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USA 2002
Originaltitel:Dead/Undead
Alternativtitel:Curse of 1000 Tomorrows
Länge:90:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Daniel Casey-Vanhout, Mark T.Elliot, Richard Ferrando, Brett Pierce
Buch:Fox Valade
Kamera:Daniel Casey-Vanhout, Mark T.Elliot u.a.
Musik:Richard Ferrando
SFX:Danial Hemme
Darsteller:Brian Altman, Thomas Galasso, Mary C. Casey, Danny Ray Cook, Dave Cunningham, Greg Dow, Jamin Fite, Brooke Hayes, Jana Kramer, Alexis Nemeth, J.L. Rostam-Abadi, Jonathan Rostam-Abadi
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:14.02.2005 (Verleih) / 21.03.2005 (Kauf)
Specials:
  • Trailer (2:11 Min.)
  • Behind the Scenes (20:24 Min.)
  • Deleted Scenes (1:13 Min.)
  • Trailershow:
    • City of Lost Souls (1:32 Min.)
    • Dead of Alive Final (1:29 Min.)
    • Face (2:22 Min.)
    • Flower Snake (1:48 Min.)
    • Ghost (1:36 Min.)
    • Gozu (1:23 Min.)
    • New Blood (2:00 Min.)
    • Sympathy for Mr. Vengeance (1:42 Min.)
    • Save the green planet (2:14 Min.)
    • The Happiness of the Katakuris (2:06 Min.)
    • The long Lunch (3:44 Min.)
    • Suicide Circle (1:36 Min.)
    • Tough Luck (1:08 Min.)
    • Unborn but Forgotten (1:42 Min.)
    • To catch a virgin ghost (0:50 Min.)
    • Una d Zombies (1:58 Min.)
    • Zebaman (0:44 Min.)
Laut einer uralten Legende haust tief in den Wäldern von Michigan eine furchtbare Kreatur. Manche Menschen behaupten, dieses Wesen sei die höllischste Erfindung des Satans, andere behaupten, es hat den göttlichen Auftrag, die Menschheit für all deren Sünden zu peinigen. Die Kreatur soll alle Stärken derer übernehmen, die es zu jagen gewagt haben und auch alle Stärken derer, die es selber gejagt hat. Ein brutales Wesen, das immer und immer wieder getötet werden kann und jedes Mal viel stärker als zuvor aus der Hölle zurückkehrt. Diese unbarmherzige Kreatur nennt man ehrfurchtsvoll DEN SORCALAK ...
Dummerweise verlaufen sich gerade sieben recht typische Horrorfilm-Charaktere in den Wäldern. Und sie bewegen sich zielstrebig immer weiter auf das Monster zu.
Autsch! Hier nun mal wieder ein Film der Marke "oberpeinlich"! Vor allem was die Werbung für diesen Streifen betrifft! Laut DVD-Cover soll es sich nämlich hierbei um einen "atmosphärischen Horrorfilm im Stil der 80er Jahre" handeln, der am Original-Drehort von Interner Link"Tanz der Teufel" gedreht wurde. So etwas lockt doch gewaltig, vor allem wenn man Fan solcher Filme ist. Doch schon in den ersten Sekunden des Streifens merkt man, dass man hier gewaltig übers Ohr gehauen wurde! Denn "Dead/Undead" ist nicht viel mehr als ganz übler Amateur-Trash!
Bei diesem Machwerk stimmt wirklich überhaupt nichts. Die Story, um eine Teenie-Truppe, die in die Fänge eines alten Dämons (oder was immer das auch sein soll) geraten und von ihm zu Zombies umfunktioniert werden, hätte durchaus das Potenzial gehabt für einen soliden 08/15-Horrorstreifen. Doch nichts da! Das Drehbuch ist wirklich der letzte Dreck, Klischee beladen bis zum Geht-nicht-mehr und hat wirklich überhaupt nichts zu bieten, was selbst einem Trash-Fan gefallen könnte. Im Prinzip sehen wir in den ersten Minuten dabei zu, wie ein paar grottendoofe Teenies, die allesamt einer Klapsmühle entsprungen sein dürften, in ein Waldlager fahren und sich gegenseitig zulabern. Danach gibt es paar billige Jagden durch den Wald und ab und an ein paar Gore-Effekte. Und zum Schluss müssen wir dann noch erfahren, wie alles in zwei Jahren weitergeht. Und das wars dann auch schon. Todlangweilig und wirklich vollkommen bescheuert!


Und wenn die Story schon einmal purer Müll ist, wie sieht es dann mit dem Rest aus? Genauso! Was die Inszenierung des grenzdebilen Treibens angeht, so kommt einem ebenfalls schnell das pure Kotzen! Egal, welchen Punkt man auch nimmt, alles ist wirklich noch unter Amateur-Niveau! Selbst die Splattereffekte, die in manch anderer Amateur-Produktion manchmal das Ah und Oh sind, sind grottig. Zwar wurde alles von Hand produziert - logisch das Budget des Streifens dürfte unter Null gewesen sein -, doch was nützt es, wenn es unterm Strich dennoch so aussieht, als würden die Effektemacher mit billigem Plastikmüll und schlecht gewordenen Lebensmitteln wie (meist) Quark oder (selten) Ketchup hantieren? Dazu dann noch ein gar grausiger Soundtrack, der wohl jedem Zuschauer den wohl deftigsten Ohrenkrebs seines Lebens bescheren dürfte. Ganz plump wurde auf ein paar Keyboard-Tasten herum geklimpert, in der Meinung, damit einen gruseligen Score zu komponieren. Dem Composer des Films gehören schnellstmöglich beide Hände abgehackt.
Und dann noch die Darsteller. Lieber Gott im Himmel, was sind das wieder einmal für Spacken gewesen? Jedes mal, wenn du denkst, dass es nicht noch schlimmer werden könnte, kommt es natürlich trotzdem so! Diesem schrecklichen Schauspielerteam hier gehört nicht nur das Schauspielern sofort verboten, nein, sie sollten am besten auch gleich noch aufhören zu atmen. Denn wer so drastisch beschissen spielt, der ist sicherlich auch im wirklichen Leben nicht zu ertragen! Da ist es dann auch Wurst, dass die beiden Mädels eigentlich ganz lecker aussehen ...


Das absolut Schlimmste am ganzen "Dead/Undead"-Scheiß bleibt aber die Tatsache, dass der Film nicht zu wissen scheint, wann es Zeit ist Schluss zu machen (eigentlich schon nach der ersten Sekunde). Wenn nach geschlagenen 72 Minuten endlich der Abspann beginnt und man sich endlich in Sicherheit wägt, dann fangen plötzlich noch einmal 10 Minuten "Film" an, die einem unbedingt zeigen wollen, was in der Zukunft passiert. Dass das den Zuschauer nach solch einer filmischen Gülle aber nun überhaupt nicht mehr interessiert, das war den Machern wohl so ziemlich egal. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, so gibt es dann noch 8 Minuten lang Outtakes, die meine oben aufgestellte These mit den "Darstellern" noch einmal bestätigen sollten! Einfach nur grauenhaft! Und da wir schon beim Bonusmaterial sind, gibt's auf der DVD noch eine obligatorische Trailershow, zwei geschnittene Szenen, sowie den Originaltrailer und 20 Minuten an Behind the Scenes-Material, welches zumindest zeigt, dass die Macher ihren Spaß hatten. Das ganze wurde zudem mit deutschen Voice-Over-Stimmen unterlegt.
Kommen wir nun zum Bild. Die Tatsache, dass "Dead/Undead" eine 1000 Dollar teure Amateurfilm-Produktion ist, lässt uns den Letterbox-Transfer etwas milder beurteilen. Für einen No-Budget-Film ist das Bild sogar noch überraschend gut ausgefallen und die Farben wirken stets sehr kräftig, zeigen dafür aber nur selten natürlichen Farben. Meist tendiert das Bild etwas ins Grünliche oder Bläuliche. Der Kontrast fällt allerdings sehr wechselhaft aus, erscheint nie wirklich gut und wirkt vor allem in hellen Szenen sehr steil und neigt dazu, deutlich zu überstrahlen. Je nach Ausleuchtung werden in Nachtaufnahmen nötige Details verschluckt und die vielen farblichen Verfälschungen lassen keinen wirklich guten Schwarzwert zu. Die Schärfe ist ebenfalls sehr unausgewogen und der gesamte Transfer wirkt sehr weich und teilweise sogar unscharf. Hin und wieder erreicht der Schärfegrad ein überraschend angenehmes Niveau. Produktionsbedingtes Bildrauschen, sowie leichtes Nachziehen sind ebenso zu bemängeln, wie Blockrauschen und nicht immer ganz saubere Kompressionen. Zum Ende hin wird dem Film jegliche Farbe beraubt und man präsentiert eine Art Schwarzweiß-Look, was dem Film noch am besten steht. Für einen Amateurfilm also durchaus gut, wer damit nicht anfangen kann, sollte seine Augen erst gar nicht damit quälen.
Die deutsche Synchronisation stellt eine kleine Katastrophe dar, selten haben wir bei aktuellen Produktionen im Independent-Bereich solch unmotivierte Sprecher gehört. Dafür überrascht der deutsche 5.1-Mix aber durch seine erstaunlich gute Räumlichkeit. Die Front wirkt recht sauber und klar und die Rears werden überwiegend für den Score und den Umgebungsgeräuschen beansprucht, wobei sich hin und wieder auch kleinere Effekte verlaufen. Selbst der Subwoofer darf im richtigen Moment für etwas Druck sorgen und so bekommen wir insgesamt zwar eine sehr frontlastige, aber in passenden Momenten auch sehr räumlich wirkende Abmischung geboten, welche den englischen Track alt aussehen lässt. Dieser wirkt deutlich zu leise und dumpf, lässt deutlich an Druck missen und bietet einen sehr reduzierten Einsatz der Effektlautsprecher. Hier hat also die deutsche Fassung deutlich die Nase vorn. Schade nur, dass die deutsche Synchronisation so unsäglich geworden ist.


Ungemein stupides, brachial dämlich und vollkommen von Talent befreites Amateur-Filmchen der absolut untersten Schublade. Eine grotesk langweilige Geschichte, eine absolut beschissene Inszenierung und Darsteller, die man eigentlich nur für jede Filmsekunde verprügeln möchte. Für diesen Streifen ist selbst der berühmt-berüchtigte "Giftschrank" noch zu gut. Man ätzt ihn am besten gleich ganz mit Salzsäure weg!
Die DVD bietet für Amateurfilmverhältnisse eine recht gute Bild- und Tonqualität und ein paar nette Extras. Doch selbst Amateur-Allesgucker werden kaum Spaß an diesem Film und somit auch an der DVD haben. Zumal die deutsche Synchronisation wirklich schlecht ist.


Film------
Bild+++---
Ton+++---
Bonus++----


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