards charismatischer Kriminalpsychologe Dr. Michael Glass verfängt sich, wie damals sein Vorgänger Nick Curran, in ihrem gefährlichen Netz aus Sex, Lügen und tödlicher Raffinesse, als er den mysteriösen Tod eines Profisportlers aufzuklären versucht.
- "... und beweist eindrucksvoll, dass "gut gemeint" und "gut gemacht" unüberbrückbare Gegensätze sind!" (Harald Schmidt)

Unser aller Talkmaster wird nicht "Basic Instinct 2" gesehen haben, als er dies in einer Bühnennummer verwendete, aber es trifft den Punkt ganz gut. Interner Link"Basic Instinct" mag anno 1992 für manche den erotischen Nerv getroffen haben (warum auch immer ...), aber der Blitz schlägt eben nicht immer zweimal an derselben Stelle ein. Gute 13 Jahre später steht nun Teil 2 auf den Spielplänen und die Frage ist: haben wir diesen Film gebraucht? Nein!



Was wir da als den neuen Skandalthriller aufgetischt bekommen, ist eine bemüht sensationsheischende Neuauflage des Erfolgsfilms, nur ohne Eispickel. Und leider ohne Michael Douglas! Die hier vorliegende amerikanisch-britisch-spanisch-deutsche Co-Produktion (gaaaanz schlechtes Zeichen) unter der Ägide von Michael Caton Jones, der bisher immerhin einige ansehnliche Filme drehte (das "Jackal"-Remake oder "Rob Roy") bemüht aufdringlich und dreist fast alle Elemente aus dem ersten Film und formt sie zu einem fast identischen Ablauf. Sharon Stone als arrogant-aufgesexte Verführerin unter Mordverdacht, ein ihr verfallener Hauptdarsteller, ein manischer Polizist, ein paar Opfer und jede Menge Publikumsverwirrung.
Gut, soweit hatte man das ohnehin befürchtet. Abklatsch stand dieser Produktion von vornherein auf der Stirn geschrieben, aber dieses "neue Spiel für Catherine Tramell" hat nun wirklich gar nichts, weswegen man sich diesen Film anschauen sollte oder gar müsste.


Fängt mit der Hauptdarstellerin an, der man konstatieren muss, sich für ihren "Pay or Play"-Deal (sie kriegt die dicke Gage, egal ob der Film produziert wird oder nicht) per Schönheitsoperation gut in Schuss gehalten zu haben. Für 48 Jährchen ist das Gesicht frisch übergebügelt und die deutlich nachgebesserten Möpse sehen vielleicht noch passabel aus, der Rest vom Fest genügt keinen Erotikansprüchen mehr (außer bei einem Betriebsausflug eines Seniorenheims). Die Haut wirkt grobporig, die Beine staksig, das Fleisch an den Armen schlaff und am Hals und an den Händen zeigt sich das Alter deutlich. Dennoch hält Miss Stone ihre Brüste ausgiebig in die Kamera und rammelt sich durch ihre Risiko-Zwangsneurose, gurrt und zischelt und schaut ständig mit diesem "Los-du-Sau-nun-versuch-mich-zu-kriegen-Blick" in die Kamera. Das ist nicht nur relativ unpassend, sondern auch würdelos und spätestens bei der Teilnahme an einem Rudelbums in einem Puff in Soho ist die Grenze überschritten - dafür darf sich die Mimin schämen.



Was aber viel mehr verblüfft: dass filmgemäß die Männer in diesem Film auf diese aufgerüschte Midlife-Crisis reinfallen, als gäbe es sonst nichts mehr zu vögeln auf dieser Welt, allen voran der hier als Hauptdarsteller geopferte britische TV-Darsteller David Morrissey, der einen neuen Rekord in Sachen Fehlbesetzung aufstellt. Blass, steif, unattraktiv, ständig nur mit einem Gesichtsausdruck (relative Unsicherheit, was wohl als Nächstes passiert) bewehrt, stolpert er durch das eindimensionale Drehbuch und muss dann plangemäß so tun, als würde ihn das aufgesetzte Geraune der Stone langsam aber sicher anfixen, was so albern wie unverständlich ist.
Morrissey ist dabei so männlich wie die Teletubbies und hat vermutlich den Slogan "ahnungsloses Opfer" auf seinen Arsch tätowiert, zumindest würde es passen. Und als es dann endlich soweit ist und gerammelt wird wie nix, bekommt er von der Amerikanerin ein Lederhalsband um die Gurgel und sieht damit beim Orgasmus aus wie ein Eichhörnchen beim Kacken.
Als diametralen Gegensatz bemüht sich David Thewlis (der ja dank seines Aussehens immer so ausschaut, als würde er ein verdorbenes Essen verdauen müssen), als chauvinistischer Bulle mit Tramell-Fixierung, verbal aufs Gekröse zu hauen, damit alle Männer auch mal deftig "Hoho!" machen dürfen. Desweiteren versucht Charlotte Rampling noch, so etwas wie Souveränität auszustrahlen, wir wollen diese Bemühungen mal honorieren, weil die sich dieses Mal nicht auszieht (und sie bei ihrer letzten Nacktszene in "Swimming Pool", obwohl deutlich älter, wesentlich attraktiver aussah).


Über das abgeklatschte Drehbuch hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens, es gibt wieder ein paar Sexszenen, ein paar Leichen und wer sich die Mühe macht, Lebenszeit darauf zu verschwenden, darf dann am Ende sich wieder die Testikel wegdiskutieren, ob es nun Stone, Thewlis oder Morrissey war, der hier bemüht rumgemeuchelt hat.
Zu einem Ergebnis wird man auch dieses Mal wieder nicht kommen und man kann seine Zeit auch besser verschwenden, z.B. mit atmen. Angereichert mit einschläfernder Musik und ohne sichtbare Spannungskurve werden alle Punkte abgehakt, allenfalls ein paar aufdringliche Phallussymbole sorgen noch für kurze Heiterkeit.


Cineastischen Allesfressern wird sogar diese fade Wiederholung noch gefallen und wer es beim Kinobesuch oder DVD Abend schafft, immer an den inhaltlichen Nullpunkt zurückzukehren, also zu vergessen, dass er jemals einen Thriller oder einen spannenden Film gesehen hat, der hält diesen Film sicher für das Schärfste seit der Einführung der Morgenlatte, aber das macht diese erbärmlich dümmliche Geldschneiderei leider in keiner Szene besser.
Gottseidank sind wenigstens die technischen Details in Ordnung und die Kameraführung ist akzeptabel, aber sonst kommen nicht mal Trashfreunde, für die Sachen wie "Color of Night" ein Fest waren, auf ihre Kosten.
Das hier ist einfach nur steif, einfallslos, dümmlich, schlecht gespielt und geschmacklos in so ziemlich jeder Hinsicht. Falls aber in weiteren 15 Jahren Catherine Tramell sich in einem dritten Teil von zwei muskulösen Helfern aus ihrer pediatrischen Gehhilfe gehoben wird, um auf einen leicht zu beeinflussenden Krankenpfleger gesteckt zu werden, der dann ein Skalpell ins Rektum gesteckt bekommt, bin ich wieder mit dabei. Das könnte dann wirklich lustig werden.



"Sometimes Obsession Can Be Murder"

Die deutsche DVD liegt im anamorphen Widescreen-Format von 2,40:1 vor und wurde stilltechnisch in vielen Szenen verfremdet. Die Farben erscheinen teilweise sehr gelbstichig und werden ansonsten recht blass wiedergegeben. Der Kontrast ist sehr steil und wartet mit einem stark überstrahlenden Weiß auf. Dies hat zufolge, dass der Schwarzwert nicht immer zu überzeugen weiß und hin und wieder ins Gräuliche tendiert. Zudem wirken viele Sequenzen wie mit einem milchigen Schleier überzogen. Der Einsatz von Rauschfilter wird in nahezu jeder Szene deutlich und auch wenn die Schärfe als noch gut bezeichnet werden darf, die Konturen sehr scharf und knackig wirken, jedoch an den Kanten oftmals ausfransen, fehlt es dem Transfer deutlich an Detailschärfe. Teilweise wirkt das Bild schwammig, extrem weich, bis hin zu unscharf. Nun ja, vielleicht war dies ja Sharon Stones persönlicher Wunsch - Weichzeichner können halt eine Menge kaschieren. Dafür ist der Transfer frei von jeglichen Defekten und Verschmutzungen und bis auf ein Mindestmaß an dezentem Blockrauschen im Hintergrund arbeiten die Kompressionen ziemlich sauber.
Tonal wird uns ein deutscher und englischer Dolby Digital 5.1-Mix, sowie ein deutscher DTS-Track geboten. In sämtliche Spuren dominiert der Score, wobei er zwar sauber auf alle Kanäle gespielt wird, jedoch zu frontlastiger Natur ist. Der Rest beschränkt sich weitgehend nur auf kleinere Umgebungsgeräusche, welche für eine recht gute Räumlichkeit sorgen. Ein direktionales Surroundgewitter haben wir hierbei ohnehin nicht erwartet, wobei zumindest die Anfangssequenz einiges zu bieten hat und zudem mit einem saftigen Bass in Erscheinung treten darf. Die Dialoge wurden ebenfalls sauber abgemischt, insgesamt wirkt das Klangbild aber nicht sonderlich dynamisch. Der englische Track klingt in den Dialogen deutlich dumpfer, dafür aber in den Stimmen natürlicher. Unterschiede zur DTS-Spur sind keine auszumachen. Optional gibt es deutsche Untertitel.
Der vorhandene Audiokommentar von Regisseur Caton-Jones beinhalten leider keine Untertitel, obgleich dies bitter nötig gewesen wäre, da der gute Mann sich dermaßen einen zurecht nuschelt, dass wahrscheinlich selbst ein Engländer kaum was verstehen dürfte. Na ja, wir wollten den Film eh kein zweites Mal schauen.
Neben der typischen Trailershow, Filmtipps, DVD-Empfehlungen und dem Originaltrailer gibt es noch Darstellerinfos, wie immer ergänzend zum beiliegenden Booklet. Zudem dürfen wir einen Blick hinter die Kulissen riskieren, und zwar sieben Minuten lang. Das ganze ist unkommentiert, doch leider dürfen wir uns nicht die Sexszenen anschauen, wäre doch mal interessant gewesen, oder? Das Making of beinhaltet einen 21minütigen Einblick in die Dreharbeiten, jedoch ist das nichts anderes als eins der typischen PR-Featurettes, welches mit deutschem Sprecher versehen wurde. Abschließend gibt es noch einen deutsch untertitelten Mitschnitt der Pressekonferenz zum Film, in der eine hochnäsige Sharon Stone knapp 10 Minuten lang ihren Senf abgeben darf. Fast schon zuviel Screentime ...


Abschließende Worte fallen schwer, denn auch wenn die DVD trotz einiger Mängel eine runde Sache geworden ist, können und wollen wir einfach keine Empfehlung aussprechen. Denn selbst für den hartgesonnesten Trashfan ist das Gezeigt zu niveaulos. "Basic Instinct 2" ist einfach eine rundum peinliche Angelegeneheit und wer sich den Film nur wegen der Silikonimplantate einer Sharon Stone ausleihen bzw. kaufen will, bitte schön ... Aber sagt später nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt.


Film+-----
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


Druckbare Version
Basic Instinct - Neues Spiel für Catherine Tramell
Basic Instinct (Unrated Collector's Edition)
Basic Instinct (Special Edition)
News"Basic Instinct 2" Unrated-Version im Juli
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